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Diplomprüfung und Kleinkind - Schaffe ich das???

Diplomprüfung und Kleinkind - Schaffe ich das???

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Hallo, mich plagt eigentlich seit der Schwangerschaft meine berufliche Zukunft. Ich bin am Ende meiner Studienzeit schwanger geworden und hatte vor, die zwei fehlenden Prüfungen noch vor der Geburt zu absolvieren. Das habe ich aber aus verschiedenen Gründen nicht geschafft. Mittlerweile ist meine Tochter fast 21 Monate alt und ich bin vom Studium beurlaubt. Meine Maus hält mich ganz schön auf Trapp, so dass ich keine Zeit finde, zu lernen. Wenn sie dann abends im Bett ist, bin ich zu müde zum Lernen. Ich bilde mir ein, dass wenn sie im Sommer in den Kindergarten kommt, ich vormittags ein bischen lernen kann. Aber ehrlich gesagt, glaube ich schon nicht mehr daran. Ich bin schon so lange aus dem Stoff, dass ich von vorne anfangen müsste. Ich weiss echt nicht, wie es weitergehen soll. Wenn ich durch die Prüfungen falle, wars das! Ich weiß nicht, was mein Mann dazu sagt. Das hält er mir bestimmt ewig vor. Außerdem stehe ich mit 28 dann ohne Ausbildung da. Ich würde ja auch eine Ausbildung machen, aber ich kann mir nicht vorstellen, mit 16 Jährigen zusammen die Schulbank zu drücken. Das ist doch peinlich hoch zehn. Gibt es denn auch Ausbildungen, wo man nicht in die Schule muss? Geht es oder ging es denn jemanden von Euch auch so wie mir? Was habt ihr gemacht? Über ein paar Tips würde ich mich echt freuen. Viele Grüße


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Hallo, arbeite erst einmal an Dir. Mit der einstellung wirst Du nämlich keinen Blumentopf ernten. Bei uns im Studium war ein Familienvater, der 10 Jahre älter war als wir und dessen Frau gearbeitet hat (er hatte einen großen Anteil an der Erziehung der zwei Kinder). Was Dein Mann von Dir denkt, sollte mal kein Grund zur Panik sein, der sollte Dich hoffentlich unterstützen. Einen Ausbildungsplatz mit Kind zu bekommen ist nicht so einfach, vor allem wenn Du Dich so präsentierst wie hier. Es gibt in den Berufsschulen - zumindest in den Großen - immer Umschülerklassen, da gibts noch viel ältere als Dich, das ist kein Grund. Und selbst wenn Du mit 16-jährigen zusammen wärst. Was ist denn daran peinlich? Besinn Dich auf Dich, spielt doch keine Rolle was andere denken und es wird immer welche geben, die vielleicht denken, dass........ Schnurzpiepegal. Tu was für Dich, verpack Dein Lernpensum in kleine Einheiten, die zu bewältigen sind. Mach dir ein persönliches Belohnungssystem, schau auf das, was Du bewältigt hast und nicht auf das, was Du noch alles lernen musst. Packs einfach an. Gruß Tina


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Und welche Fächer fehlen Dir noch? Und - das Wichtigste!! - möchtest Du überhaupt in dem Beruf arbeiten, bzw. hast Du Chancen in dem Beruf Arbeit zu finden??? Wenn Du das möchtest, dann schnapp Di die Bücher und lerne. Wenn Du das ohnehin nicht möchtest, dann überleg Dir, WAS Du willst und such Dir einen Ausbildungsplatz. Ich kann das mit der Lernerei wirklich nicht nachvollziehen, da ich als Ingenieurin nicht in dem Maße LERNEN sondern vielmehr verstehen mußte. Trini


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ich hab in meinem elternjahr das staatsexamen in ev. theologie abgelegt. die lernerei war ein extremer organisationsaufwand, v.a. mit einem anhänglichen schreikind. einmal hab ich geschoben, so dass ich die mündlichen dann machen musste, als ich bereits vollzeit wieder gearbeitet habe (ÄCHZ!!!). ich weiß nicht, ob ich es wieder machen würde, bin aber echt stolz, dass ich es geschafft habe. du musst dir die kiga-zeit nur ganz fest einteilen. gestalte dir am besten einen arbeitsplatz, an den du dann gehen kannst wie in eine art "büro" und lass dich nicht von haushalt und so ablenken, der kann warten. aber natürlich ist entscheidend, ob du es wirklich willst, denn nur dann kannst du es in deiner situation auch schaffen. ach ja, da es bei mir erweiterungsfach war, war der stoff für mich auch neu und eeeeeelends viel, aber irgendwie habe ich es (zumindest in der zeit, in der ich daheim war) genossen, mein hirn wieder regelmäßig zu benutzen. es war manchmal fast freizeit. alles gute!


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ich arbeite an der uni und betreue diverse junge mütter (und väter!) in der examensphase. die haben es alle nicht leicht, alles haben kinder, die viel einfordern. ist ja logisch. aber wenn man sich den alltag gut organisiert und phasenweise deutliche priortäten setzt, dann ist das gut zu schaffen. lernen und prüfungen sind doch sehr, sehr gut mit kids zu kombinieren - du kannst fast überall lernen (spielplatz, zuhause, im café usw.) und hast einen recht überschaubaren zeitraum, in dem du das bewältigen musst. im vergleich z.b. zu schichtdiensten im krankenhaus ist das doch ein zuckerschlecken! man kommt nicht total aus dem stoff raus, glaub mir. das ist wie radfahren. wenn du aktiv studiert hast, dann steckt das alles in dir drin, du musst nicht von vorn anfangen. dein kind ist fast 2 jahre alt, da kann sie dich auch mal ne halbe stunde lernen lassen. sie ist ja kein baby, bei dem du immer sofort alles stehen und liegen lassen musst. also: mach dir klar, was du willst und setze prioritäten. klar schaffst du das! lg paula


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Klar ist es jetzt schwer jetzt nochmal reinzukommen, aber warum zur Hölle hast Du den so lange getrödelt? Ok ich kenne das Fach nicht, aber ich habe nur die Arbeit vor der Entbindung abgegeben und die Prüfungen (7/10 der Gesamtnote) 5 Monate nach der Geburt abgelegt. Als die Kleine ein halbes Jahr alt wurde, hatte ich meinen Magister. Ob Dir das Fach gefällt oder nicht, mach bloß diese beiden Prüfungen. Danach kannst Du immer noch was anderes anfangen. Sonst erzählst Du Deinem Kind sein Leben lang "deinetwegen habe ich mein Studium nicht abgeschlossen". Und Du musst Dir klar sein: Du bist für Dich selbst verantwortlich, niemand anderes und auch nicht die bösen widrigen Umstände.


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Ich habe mein Staatsexamen noch in der Schwangerschaft abgelegt, hatte es aber nicht mehr geschafft, meine Doktorarbeit zu beenden (hatte 3 Nierenbeckenentzündungen, war mehrmals im Krankenhaus gewesen). Die habe ich während meines 1 Jahres zu Hause fertig gemacht. Meistens habe ich mich 1 Stunde hingesetzt, wenn meine Tochter geschlafen hat, und dann abend nochmal. War zwar mühsam, aber ich habe es in der Zeit geschafft. Als meine Tochter 1 Jahr alt wurde, habe ich dann in meinem Beruf angefangen, Vollzeit zu arbeiten, Schichtdienst, dazu 3 Bereitschaftsdienste im Monat.


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mit ein wenig Organisation geht das locker, ich weiss wovon ich rede - habe 2000 mit meinem studium ohne Kinder angefangen und jetzt mit der Diplomarbeit mit inzwischen 2 Kinder fertig. Es geht alles, wenn du jemanden hast, der dirt den Rücken freihält und dich immer wieder motiviert - und übrigens geniess es, jetzt kommt bei mir die frustration, da alle bewerbungen mit Absagen zurückkommen, da teilzeit und Mütter in der IT hier irgendwie nicht gefragt sind, trotz exzellenter Noten und 7 jahren Berufserfahrung...*seufz*


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Das geht! Ich habe gerade meine Diplomprüfungen hinter mir und diese Woche mit der Diplomarbeit angefangen; mein Sohn ist 2 1/2. Als er 18 Monate war, habe ich wieder studiert, zwei 6-wöchige Vollzeit-Blöcke und eine Abendvorlesung in der Woche. Dann habe ich mit 3 Monate Zeit genommen, um für die drei Prüfungen zu lernen. Dafür habe ich mein Kind immer Nachmittags zur Oma gebracht und dann 4-6 Stunden konzentriert gelernt. An den Wochenenden habe ich nur ganz kurz vor den Prüfungen mal was gemacht, sonst gehörten die der Familie. Abends zu lernen habe ich nie geschafft, dafür finde ich den Alltag mit Kind einfach zu anstrengend. Ich dachte auch, dass ich mit dem Stoff nochmal komplett von vorn beginnen müsste, aber vieles kam ganz schnell wieder. Ich hatte sogar in der Prüfung eine Frage zu einem Teilbereich, auf den ich mich überhaupt nicht vorbereitet hatte und konnte in der Situation auf Rest-Wissen aus dem 2. Semester zurückgreifen, was immerhn mittlerweile 7 Jahre her ist! So kurz vor dem Ziel solltest Du nicht aufgeben.


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na, dann wird es aber höchste Zeit, dass du dich an die Bücher setzt! Es ist zu schaffen - sind ja nur 2 Prüfungen. Wenn du ein Problem damit hast, abends zu lernen (hatte ich auch immer, da ich einfach zu geschafft vom Tag mit den Kids war), dann stell um auf morgens: Steh selbst um 6 Uhr auf, dann hast du zumindest 1 Stunde, um in Ruhe und ohne Störungen zu lernen - da bist du noch frisch, das bringt viel! Dann gewöhnst du deinem Kind ganz konsequent einen Mittagsschlaf/eine Mittagsruhe an - das ist auch wieder Zeit für dich. Haushalt bleibt dann bis abends oder bis zum Wochenende liegen. Den Samstag nimmst du dir komplett zum lernen - nicht zu Hause, sondern da, wo dich keiner ablenkt (z.B. Bib), der Sonntag gehört dann der Familie. Innerhalb von 6 Monaten sollten dann 2 Prüfungen zu machen sein. Gruß, Speedy