Elternforum Baby und Job

Arbeiten, Fremdbetreuung...

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Hallo, möchte nun auch hier mal fragen, wie es euch mit Job und Kindern so geht. Unten war ja schon eine Umfrage. Habe festgestellt, dass der Trend zu immer früherer (und längerer) Fremdbetreuung geht. Also immer mehr Mütter arbeiten mit Kindern unter drei Jahre. Viele steigen auch schon vorher wieder in den Job ein - also wenn Kinder noch nicht ein Jahr alt sind oder auch schon direkt nach dem Mutterschutz. Meine Fragen hierzu: Wie geht es euch damit? Wenn eure Kinder z.B. täglich für mehrere Stunden fremdbetreut werden - also nicht von Familienmitgliedern, sondern von Tagesmutter oder in der Kinderkrippe? Macht es euch nichts aus, dass die Kinder noch so klein sind (sagen wir: unter drei) - sie dann also anderen für lange Zeit täglich zu überlassen? Habt ihr da volles Vertrauen, was die Qualität der Betreuung angeht - dass die Bedürfnisse eurer Kinder bzw. Babies wirklich gut erfüllt werden und sie liebevoll behandelt werden? Und wie kommen eure Kinder mit (früher) Fremdbetreuung klar? Haben sie keine Trennungs- oder Verlustängste? Weinen sie beim Abschied oder während sie in der Betreuung sind, weil sie euch vermissen? Oder gehen sie total gerne z.B. in die Krippe oder zur Tagesmutter? Naja, bei Kindern, die noch nicht sprechen können, kann man das schwerer feststellen - aber man sieht ja, ob sie weinen oder lachen, ob ihnen die Trennung also schwer oder leicht fällt... ? Macht es euch nichts aus, dass eure Kinder dann oft (fast) mehr Zeit mit/in der Fremdbetreuung verbringen als zu Hause bzw. als aktive Zeit mit euch (gerade was Erziehung und gemeinsame Unternehmungen ... angeht)? Macht es euren älteren Kindern (Grundschule z.B.) nichts aus, so lange von zu Hause wegzusein (also Schule und danach noch Hort - und das täglich)? Wie zufrieden seid ihr mit der Qualität der Betreuung, also was den Umgang mit den Kindern angeht - bekommen sie in der Fremdbetreuung Aufmerksamkeit, Geborgenheit, Sicherheit, werden sie liebevoll behandelt oder eher verwahrt, wird auf die Unterschiede der Kinder eingegangen oder gibt es "Außenseiter", für die nicht genug Zeit/Personal da ist und die dann den Tag in Fremdbetreuung immer mehr oder weniger nur aushalten/ertragen/über sich ergehen lassen? Wird Schulkindern genug angeboten - WAS? Welche Aktivitäten (außer Hausaufgabenbetreuung)...? Ist das Essen zufriedenstellend? Vermisst ihr gerade die Kleinen (unter Dreijährigen) nicht, wenn ihr arbeitet und sie fremdbetreut sind? Also: wie gesagt: es geht zu immer früherer und längerer Fremdbetreuung. Ich will bestimmt nicht zurück in die 50er Jahre, aber ich habe doch ein großes Problem mit so früher Fremdbetreuung (zumindest für meine Kinder, aber auch weil im Alter von 1, 2 Jahren eben entwicklungsmäßig viel passiert und die Kinder da einfach mit Trennungs- und Verlustängsten zu tun haben... - kann man alles gut hier im Forum bei Dr. Posth nachlesen ;) ). Ich scheine aber eine seltene "Randerscheinung" zu sein. ? Gruß, Skyla


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dazu fehlt mir die zeit, aber so grundsätzlich: Ich hatte bisher mehrere Betreuungsmodelle, die Kritker allesamt als "Fremd" btreuung bezeichnen könnten, denn es waren nie Familienmitglieder. Insgesamt 3 jahre Betreuung wurde bisher von Aupairs geleistet, die also für ein jahr hier wohnen und die Kinder auch hier betreuen. Ist das "fremd" ? Ich finde nciht und ich fand es immer SEHR angenehm und habe SEHR normale Kidner, die schon immer ohne Probleme diese "fremd" Betreuung akzeptiert und genossen. Allerdings war cih bislang auch immer nur vormittags außer Haus und nachmittags selbst mit meinen Kidner unterwegs. Von daher nciht wirklich ein krasser fall von Fremdbetreuung, oder? Aber noch mal so allgemein: Wenn Du ein problem damit hast, dann würden es DEINE kidner sicher auch haben. Also muss man es dann ja eben auch einfach lassen und zuhasue bleiben sofern man es denn aushält. wenn jemand ABSOLUT positiv an das Thema "frmd" betreuung herangeht, dann ist es normal auch für die Kinder kein Problem. Denke ich. verluistängst und trennungsängste, von denen der herr post da ja sicher schwärmt kennen meine Kinder zum Glück nciht. (Okay, zugegeben, ich denke ca 3 mal inden 2 Jahren betreuung hat mein Sohn morgend 3 minuten geeweint, meine Tochter gar nciht) Und sie sind nun 6 und 3 jahre alt. Ich erlebe das eigetnlich nur bei Kidnern, die jahrelang rund um die Uhr mit Mama unterwegs waren. DIE haben selbstverständlich probleme, wenn sie dann auf einmal in den Kindergarten gehen sollen. LG Henni, die nun wenig Zeit hat...


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Hallo Skyla, für mich war es ganz klar, dass ich sobald wie möglich wiedereinsteige. Ich kenne andere Leute, die Kinder früh in der Krippe hatten, und da ging es prima, habe mir also erst mal gar keine Gedanken gemacht. Als es dann soweit war (er war ein bißchen über 9 Monate, lief es die ersten Tage super, bis ich mir plötzlich auch gedacht habe: das kann doch gar nicht sein? Und von da an siehe da, war es auch für Mael ein Problem! Gott sei Dank habe ich dann ziemlich schnell gedacht, dass es an meiner eigenen veränderten Einstellung lag und ab da ging es ziemlich schnell wieder gut... Vermissen: ich freue mich, dass ich Zeit ohne ihn habe, selbst wenn es nur zum Arbeiten ist, das ist direkt eine Erholung... Manchmal bilde ich mir aber ganz kurz ein, ich höre ihn in seinem Bettchen, bis mir einfällt, dass er gar nicht da ist. Am Anfang hatte ich ab und zu das Gefühl, ich hätte was vergessen, wenn ich ohne ihn unterwegs war. Die Krippe ist eine Montessori-Krippe und die Betreuung und Einstellung der Leute sehr gut. Manchmal weint er, wenn ich gehe, er hört aber gleich wieder auf (kriegt man mit). Manchmal ist ihm das auch komplett wurscht. Mael ist dort super fröhlich und lacht die ganze Zeit und kann sich gut beschäftigen. Zu Hause übrigens auch. Und sein Verhalten zu Hause hat sich geändert, zum Teil hing er immer an mir wie eine Klette, jetzt kommt er nur ab und zu mal kurz und holt sich seine Streicheleinheiten und dann krabbelt er wieder weg. Aber: ich denke, das hängt vom Kind ab und von der Krippe (und von der Einstellung der Mama) Ciao Biggi


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nochwas: obwohl ich das gerne anders gehabt hätte, war Mael vorher fast ausshließlich mit mir zusammen, ab und zu mit mir und Papa, und noch seltener mit Papa allein. Er ist sonst in Ermangelung von Verwandtschaft / Freundeskreis mit der entsprechenden Zeit / Lust noch nie von jemand anders betreut worden. Ciao Biggi


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Hallo, wieso bist Du eine Randerscheinung? Eva Hermann hat jede Menge Zuspruch und Auflagen ihrer Bücher auch ein Norbert Bolz ist bekannter als Hedwig Dohm. In meinem Umfeld und auch unter Freunden war ich die einzige, die sehr früh und dann noch voll gearbeitet hat. Ich halte eher mich für eine "Randerscheinung" - und das völlig wertfrei. Mir ist nicht ganz klar, was Du jetzt genau wissen willst? Ich könnte jetzt Romane schreiben darüber wie ich mich gefühlt habe und fühle und wie ich annehme, dass meine Kinder empfunden habe und wie sie heute ihre Empfindungen formulieren. Nur bin ich mir nicth sicher, ob es wirklich das ist, was Du wissen willst. Oder ob Du uns vielmehr mahnen möchtest? Von Dr. Posth halte ich ehrlich gesagt nicht allzu viel. Er ist im Gegensatz gegen langes Stillen und nächtliches Stillen (ich glaube über 6 Monate hinaus). Das halte ich nun für völlig unbegründet. Sicherlich stimmt vieles über Verlustängste und Urvertrauen, aber den Schluss daraus zu ziehen, dass ein Kind nur bei der Mutter die ersten drei Jahre sein darf (da Du die drei Jahre immer wieder erwähnst) und vielleicht noch ein bisschen beim Vater, halte ich für falsch. "Fremdbetreuung" ist so ein typisch deutsches Wort. Es gibt gute und schlechte, wie es gute und schlechte Eltern gibt. Und es gibt Kompromisse. Andersrum könnte man ganz ähnliche Fragen stellen. Aber ich stelle sie nicht. Da jede Familie ihre eigene Konstellation hat und erst einmal für sich den richtigen Weg finden muss. Das ist in meinen Augen nicht eine Frage, ob die Mutter arbeitet oder nicht oder der Vater, sondern wie alle zur höchstmöglichen Zufriedenheit kommen können. Das ist ein ständiger Balanceakt, so oder so. Grüße Tina


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noch ein aspekt ergänzend zu dem, was tinai sagt: der alte spruch "zur erziehung eines kindes brauchts ein ganzes dorf" gilt auch heute noch und hat einen tiefen sinn. mit der zunehmenden vereinzelung, vereinsamung in unserer gesellschaft und dem "aussterben" größerer familienclans sind erweiterte (nicht FREMD-) betreuungen doch ein segen für die entwicklung von kindern. immer mehr einsame mütter (grade in städten) hocken mit dem einzelkind isoliert zuhause oder auf dem spielplatz oder schieben den kinderwagen ziemlich traurig und verlassen wirkend durch die gegend (kann man gut beobachten, wenn man mit offenen augen durch die welt geht, und in gesprächen mit andern müttern hautnah erfahren). die welt verändert sich, und also auch die art und weise, wie kinder aufwachsen. mit alten konzepten - die permanent die heilige sich aufopfernde mutter, die ihr kind längstmöglich an sich kettet, in den mittelpunkt stellen will - gewinnen wir keinen blumentopf mehr. in deutschland verschärfen sich viele dinge mehr als in allen andern ländern v.a. im eu-vergleich, nicht zuletzt deswegen, weil wir - noch bzw. wieder - auf altmodische, starre erziehungskonzepte pochen, herrührend auch von schweren "erbschaften" bezüglich erziehungsideologien aus dem letzten jahrhundert und auch aus dem 19.jh..


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Hallo nochmal, ja, und eine Randerscheinung ist das nicht in Deutschland, ich denke zumindest im Westen und außerhalb der Großstadt sind die Familien ohne Fremdbetreuung doch wohl eher die Regel. Ich finde die Kleinfamilie mit Mama (verantwortlich für die Kinder) Papa (verantwortlich fürs Geldverdienen) und Kinder (betreut von ausschließlich Mama) eine komische Situation. Ich war geschäftlich in Tunesien und habe mit Frauen dort geredet (die bei unserem Kunden arbeiten) und die waren absolut erstaunt, dass bei uns die meisten Frauen aufhören, zu arbeiten, wenn sie Kinder haben. Die eine (selbst berufstätig mi 2 Kindern) hat mir gesagt, ihre Mutter hat mit 4 Kindern gearbeitet. (naja, wird in Tunesien auch nicht die Regel sein) Soweit zur Emanzipation der Frau in Deutschland überhaupt. Wir sind bestenfalls auf dem Stand von Tunesien. Laut deren Aussage gibt es in Tunesien neben der Betreuung durch Familie auch Krippenplätze. (Könnte es sein, dass die Deutschen da ein bißchen altmodisch sind?) Ich bin sicher eine Ausnahmesituation, weil wir gar keine Familie in der Nähe haben, aber selbst in den Familien, wo Verwandtschaft in der Nähe ist, ist doch meistens die Mama zuständig, und die Kinder kriegen nur auf dem Spielplatz oder bei sporadischen Besuchen von / bei Freunden / Verwandten auch mal andere Leute mit. Ok + Mutter und Kind Gruppen etc., da findet man sich zusammen, weil man in der gleichen Situation ist, und das ist gut, wenn frau sich versteht. Ich finde insgesamt, das ist für gar keinen Beteiligten eine glückliche Situation. Bevor mein Kind in der Krippe war, war ich mir nicht sicher, ob ein Kind in dem Alter vom Kontakt mit anderen Kindern profitiert (allerdings habe ich mir auch nie gedacht, dass es schaden könnte). Können ja angeblich in dem Alter noch nicht miteinander spielen etc. Jetzt bin ich mir sicher, dass er profitiert. Er war vorher schon Kindern gegenüber sehr aufgeschlossen, aber jetzt lacht er jedes Kind an und versucht Kontakt aufzunehmen. Die gute alte Großfamilie oder eine Kommune wären für mich vielleicht die bessere Lösung, ist natürlicher. So ist es aber auch gut. Ciao Biggi


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Hallo, vielleicht sollte man mal anfangen, die Gründe für eine Fremdbetreuung suchen - die meisten Frauen gehen doch mit kleinen Kindern nicht nur arbeiten, weil sie s gern machen, sondern auch, weil man in Deutschland mit einem Gehalt nicht wahnsinnig gut und ohne Einschränkungen über die Runden kommt, ausserdem: welcher Job ist so sicher, dass man garantieren kann, dass der Mann in 3 Jahren noch seinen Job hat, wer garantiert, dass die Frau nach 3 Jahren nicht nur die Pflichtzeit genommen wird und dann gehen muss, weil sie raus ist? Der positive Aspekt sei mal dahin gestellt, der wurde ja schon genug erwähnt in den anderen Beiträgen. Leider ist es doch heutzutage so, dass man ein Kind dermaßen zeitig in der Krippe anmelden muss, dass das schon nicht mehr normal ist. Ich habe ihm Juni unseren 2. Sohn bekommen und ihn letzte Woche in der Krippe angemeldet - "Tut mir leid, kein Platz mehr frei", ich wollte ihn mit 2 1/2 Jahren hinbringen, weil ich als Tamu zu Hause arbeite, ok, geht er mit 3, aber ich denke, dass ist eine glückliche Ausnahme, daß ich ihn selbst betreuen kann und er mit anderen Kindern zusammen ist, aber er wird mehr zurückstecken müssen als der große Bruder. Aber ich habe dann doch auch mal so manche Frage, warum ist es soooo schlecht ein Kind mit einem Jahr oder eher wegzugeben? Macht es die Frauen glücklich nur zu Hause zu sitzen und die Kinder zu hüten? Stimmen die ganzen Statistiken nicht, die besagen, dass die meisten zu Hause erzogenen Kinder (mit 3 Jahren) Rückstände im Können aufweisen? Hat ein Kind mit 3 Jahren plötzlich keine Probleme mehr in eine Betreuung zu kommen oder kann ich das dann übergehen? Entwickelt sich ein Kind nur bis zum 3. Jahr? Schulanfang ist auch ein Riesenschritt für ein Kind, da müsste man rein theoretisch auch beim Kind sein zu Hause - warum also mit 3 in die Kita? Achja, die ganzen Schulwechsel in höhere Schulen? Die Liste der Fragen lässt sich weiterführen ... LG Doreen


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hallo, ein problem von vielen ist es, dass altes zerschlagen und neues noch nicht erfunden wurde bzw. nicht erfolgreich war. in meiner jugend war klar, dass die kleinfamilie der hort von spießigkeit ist. nie und nimmer wollten wir so wie unsere eltern leben. sorry, aber ich habe meine mutter mit ihrem todlangweiligen hausfrauenleben im nachhinein nur bedauert. dabei lebte die auf dem land, also nicht einmal isoliert in einer grossstadtwohnung. neue konzepte müssen her, war uns als jugendliche klar., und wir probierten uns erst mal in WGs aus (=wohngemeinschaften). einige haben die jahre überdauert, ich kenne aus meiner studentenzeit etliche, die tatsächlich kommunenartig zusammenblieben und sich gemeinsam am stadtrand z.b. ein großes haus gekauft haben, wo alle generationen gemiensam aufwachsen. aber der große rest? er verfiel wie alle anderen auch dem konsumwahn, der eher die von neid getriebene isolierung von andern mitmenschen braucht, bedingt und auch forciert (ein teufelskreis) und den einzelnen auf die enge zweierbeziehung bzw. kleinfamilie zurückwirft. und ich beobachtete dann in der folgezeit in den 80er und 90er jahren und bis heute mit höchstem erstaunen die wieder erwachte spießigket unter jungen leuten, die der ideologie des alleinigen glücks in einer partnerschaft verfielen. mit anforderungen, die keiner erfüllen kann und die notgedrungen enttäuscht werden (siehe die hohen scheidungsraten, bis zu 50 % in ballungszentren) - der mann will von der frau glücklich gemacht werden, die frau vom mann, und wehe, das klappt nicht. UND wisst ihr, was jetzt auch noch dazu kommt: die eheleute wollen zusätzlich vom kind glücklich gemacht werden, auf das sich mit aller wucht draufgeworfen wird und das wie ein konsumartikel behandelt wird, um das herumgetanzt wird wie ums goldene kalb. das arme kind wird auf ein podest gestellt. von den einen; und die anderen? das andere extrem ist komplette vernachlässigung. wir - v.a. die deutschen - schaffen es anscheinend einfach nicht, ein normales, lockeres verhältnis zum kind/zur erziehung zu haben, ebenso wenig wie wir in der lage sind, neue kreative konzepte des zusammenlebens zu schaffen. ein zunehmender teil der menschen hierzulande reagiert dergestalt darauf, dass er dann lieber gar keine kinder hat - verständlich. die andern reagieren panisch auf die ratlosigkeit und sich verändernde bedingungen und beziehen sich auf ein ideologisches und künstlich geschaffenes mutterbild, das es sowieso nie so in der realität gab, nicht einmal im dritten reich. die alte vom göbbels hat auch nur vor der kamera mit ihren kindlein posiert und die heile welt der kleinfamilie für die nazipropaganda spielen müssen. wie sie wirklich war und wie alles mit der göbbels-familie endete, wissen wir... so, ich muss weiter arbeiten, sonst könnt ich noch ewig schreiben.


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.. ich kenne junge leute, vor allem männer, die können sich mit 28 noch nicht selber versorgen, nicht bügeln und kochen, nicht selber ihre wohnung putzen und. am besten wir legen jetzt mal fest, dass menschen nicht vor 35 von der mutter abgenabelt werden. sagte schon salomon: WEISE WIRD DER MENSCH ERST AB ca. 35.


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...zwischen Fremdbetreuung und Betreuung durch Familienangehörige? Wobei Betreuung durch Familienangehörige immer super ist und Fremdbetreuung skeptisch gesehen wird. Mein Kind wird von meinem Mann betreut - ja meinst du, wir hätten nicht ab und an unsere Differenzen, was die Erziehung angeht? Grade Papas tendieren ja gerne mal in Richtung "Kind nicht zu sehr verwöhnen" (hält sich bei meinem Mann Gott sei Dank in Grenzen!) Glaubst du, ich vermisse mein Kind nicht? Glaubst du, er hat nicht auch schon mal geweint, wenn ich gegangen bin, und es ist mir schwer gefallen, die Tür hinter mir zuzumachen? Meinst du, ich bin nicht traurig, wenn ich höre, was für einen tollen Tag sie im Schwimmbad hatten und dass mein Sohn zum ersten Mal alleine die große Rutsche runtergerutscht ist? Meiner Ansicht nach ist es ein großer Fehler, hier immer von der Annahme auszugehen, dass die Mutter die erste Wahl ist, dann andere Familienmitglieder und dann in weitem Abstand eine Fremdbetreuung. Denn du musst bedenken, dass die Betreuerinnen in der Krippe und im Kindergarten auch eine entsprechende Ausbildung hinter sich haben, dass du zumindest in größeren Städten auch eine Krippe suchen kannst, bei der die Ausrichtung mit deinen eigenen Vorstellungen übereinstimmt - deine Mutter oder Schwiegermutter kannst du dir nicht aussuchen. Und kriegst teilweise die Erziehungsgrundsätze von vor 40 Jahren ("Schreien stärkt die Lunge") vorgesetzt. Auch ist nicht jede von uns die geborene Mutter, die ihr Glück zuhause beim Nachwuchs findet. Ich oute mich jetzt mal: Mein Mann kann besser mit unserem Sohn umgehen als ich. Er ist in vielem geduldiger und gleichzeitig konsequenter als ich, und ich bin froh, dass er die Betreuung übernommen hat. Bei uns haut das gut hin - trotzdem bin ich der Ansicht, dass nicht die Blutsverwandtschaft über die Qualität einer Betreuung entscheidet, sondern die fachlichen und persönlichen Qualitäten der Betreuungsperson(en). Liebe Grüße Andrea


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Hallo Skyla, ich kann den anderen Antworten bisher nur beipflichten. Mein Sohn ist in der Kita, seit er 6/7 Monate alt ist, zuerst 4 h/Tag, ab 14 Monate ganztags. Klar ist es ihm manchmal schwer gefallen hinzugehen, vor allem nach Urlauben oder Krankheiten, aber das ist heute auch noch so, jetzt ist er fast 4. Seine beiden Erzieherinnen, die er jetzt hat, betreuen ihn, seit er 1 Jahr ist, also von "Fremd"betreuung kann eigentlich schon lange keine Rede mehr sein. Warum ich ihn schon so zeitig in die Kita gegeben habe: Ich wollte unbedingt mein Studium zu Ende bringen, ausserdem ist mir schon nach wenigen Monaten zu Hause die Decke auf den Kopf gefallen. Ich bin wahnsinni geworden, den ganzen Tag nur Baby hier, Baby da. Die meisten Unterhaltungen gingen nur ums Baby. Beim Studium hatte ich endlich auch mal geistige Herausforderungen und ich wurde nicht nur übers Kind definiert. Auch die Unterhaltungen mit meinen Kommilitonen beliefen sich nicht aufs Kind sondern auf den Studienalltag. An der Uni war ich ein Student wie jeder andere auch und keine Mutter. Und das hat mir so gut getan. So war ich nachmittag dann ausgeglichen bei meinem Kind und uns allen ging es gut. Die zeitige "Frembetreuung" war für meinen Sohn offensichtlich kein Problem. Er ging sehr gern hin und war total fixiert auf die vielen Kinder und hat teilweise nicht geschlafen, da er viel lieber die Kinder beobachtet hatte. Ausserdem hat er sich auch wahnsinnig schnell entwickelt, kaum war er in der Kita konnte er krabbeln und mit 11 Monaten dann laufen. Ob er das auch ohne Kita so hinbekommen hätte, keine Ahnung, vielleicht ja vielleicht aber auch nicht. Wie ging es mir? Ich hatte immer ein gutes Gefühl ihn in der Kita zu haben. Manchmal gab es auch wenige kleine Meinungsverschiedenheiten mit den Erzieherinnen, aber im Nachhinein muss ich sagen, sie hatten meistens Recht, aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung. Auch wusste ich, dass sich die Erzieherinnen auch schon mit so jungen Kindern beschäftigen, in den täglichen Ablauf mit einbeziehen und ihn nicht irgendwo ablegen. Und was mir bis heute wichtig ist, er lernt in der Kita Sachen, die ich ihm niemals beibringen könnte, nämlich so Sachen wie Basteln, Malen, Singen..., denn ich bin künstlerisch und kreativ eine totale Niete, ich hasse sowas. Lieber spiele ich mit meinem Sohn Fussball im Garten oder wir gehen schwimmen oder radfahren oder ... . Weiterhin lernt er Sozialverhalten, was für ihn als Einzelkind in meinen Augen sehr wichtig ist. So jetzt habe ich einen kleinen Roman geschrieben, aber in meinem/unseren Fall war eine frühe Fremdbetreuung auf keinen Fall ein Fehler. Bei anderen Familiensituationen /-konstellationen kann das wieder ganz anders sein, besonders wenn die Mutter in der Erziehung des Kindes völlig aufgeht. Bei mir ist das eben nicht so. Viele Grüße Kleiner Löwe


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ich kann dem, was hier bisher geschrieben wurde, nur zustimmen. meine tochter ist in der krippe, seit sie 13 monate ist und ist sehr glücklich dort (von einzelnen tagen mal abgesehen, aber die gibt es auch bei häuslicher betreuung). unser kleiner (vier wochen) wird ab september von seinem papa betreut, wenn ich wieder vollzeit arbeiten gehe. das ist eben unsere lösung. mit einem jahr geht er auch in die krippe. eine randerscheinung magst du in diesem forum sein ;-), aber sicher nicht in der gesellschaft in westdeutschland. sogar hier in der großstadt ist es ungewöhnlich, wenn frau arbeitet, wenn die kinder unter drei sind.


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Generell ist es bei Lebensentwürfen ja so, dass man sich den raussucht, der für einen passt und manchmal ist es schwer, sich in die Lage anderer zu versetzen. Da spielen ja auch viele Punkte ne Rolle (beim Reinversetzen und bei der Entscheidung): eigene Kindheit, AUsbildung und Beruf, Region, Rollenverständnis, Infrastruktut vor Ort usw. Und dass Mutter und Kind, die 3 Jahre nur zusammen waren die "Trennung" schwer fällt,ist ja auch klar.


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Hi Skyla, ich habe etwa 10mal in deinem Beitrag das Wort "FREMDbetreuung" gelesen. Und bevor ich mir überlege, auch nur eine einzige deiner Fragen (die übrigens ziemlich anschuldigend rüber kommen, Rhetorik ist nicht so deine Stärke, oder?) ernsthaft zu beantworten, stelle ich hiermit klar: NIEMAND gibt sein Kind in eine FREMDbetreuung. Ich vermute, dass du keine Ahnung von der Materie hast, sondern nur mal so pauschal "draufhauen" willst. Sonst wäre dir nämlich klar, dass die sogenannte FREMDbetreuung keinesfalls bedeutet, dass frau ihr Kind einem FREMDEN anvertraut, sondern jemandem, der über eine längere Eingewöhnungsphase eine Bezugsperson für das Kind geworden ist. Und ganz ehrlich: ICH habe keine Lust auf deine anderen "Fragen" zu antworten. Nur auf eine: Ja, du bist eine Randerscheinung im Baby-und-Job-Forum und damit frage ICH: WAS WILLST DU HIER????? Beste Grüße, Annette


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liebe skyla auch ich kann allen vorrednerinnen nur zustimmen: meine kinder gingen bzw. gehen seit sie 6 monate alt sind zu einer liebevollen, erfahrenen, kompetenten und z.t. aus dem nachbarschaftlichen umfeld stammenden tamu. die ist NICHT "fremd" - sie ist vielmehr teil unseres lebens, unserer erziehung der kinder. ich habe dabei emotionale höhen und tiefen. natürlich finde ich mein hohes arbeitspensum, die viele pendelei und die dadurch bedingten abwesenheiten von zuhause nicht immer wirklich prickelnd, manchmal zweifle ich auch, ob das alles so gut ist. manchmal bin ich auch schlicht erschöpft und müde. aber häufig bin ich zufrieden, stolz, guten mutes und begeistert über meine kinder. auch über meinen partner, der ein in meinen augen normaler vater/partner ist: er übernimmt mindestens ebensoviel verantwortung und verpflichtung für seine/unsere kinder. auch die kinder haben höhen und tiefen, frohe und traurige momente mit uns und mit der außerhäuslichen betreuung. sind doch auch nur menschen! manchmal hätten sie gern mehr mama, manchmal aber auch gern weniger. kann es sein, dass du mit deinen vielen fragen gewisse zweifel anmelden möchtest? warum tust du das nicht aufrichtig? oder bist du wirklich nur neugierig? wenn ja, dann frag doch nochmal nach und ich bemühe mich, alle einzelheiten zu beantworten. lg paula


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Hallo Skyla, ich möchte erstmal deine allererste Frage beantworten: Es geht mir mit Job und KInd sehr gut, vielen Dank für die Nachfrage! Ich habe alle bisherigen Antworten auf deinen Beitrag gelesen und bin nun der Meinung, dass Deutshcland sich keine Sorgen mehr machen muss, zumindest von der Einstellung her nicht, im Europavergleich hintendran zu sein, wenn es noch mehr so verantwortungsvolle und kluge Frauen und Mütter wie meine Vorrdnerinnen gibt. Ich kann alle Beiträgen nur von Herzen zustimmen. Ich gehe in Vollzeit arbeiten seit meine Tochter drei Monate alt ist. ZUnächst graute mir davor, denn ich hatte mir fest vorgenommen trotzdem weiterzustillen und war von vielen Gutmeinenden schonmal drauf hingewiesen worden, dass ich bestimmt oft heulend mit der Milchpumpe auf der Arbeit sitzen würde und keine Milch käme, weil mein Kind nicht dasei! Alles Bullshit! Es lief von Anfang an prima. Unsere Tochter - bald 2 - wurde bis auf eine kurze Unterbrechung von meinem Mann - ihrem Papa- betreut, der leider arbeitslos wurde, weil er einen Antrag auf Elternezti gestellt hatte, bevor der Kündigungsschutz griff. Zwischendrin hatte er mal wieder einen Job, das scheiterte aber leider nach 3 Monaten. In diser Zeit und noch einige Wochen länger, war unsere Kleine bei einer Tagesmutter. Da war sie ca. 18 Monate. Nach einer Eingewöhnungsphase, in der ich Urlaub hatte, war sie 3x die Woche dort, den Rest bei Oma. Unser Tochter ist ein sehr glückliches, ausgeglichenes Kind. Die Bindung zwischen mir und ihr könnte nicht enger sein, auch wenn sie mir nicht jede Minute am Rockzipfel hängt. Ganz klar gilt: Komme ich von der Arbeit nach Hause und auch am Wochenende, hat sie Priorität! Wir genissen unsere Zeit miteinander. Meinem Mann allerdings fällt zuhause die Decke auf den Kopf und er wünscht sich von Herzen wieder arbeiten zu gehen. Sollte er trotzdem idealerweise weiter zuhause bleiben? Nein, sicher nicht, denn unsere Familie kann nur harmonieren und jeder glücklich sein, wenn alle zufrieden sind. Wir hatten in der Zeit, in der die Kleine bei Omi oder Tagesmutter war nie den Eindruck sie sei unzufrieden. Warum soll man sich ein Modell aufs Auge drücken lassen, dass irgendwer als das Optiumum betrachtet, man selbst aber eben nicht. Ich finde die Diskussion in Deutschland absolut daneben. Die klassische Kind - oder Karrierefrage, um die geht es soch garnicht. Viele Familien sind auf zwei Einkommen angewiesen. Leben wir wirklich in einer Gesellschaft, die diese Eltern zu den schlechteren degradiert? Ich habe genug davon, dämliche Fragen wie : "Entfremdet dir deine Tochter nicht?" zu beantworten.


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Hallo Skyla, ich hoffe, du tauchst noch mal auf und stellst nicht nur deine Frage ins Forum, um uns alle zu unnötigen Rechtfertigungen zu treiben? Zu deinen Fragen: Wie geht es mir damit, dass meine Kinder von vertrauten und in langem Auswahlprozess ausgewählten Bezugspersonen mehrere Stunden betreut werden? Mit geht es damit sehr gut. Meine beiden großen Kinder sind schon 8 und 9. Wenn ich die Fotoalben ihrer Kita angucke, dann denke ich immer – wie gemein wäre es, diese wunderschöne Zeit einem meiner Kinder vorzuenthalten. Und auch nicht erst ab drei Jahren. Gerade die Bilder von den Zwergen, wie sie fast den ganzen Tag draußen sind, mit anderen Kindern spielen, matschen, malen, klettern… wie viel besser als mit den Eltern, die die Wohnung aufräumen, rumzuhängen… Das ist übrigens meine ganz persönliche Meinung und Erfahrung, ich will damit nicht sagen, dass es anderen Kindern bei ihren Eltern nicht genauso gut geht – meinen ging es in der Kita bestens. Nein, es macht mir nichts aus. Ja, ich habe volles Vertrauen. Die 6 ErzieherInnen der Kita sind ausgebildet, engagiert, liebevoll, voller Ideen. Wie kommen meine Kinder klar? Keins meiner Kinder hat geweint beim Hinbringen. Für sie gehört das zum Alltag – Mama geht zur Arbeit / zur Uni, ich in die Kita. Die ErzieherInnen sind wichtige und liebevolle Betreuungspersonen für meine Kinder, und nach den Ferien freuen sie sich wieder auf sie (genau wie sie sich vorher auch auf die Ferien freuen). Meine beiden Großen haben (noch bevor sie 3 waren) öfter von sich aus gefragt, ob sie auch den Nachmittag noch in der Kita bleiben dürfen – weil sie so schön mit den Freunden spielen. Mir macht es nichts aus, dass meine Kinder zum Mittagessen, zum Mittagsschlaf und dazwischen zum Spielen mit anderen Kindern zusammen sind, nein. Und gemeinsame Regeln und Rituale kennen lernen. Natürlich gibt es schlechte Einrichtungen, drum sollte man ja genau gucken, wo man die Kinder hinbringt. Das Wohl der Kinder geht vor. Leider wird nach meiner Erfahrung die Qualität der Betreuung mit wachsendem Alter der Kinder eher schlechter – ich habe schon mehr schlechte Horte / Ganztagsschulbetreuungen erlebt als Kitas. Und wenn ich merke, dass mein Kind sich da nicht wohl fühlt, dann suche ich was anderes oder strukturiere meinen Alltag so um, dass es meinem Kind gut geht. Meine Kinder bekommen in ihren Betreuungen Aufmerksamkeit, Geborgenheit, Sicherheit, Liebe, Empathie, flexibles Eingehen auf ihre Individualität, vernünftiges Essen – und noch viel mehr. Sie bekommen Kontakt zu anderen Kindern, sie lernen, auf Kleine Rücksicht zu nehmen und mit Großen umzugehen, sie erfahren Unterstützung, sie lernen neue Dinge und Aktivitäten kennen, sie stehen im Zentrum des Tages. Ich vermisse meine Kinder nicht, während ich arbeite oder studiere. Da bin ich beschäftigt, und ich genieße auch das Leben als eigene Person, als Lehrerin, als Studentin, wie es viele andere Menschen auch tun. Wie es z.B. jedem Vater dieser Welt ohne Probleme zugestanden wird (wer fragt einen Vater, ob er sein Kind nicht vermisst während der Arbeit?)… Du bist sicher keine Randerscheinung, es gibt genügend Frauen, die ihre kleinen Kinder niemand anders anvertrauen möchten. Das ist doch auch okay und richtig so. Es wäre doch schlimm, wenn Kinder gegen den Willen der Eltern in Einrichtungen "gesteckt" würden, oder? So, wie es ist, ist es doch prima: Die Familien, bei denen es allen damit gut geht, nutzen Betreuungen; die, bei denen es allen damit gut geht, zuhause zu sein, eben nicht. Ich schließe mich darüber hinaus dem Posting von oben an - sowohl zuhause als auch in Einrichtungen gibt es gute wie schlechte Erziehung... LG sun