Mitglied inaktiv
Erst mal danke allen, die so ausführlich geantwortet haben! Um einiges aber klarzustellen: der Trend geht ganz klar hin zu immer früherer und längerer Fremdbetreuung - auch in Deutschland. So lange das freiwillig ist, ist es ok, aber ich sehe es durchaus kommen, dass die Frauen eines baldigen Tages doch unter Zugzwang sind, ihre Kinder in Fremdbetreuung zu geben, da sie ja einen Rechtsanspruch (ab 2010?) haben und Arbeitgeber dann Druck machen können/werden... Zum Ausdruck Frembbetreuung (@momworking/Annette): doch, für mich sind die Leute erst mal Fremde - und für die Kinder auch. Auch nach einer Eingewöhnungszeit (von einigen Wochen) ist das noch so. Wann beginnt echte Vertrautheit/Vertrauen und wovon hängt sie/es ab?! Soo schnell geht das nicht, aber bis dahin muss man durch. Und Vertrauen zu fassen, braucht einfach ZEIT und ein bestimmtes Verhalten dem Kind gegenüber. Ich habe jedoch nicht den Eindruck, dass in den Betreuungseinrichtungen wirklich genug Personal und Zeit vorhanden ist, dass die Gruppen kleingenug und die Einrichtungen optimal/angemessen ausgestattet sind. Nur zur Hintergrund-Info: ich bin selbst bei (verschiedenen) Pflegeeltern aufgewachsen (schon ab Alter von wenigen Wochen/nach Mutterschutz meiner "Mutter" - die eigentlich nie wirklich meine Mutter war). Ich habe da schmerzliche Erfahrungen gemacht und habe heute noch Erinnerungen daran... DAS wollte ich meinen Kindern einfach ersparen!!! Und davon ab: Ja, ich bin der Meinung, dass niemand mein Kind so liebhaben kann/wird wie ich oder uns sehr nahestehende Personen (aus Familie - also der Vater etc.). Niemand wird meine Kleine in der Krippe (oder bei der Tagesmutter) so innig und oft knuddeln und streicheln und kuscheln wie ich, niemand wird ihre Bedürfnisse und Äußerungen so gut schnell und genau erkennen wie ich - oder aber: es wird so sein, dass andere mein Kind dann besser kennen als ich, weil ich weniger Zeit mit ihm verbringe als die Betreuungspersonen! Was ich auch schlimm fände. Aber selbst wenn sie mein Kind gut (genug) kennen UND VERSTEHEN, heißt das noch nicht, dass sie auch entsprechend/angemessen auf es eingehen (können). DENN: was erfährt man in der öffentlichen Diskussion über die QUALITÄT der Fremdbetreuung in Deutschland!?? Es heißt immer nur, es müsse mehr Krippenplätze geben (für die unter Dreijährigen) - aber warum: der ausschlaggebende Grund ist NICHT der, dass es DEN KINDERN dadurch VIEL BESSER ginge, sondern unsere Politik setzt sich jetzt dafür ein, damit DIE MÜTTER arbeiten gehen (können) - somit also ist die Wirtschaft der treibende Faktor, nicht das Wohl der Kinder. Auch nützt es nichts, mit anderen europäischen Ländern zu kommen, da dort die Betreuung eben nicht so ist wie in Deutschland - mit den Schulen ist es auch so: alle rufen nach Ganztagsschulen, aber um deren QUALITÄT geht es dann nicht (mehr) - und Ganztags- und Gesamtschulen sind in Deutschland eben nicht so (gut) wie die in Skandinavien z.B. Finnland. Man kann nicht einfach so vergleichen, man muss dabei schon genauer hinsehen und die Konzepte dann auch inhaltlich und nicht nur formal übernehmen! Ich bin nicht grundsätzlich gegen Fremdbetreuung, aber ich finde, es hat durchaus mit dem Alter der Kinder zu tun. Ein Kleinkind bzw. Baby kann noch nicht SAGEN, ob und wie ihm die Betreuung gefällt, was vorgefallen ist etc. - das kann ein Dreijähriges aber sehr wohl! Und in den ersten drei Jahren entwickelt sich eben auch das "Urvertrauen", die Bindungsfähigket etc.! Und wie ich schon erwähnte fallen auch Verlust- und Trennungsängste in diese Zeit - die einfach mit der Entwicklung, den neuen Fähigkeiten etc. einhergehen! Gerade in diesen Zeiten ein Kind in Fremdbetreuung zu geben, kann doch nicht das Optimale sein. Aber ja: Frauen können es sich ja heute schon oft nicht aussuchen: sie MÜSSEN arbeiten gehen (aus finanziellen Gründen schon oftmals). Viel wichtiger fände ich, dass es bessere und mehr Betreuung für Grundschulkinder gibt! DA mangelt es aber an allen Ecken und Enden. Und was die Wahl angeht: ich wohne in einer Großsstadt, aber je nach Stadtteil habe ich da keine große Auswahl! Denn: es kommt auch darauf an, wie weit die Einrichtung von Zuhause und vom Job entfernt ist - ich habe kein Auto, muss mich aber ja an die Öffnungszeiten der Einrichtung und meine Arbeitszeiten halten (können)! Und auch auf die Kosten der Betreuung kommt es an! Habe hier nur zwei Einrichtungen zur Auswahl - da kann man dann inhaltlich bzw. qualitativ kaum noch Ansprüche stellen bzw. hat kaum große Auswahl. Aber von der Qualität der Betreuung sollte es doch hauptsächlich abhängen - und nicht vorrangig von Erreichbarkeit und Kosten (letzteres ist aber doch bei den meisten ausschlaggebend!). Und dann klar: wenn Kinder in Fremdbetreuung kommen, bevor sie in die Fremdelphase kommen, ist es sicher einfach(er). Aber das heißt ja nicht, dass sie dadurch wirklich optimal/angemessen betreut sind. Meine Tochter ist jetzt 1 1/2. Sie hatte mit Fremdeln lange zu tun - hätte ich sie mit einem Jahr in eine Krippe geben müssen, wäre das für uns beide sicher nicht gut gewesen. Zum Vergleich (und dass es nicht an MIR/meiner Einstellung liegt!): Mein Sohn hatte mit Fremdeln überhaupt keine Probleme (war nur für kurze Zeit und auch nicht heftig), aber später beim Eintritt in den Kiga (mit 3 Jahren). Kinder sind einfach verschieden und meine Tochter scheint wohl ein eher ängstlicherer oder anhänglicherer Typ zu sein. Dem wird aber mit dem Rechtsanspruch auf Krippenplatz für ab Einjährige (ab 2010) nicht Rechnung getragen. Wenn es dann heißt: Sie müssen jetzt arbeiten, da Sie ihr Kind ja nun betreuen lassen können - was wird dann mit solchen Kindern (wie meiner Tochter)?!? Die müssen da dann einfach durch oder wie? Wie gesagt: ich kann mir nicht vorstellen, dass zwei Betreuerinnen (in Krippe z.B.) 5 bis 7 (oder mehr) Babies ANGEMESSEN betreuen können - also: nicht nur verwahren, sondern mit Zuwendung, Aufmerksamkeit, Zärtlichkeit, Anregung, Spielen... Und was ich auch nicht verstehe: Ja, Kinder erziehen ist eine Aufgabe und ist ARBEIT! Wenn man die Kinder aber die meiste Zeit (der Woche/ des Tages) nicht selbst betreut/betreuen will (zumindest eben die Kleinen - die größeren werden ja sowieso "flügge" und sind selbständiger!!) - weil einem das zu öde, anstrengend oder was auch immer ist und der Job einem da mehr Erfüllung, Bestätigung etc. gibt - warum bekommt man die Kinder dann??: Um sie von anderen betreuen und erziehen zu lassen?? So stellt sich das hier für mich einfach dar. Wenn ich ein Kind bekomme, dann WILL ich doch Zeit mit ihm verbringen, sehen, wie es größer wird, womit es sich beschäftigt, was es kann, lernt, das erfährt man doch aber im Alltag am besten! Und nicht nur am Wochenende oder am Abend, wenn die Kinder im Bett sind!?? Und wenn ich vollzeit arbeiten gehe (was ich als Alleinerziehende zweier Kinder dann wieder MUSS!!), dann ist es genau so: Morgens wecken, wegbringen, dann zum Job, danach einkaufen gehen, Essen kochen, dann ist es schon spät und die Kinder sind müde, weil sie morgens früh aufstehen müssen. Für Spielen... bleibt da keine Zeit mehr - höchstens für eine Gute-Nacht-Geschichte. Und dann fällt man selbst todmüde ins Bett. SO war es damals bei meinem Sohn und mir! Und am Wochenende wartet der Haushalt... Da kann man nicht alles aufholen oder erleben (gemeinsam), was man aber könnte, wenn man mit den Kindern mehr Zeit hätte! Also verbringe ich dann doch viel mehr Zeit mit Job und Haushalt und Wegen als mit meinen Kindern (aktiv)! Und Kontakte zu anderen Menschen (auch Kindern) können Kinder auch so haben - also DAFÜR muss ich sie nicht in eine Krippe geben! Ich will sie auch nicht "an mich ketten" - mir geht es nur darum, dass ich denke, dass Babies und Kleinkinder ihre festen und vertrauten Bezugspersonen brauchen - und zwar überwiegend und nicht "nebenbei". Und bei Vollzeit-Job ist es aber einfach nur noch nebenbei! Gruß, Skyla
Hai, deine Gedanken kann ich gut nachvollziehen und habe sie mir auch schon öfters gemacht. Vor allem weil ich mein kind auch schon früh in die Ganztags-Betreuung gegeben habe (nach dem Mutterschutz habe ich direkt weitergearbeitet). Ich finde es auch sehr bedenklich, dass in Deutschland der Rechtsanspruch unabhängig von der Qualität der Betreuung diskutiert wird. Ich bin überzeugt, dass die sogenannte Fremdbetreuung für die Kinder dann okay ist, wenn sie stabil ist, nicht ständig (bzw. nie) wechselt und eine Qualitätssicherung stattfindet. Ich kann nur mit gutem Gefühl arbeiten, wenn mein Kind gut versorgt ist. Logisch. Ich arbeite zwar gerne, wäre aber leiber mindestens 1 Jahr bei meinem Kind zuhause geblieben. Allerdings verstehe ich dein Argument nicht, inwiefern Arbeitgeber Druck auf die Mütter machen können? Wenn man arbeitet muss man sein Kind ja sowieso betreuen lassen oder nicht? Mein Chef macht übrigens auch schon Druck auf Mütter, wenn sie häufig fehlen, bzw. Termine, die nachmittags oder abends liegen, nicht warnehmen können, er fragt, wo die Männer bleiben. Eigentlich hat er recht. Die Männer sollten sich unbedingt beteiligen. Ohne meinen Mann, der nachmittags oder abends die Betreuung übernehmen kann, könnte ich nicht arbeiten gehen oder müsste noch einen Babysitter bezahlen. dann wäre das arme Kind wirklich komplett fremdbetreut (Wozu dann ein kind?)Wenn mein Mann mich nicht so unterstützen würde, hätte ich entweder kein Kind oder würde nicht arbeiten. Mich wundern Frauen, die sonstwas in Kauf nehmen um zu arbeiten, anstatt ihren Mann mit einzubeziehen. Ich würde dann nicht arbeiten gehen, wenn ich keine Unterstützung hätte. K.
Hab dir gerade erst unten geantwortet und dann erst das hier gesehen. Kannst ja unten noch nachlesen. Ist doch gut, wenn du für dich eine Entscheidung gefunden hast, mit der du dich richtig wohl fühlst. Solange du anderen auch andere Entscheidungen zugestehst... Ich finde es gut, dass du dich für die Qualität der Betreuungen einsetzt! Hier in NRW geht es gerade um ein neues Gesetz, wodurch einiges schlechter werden wird - freue mich als Kita-Elternvertreterin über jede Unterstützung dagegen... LG sun
Wie schön, dass du dich nochmal meldest. Dein eigenes erlebtes Trauma lässt natürlich die Art und Weise, wie du berufstätige Mütter angehst in einem anderen Licht erscheinen. Mir scheint, dass du da mit deiner eigenen Biographie nicht im Reinen bist. Das tut mir sehr leid für dich. AAAAAAAAAAABER: Nur, weil du eine nicht schöne Kindheit gehabt hast, unterstelle bitte nicht allen arbeitenden Müttern, dass sie das gleiche ihren Kindern "antun" werden. Das ist nämlich Quatsch. Wer meinen Kindern fremd ist und wer nicht, das kann ich wohl besser einschätzen, als du aus der Distanz, oder? Und wie die Qualität der Betreuung ist, kann ich wohl auch besser einschätzen als du, da du ja keine Betreuung in Anspruch nimmst. Ich arbeite gerne und ich bin verdammt gut in meinem Beruf und außerdem bin ich eine besorgte und liebevolle (und realitätsnahe!!!) Mutter. Ach so und selbstbewusst und selbstständig bin ich auch. So genug geplänkelt, Butter bei die Fische: ZITAT: "- weil einem das zu öde, anstrengend oder was auch immer ist und der Job einem da mehr Erfüllung, Bestätigung etc. gibt - warum bekommt man die Kinder dann??" So meine Liebe und eben ist nämlich Schluss mit Lustig! DU wirst in KEINSTER WEISE meine MOTIVATION und meinen WUNSCH nach KINDERN in FRAGE STELLEN! DAS STEHT DIR NICHT ZU!!! Ich werde mich hüten, zu hinterfragen, wie sich die problematische Bindungs-Trennungs-Thematik auf die Beziehung zu deiner Tochter auswirkt, weil ich davon KEINE AHNUNG habe. ABER vllt wäre es besser gewesen, wenn du zuerst mit dir ins Reine gekommen wärst, anstatt die Verantwortung für ein neues Leben anzunehmen? Soll deine Tochter eine emotionale Lücke bei dir füllen? Ist sie ein Therapieersatz? Glaubst du, dass deine Tochter jemals eine stabile eigene Identität finden kann, wenn du sie so begluckst? Oh, das geht mich nichts an? Schließlich geht es deiner Tochter ja gut? Ach so, und damit ist deine Erziehung natürlich richtig und dein Wunsch nach einem Kind legitim??? MIT WELCHEM RECHT glaubst du eigentlich darüber entscheiden zu dürfen, wer Kinder bekommt und ob die Motive dahinter korrekt sind oder nicht? Was glaubst du eigentlich wer du bist?????? Welchen Anspruch erhebst du eigentlich, hier sagen zu dürfen, wer in welchem Lebensabschnitt einen Anspruch auf wieviele Kinder hat? Wie kannst du so vermessen sein, den Kinderwunsch einer Frau in Frage zu stellen? Ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr Frauen wie du mich ank****! Kommen hier her und arbeiten ihre eigene verkorkste Vergangenheit oder wahlweise ihre unzufriedene Gegenwart an uns ab. Ich sage dir eins: MIR GEHT ES PRIMA! MEINEN DREI (oh mein Gott, drei so arme Kreaturen!!!) KINDERN GEHT ES PRIMA! MEINEM GG GEHT ES PRIMA! ICH BIN EINE LIEBEVOLLE MUTTER! ICH BIN EINE ERFOLGREICHE FRAU! ICH BIN MIT MIR SELBST IM REINEN! ICH BIN FERTIG MIT DIR!
liebe skyla gut, dass du dich nochmal meldest. schade aber, dass du die stereotype und vor-urteile bestätigst, die ich so hege, wenn sich mütter hier melden und - recht scheinheilig - vermeintlich rein neugierig mal so fragen...im endeffekt steckt dann doch immer mißtrauen, abwertung und oft eine schlechte eigene erfahrund dahinter. ich will nun nicht so brüllen wie momworking. aber sie hat m.e. in der sache recht: dass man auch kleine kinder von anderen menschen mitbetreuen lässt, gibt niemandem das recht, an der liebe, der verbindlichkeit, der fürsorge, der ernsthaftigkeit und dem spaß an der freud der entsprechenden mütter zu zweifeln. dieses muster "wozu hast du kinder, wenn du so viel arbeitest" wäre ja soooo langweilig, wenn es nicht auch so entwürdigend wäre. überleg dir also in zukunft gut, wenn du solche wortgranaten nach berufstätigen müttern wirfst. wenn du uns unterstellst, wir würden den beruf irgendwie besser, interessanter, weniger anstrengend oder lustiger finden als unsere kinder, dann hast du leider so rein gar nichts verstanden. weder hast du kapiert, dass man manchmal arbeiten muss (eigenes geld = eigenes leben) oder arbeiten will. nur weil du gerne eis isst, wird dir doch niemand unterstellen, du müsstest immer und ausschliesslich eis essen - und würdest pizza oder knödel öde, ekelig oder langweilig finden. im übrigen liegen meines wissens welten, wenn nicht gar universen zwischen "pflegekind" sein und einer täglichen, begrenzten außerhäuslichen betreuung. oder? man gibt sein kind doch nicht komplett in eine andere familie wenn man es in den kiga oder zu einer tamu bringt! natürlich sind kinder verschieden. zum glück! und natürlich MUSS kein kind früh oder überhaupt in den kiga. und auch ich sehe schon die gefahr, dass ein rechtsanspruch auf einen kiga-platz einigen müttern zum verhängnis werden kann. aber mindestens ebenso schlimm ist die jetzige, seit jahrzehnten (im westen der republik) andauernde situation, dass menschen nicht arbeiten können, weil sie kinder haben. dass das überwiegend mütter trifft, macht es nicht besser... lg paula
Ich habe Paulas Beitrag nichts hinzuzufügen. Auch ich finde es sehr schade, wenn unter dem Deckmantel des Interesses letztlich stereotype Vorurteile gepflegt werden. Wenn jetzt davon gesprochen wird, dass der Druck auf Frauen erhöht wird, früh wieder zu arbeiten, stelle ich das zum einen in Frage - denn drei Jahre Erziehungszeit bleiben ja. Und zum anderen wird dabei übersehen, dass bisher der Druck auf arbeitende Mütter enorm groß war und nach wie vor ist. Skyla, Deine Kindheit und Jugend ist offensichtlich sehr schlecht verlaufen, aber darauf nun breite allgemeingültige Schlüsse zu ziehen ist sehr gefährlich. Ich bin vollzeit berufstätig und trotzdem Vollzeitmutter! Während meiner Abwesenheit gibts keine "Mütter neben mir" :-) Grüße Tina
...und ich fall auch noch drauf rein ich Trottel und schreib doch glatt was sachliches...shit... Mensch Mädel, mach DU es doch wie du es für richtig hälts, genau das machen wir hier auch.
na toll....laut diesen meinungen habe ich mir 2 tolle exemplare von kindern gezüchtet. ein total verstörtes armes kind das ab der 8. woche von morgens um 6 bis nachmittags um 16.00 Uhr "fremdbetreut" wurde, da ich arbeiten MUSSTE und nu meine zweite bei der ich total gluckenhaft den ganzen lieben langen tag bei bin und die nur fremdbetreut wird, wenn ich mal zum doc oder zum elternabend muss oh weh oh weh...meine armen kinder...beide total mieserabel betreut *ironie off* sorry musste sein ;-)
Schön geschrieben - wie man's macht man macht es falsch.... Ich denke fast daß die berufstätigen noch eher wissen warum sie Kinder haben da sie sich doch recht oft rechtfertigen müssen.... Warum ich: Weil ich dachte ich verpasse sonst etwas. Weil ich dachte ich wäre glücklich den ganzen Tag nur Eis zu essen - oh Verzeihung, den ganzen Tag Mutter zu sein. Weil es ein innerer Drang war. Und jetzt im Nachhinein. Entscheidung war gut. Kinder machen Spaß. Und ich kann sie mir sogar selber leisten - egal was meinem Mann passiert. Aber ich möchte mich weder den ganzen Tag von Eis ernähren noch möchte ich VollZeitHausfrauMutterKinderPflegerin sein. Und hätte ich VollZeitHausfrauMutterKinderPflegerin werden wollen, dann hätte ich auch einen ähnlichen Beruf erlernt und aufs Abi verzichtet. Ich laß meine Kinder ja auch nicht vom Rechtsanwalt operieren oder kaufe Semmeln beim Maler. Warum also Informatik studieren um dann Hausfrau zu sein? Da wäre ich doch komplett unqualifiziert. Servus Karin
Gefällt mir richtig gut, was du geschrieben hast. Ich möchte noch hinzufügen: Nur, weil ich es langweilig finde, 50mal hintereinander den Anhänger wieder hinten an den Matchbox-LKW zu hängen, habe ich doch noch nicht mein Recht auf eigene Kinder verwirkt? Muss man denn wirklich im Poesie-Album unter "Lieblingsbeschäftigung" reinschreiben "auf dem Spielplatz Sandkuchen backen", um ohne schlechtes Gewissen ein Kind auf die Welt zu setzen? Ich freue mich für die Mütter, die wirklich in dieser Aufgabe aufgehen und sich nichts schöneres vorstellen können, als den ganzen Tag mit ihrem Kind zu spielen. Dagegen brauche ich, um zufrieden und ausgeglichen zu sein (und damit meinem Kind gerecht werden zu können), auch Gesprächspartner, die älter sind als 2 Jahre, und Aufgaben, die mich fordern und einigen Gehirnschmalz kosten. Dafür haben mir die nächtlichen Schlafunterbrechungen wenig ausgemacht - und mein Sohn hat für reichlich davon gesorgt!! - was wiederum meinem Mann, der tagsüber fast unendliche Geduld zeigt, zuviel gewesen wäre. So hat halt jede(r) seine Stärken und Schwächen! Noch ein abschließender Gedanke: Warum muss ich mich eigentlich dafür rechtfertigen, ein Kind bekommen zu haben - aber eine Mutter, die zuhause bleibt und den Sprössling den ganzen Tag vor der Glotze parkt, gilt automatisch als gute Mutter? Viele Grüße Andrea
>>Warum muss ich mich eigentlich dafür rechtfertigen, ein Kind bekommen zu haben [...]
...also nochmal: Du MUSST Dich eben NICHT rechtfertigen. Wenn Du das mal verinnerlicht hast, bist Du schon ganz nah dran am Nirvana ;-) Viele Grüße Susanne
Hallo Skyla, es ist gut, wenn Du dich für eine gute Qualität in Betreuungseinrichtungen einsetzt. Und es ist auch gut, dass Eltern nicht gezwungen werden, ihre Kinder in Einrichtungen zu geben, und das wird ja wohl auch hoffentlich nie so kommen. Aber es ist auch gut, wenn Eltern die Möglichkeit haben, die Kinder in Betreuungsstätten zu geben, was bei kleinen Kindern oft nicht der Fall ist und immer noch ein Problem ist. Es sollte aber ein Angebot an guten Krippen geben und nicht nur Verwahranstalten. Ich habe mit unserer Krippe sehr gute Erfahrungen gemacht und glaube das auch aus der Sicht meines Kindes sagen zu können. Ich kann für andere Krippen nicht sprechen, weiß aber dass Bekannte ebenfalls gute Erfahrungen machen. Ich kenne selbst Leute, die nicht bei Ihren Eltern aufgewachsen sind und auch nicht in Adoption, und es ist definitiv ein Problem, wenn ein Kind mehrmals von einer Familie in die andere kommt. Aber glaub mir, das ist eine ganz andere Geschichte. Ich kenne einen Typen, der ist Algerier, mit seiner Mutter nach Frankreich gekommen, dort aus mir unbekannten Gründen in eine Pflegefamilie, seine Mutter hat eine neue Familie gegründet, ist ohne ihn nach Spanien ausgewandert, während er mit 16 alleine nach Deutschland abgehauen ist (kam mit der Pflegefamilie nicht klar und wollte ein bißchen Abenteuer), wo er jetzt ohne jegliche Orientierung lebt, er ist jetzt Anfang 20 und versucht immer, Kontakt zu seiner Mutter aufzubauen, obwohl er mir zuletzt gesagt hat, er will von ihr gar nichts mehr wissen. (na, das war doch mal ein Satz) Er kann es nicht verstehen, warum sie das so gemacht hat, und ich ehrlich gesagt auch nicht. Aber wir wissen ja auch wieder nicht, welche Probleme die Mutter hatte. Ich bin mir ziemlich sicher, die leidet auch darunter. Ich glaube, Du versuchst das beste für Deine Kinder zu tun (und für die Kinder der anderen gleich mit, und das ist auch ok), aber ich glaube auch, dass Du mit Deinem eigenen Problem in der Kindheit (und das war ja nun nicht nur ein Problem, das war ein EXISTENZIELLES Problem) immer noch nicht ganz fertig bist. Und ich weiß auch nicht, ob man da je so ganz fertig wird. Hast Du da Kontakt mit anderen, die ähnliche Kindheitserfahrungen gemacht haben? Vielleicht gibt es ja da auch eine Selbsthilfegruppe oder so. Ciao Biggi P.S hat ein bißchen länger gedauert, bis ich auf den Punkt gekommen bin, aber das Problem hab ich halt manchmal...
Hallo magistra, bin da ich gemeint? Ich habe ein Kind in der Krippe und es geht uns prima. Les es nochmal. Ciao Biggi
schließe mich ansonsten meinen vorrednerinnen an...
Hallo magistra, bin da ich gemeint? Ich habe ein Kind in der Krippe und es geht uns prima. Les es nochmal. Ciao Biggi
Hallo Biggi, nein Magistra meint bestimmt nicht dich, sie meint Skyla. Denn das gibt es öfters hier, dass hier Frauen, die meinen Fremdbetreuung unter drei Jahren schädigt die Kinder so sehr und einzig und allein die Mutter könnte die Kinder erziehen. Viele Grüße Kleiner Löwe
Hallo kleiner Löwe, oh je, ich dachte schon das wurde völlig mißverstanden...Da hast du mich beruhigt. Ciao Biggi
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