Mitglied inaktiv
Hallo, hier mal kurz was zu mir: ich bin 31 Jahre alt und habe eine Tochter, die heute genau ein Dreivierteljahr alt ist. Sie ist ein Wunschkind, d.h. ich habe mich vor 1 1/2 Jahren bewusst dafür entschieden, mein Studium zu unterbrechen. Nun gehe ich seit gestern wieder in die Uni. Meine Tochter wird seit Anfang März in der Krippe des Studentenwerks betreut und macht sich dort immer besser. Zusätzlich steige ich jetzt auch wieder in meinen Nebenjob ein, weil es mit Erziehungs- und Kindergeld alleine hinten und vorne nicht reicht. Nun meine Frage: Wer von Euch befindet sich in einer ähnlichen Situation? Ist es zu schaffen? Vielleicht mit einer straffen Organisation und viel Selbstdisziplin (die ich mir dann wohl noch antrainieren müsste ;-)? Übrigens gehört bei uns auch noch ein Papa dazu, der allerdings durch sein Referendariat zeitlich z.T. sehr eingespannt ist. Ich kann mir momentan keine andere Lösung vorstellen, habe aber mächtig Bammel, dass ich es nicht packe. Musste mir schon von meiner eigenen Schwester während der Schwangerschaft anhören, dass sie mir diese Dreifachbelastung nicht zutraut. Wer kann mir Mut zusprechen? LG Bianca
Hallo Bianca, ich stecke in einer ähnlichen Situation, nur dass ich zu meinem hauptjob, ein fernstudium absoviere. Ich bin auch oft an den Grenzen meiner Belastbarkeit. Seit einem Monat geht mein Sohn (jetzt 3) auch in den Kindergarten, zuvor war er bei einer tagesmutter, aber auch nur während meiner Arbeitszeit. Daher habe ich abends lernen müssen. Der Papa von Paul ist Schichtarbeiter, also auch nciht immer da. Es ist zu schaffen, lass dir nicht von anderen einreden du kannst das nicht. Meine Eltern trauen mir den abschluss des Studiums neben arbeit, kind und haushalt auch nicht zu. Nur soviel dazu, ich möchte im Herbst mein Vordiplom erreichen. Es ist machbar. Aber Selbstdisziplin gehört dazu. Viel Erfolg! Antje
Hallo, wie meistens kann man da ja pauschal nix sagen. Was die eine packt, schafft der andere nicht, nicht nur "objektive" Zeit, sondern die individuell unterschiedlichen Belastbarkeitsgrenzen plus evtl auch Spaß an der Sache spielen eine Rolle. Weswegen es relativ sinnlos ist, wenn andere einem sagen: Das schaffst Du nicht.(Ich kann auch ein Lied davon singen) Nun weiß ich nicht, welchen Umfang Dein "Nebenjob" haben soll. Davon hängt es im Wesentlichen ab. Neben Job und Anwesenheit in der Uni musst Du auch noch Zeit zum Lernen haben, in der Dein Kind auch betreut ist. Wenn man dann eigene Interessen und Hobbies zurückstellt, kann das schon funktionieren - ist ja vielleicht auch nur für eine Übergangszeit. Ich würde aber genau gucken, wie das mit dem Geld nötig ist. Denn Dein Freund verdient ja auch im Referendariat (ich weiß, es ist nicht die Welt, aber immerhin)plus Erziehungs und Kindergeld. Kommz natürlich auch drauf an, wo man wohnt... Erkundige Dich doch mal, was Dir evtl. noch zusteht. Und ansonsten: mach es, wie Du das denkst. Andere müssen Dein Leben ja nicht leben... lg, Christiane
hallo, wir sind auch noch zu 3. oder 3 1/2 - nummer 2 kommt im juni. ich bin arbeite als tamu (locker 10 h pro tag), mach nebenher ein fernstudium, mein mann ist informatiker und ständig auf dienstreise, der große ist 3 1/2. es funktioniert schon irgendwie ... ist eine sache der organisation, aber es klappt. was deine schwester sagt oder nicht, sollte dich nicht interessieren - du schaffst das und das ist wichtig. negative meinungen ziehen dich nur runter und das ist nicht produktiv - besser wärs, wenn sie dir anbieten würde deinen knirps auch mal eine stunde zu nehmen, damit du lernen kannst ... kannste ihr übrigens auch mal sagen. lg doreen
Hallo, es ist tatsächlich zu schaffen, sicher auch mit etwas Selbstdiszplin, aber das kommt drauf an was für ein Lerntyp Du bist. Und man muss auch manchmal grad in Kriesenzeiten(Kinder sind krank und prüfung steht an) ein bisschen improvisieren.. Studiere auch, hab 2 Kinder(fast 5 und 2). Hab Dienstag eine mündliche Examensprüfung, tja und heute sind beide krank geworden. Lass Dich von anderen nicht entmutigen, oft ist es nur Neid. Liebe Grüße, Nastja
Hi, ich hatte jahrelang folgende Mehrfachbelastung: 1. Vollzeit-Job als Freiberuflerin mit mindestens 60 Wochenstunden Arbeit - oft bis zu 90 2. 1 Kleinkind 3. Den Haushalt und Garten fast vollständig alleine zu managen - mein Mann hat einen eingebauten Schmutzfilter in der Brille, haßt Gartenarbeit und war jahrelang der Meinung, daß Supermärkte bereits mit drei Kunden völlig überlaufen seien. Zumindest kümmert er sich um die Mahlzeiten und um`s Kind. 4. Den Haushalt meiner Schwiegereltern - sie haben zwar insgesamt vier Kinder, aber denen kann doch (trotz Nicht-Berufstätigkeit!) kein Mensch zumuten, sich um ihre Eltern zu kümmern... 5. Einen psychisch schwerkranken, aber völlig einsichtslosen, bösartigen Schwiegervater, dessen Demenz und die damit verbundene Geschäftsunfähigkeit erst im Endstadium richtig diagnostiziert wurden. Bis dahin mußte ich mich von den unfähigen Ärzten und der nichtsnutzigen Familie auch noch beleidigen lassen... Abgesehen davon: hab` `mal jemanden im Haus, der pausenlos nicht ißt, sondern unbeschreibliche Mengen vertilgt, ständig hinfällt ohne selbst aufstehen zu können, die ganze Nacht lärmend geistert und obendrein mit dem Inhalt seiner Windeln die Rauputzwände "verziert"... 6. Gleichzeitig habe ich noch ein universitäres Zweitstudium (Fernstudium) durchgezogen und recht ordentlich geschafft. Ergo: Mit durchschnittlich sechs Stunden Schlaf, gnadenloser Disziplin und sinnvoller (!) Organisation schafft man alles. Es ist halt eine Frage der Prioritäten. Mir ist es, ehrlich gesagt, keineswegs wichtig, jeden Tag perfekt geschminkt, frisiert und hypermodisch gekleidet aus dem Haus zu gehen. Oft sah man mir die Erschöpfung von weitem an, aber ich sah nie aus wie eine Vogelscheuche. Mir ist auch Sport herzlich wurschd. Heute weiß ich, wozu ich fähig bin, wo meine echten Grenzen liegen. Ich weiß, wie es ist, gegen Mitternacht die Fenster zu putzen, zu bügeln oder mit der Taschenlampe Unkraut zu rupfen oder die Blumen zu gießen. Ich weiß, wie es ist, wenn man mit zitternden Knien zu Bett geht und mit zitternden Knien wieder aufsteht. Ich weiß überdies, mit welcher Sorte Mensch ich mich nicht mehr belasten werde, einfach weil ich sie als soziale Parasiten einstufe. Das reduziert zwar die Anzahl der sozialen Kontakte, vereinfacht aber das Leben ungemein. Ich bin stolz auf mich, auf unseren Sohn, der von all diesen Belastungen zwar nicht völlig verschont wurde, aber trotzdem nicht darunter zu leiden hatte. Er hat sich prächtig entwickelt, ist für sein Alter äußerst selbstbewußt und selbständig, befäßt sich ausschließlich mit Dingen, die er eigentlich erst ein oder zwei Jahr später können oder die ihn erst dann interessieren sollten und wir haben ein sehr inniges, liebevolles Verhältnis zueinander. Ich weiß auch, daß ich JETZT alles hinter mich bringe, was andere in ihren 50ern oder 60ern erleben und wovon sie dann völlig überfordert sein werden. Bis dahin führe ich das ruhigste Leben.:-) Augen zu und durch. Der Dauerstreß ist mit Sicherheit nicht lustig, aber man wächst daran und er legt sich irgendwann auch wieder. Denk an Deine Großmütter: die hatten wesentlich mehr zu leisten als wir heute und bei denen wurde noch mehr als selbstverständlich betrachtet als bei uns. LG Fiammetta
Bestimmt nicht, meinst du nicht, dass du mehr als nötig übertreibst? Gruß, Sabri
Nein, liebe Sabri, ich weiß, was ich erlebt habe und muß mich keineswegs von jemandem anmachen lassen, der solch eine Leistung noch nicht erbracht hat. Fiammetta
Hi zusammen! Es ist auch eine Leistung, endlich zu kapieren, daß frau nicht immer etwas leisten muß! Neben 1/2Job, Haushalt, 2 kleinen Kindern gönne ich mir inzwischen abends meistens FEIERABEND, und zwar gegen 20:00 und nicht erst um Mitternacht. Seit dem geht's mir viel besser. Zuviel Arbeit kann man nicht "weg"organisieren, eher würde ich Prioritäten setzen und irgendwas anderes streichen. Ich denke schon, daß Biankitas Pensum schaffbar ist, sowieso nur mit guter Organisation, aber daß ein bischen Luft für Dich selbst bleiben sollte, immer mal wieder eine Auszeit vom Stress (Ausflug, Wochenende nix tun, Urlaub, gemütlicher Abend oder was auch immer) und das man sich auch klar machen sollte, wie lange man sich ein umfangreiches Programm an den Hals hängen möchte. Biankita, das soll Dir bestimmt nicht den Mut nehmen! Mann kann nämlich ziemlich viel schaffen, wenn man das möchte. Und wenn man dann auch noch schafft, nein zu sagen und Sachen liegen zu lassen, kann man dabei sogar glücklich sein! Ciao Regina
Hallo Bianca! Glaub mir, es ist zu schaffen. Steckst di erst mal drin und hast die ersten Tage geschafft geht es von alleine (fast von alleine). Denn du arbeitest ja OHNE Kind, du weißt es ist in guter Obhut. Ich genieße die "kinderlose" Arbeitszeit, kann mich auch etwas erholen, obwohl mein Beruf anstrengend ist (bin Ärztin). Außerdem muß ich Regina recht geben. 20 Uhr (oder wenn halt die Kiddies im Bett sind ) ist Feierabend, ganz selten mache ich dann noch Hausarbeit (am Fernsehen Wäsche zusammenlegen). Hausarbeit mache ich meistens am Wochenende, bei mir ist es nicht perfekt geleckt, aber wir essen auch nicht vom Fußboden. Viel Glück! Lora
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