Mitglied inaktiv
Hallo, mit meinen berufl. Widereinstieg ist es leider nicht so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich wollte gerne 3 ganze Tage die Woche arbeiten gehen, dann hätte ich immer noch 4 Tage in der Woche für meinen Sohn (16 Monate) Zeit gehabt. Jetzt hat mir mein AG angeboten 40%, bei 2 Gehaltsstufen weniger als vorher wiederzukommen. Das konnte ich aber so nicht akzeptieren, da dann nun wirklich kein Geld mehr bei rum kommt. Jetzt haben wir uns nach ewigen Diskussionen so geeinigt, dass ich ab Dez. bis zum Ende der Elternzeit im Mai (hatte nur für 2 Jahre beantragt)40% bei der wesentl. schlechteren Gehaltsstufe wieder komme und dann meinen alten Arbeitsvertrag zu alten Konditionen wieder aufleben lasse. Das heißt, und das ist mein Probelem, ich bin 40 Stunden die Woche (plus Fahrzeit) nicht bei meinem Sohn. Der Gedanke macht mich schon fertig. Ich bekomme dann nur noch so wenig von seiner Entwicklung mit... Wird er dann Oma mehr lieben als mich? Bin ich dann nur noch die Tante, die mal am Wochenende und abends für 2 Stunden vorbeikommt. Sollte ich nicht doch lieber kündigen, damit ich für meinen Sohn da bin? Dann wäre ich aber auch nicht glücklich, weil ich eigentlich einen guten Job hatte. Ich lebe auf dem Land und alle zerreissen sich schon den Mund, das ich eine "Rabenmutter" sei, denn wenn ich eh wieder voll arbeiten gehe, hätte ich wohl besser kein Kind bekommen. Es würde ja seelische Schäden davon tragen. Das ist doch quatsch, oder? Ich schreibe ein bisschen wirr, aber so fühle ich mich im Moment auch. Weiß nícht, ob die Entscheidung richtig war. Wird mein Kind mich denn noch lieben oder wird er mir irgendwann vorwerfen, dass ich egoistisch gehandelt habe??? Wer von Euch geht ganze Tage arbeiten? Wie erlebt ihr das ganze? Kann man damit leben, nicht mehr so viel Zeit für sein Kind zu haben? Sorry, dass es so lang geworden ist, aber ich mußte das einfach mal loswerden... Sandra
Hallo, Du (und Dein Partner, sofern vorhanden) solltest hinter der Entscheidung stehen und bloss nicht auf die Nachbarn etc. hören. Einen Versuch ist es wert,wenn Du ein gutes Gefühl bezüglich der Betreuung hast. Verstehe ich das richtig, der Kleine wäre bei der Grossmutter? Dann mußt Du klar mit ihr absprechen, wer was wie macht. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, Dein Sohn wird Dich immer wieder erkennen!Und genau wissen, wer wer in der Familie it!Seelische Schäden sollte er bei der Oma kaum erleiden, oder? Ich weiß natürlich nicht, wieviel Vollzeitmütter von der Kinderentwicklung mitbekommen. Aber da ich mich mit den Betreuern austausche und täglich einige Stunden mit meiner 18 Monate alten Tochter verbringe, habe ich nicht das Gefühl etwas in ihrer Entwicklung zu verpassen.Man muss ja auch nicht dauernd dabei sein,wenn man den Betreuern vertraut, in knapp 1.5 Jahren kommt Dein Sohn sowieso in den Kindergarten. Hoffe, das hat Dich etwas aufgebaut.
Hallo Sandra, ich gehe ab Januar wieder vollzeit arbeiten. Mein Sohn ist dann 11 Monate alt und geht zur Tagesmutter. Ich habe bisher keine Bedenken. Bei den Kindern, die ich kenne, kann man wirklich nicht sagen, dass sich Fremdbetreuung negativ ausgewirkt hätte. Wenn Dein Sohn seine Oma gut kennt und gern bei ihr ist, sehe ich da kein Problem. Und wenn Du Dir die wenige Zeit, die Du mit Deinem Sohn verbringst, gut einteilst (d.h. wirklich was mit ihm machst und Hausarbeit entweder dann machst wenn er schläft oder an eine Putzfrau delegierst), verbringst Du nicht weniger "quality time" mit Deinem Sohn als eine Mutter, die zu Hause ist, aber hauptsächlich ihren Haushalt im Kopf hat. Lass Dir bloß kein schlechtes Gewssen einreden! Du schadest Deinem Sohn nicht. Liebe Grüße Linda
Hi, Bei mir ist es genau so ausser dass mein Sohn geht in der Kita hier. Ich habe auch viel hier gejammert und habe sooo sorgen gemacht aber jetzt siehe alles Entspannter aus besonders weil mein Sohn die Erziehrinnen jetzt akzeptiert hat. Er geht jetzt seit 3 Wochen und ich habe auch die andere Kindern dort kennen gelernt und keine von denen vergleicht ihre Müttern mit die Erziehrinnen - die Mama ist Mama und die "Lily/Martina/Sabrina" sind halt die. d.h. wenn du mit deinem Sohn jetzt eine stärke Beziehung hat dann wird es auch so bleiben, glaube ich. Was die anderen sagen stört mich auch manchmal aber ich habe mir jetzt vorgenommen gar nicht zu entschuldigen dass ich eine gute Stelle habe die ich auch gern mache und mein Sohn trotz allem viel liebe. So... Hoffe ich habe ein wenig geholfen, viele Grüße, Vani ps: ich arbeite z.Zt von zu Hause für viel weniger als was ich (als Managerin) früher verdient habe aber was soll es, mir macht es Spaß auf dem Ball zu beleiben und viel wichtiger im Kontakt mit der Firma zu bleiben damit nicht meine Vertretung mich wirklich ersetzt was für mich ständig eine Sorge ist.
Ist dein AG denn so klein, dass du keinen TZ-Antrag stellen kannst, wenn deine Elternzeit zu Ende ist? Wenn es mehr als 15 Beschäftigte gibt, hast du zumindest den grundsätzlichen Anspruch, einen Antrag zu stellen und dein AG muss mit dir erörtern (die Pflicht zur Erörterung ist gesetzlich vorgeschrieben!) ob und wie das zu machen ist oder ob und warum nicht. Das "Warum nicht" muss er ggf. sehr präzise und im Einzelfall pausibel erläutern. Vielleicht gibt es ja doch eine Chance... Drücke dir jedenfalls so oder so die Daumen! junima
Hallo Sandrinchen, ich erwarte mein 1. Baby Ende Nov, daher kann ich keine eigene Erfahrung als berfustätige Mama mitgeben. Dennoch, ich bin überzeugt, dass Dein Kind kein seelischer Schaden davon tragen wird, dass Du bald arbeiten gehst. Du bist die Mama und Du wirst auch immer bleiben, auch wenn Dein Kind tagsüber von jemand anderem betreut wird. Freu Dich, wenn Dein Sohn gerne bei der Oma bleibt, vielleicht wirst Du am Anfang etwas eifersüchtig sein, aber das solltest Du auch sehr bald ablegen, denn 1) nur wenn Du Dein Kind gut versorgst weißt, wirst Du auch in Ruhe arbeiten können 2) nach Feierabend, so stressig es im Beruf auch sein mag, bist Du dann Mama mit Leib und Seele - und darauf kommt es an. Wie schon jemand schrieb, versuch dann, wenn es finanziell geht, bestimmte Arbeiten zu delegieren (z.B. Putzfrau?), so hast Du mehr Zeit für Deinen Sohn und Deine Familie. Deinen Partner, von dem ich ausgehe dass er die Entscheidung auch mitträgt, sollte auch in die ganze Organisation miteinbezogen werden. Und noch eins, laß Dich von KEINEM einreden, Du seist eine schlechte Mutter nur weil Du wieder arbeiten gehst. Im Übrigen, eine "gute-Mutter" vorwiegend dadurch zu definieren, ob sie zu Hause bleibt oder nicht, wäre ja zu einfach und ist aus meiner Sicht absoluter Quatsch. Es gibt genügend wunderbare Mamis, die ihren Beruf aufgegeben haben oder auch nicht, es kommt darauf an, was man mit und aus der Zeit macht, die man mit den Kindern verbringt. Also, kopf hoch, und laß Dir kein schlechtes Gewissen einreden. Du wirst auch Deinen Weg finden, wirst Du schon sehen. Viel Glück!
Hallo, mach dir nicht zuviele Gedanken. Das wird schon alles. Lass die Leute reden. Es ist es ist einfach bei uns noch zu ungewohnt, dass Mütter mit kleinen Kinder voll arbeiten gehen. In anderen Ländern ist dies normal. Ich selbst bin sofort nach dem Mutterschutz wieder voll arbeiten gegangen. Mein Sohn war zunächst bei meinen Eltern und mit 8 Monaten dann in die Kita. Ich habe auch eine 40-Std.Woche oder mehr, aber trotzdem bin ich seine Mama. Und mein Kleiner fühlt sich in der Kita (mittlerweile schon seit 14 Monate) total wohl, hat eben den ganzen Tag jemand zum Spielen. Ihm geht es gut und mir auch. Natürlich ist es alles stressig, wir müssen früh aufstehen, der Haushalt läuft so nebenbei, man darf nicht immer totale Perfektion erwarten. Aber trotzdem ist es halb so schlimm. Es kommt sicher auch darauf an, mit welch einer Einstellung man daran geht. Aus finanziellen Gründen musste ich wieder arbeiten, es macht mir aber auch Spaß. Ich bin so wesentlich ausgeglichener als wenn ich nur zu Hause bliebe. So bin ich sicher auch entspannter für meinen Sohn. Natürlich gibt es auch mal Tage, an denen ich lieber mit ihm zuhause bliebe, aber nur ab und zu...Als ich das alles noch vor mir hatte, ging es mir genauso wie dir. Aber nun, ca. 1,5 Jahre später, würde ich es wieder so machen. Alles Gute!
Hallo Sandra ! Um Gottes Willen mach Dir selber doch nicht soviele negative Gedanken ! Ich habe mein erstes kind mit 20 bekommen und bin nach einem Jahr wieder voll arbeiten geganegen und habe David bei der Oma gelassen - natürlich sind in den ersten Wochen bei uns beiden die Tränen geflossen und das war auch normal ! Aber mir war auch meine Arbeit wichtig und ich wöllte dem Staat nicht auf der tasche liegen und Den Vater vom ganzen gab es damals auch nicht mehr ! Wir haben uns rasch an die Tatsache gewöhnt dass wir nur noch abends und am Wochenende Zeit füreinander hatten und haben die schönsten Dinge unternommen ! Rückblickend muß ich sagen daß diese 98 Jahre die beste Zeit meines Lebens waren wenn es auch oft stressig war und ich David sehr oft ! sehr vermisst habe und auch oft ein schlechtes Gewissen hatte - aber wir sind doch Menschen und keine Maschinen die ihre Gefühle einfach abschalten können oder ?! Und noch was : Ich habe vor gut 4 Jahren meine Laura bekommen und bin seitdem zuhause und fühle mich seit gut 2 Jahren nur noch mies weil ich kein eigenes Geld verdiene und hier zu Hause von meinem Partner null Anerkennung bekomme und mich absolut unterfordert und auch ausgenutzt als Putzfrau fühle ! Und eben hab ich online die erste Bewerbung abgeschickt und 10 min . später eine Einladung zum Gespräch bekommen ! Und weißt Du was ? Ich werde das Haus am Dienstagvormittag mit fliegenden Fahnen verlassen ! Ich kann Dir nur raten als Mutter die beide Erfahrungen gemacht hat : geh arbeiten und genieß es dein erstes Geld zu bekommen und etwas zu tun was Dir selber Spaß macht ! Und genieß die Freizeit mit deinem Kind das ist dann doppelt schön ! Und lies das Buch " Eine Stunde für mich allein " von Anna von Münchhausen aus dem rororo Verlag ! Alles Liebe wünschen Dir und Deiner Familie Heike , David und Laura
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