Elternforum Baby und Job

Arbeit und stillen

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Hallo Ihr Lieben, ich bekomme im Sommer unser drittes Kind. Mein Mann kuemmert sich wirklich prima um Kinder und Haushalt, seit die Beiden 2 & 1 Jahre alt sind ( jetzt 4,5 und 3,5 ) und ich arbeite seitdem wieder Vollzeit bei der Lebenshilfe. Nun werde ich aus finanziellen Gruenden leider nicht laenger als 3 Monate nach der Geburt zuhause bleiben koennen. Das neue Elterngeld ist fuer mich da echt keine Hilfe! Woher sollen wir bei den "grosszuegigen" 67 % vom Nettolohn denn bitte die fehlenden 33 % herzaubern??? Wir kommen so gerade mit meinem Gehalt aus. Wenn mein Mann hingegen ( ja sowieso ) daheimbleibt, gibts immerhin 12 Monate lang den Sockelbetrag plus Geschwisterbonus. Aber ich muss halt wieder zum Dienst - Mist! Ich frage mich vor allem, wie ich es anstellen kann, trotzdem wenigstens ein halbes Jahr voll zu stillen. Klar gibt es Stillpausen, aber wie managt man/frau das? Wie viele Stillpausen mit welcher Dauer stehen einem taeglich zu? Zum Glueck wohnen wir nur 10 Autominuten von der Arbeit entfernt, aber mein Mann braucht den Wagen tagsueber fuer den Kindertransport. Er wird mir das Baby wohl zum Stillen bringen müssen. Abpumpen oder gar zufuettern moechte ich moeglichst vermeiden. Nach Bedarf stillen kann ich da wohl vergessen, oder?! Und wie entspannt man sich, damit die Milch dann auch reichlich fliesst? Eine gemuetliche Rueckzugsmoeglichkeit dafuer gibt es auf der Arbeit (noch ) nicht - aber das wuerde ich wohl durchsezten koennen, glaube ich. Ach, wer kann mir etwas Mut machen oder gute Tipps geben? Bei wem hat das auch geklappt? Freue mich auf Eure Antworten! Anne


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Hallo Anne, leider kann ich Dir darauf auch keine Antwort geben. Aber ich stecke demnächst in einer ähnlichen Situation. (Bleibt mein Mann zuhause, wird sein Einkommen als Grundlage genommen, bleibe ich zuhause bekommen wir gerade den Sockelbetrag, da ich jetzt 1,5 Jahre im Erziehungsurlaub war) Ich kann mir allerdings auch überhaupt nicht vorstellen, wie das mit Job und Stille klappen kann. Das Kind vorbei bringen wird nicht klappen und ich wüsste auch nicht, wo ich ein ruhiges Fleckchen zum Pumpen finden könnte. Mal eine blöde Frage, an die eingefleischen Stillerinnen: Wenn Ihr eingestellt seid, wie viele Stunden schafft Ihr es maximal, nicht zu pumpen/ stillen? Bei meinen Zwillingen war nach vier Stunden absolut Schluss. Eine Minute länger und ich hatte einen Stau und meine liebe Not. Naja hoffe halt auch, dass Ihr vielleicht noch Tipps geben könnt, weil ich es auch nicht ganz einsehe, des Geldes wegen auf das Stillen zu verzichten. LG Sabine


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Guten Morgen! Ich finde es super, daß Ihr Euch jetzt schon so damit auseinandersetzt! Bei mir kam die (innere) Debatte erst jetzt - war doch ein ganz schönes Hin und Her, mit mir selbst und organisatorisch. Die Stillpausen stehen im Mutterschutzgesetzt (z.B. auf der Internetseite des Bundesfamilienministeriums). Wenn ich richtig informiert bin, steht Euch mindestens 1 Stunde zu, bei einer Volzeittätigkeit 90 Minuten (vielleicht mal Biggi fragen?). Wie groß sind denn Eure Betriebe? Wenn dort vorwiegend Frauen arbeiten, müssen Sie ohnehin einen Frauenruheraum vorhalten. Bei mir ist übrigens auch nach spätestens 4 Stunden Schluß; dann flute ich das Zimmer ;). Liebe Grüße Anja


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Hallo Anne, ich habe das jetzt bereits das zweite Mal am laufen: Bei meinem Sohn war es so, dass er die Milch auch aus der Pulle nahm. Ich habe dann an der Arbeit abgepumpt und die Milch im Kühlschrank aufbewahrt, bis es nach Hause ging. Das hat gut funktioniert. Ich hatte einen Raum, der für andere gesperrt war, wenn ich ihn brauchte und bis auf einen Kollegen fanden das alle anderen ok bis super (meinen Einsatz). Dieser Kollege hat sich aber auch über meine Milch im Kühlschrank aufgeregt...nunja... Bei meinem jetzigen Baby ist es so, dass mein Mann sie mir zum Stillen gebracht hat, da die Zwergin keine Pulle nimmt. Wir haben erst versucht, dass ich zu ihr fahre, aber das ging gar nicht. Mein Mann hat jetzt seine Mittagspause so, dass er sie mir bringt und dann mitnimmt. Wir haben unsere Dienstpläne da aufeinander einstellen können GsD. Ich habe meine Kinder IMMER nach Bedarf gestillt, wenn ich bei ihnen war. Die zwei Zwerge wussten genau zu unterscheiden, wann sie bei Oma/TaMu waren und wann bei Mama. Und bei ersteren haben sie dann halt gewartet, bis Mama wieder verfügbar war. Keine Angst, dein Zwerg wird mit dir ein Team bilden und das kriegt ihr bestimmt hin! Es gibt so viele Möglichkeiten. LG Annette PS: Meine Älteste habe ich damals übrigens wegen meiner Arbeit (damals noch Ausbildung) abgestillt und bereue das heute noch :(


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Hallo, ich habe bei meiner Tochter direkt nach dem MuSchu wieder vollzeit gearbeitet und sie insgesamt 14 Monate gestillt bis sie sich von selbst abgestillt hat. Ich habe tagsüber mehrmals abgepumpt und mein Exmann hat Jasmin die Milch am nächsten Tag mit der Flasche und dann mit dem Becher gefüttert. Zusätzlich habe ich sie morgens und abends gestillt (zu festen Zeiten) und Nachts nach Bedarf. Mail mich bitte an, wenn du konkrete Fragen hast - bin jetzt erst einmal offline. Liebe Grüße, Doris


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Hm, also wenn Dein Mann wieder arbeiten geht und Du die 67 % Deines Einkommens als Gehalt bekommst, dann habt ihr doch mehr als jetzt? Oder habe ich da einen Denkfehler? Also wenn Du unbedingt zumindest ein paar Monate zuhause bleiben möchtest, könntet ihr das doch so machen. Ich habe auch 7,5 Monate gestillt und bin nach dem Mutterschutz wieder angefangen zu arbeiten. Allerdings war ich nur 2 Tage im Büro (die restliche Zeit habe ich von zuhause gearbeitet). Ich hatte eine Stillpause am Tag und habe in der Zeit abgepumpt. Der Kleine war von Anfang an daran gewöhnt, auch aus der Flasche zu trinken und hat bei der Kinderfrau ohne Probleme die abgepumpte Muttermilch genommen. Ich musste nur wirklich recht schnell nach der Geburt zusehen, dass ich einen Vorrat in der Gefriertruhe hatte, weil ich oft nicht soviel abpumpen konnte, wie er getrunken hat. LG Stephanie


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Das wäre ja schön, aber leider kann mein Mann mangels Job nicht "einfach wieder arbeiten gehen". Er war nach einer Umschulung arbeitslos und hat sich nun sozusagen als Hausmann selbständig gemacht. Ich bin somit die einzige "Familien-Ernährerin" und wir müssten mit 67% von meinem Netto auskommen, was eben weder vorne noch hinten reichen würde. Tolles Elterngeld *hahaha*


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Naja, ob deswegen gleich das ganze Elterngeld schlecht ist sei mal dahingestellt. Ich persönlich werde durch das Elterngeld in der glücklichen Lage sein, ein ganzes Jahr zuhause bleiben zu können beim nächsten Kind. Aber vielleicht könnte Dein Mann sich ja einen 400,00 Euro-Job suchen und damit ermöglichen, dass Du zumindest ein paar Monate zuhause bleibst? Wie auch immer, ich habe ja auch nach dem Mutterschutz wieder angefangen zu arbeiten und viele andere hier auch, ich denke Du schaffst das schon. Mach Dir nur keinen Druck, selbst wenn das Stillen nicht lange klappen sollte.


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Huhu! Bei uns läuft es genauso, mein Mann macht Haushalt und Kind und ich musste gleich nach dem Mutterschutz wieder los wegen meines dicken Gehaltes (fand ich schrecklich!). Stillen hat trotzdem gut geklappt: Je nach Lust und Laune hab ich entweder auf der Arbeit abgepumpt oder mein Mann hat mir die Süße gebracht (war ebenfalls nur 10 Minuten Weg). Egal wie, ich finde es sehr wichtig, ein gemütlichem Ambiente zu schaffen. Sieh mal zu, dass du das irgendwie hinbekommst, vielleicht kannst du dir irgendeine stille Ecke oder Kammer herrichten. Wir haben Gottseidank ein Womo, ich habe aber auch schon oft im Auto gestillt, ruhige Ecke unter kuscheligen Bäumen, war ganz ok. Wenn ich abgepumpt habe, hab ich die Milch auf der Arbeit im Kühlschrank zwischengelagert, hat auch gut geklappt. Mach die keinen Kopf, das klappt ganz hervorragend. Kind bringen lassen, fand ich persönlich schöner, weil es einfach mal eine willkommene Abwechslung des Berufaltags ist. Stillen nach Bedarf ist das auch: Entweder dein Mann füttert zu Hause das Abgepumpte nach Bedarf oder er muss ziemlich schnell die ersten Hungeranzeichen interpretieren lernen und euer Kleines dann ratzfatz zu dir bringen. Auch das klappt. Unsere hat kein einziges Mal vor Hunger gebrüllt, es war immer genau richtig. Also, nicht verzweifeln, das wird schon und nach einem Monat hat es sich ganz bestimmt eingependelt ... lg - roma


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Ich habe bei beiden Kinder direkt nach der Geburt wieder angefangen zu arbeiten. Trotz Mutterschutz war ich jerweils das erste Mal nach 10 tage im Büro und dann ab und zu, nach 8 Wochen voll. ich hatte damals das Büro 200 km von Zuhause weg = Kind bringen zu stillen ging nicht :-) Zudem noch viele Dienstreisen, teils auch über Nacht. Das längste waren 5 Tage Schottland als der Kleinere gute 5 Monate alt war (er hat bis 8 Monate voll gestillt). Ich habe die Kinder von Anfang an ( 3.-4. tag) an den Sauger gewöhnt. Immer mal ein paar Schlucke, niemals eine ganze Mahlzeit. Und immer Teesauger :-) Mein haben auch dann später innerhalb einer Mahlzeit nahtlos zw. Brust und Flasche (eher andersrum) gewechselt. Abgepumpt habe ich, wo ich gerade war :-) In der Toilette des Restaurants, in meinem Büro (meistens dort, denn Ruheraum gab es nicht) während eines Telefonats, kurz zwischendurch bei Meetings irgendwo, im Stau im Auto... und und und, da war ich echt flexibel :-) Ich habe beides gerne gemacht: gestillt und auch gearbeitet. ich hatte eine elektr. Kühöbox für's Auto, die hat mir immer gute Dienste geleistet. Meinen Milchvorrat in der Gefrieruhe habe ich jeweils ab dem 8. Lebenstag angefangen, anzulegen. Lieber zuviel als zuwenig. Viel Spaß mit Arbeit und Stillen, das klappt! Désirée


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Tschakka, das schaff ich auch! Wenn Ihr das hingekreigt habt, dann werde ich mich auch nicht verrückt machen lassen! Wird schon werden, danke für´s Mut machen, Ihr Lieben! Werde dann berichten, wenns im Herbst mit der Arbeit wieder losgeht. Bis denne, ciao Anne


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bei mir hat es auch gut geklappt - habe nach 3 monaten wieder 50% gearbeitet. vorbeibringen ging nicht, aber mein Mann hat es glaubich auch genossen, ihr das Fläschchen zu geben! an das Organisatorische kann man sich schnell gewöhnen. noch 3 kleine Tips: - eine Doppelpumpe nehmen - beim Abpumpen ein Foto vom Baby da haben - der Papa sollte das Kind aufs Fläschchen umstellen, von Dir wirds evtl nicht genommen alles Gute!


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Guck doch auch mal ins Stillforum und in die Stillberatung von Biggi Welter auf dieser Seite! Ueber die Suchfunktion findet du tausend Tipps zum Abpumpen etc. Gruss und toi, toi, toi, harmony