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Erster Tag TaMu war ein Fiasko! Sorry, seeehr lang

Erster Tag TaMu war ein Fiasko! Sorry, seeehr lang

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Hallo ihr da draußen! Also wer sich noch erinnert: Im November stand ich da mit dem "worst-case-Szenario", d.h. keine Kinderbetreuung mehr für unsere Jüngste (jetzt 8 Monate alt) von jetzt auf gleich. Wir haben uns zwischenzeitlich so "rübergerettet", irgendwie ging es immer weiter. So und endlich habe ich die Zusage meiner absolut bevorzugten TaMu bekommen, dass sie mein Baby zukünftig betreut. Die TaMu hat auch auf meine älteste Tochter aufgepasst und damals hat alles traumhaft geklappt. Heute sollte nun die Eingewöhungszeit starten. Was soll ich sagen: Es war ein Fiasko. Zuerst war ich dabei, wir haben uns zusammen die Wohnung angeschaut, Zwergin sollte in der fremden Umgebung ein bisschen warm werden. Und dann bin ich kurz gegangen. Ab dem Zeitpunkt hat die Zwergin NUR gebrüllt. Auf dem Arm der TaMu, im Hochstuhl, ließ sich mit NICHTS ablenken, alles war verkehrt, sie war richtig "durch". Als ich wieder kam, hängte sie sich seufzend an meine Brust und ließ mich bis heute abend nicht mehr aus den Augen. Ist aber trotz allem normal eingeschlafen, hat aber sehr wenig gegessen heute. Stattdessen wieder dauerstillen wollen. UND NU??? Ich bringe sie morgen wieder dorthin. Aber habt ihr vielleicht Tipps, was ich besser machen kann? Wie habt ihr den Übergang gepackt? Meint ihr, es wäre besser, wenn mein GG sie hinbringt? Soll ich gar nicht lange da bleiben und wie selbstverständlich gehen oder gerade lange dableiben? Ich bin so ratlos, mit der Großen war es nie ein Problem und die Zwergin tut sich soooo schwer. Ich glaube, dass ihr das alles so sehr zu schaffen macht, weil in den letzten Wochen keinerlei Beständigkeit in der Betreuung da war. Da mache ich mir riesige Vorwürfe, denn ich hätte die Schwierigkeiten in der ersten Betreuung kommen sehen müssen, aber dafür ist es nun sowie so zu spät. Ich kann die Zwergin auch absolut verstehen, aber wie kann ich ihr bloß helfen? Helft ihr mir bitte weiter? Lieben Dank, Annette


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guten morgen, ich selbst arbeite auch als tagesmutter und kann dir bestätigen, dass eben nicht alle kinder gleich sind und schon gar nicht in der eingewöhnung, aber was ich nicht verstehe: du solltest die kleine am ersten tag allein lassen? ich selbst gewöhne die kinder nach dem berliner modell ein, d. h. ein paar tage mit mama und dann verabschiedet sich mama für einige zeit, diese zeit wird gesteigert. normalerweise zieht sich das ganze auf 2 wochen hin, ich hab aber schon kinder mit 3 tagen eingewöhnung gehabt bzw. mit 6 wochen (da haben aber die eltern nicht so ganz mitgespielt - das ist eine andere geschichte und soll dir keine angst machen). wenn du die kleine gleich am ersten tag allein lässt, stellt sich die frage, kennt sie tamu schon, oder hat sie sie das erste mal gesehen? deine kleine muss sich in dem alter weniger die räume anschauen, dazu hat sie später zeit, sie muss vielmehr mitbekommen, dass du der anderen frau vertraust und sie erst mal in ruhe beobachten können. vielleicht versucht ihr es mal so? wenn du fragen hast, kannst du sie gern stellen. lg doreen


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Auch die Eingewöhnung bei unseren Kindern leif immer nach dem Berliner Modell. Es ist hier sogar verpflichtend für alle Kitas und öffentlichen TaMü vorgeschrieben. (Selbst die "Grossen", die 3 in die Kita kommen werden nach disem Prinzio eingewöhnt - auch wenn es da oft schon nach 3-4 Tagen abgeschlossen ist.) Ich dachte eigentlich, dieses Modell gehört inzwischen zum "Basiswissen" der Kinderbetreuung - frage deine TaMu doch mal obe sie es kennt. In den ersten Tagen habe ich meine Kinder gar nicht alleine gelassen, wir waren anfangs für 1 Stunde später für 2-3 Stunden in der Kita. Die Erzieherin hat sich in dieser Zeit ausschliesslich um mein Kind gekümmert. Dann haben wir damit angefangen, den "normalen" Kita-Alltag mitzumachen (Frühstück, später auch Mittagessen, Windelwechsel/Toilettengang mit Erzieherin) Nach ca. 1,5 bis 2 Wochen bin ich das erste Mal "gegangen", d.h. ich war für 5 min vor der Tür und ausser Sichtweite meines Kindes. Wichtig waren hier das Einüben des Abschieds- und Begrüssungsrituals und das Vertrauen fest zu verankern "Mama kommt immer zurück". Sobald das Kind geweint und sich nach einem kurzen(!) ersten Tröstungsversuch er Erzieherin nicht haätte beruhigen oder ablenken lassen, hätte man mich sofort zurück geholt, so dass erst gar kein gravierendes negatives Erlebnis/Verlassensangst beim Kind entstehen kann. Wir haben die Zeiten dann langsam gesteigert, wobei ich immer noch in unmittelbarer Nähe war. Als die Kleinen drei tage nacheinander problemlos 1,5 Std. alleine blieben, bich ich dann auch mal zwischendurch zum Einkaufen. Nach ca. 3 Wochen waren wir jeweils soweit, dass die Kinder den ganzen Vormittag blieben. Bei euch wird wichtig sein, das Vertrauen deiner Tochter ertmal wieder herzustellen, bevor ihr den nächsten Trennungsversuch unternehmt. Das kann schon etliche Tage oder auch Wochen dauern, bis deine Tochter wieder soweit ist, zumal sie ja auch gerade im kritischen "Fremdelalter" ist, das generell weniger gut für den Beginn einer neuen Betreuungssituation ist. Ich will dir ja keine Angst machen und vielleicht hatte die TaMu ja gute Gründe für ihr Vorgehen aber mich erschreckt, dass anscheinend so wenig Fachwissen und Einfühlungsvermögen in die Befindlichkeiten des Kindes vorhanden ist. Darum ganz besonders: Alles Gute für Euch! junima


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Das ist ja nun auch das unglücklichtse Alter zum Eingewöhnen - in der schönsten Fremdelphase. Ich hatte bei beiden Söhnen mit 7 Monaten überhaupt keine Probleme. Allerdings hilft Dir diese Weisheit jetzt nicht weiter. Allerdings hat die Jungs im Regelfall immer der Papa hingebracht. Und wenn ich es denn (Dienstreise) ausnahmsweise mal getan habe und dann evtl. mit Tamu noch etwas länger geschwätzt habe, fingen sie auch an zu "zicken". Ich würde jetzt öfter mit hingehen und dableiben, aber Tamu alles machen lassen: trösten, füttern, wickeln. Esrt wnn das Mäuschen DAS akzeptiert, würde ich es wieder mit weg gehen versuchen. Trini


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Meine Kinder waren ja schon älter, aber in unserer Kita legen die Erz. zur Ehaltung und Bildung des Vertrauens des Kindes,grossen Wert darauf, dass bei den Kleinen "intime" Handlungen wie Füttern und Wickeln anfangs nur von der Mutter/Vater durchgeführt werden, whärend die Erz. dabei ist. Ganz langsam übernimmt sie dann immer mehr Handgriffe...


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Hallo! Bin ja noch nicht TaMu - erfahren.Aber unsere eventuell - TaMu hat erzählt, dass sie ein Kind hatte, dass sich sehr schwer tat, sie zu akzeptieren. Da ist sie mit zu den Eltern nach Hause gegangen und hat sich dort mit der Kleinen angefreundet. Ab da war wohl der Knoten geplatzt! War aber auch für sie (die TaMu) das erste Mal. Liebe Grüße Manu


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aller Anfang ist schwer und nicht jedes Kind macht Jubelschreie (wie mein Sohn) wenns in Fremdbetreuung kommt. Ich würde allerdings nicht sofort darauf umschwenken, das Kind vom Partner bringen zu lassen, denn damit löst Du das Problem nicht. Irgendwann wirst auch Du wieder in die "Verlegenheit" kommen, das Kind bringen zu müssen. Insofern zieh die Nummer ein paar Tage/Wochen durch. Wenns dann immer noch nicht besser ist, dann könnt Ihr den Versuch ja mal starten. Aber wichtig ist meiner Ansicht nach auch, dass Eure Tochter auch hier eine Beständigkeit erlebt und nicht ein hin und her, mal bringt Papa sie, mal Mama, dann beide... Gib Deiner Tochter einfach Zeit. Die Tamu mal nach Hause einzuladen ist keine schlechte Idee. Meine damalige Tamu hatte ebenfalls ein Kind, was jahrelang nicht warm geworden ist. Dazu muss man aber sagen, dass die Kleine eh ein wenig.. naja still war und scih keinen cm bewegte, sobald ein anderes Kind in den Raum kam. Ich habe sie nie lachen sehen. Sie hat immer nur geheult und ansprechen durfte man sie erst recht nicht... Das hat sich auch nie gelegt, hat aber meines Erachtens auch nicht an der Tamu gelegen... zum Teil auch an der Mutter, zum Teil eben am Kind. LG Sue


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hallo, ich bin ziemlich sicher, dass es sehr viel günstiger wäre, wenn du deutlich länger mit ihr dort bleiben würdest, damit sie mit deiner sicherheit im rücken dort "warm" werden kann. in keiner krippe werden kinder von jetzt auf gleich eingewöhnt und die mutter geht nach einer kurzen zeit am ersten tag. bedenke, dass deine tochter sich in einem recht "kritischen" alter befindet, in dem fremdeln nicht ungewöhnlich ist. leicht ist das zeitlich sicher nicht, aber um deiner tochter die eingewöhnung zu erleichtern, sollte einer von euch deutlich länger bei ihr bleiben... henriette


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Hallo nochmal, also, ich glaube, ich hatte mich ungenügend ausgedrückt. Meine Tochter KENNT die TaMu bereits von Besuchen bei ihr seit längerer Zeit. Wir sind befreundet, seit unsere Große ihr Tageskind war. Natürlich kann man von einem Baby nicht erwarten, dass es sich an Besuche erinnert, logo, aber so ganz fremd war ihr die Person nicht. Allerdings war sie noch nie alleine dort gewesen. Heute war ja der zweite Tag und es ging viel besser! Zwergin hat sich von der TaMu füttern und windeln lassen, hat sogar 30 Minuten dort geschlafen und auch mit den dortigen Spielsachen spielen wollen. Ich bin mir absolut im Klaren darüber, dass es der denkbar schlechteste Zeitpunkt ist, ein Baby an eine TaMu zu gewöhnen. Die Zwergin wird seit einiger Zeit schon fremdbetreut, nur leider hat es mit der Betreuungsperson überhaupt nicht funktioniert, was sich leider erst nach einiger Zeit rausstellte. Das hat uns überhaupt erst in diese verzwickte Lage gebracht. Ich bin allerdings von meinen beiden großen Kindern auch echt verwöhnt, die blieben immer gerne in der Betreuung und haben sich in Rekordzeit überall eingewöhnt. Ich kenne auch das Vorgehen in der Eingewöhnungsphase (habe ich ja schon öfters durch!). Nur habe ich offensichtlich zu viel von unserer Jüngsten verlangt. Danke an alle, die mir Mut gemacht haben. Morgen wird sie auch wieder hingebracht und zwar von mir. Es ist richtig, dass ich mit ihr hingehe, da müssen wir jetzt beide durch, aber noch mehr Neues ist für sie zum jetzigen Zeitpunkt echt das Allerletzte was sie braucht. Ich melde mich mal, wie es weiter gegangen ist. LG Annette


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ja, ich denke nach dem ersten tag / den ersten tagen darf man nichts ueberbewerten! die kleine maus muss sich ja noch an die neue situation gewoehnen. wenn sie erstmal ein paar wochen da ist, ist alles sicher kein problem mehr. schliesslich hat sie ja sogar die chaotische betreuungsorganisation vorher gut hinter sich gebracht! :) lieber gruss caro


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Ich denke auch, dass der Zeitpunkt ziemlich ungünstig ist: mitten in der ersten Fremdelphase. Zwei Monate früher wäre es vermutlich kaum ein Problem gewesen. Aber nun musst Du wohl ein wenig mehr Zeit in die Eingewöhnung investieren, damit sich alle Beteiligten wohl fühlen. Viel Glück Susanne