Mitglied inaktiv
Habe gerade diese komische Diskussion übers "arbeiten gehen müssen" gelesen. Gibt es denn hier auch Frauen, die so wie ich gerne arbeiten und froh sind, dass sie nicht zu Hause sein "müssen"? Und die dankbar und ohne schlechtes Gewissen (im Gegenteil! Frühförderung! Soziale Kontakte!) ihr Kind schon im frühen Alter (bei uns mit 4 Monaten) in die Kita oder zur Tagesmutter gegeben haben? LG Nina
Allerdings waren die beiden Söhne jeweils 8 Monate. Trini
owT.
Ich geh gern arbeiten, beide Kinder sind mit 12 bzw. 18 Monaten in die Krippe gekommen. Leider verdiene ich gerade soviel (Zeitarbeit) um die Krippenkosten und anteilig Hortkosten zu tragen.
Gestatte mir die Frage: WARUM gehst Du denn arbeiten? Wenn da quasi für Dich NICHTS (finanziell gesehen) bei rumkommt????? "Nur" um Deinen Kindern Sozialkontakte im Kiga zu ermöglichen??
Ich gehe gerne studieren und arbeiten, ich finde es wesentlich befriedigender als Haushalt und Erziehung und ich bin dankbar, dass ich nicht zuhause bleiben muss. Und ich würde meine Kinder selbst dann in eine Kita bringen, wenn ich zuhause bleiben müsste, denn die drei Kitas, die ich bisher kennen gelernt habe, sind einfach klasse, gerade für die Kinder. Ehrlich gesagt würde mir mein Kind leid tun, wenn ich ihm das vorenthalten würde und es den ganzen Tag mit mir verbringen müsste... LG sun
Meinst Du nicht, das Du Dir gerade ein Armutszeugnis ausgestellt hast... mit der Aussage "...würde mir mein Kind leid tun...wenn es den ganzen Tag mit mir verbringen müßte." ??? Meine Tochter "mußte" das auch bis Anfang August, meinem Sohn wirds genauso gehen...aber es gibt doch OBWOHL man "nur zu Hause" bei den Kindern ist, so viele Möglichkeiten, die förderlich sind für die Kids UND auch Spaß machen, oder? Ich spreche von Spielgruppen, Musikschule, Kinderturnen, Spielplatz, Ausflügen, Besuchen von/ bei Freunden usw. Das man nicht arbeitet, heißt doch nicht automatisch, das man den ganzen Tag bei seinen Kindern rumgluckt und denen in der Tat irgendwann auf den Wecker damit geht!
Ich zitiere mich nochmal "Ehrlich gesagt würde mir mein Kind leid tun, wenn ich ihm das vorenthalten würde und es den ganzen Tag mit mir verbringen müsste..." Und dann erzähl ich mal ein bisschen mehr dazu... Wenn ich die Fotos aus der Kita meiner beiden Großen angucke, oder wenn ich meine Kleine aus der Kita abhole, dann sehe ich, wie gut es ihnen dort tut, was für ein wichtiges Stück Leben das für sie ist / war, und ich seufze und denke: "toll, dass sie das hatten / haben". DAS möchte ich eben keinem meiner Kinder vorenthalten. Und das würde ich, wenn ich mit dem Kind zuhause wäre. Ich würde nie in den Genuss kommen, mich über neue Fähigkeiten zu wundern und zu begeistern, die ICH meinem Kind nicht beigebracht habe, weil ich nicht auf die Idee gekommen wäre, es zu tun, weil sich die Situation zuhause gar nicht ergeben hätte, oder weil ich zuhause gar nicht die Möglichkeiten habe... Mein Kind würde nicht so früh so viel mit so vielen anderen Kindern verschiedenen Alters zu tun haben, klar kommen, sich anfreunden... Mein Kind würde nicht so feste weitere Bezugspersonen bekommen und von ihnen beim Aufwachsen begleitet werden... Ich habe mit keinem Wort behauptet, dass mir mein Kind grundsätzlich leid tut, wenn es bei mir ist. Sondern dass es mir leid tun würde, ihm die Kita vorzuenthalten. Ich gehe aber noch weiter und sage: Wenn ich vollzeit zuhause wäre, wäre ich so unausgelastet, dass es kein Spaß wäre, mit mir rund um die Uhr zusammen zu sein ;). Insofern, wenn du das als Armutszeugnis siehst, bitte - ich sehe es als realistische Einschätzung meines Charakters. Ich möchte damit auch überhaupt nicht sagen, dass es anderen nicht anders gehen kann und es ihnen Spaß macht, mit den Kindern was zu unternehmen. Mir macht es auch Spaß, aber eben nicht den ganzen Tag. Manchmal fände ich es übrigens einfacher, wenn ich auch so ticken würde, dass ich mit den Kindern zuhause glücklich wäre... Spielgruppen, Musikschule, Kinderturnen, Spielplatz, Ausflüge... mache ich gerne, weil sie meinen Kindern gefallen - nicht, weil sie mir so wahnsinnig Spaß machen. Ehrlich gesagt habe ich sogar den Beruf gewechselt, weil mir das Arbeiten als Lehrerin sowie das Kindererziehen zuhause zu viel Erziehung alles zusammen war. So bin ich einfach. Übrigens gehtb es glaube ich auch vielen Männern so, dass sie keinen großen Spaß dran haben, "nur" zuhause zu bleiben. (
also, ich würde gerne wieder arbeiten gehen, aber mein arbeitgeber meldet sich auf meine anfrage nicht. da das unternehmen klein ist muss er mich auch im erziehungsurlaub nicht nehmen - meine mutter hatte damals auch gearbeitet und wir sind so denk ich doch wohlerzogene und anständige erdenbürger geworden - tja, sie hatte damals gearbeitet um den job zu behalten ich würde gerne arbeiten weil mir mein job so viel spass gemacht hat - weiss gar nicht ob ich mich einfach wo anders bewerben dürfte
Ja, ich auch! Ich bin nach den 8 Wochen MS wieder 1,5 Tage arbeiten gegangen. Würde gerne noch etwas mehr gehen. Kann mir einfach nicht vorstellen nur "zu Hause" zu sein! Brauche meine Ansprache und berufliche Bestätigung. Unser Sohn ist jetzt 13 Monate und wenn ich sehe wie er jetzt im Umgang mit anderen Kindern ist bzw. was er sich alles abgucken kann, find ich das schon schön. Im Moment ist er bei meiner Mutter (meine Schwiegereltern stehen nicht zur Verfügung). Habe aber schon überlegt ihn zu einer Tagesmutter mit anderen Kindern zu geben um auch weiter die sozialen kontakte zu fördern! Ich wohne auf dem Lande :-) hier ist das mit den Kitas bzw. Krippen leider noch nicht so verbreitet. Je nachdem wie es nächstes Jahr im September mit den KiGä aussieht, werd ich ihn dahin geben. Hier müssen jetzt die 2-jährigen aufgenommen werden. Das werd ich aber nur tun, wenn die Gruppe nicht so groß ist und auch mehr 2-jährige da sind! Ich denke, daß das auch jede Mutter/Vater selber wissen muß. Die einen wollen die ersten Jahre beim Kind sein. Die anderen möchten beides machen. Den Kindern tut das sicherlich nichts in ihrer Entwicklung. Liebe Grüße Nicole
als ich noch verheiratet war mit einem "Besser Verdienenden Ehemann" bin ich arbeiten gegangen, weil es mir Spaß machte und ich nicht nur zu Hause bin, wo mir fast die Decke auf den Kopf gefallen ist. annika
Ja, ich bin froh, wenn ich bald endlich wieder arbeiten darf (im Januar, Rafael ist dann 11 Monate alt). Beim nächsten Kind bleib ich auch höchstens ein Jahr zu Hause, vielleicht auch kürzer.
finanziell können wir uns das, was wir uns mit beiden Gehältern leisten auch ohne Mühe mit nur mit dem Gehalt meines Mannes leisten. Wir kaufen zwar nicht bei Aldi (nein, am Essen würden wir nie sparen und müssen es nicht), aber wir haben alles, was wir brauchen und mehr. Ich arbeite nur und aus freien Stücken, weil ich es so möchte! Übrigens hätte auch mein Mann Panik, wenn ich den ganzen Tag zu Hause bliebe, er müsste mir die große weite Welt nach Hause bringen. Und auch mir täten meine Kinder leid, müssten sie den ganzen Tag nur mit mir verbringen :-) Das ist kein Armutszeugnis, sondern Einsicht. Grüße Tina
Eine Einsicht, die für Kinder ab etwa 2 - 3 Jahren notwendig für deren gesunde Entwicklung ist. Allen Kindern ist zu wünschen, das ihre Eltern sie haben! Wenn diese Einsicht aber auch für jüngere Kinder gilt, ist es tatsächlich ein Armutszeugnis im Hinblick auf entweder das Unvermögen oder den nicht vorhandenen Willen, seinen Kindern das zu geben, was sie in dieser Entwicklungsphase für ein optimales Gedeihen brauchen. Ein Säugling braucht keine Frühförderung im Sinne vieler sozialer Kontakte ausserhalb der Familie. Sein Gehirn ist noch gar nicht in der Lage, diese "Angebote" individuell nutzbringend wahrzunehmen. Eher das Gegenteil ist der Fall. Da beisst die Maus keinen Faden ab; das sind Fakten, die zumindest für Kinder unter einem Jahr, von keinem seriösen Wissenschaftler mehr betsritten werden. Was so ein kleines Kind braucht sind Liebe, Wärme, Geborgenheit, eine Hauptbezugsperson, die verläßlich immer da ist und ein konstantes Bezugsumfeld (Familie). Wer das weiss, und dennoch nur aus Gründen der Selbstverwirklichung seine eigenen Interessen nicht wenigstens für ein paar Monate hinter die seines Babys zurückstellen kann, handelt egoistisch und unreif. Das ist einfach ein 1A-Armutzszeugnis!
.zwischen Krippe und 24-Stunden Mama gibt es noch andere Betreuungsformen. Ich bin Deiner Meinung, dass Säuglinge/Babys/Kleinstkinder keine sozialen Kontakte mit Gleichaltrigen brauchen, deswegen war das für mich auch außer Frage, dass meine Kinder nicht vor dem ersten Geburtstag in eine Einrichtung kommen und als es soweit war, habe ich es noch einmal verschoben. ka-vo-ma frage doch bitte, ehe Du urteilst. Meine Kinder wurden übrigens ein Stockwerk unter meinem Büro betreut, auch so etwas gibt es. Liegt das alles so jenseits Deines Vorstellungsvermögens? Kennst Du wirklich nur diese eine Form der Kinderbetreuung, nämlich die Krippe. Und kennst Du die wirklich oder nur vom HörenSagen? Ich erwarte darauf keine Antwort, es ist mir persönlich gleich, aber vielleicht denkst Du ja mal darüber nach.
Dann trifft das ganze Szenario, das ich kritisiert habe ja gar nicht auf dich und deine Kinder zu! Weshalb regst du dich dann so auf? Liebe Tina, irgenswie habe ich immer mehr den Eindruck, du brauchts ganz dringend folgendes und bekommst es in deinem realen Leben nicht ausreichend: Ja, du bist eine tolle Mutter! Wie du Berufstätigleit und verantwortungsvolle Mutterschaft vereinst, ist vorbildhaft! Dein Einsatz für Familie und Berufswelt ist bewundernswert! Du machst es ganz richtig so! Wenn du diese von mir durchaus ehrlich gemeinten Worte vielleicht öfter in deinem "nicht virtuellen" Leben hören würdest, wärst du vielleicht entspannter und souveräner und müsstest hier nicht auf Missionierungsfeldzug gehen und alle so dringend von deiner einzig und allein richtigen Lebensanschaung überzeugen müssen. Jetz darfst du mal nachdenken.... Und immer schön locker beleiben ;-) ka-vo-ma
... für die Antworten. Komme mir schon nicht mehr so exotisch vor ;) LG Nina
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