Mitglied inaktiv
Hallo, ich hatte schon einmal hier gepostet (Stichwort Trennungschmerz). Meine Tochter Elisa ist 4 Monate alt und ab Mitte Januar arbeite ich wieder als Lehrerin. Sie wäre dann an 4 Tagen die Woche jeweils von 9:30 bis 14 Uhr bei einer Tagesmutter,die noch vier weitere Kinder betreut. Die Tagesmutter ist sehr nett, sehr qualifieziert und unsere Vorstellungen von Erziehung decken sich. Wir machen im Dezember einmal in der Woche einen Eingewönungstag und ab dem 6. Januar dann jeden Tag. Ich hatte schon einmal geschrieben, dass sie dort sehr viel schreit und die Tamu sie nur auf dem Arm haben muss. Ich hatte es so geplant, dass ich dort eine Stillmahlzeit durch die Flasche erzetze. Nun habe ich bzw. mein Mann letze Woche angefangen, die Flasche zu geben, zunächst mit abgepumpter Milch. Sie weigert sich strikt daraus zu trinken und schreit nur. Wir haben auch unterschiedliche Sauger ausprobiert, aber sie nimmt sie nicht. Das Ganze hat bei mir sehr großen Druck verursacht, so dass ich schließlich am Wochenende eine Brustentzündung mit hohem Fieber bekommen habe und jetzt wieder auf dem Weg der Besserung bin. Meine Ärztim meinte, ich solle erstmal bis Januar voll weiter stillen und die Flasche sowie die Pumpe in die Ecke legen. Ansonsten würde meine Brust nicht heilen können. Ich bräuchte einfach Ruhe und die Brust muss regelmäßig leer getrunken werden. Vielleicht wäre die Trennung einfach zu früh. Im Januar soll die Tagesmutter dann einfach die Flasche geben und das solle nicht mein Problem sein. Heute habe ich die Tagesmutter angerufen und ihr das erzählt. Sie meinte jedoch, sie möchte unbedingt diese Woche die Flasche ausprobieren und wenn wir es nicht hinbekommen, dass Elisa ab Januar die Flasche nimmt, kann sie Elisa nicht betreuen. Jetzt lastet wieder dieser wahnsinnige Druck auf mir (meine Brustentzündung ist nochnichtmal komplett verheilt) und ich weiß nicht, wie ich das alles hinbekommen soll. Bei der Schule und dem Schulamt habe ich bisher eine mündliche Zusage, keine schriftliche abgegeben. Bei mir selber ist es so, dass ich mich schon manchmal zu Hause langweile, es an manchen Tagen aber auch genieße. Auf der einen Seite habe ich Lust wieder zu arbeiten, auf der anderen Seite mache ich mir wahnsinnige Sorgen, dass ich es nicht schaffe - psychisch, zeitlich und brusttechnisch. Hinzukommt, dass ich vor der Geburt erst ein Schuljahr an meiner Schule gearbeitet habe und meine Schulleitung sehr pikiert war, dass ich schon schwanger war und aussetze. Sie erwarten alle, dass ich wieder komme. Ging es jemandem ählnich mit einem Flschenverweigerkind? Wie sind eure Erfahrungen? Wozu würdet ihr mir raten? LG Alema
Hallo, ist es vielleicht besser, in dem Fall ein halbes Jahr zu Hause anzuhängen und im Sommer, wenn sie feste Nahrung ist, einen neuen Versuch zu starten? Dann wäre sie 10 Monate alt. Und wie würde ich das meiner Schule klar machen? Ich habe es echt schon allen erzählt, dass ich wieder komme. Helft! LG Alema
Hallo, ich kann da aus eigener Erfahrung nicht wirklich raten, da mein Sohn von Anfang an Brust und Flasche parallel genommen hat. Aber ich weiß von Bekannten, dass es auch schwieriger sein kann. War der Vater allein, als Ihr den Versuch gemacht habt oder warst Du dabei? Es wäre wahrscheinlich sinnvoll, wenn Du nicht dabei bist. Eine Alternative wäre (sie ist ja schon 4 Monaten alt) jetzt eine Mahlzeit durch Brei zu ersetzen (Möhre/Kartoffel, noch ohne Fleisch), das haben wir mit 4 Monaten gemacht (selbs gekocht) und es war kein Problem. Gruß und viel Erfolg, Renate
Hallo Alema, oh, da bist Du ja in eine noch verzwicktere Lage geraten als bei Deinem letzten Beitrag, dass tut mir leid! Ob du wirklich schon im Januar wieder arbeiten möchtest, kannst Du natürlich nur selber entscheiden und so wie die Lage jetzt ist, scheint es wirklich schwierig zu sein. Grundsätzlich denke ich, dass das Alter Deiner Tochter nicht der Hinderungsgrund sein sollte. Du schreibst, ihr habt einmal in der Woche einen Eingewöhnungstag. Meiner Meinung nach ist das viel zu wenig, denn Kinder in dem Alter haben noch kein so ausgeprägtes Gedächnis, als dass sie sich an die Woche zuvor erinnern könnten. Kannst Du nicht jeden Wochentag hingehen und wenn es sein muss, dann eben für weniger Stunden? Wie ist denn die Eingewöhnung generell verlaufen, war sie "sanft", d.h. hast Du anfangs mit ihr bei der Tagesmutter gespielt, gab es eine langsame Annäherung an die Tagesmutter und bist Du erst mal für ein paar Minuten raus gegangen und mit der Zeit immer länger? Das alles angepasst daran, dass Dir Dein Kind suggeriert, dass es bereit für den nächsten Schritt ist? Wenn nicht, würde ich es so noch einmal versuchen. Was das Stillen angeht, Du musst natürlcih zunächst alles tun, um Deine Brustentzündung los zu werden und versuchen, den Stress und den Druck, der jetzt verständlicher Weise auf Dir lastet zu reduzieren, beides macht es Euch ja noch schwerer. Wenn Deine Tochter alle art von Flaschen verweigert, könntet ihr ihr auch die Milch aus einem kleinen Becherchen schlückchenweise füttern und dann gibt es noch die Möglichkeit mit einer Art Pipette immer wieder kleine Mengen Milch in den Mund zu träufeln. Ich bin da selber kein Experte, aber guck mal ins Stillforum, Biggi gibt dort sehr gute und nette Ratschläge. Zur Not gibt es auch noch Stillberaterinnen, deren Adresse Du im Internet finden kannst. Vielleicht kannst Du ja mit Deiner Schulleitung ausmachen, dass Du erst zum nächsten Halbjahr kommt, das fängt doch erst Mitte Februar an, dann hättest Du noch einen Monat Zeit gewonnen. Ich wünsche Euch viel Erfolg und schreib´ruhig wieder, es hilft manchmal, wenn man das Gefühl hat, man selber dreht sich nur noch im Kreis... Viele Grüße, Sabine
Hallo Alema, frag doch mal im Stillforum oder in der Stillberatung hier (Biggi Welter) nach Tips zur alternativen Fütterung (Becher, Löffel...). Vielleicht ginge das besser. Aus eigener Erfahrung glaube ich eigentlich, dass es besser bei der Tagesmutter läuft, wenn es "ernst" wird mit dem Füttern, also würde ich wohl erstmal den Rat der Ärztin befolgen und jetzt weiter stillen und dann ab Januar in der Eingewöhnungsphase umstellen. Hm, und ganz ehrlich: Wenn Du eigentlich ganz gerne noch ein halbes Jahr verschieben würdest mit dem Arbeitsbeginn und es nur aus Rücksicht auf die Schulleitung nicht tust: Dann verschieb doch! Klar ist das jetzt nicht ideal, da recht kurzfristig, aber Euer Wohlbefinden geht dennoch vor. Du würdest Dich wahrscheinlich erleichtert fühlen, oder? Und dann könntet ihr in ein paar Monaten ganz langsam mit der Eingwöhnung beginnen und bis dahin auch schon eine Milchmahlzeit durch Brei ersetzt haben. LG Kristina
falls geld keine rolle spielt, würde ich bis zum sommer zu hause bleiben, zu beginn des neues schuljahres einsteigen und das kind bereits ab mai ordentlich bei der tagesmutter eingewöhnen, also wirklich lang anhaltend, bis sie sich wohl fühlt und gerne bleibt. je jünger kinder sind, desto wichtiger ist doch, dass sie einen guten start in die fremdbetreuung kriegen. die schule wäre mir ehrlich gesagt egal, auch wenn ich verstehe, dass es doof ist, nun zu sagen: hey, ich komm doch nicht. aber das wohl deines kindes geht doch vor die interessen einer schule, oder? du schreibst selber, der druck ist so groß. dann nimm dir den druck, indem du ein halbes jahr später wieder einsteigst. ich glaube, das hat für alle beteiligten nur vorteile.
Hallo, also ich verstehe Deine Sorge, lese aber aus Deinem Posting raus, dass Du eigentlich am liebsten noch bis Sommer zu Hause bleiben möchtest. Falls Du lieber wieder arbeiten willst, würde ich auch probieren einfach weg zu gehen, d.h. wenn der Zwerg Dich nicht sieht, nimmt er vielleicht die Flasche. Wie lange bist Du denn arbeitstechnisch weg? Gleich Vollzeit? Wie weit ist es von der TaMu zur Schule? (Kannst Du zwischen durch einfach hinfahren zum Stillen?) Vielleicht kannst Du auch die Stunden noch reduzieren und ne Springsstunde dafür kriegen? Viele Grüße und alles Gute Ulli
Selten genug kommt das vor, aber hier bin ich ganz eindeutig der Meinung deiner Aerztin! Zum einen muss die Brust jetzt wirklich regelmaessig geleert werden. Zum zweiten ist es wirklich was anderes, wenn die Tamu allein die Flasche gibt oder als wenn du dabei bist, und das Baby die Brust vor der Nase hat. Setz dich durch, du bist die "Kundin" und die Mutter. LGBerit
Huhu! Ich bin auch gleich nach dem Muschu wieder angefangen mit voller Stelle, aber wir haben das Glück, dass der Papa zu Hause bleibt und sie mir zum Stillen in die Schule bringen konnte. Wenn du gerne arbeiten möchtest: Gibt es keine Möglichkeit, dass du erst mit halber Stelle einsteigst und mit dem Stundenplanmacher abkasperst, dass du nur die Randstunden unterrichtest, so dass du zwischendurch zum Stillen zur Tamu fahren kannst? Ich weiß ja nicht wie die Entfernungen sind. Wenn das nicht geht, würde ich auch erstmal zu Hause bleiben. Es muss ja kein volles Halbjahr sein, du kannst doch jederzeit wieder einsteigen. lg - roma
Mensch, das ist ja eine schlimme Situation für Dich und dein Kind - fühl dich erstmal virtuell getröstet und in den Arm genommen!!! So von aussen betrachtet (und darauf kam es dir bei deine Ratsuche hier im Forum ja vielleicht an) ist es eigentlich ganz einfach: Du leidest, dein Kind leidet es geht bei euch beiden steht die (seelische und körperliche) Gesundheit auf dem Spiel - dagegen ist das Interesse deiner Schule an deiner baldigen Rückkehr bedutungsmäßig ein "Fliegenschiss". Wenn eure materielle Existenz nicht davon abhängt, dann beende diese Tortur für dich und dein Kind so schnell wie möglich. Gib dir und deinem Baby Zeit und Ruhe, ihr braucht einander noch sehr - im Sommer sieht alles ganz anders aus! Meine Kinder haben übrigens beide nie die Flasche genom,men. Auch nicht wenn ich bei den Fütterungsversuchen gar nicht dabei war. Es gibt viele Babies die sich nicht umgewöhnen lassen. Nun ja, bevor sie verhungern, würde sicher irgendwann der Überlebensinstinkt greifen und sie trineken dann doch aus der Falsche. Wer möchte das aber ernsthaft austesten? Erspare dir und deinem Kind wenn es irgendwie geht vorerst weitere Versuche den ursprünglichen Plan durchzuziehen. Du hast es versucht - mehr kann man nicht erwarten. JEDER vernünftige Mensch wird verstehen, dass mit einem Baby nicht immer alles nach Plan läuft - auch deine Rektorin. Und falls nicht, hej - soll die doch pkiert sein biss sie schwarz wird, solange dein Baby glücklich ist!!! Alles Liebe für Euch! junima
Also,erst mal musst Du ganz normal wieder vollstillen, damit die Brustentzündung weggeht. Kein Streß! So, und jetzt zu meiner Erfahrung mit zwei Flaschenverweigerern: es wird klappen! Entweder, sie nimmt die Flasche, wenn Du außer Reichweite bist, oder sie hält so lange durch, bis Du wieder da bist. Sie wird NICHT verhungern! diese kleinen Wesen sind ja nicht blöde ;-) Es wird vielleicht nicht auf Anhieb klappen, aber es wird. Ggf. soll die Tamu aber auch die schon beschriebenen anderen Fütterungsmethoden ausprobieren. Ich hatte bei meinem Kleinen auch Angst, dass er gar nix isst, wollte auch nur das Original aus der Originalverpackung. Heute (ein Jahr später) frisst er uns die Haare vom Kopf und wir fragen uns, wie wir uns da jemals Sorgen machen konnten. Wenn es DIR aber bei der ganzen Sache nicht gut geht (Du musst auch im Kopf loslassen können), dann verschieb den beruflichen Wiedereinstieg. Aber Du hast ja noch ein paar Wochen Zeit, und die können manchmal ganz erstaunliche Veränderungen bringen. ULrike
Hallo Alema, Wie weit ist denn deine Schule von daheim entfernt? Kannst du in der (dir zustehenden!!!) Stillzeit zur TaMu fahren und dein Baby stillen? Die Stillzeit bekommst du (nach Absprache mit der Schulleitung) bis zu einem Jahr genehmigt. Frag sonst mal beim Personalrat nach. Unser Mittlerer hat die Flasche auch verweigert, solange ich in der Nähe war. Wenn ich weg war und er argen Hunger hatte, trank er dann doch. Unsere Jüngste ist da hartnäckiger: Sie weigert sich strikt aus der Flasche zu trinken und wartet halt ab, bis die Mama kommt. Mittlerweile isst sie zwischendrin ein wenig Obstbrei. Sie ist jetzt 7 Monate alt. Brei ist sie, ab dem 5. Monat. Ich habe mir angewöhnt, rigoros zu sagen: "NEIN, das kann ich NICHT erledigen, ich muss heim zu meinem Baby!" Das bringt nicht nur Pluspunkte, klaro, aber mir ist es das wert. Wenn du es WIRKLICH willst, gibt es bestimmt einen Weg. LG Annette
Ich denke, beides ist machbar. Wenn du jetzt mit einem unguten Gefühl wieder einsteigst, dann verlänger lieber noch ein halbes Jahr die Elternzeit. Du kannst es ja begründen, weil es mit der Betreuung nicht wie geplant klappt. Wenn du aber eigentlich wieder arbeiten möchtest und die Betreuung für dein Kind auch klasse findest (und das Kind sich da wohl fühlt), dann ist auch das machbar. Entweder, dein Kind wird die Falsche notgedrungen nehmen, wenn du so lange weg bist - oft klappt das wirklich besser, wenn man selbst weg ist (nicht in Riech-, Seh- oder Hörweite), und spielt sich dann schnell ein. Oder ihr probiert es sonst mit einem Becher oder so. Oder ihr füttert den ersten Brei zu - mit 5 Monaten ist das ja normalerweise kein Problem - und beginnt das am Vormittag. Ich finde, du hast noch genügend Möglichkeiten offen, und kannst danach entscheiden, wie es dir lieber ist. Und dann lehn dich erst mal zurück und kuriere deine Brustentzündung aus und stille schön... LG sun
Hallo. Ich bin auch Lehrerin und wieder arbeiten gegangen, als die Kinder 4 Monate (beim 1. Kind lagen zum Glück die Sommerferien günstig )und 8 Wochen alt waren. Beide wollten keine Milch aus der Flasche, obwohl ich mit dem Pumpen an sich keine Schwierigkeiten hatte. Ich habe jeden Tag 150 - 250 ml aus der Schule mitgebracht, die dann am nächsten Tag in den Ausguss wanderten :O). Sie wollten es halt nicht. Was anderes gab es aber auch nicht. Offensichtlich wollten sie lieber warten, bis ich nach Hause komme... Lass dich von niemandem unter Druck setzen - schon gar nicht von deiner Schule. Du tust schließlich nichts Ungesetzliches!! Dass die planen müssen, ist zwar auch klar - aber es ist nicht dein Problem... LG Dany
Hallo, interessant zu hören. Hast du trotzdem gearbeitet, obwohl sie keine Flasche genommen haben? Haben die beiden nicht geschrien vor Hunger? Konnten die Betreuungspersonen das ertragen? Und wie hast du dann die Konferenzen geschafft? LG Alema
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