Der erste Brei - die Beikost

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Geschrieben von Sonne201 am 08.02.2007, 18:05 Uhr

Wie schnell kann man die Breisorte wechseln?

Ich muss zufüttern ... meine Kleine (15 Wochen alt) bekommt seit einer Woche zusätzlich zur Stillmahlzeit mittags und abends ein paar Löffel Karotte-Kartoffel-Brei! AB WANN kann ich z. B. Gemüse-Allerlei oder Karotte-Broccoli-Kartoffelbrei geben? Mit Fleischzusatz sollte ich ja evtl. noch bis zum 6. Monat warten?!

 
9 Antworten:

Re: Wie schnell kann man die Breisorte wechseln?

Antwort von Sphynxie am 08.02.2007, 18:19 Uhr

Wenn du schon zufüttern "MUSST" (magst du deine Gründe dafür nennen???) hättest du eigentlich erst nur mit EINER Zutat anfangen sollen, dies dann min. EINE WOCHE pur geben und dann erst eine neue Zutat hinzufügen... Also erst Karotte (zum Beispiel) 1 Woche später dann ein anderes Gemüse ODER Kombination Karotte Kartoffel und nach einem Monat nach Beginn geht Fleisch, aber in deinem Fall weiss ich ehrlich gesagt nicht, ob dieser Standard so vertretbar ist...

LG
Sphynx

PS Immer dran denken: Gemüse enthält nur ca. die Hälfte der Kalorien wie eine Stillmahlzeit. Und das ist nur EINER der vielen Gründe, weshalb es BEIkost heisst.

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@Sphynx

Antwort von Sonne201 am 08.02.2007, 18:27 Uhr

Ich MUSS zufüttern, weil meine Kleine nicht gut zunimmt. Und da hat meine Hebamme gemeint, dass ich ihr ein paar Löffel Karotte-Kartoffel-Brei vor der normalen Stillmahlzeit dazugeben soll. Kartoffel deswegen schon, weil da Stärke drin ist! Ich still deswegen trotzdem noch weiter und versuch auch, dass so gut es geht als einzige Nahrung zu geben. Also könnte ich jetzt ein anderes Gemüse bereits einführen? Habe Karotte-Broccoli-Kartoffel-Brei vorgekocht. Kann ich den da jetzt für ne Woche dazugeben?

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@Sonne201

Antwort von Sphynxie am 08.02.2007, 18:38 Uhr

Was meinst du mit "nimmt schlecht zu"? Wie gross/schwer ist sie denn? Auch Hebammen können sich mal vertun. Meiner Meinung nach ist Stillen nach Bedarf (also häufiges Anlegen) wirklich das Beste für ein so kleines Baby... Zum Thema Stärke will ich mal sagen, dass ein zuviel (vor allem zu früh) zur Anlage von Fettdepots führt, welches sich ein paar Jahrzehnte später in Form von Gewichtsproblemen und pipapo rächen kann... Wenn du auf meinen Rat hören möchtest: lass die Beikost noch MINDESTENS 2 - 3 Wochen weg, weil der wirklich früheste Zeitpunkt ab der 17./18 lebenswoche ist, und fang dann nochmal an... Ausserdem: sobald dein Kind auch nur irgendwas anderes ausser Muttermilch bekommt (und sei es "nur" Tee) greifst du SOFORT in das Produktionsvermögen deiner Brust ein - ergo: sie fängt an weniger zu produzieren, und ruckzuck bist du im Teufelskreis der dann mit Flasche und Co endet... Überleg's dir gut, was du da machst, denn einen VORTEIL für dein Kind gibt es JETZT noch nicht - eher nur NAchteile, und auch langfristige...

Sphynx

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Deinem Baby zuliebe - hier mal ganz klare Ansage:

Antwort von annamei am 08.02.2007, 19:34 Uhr

Hi,

Hebamme hin oder her, aber Fakten sind nunmal:

* feste Nahrung allerfürhestens frühestens (!), nachdem das Baby 4 Monate alt ist - vorher KANN feste Nahrung noch so gut wie gar nicht verwertet werden (Darm ist einfach noch nicht reif)!!

* gekochtes Gemüse hat pro 100g ca 20-30 kcal. Muttermilch hat pro 100g über 70 Kcal. Punkt. Zusammen mit der Tatsache, dass Dein Baby rein altermäßig feste Nahrung noch kaum verdauen kann, stellt jetztiges Zufüttern eindeutig eine DIÄT dar, kein aussichtsreiches Mittel zum Zunehmen.

* WENN Dein Baby tatsächlich ungenügend zunimmt, dann sollte es natürlich zugefüttert werden, und zwar am allerbesten mit MUTTERMILCH!!
D.h. sehr häufig stillen (mind. alle 1-2 Stunden) und immer lange genug an der Brust lassen (der Fettgehalt der Muttermilch steigt kontinuierlich, je länger das Baby an einer Brust trinkt!).

Ich hoffe, diese Infos (wissenschaftlich abgesichert!!) helfen Dir weiter,

LG,
Anna

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Re: "leihexpertenrat" hin oder her...

Antwort von caro0210 am 08.02.2007, 21:03 Uhr

... tatsachen sind oft anders -offenbar.
finde es zwar auch nicht "gut" so füh zuzufüttern wegen genannter gründe wie verdauung und pi pa po. muss aber mal auch ne "klare ansage" machen und zwar: es ist nicht immer eine aw richtig, und vor allem von der ferne richtig zu bewerten bzw beurteilen UND ich mag es nicht wenn hebammen/ärzte/stillberaterinnen (die ja nicht umsonst eine Ausbildung haben) als unqualifiziert hergestellt werden.
kann nur ein beispiel einer bekannten aus dem babyclub nennen.
sie hat voll gestillt. die kleine hat von anfang an nicht gut zugenommen. 3,5 monate tortour pur, stündliches stillen, schreiendes kind usw. bis sogar die stillberaterin mit ihrem latein am ende war. diese bekannte ist dann sogar ins kh, da haben sie dann die mumi untersucht, viel zu wenig gehaltvoll! folglich: nicht jede muttermilch ist gleich "gut" ihr wurde von säuglingsernährungsexperten empfohlen auf ersatzmilchnahrung umszustellen, die kleine hat aber verweigert, ein kampf bis die kleine mit 5,5 monaten NUR vom löffel aß. unvorstellbar aber, mit über einem jahr hat sie nun endlich knappe 8 kg.
das ist sicherlich ein extrembeispiel, aber wollte das nur mal einbringen um zu zeigen das es nicht nur schwarz und weiß gibt.
SONNE: ich gehe davon aus das du nur das allerbeste für dein kind willst, und auch gut über die beste ernährung für dein kind informiert bist. das trau ich dir einfach mal zu ;) deshalb denke ich das du weißt was im moment das beste für dein kind ist. raten kann ich dir nur mit der vielfalt an sorten nicht zu übertreiben. karotte kartoffel hat mein kleiner geliebt bis er 8 monate war, und jetzt mit einem jahr ißt er wirklich ALLES was er in die finger bekommt, manchmal sogar das katzenfutter *g*...

alles liebe, caro

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@caro0210

Antwort von Sphynxie am 08.02.2007, 21:27 Uhr

Ich will mich ja nicht streiten, aber auch Hebammen sind nur Menschen, und Menschen können irren, oder mal nicht up to date sein. Das ist nicht wirklich schlimm. Schlimm ist, wenn man die Meinung anderer einholt, zwei relativ gleichlautende Antworten erhält, die auch noch (wissenschaftlich) nachprüfbar sind, und dann jemand daher kommt und meint: mach wie du denkst. Klar macht hier jeder wie sie denkt, aber dann kann man sich das Fragen schenken, wenn man nur Antworten hören will, die einem ALLES nach dem Mund reden.

Und zu deiner Bekannten: Tja, aus der Ferne und ohne sie selber zu kennen, kann ich auch nur VERMUTEN, dass sie sich wahrscheinlich selber in der Stillzeit nicht gut ernährt hat, von nix kommt bekanntlicherweise eben auch nur nix. Schlimm, dass ihr Baby so drunter leiden musste, aber im Endeffekt haben sie ja jetzt wohl die Kurve gekriegt...

LG
Sphynx (die sich auch sehr gut informiert hat, bevor sie es wagt, hier klugzuscheissen)

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Re: @sphynxie

Antwort von caro0210 am 08.02.2007, 22:19 Uhr

jaja ich will mich auch nicht streiten. ich hab ja auch nicht geschrieben od in irgendeiner form gemeint das du nicht recht hast. (siehe einleitenden satz)
ABER es ist nicht jeder gleich. an der ernährung hats bei meiner bekannten übrigens nicht gelegen, viel mehr an ihrer lebenssituation. plötzlich alleinerziehend... da hat sie wahrscheinlich selber sehr viel energie verbraucht. aber oft schnell nen vorwurf man würde etwas falsch machen rauskloppen ist halt nicht die feine englische find ich. sie hat ja nicht gefragt OB sie zufüttern soll od darf, sondern wie das mit den sorten weitergeht...
möchte dir auch sagen das ich deine schon fast perfektionistische art, die für die im normalfass BESTE art der ernährung und entwicklugsförderung sehr gut finde und auch sehr schätze!!! ich find es gut wenn jemand so informiert ist, das zeigt das du NICH ein allesfresser bist. GUT SO!!!
nur gibt es halt nicht immer NORMALFÄLLE, das wollt ich damit zum ausdruck bringen.

lg caro

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;-) Danke danke - ich bin nämlich selbst...

Antwort von annamei am 08.02.2007, 23:05 Uhr

Stillberaterin, und mag es auch nicht als unqualifiziert hingestellt zu werden ;-)

ABER ich weiß auch, dass es leider vorkommt, dass Hebammen aus Büchern von 1960 ausgebildet werden und sie somit NICHT auf dem Stand der Dinge sind...

Und ich habe keine speziellen Ratschläge aus der Ferne gegeben, sondern ganz neutral FAKTEN genannt, die in der gesamten Fachwelt ABSOLUT UNSTRITTIG sind.

Natürlich ist es möglich, dass etwas total seltenes vorliegt, wie z.B. eine Stoffwechselkrankheit beim Kind, eine Drüsenfehlfunktion bei der Mutter, ...
Aber erstmal sollte man doch wohl das nächstliegende versuchen - und das ist hier nicht, einem viel zu jungen Säugling eine Zusatznahrung zu verpassen, von der noch weniger zunimmt!

Also: erstmal das nächstliegende versuchen (gucken, ob wirklich mangelhafte Gewichtsentwicklung und falls ja, mit Muttermilch zufüttern), und wenn das unwahrscheinlicherweise nichts bringt, ab zum Arzt und die Ursache rausfinden.

Und in diesem Sinne sind eben NICHT alle Babys verschieden... alle atmen Luft, oder?? ;-)

LG,
Anna

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Re:

Antwort von Andrea80 am 09.02.2007, 20:53 Uhr

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es Kinder gibt, die schon früher als nach dem 4. Monat Beikost brauchen. Und ich bin eigentlich auch eine "perfektionistische" Mutter ;) Aber meine Tochter wurde mit 3 Monaten nicht mehr satt mit der Milch, sie hat sowohl von der Pre als auch von der 1er bis zu 300 ml pro Mahlzeit (5x am Tag) getrunken. In Absprache mit meiner KiÄ hab ich dann mittags Zucchini gefüttert. Allerdings bin ich erstmal 3 Wochen bei Zucchini pur geblieben, habe dann Kartoffeln dazugegeben und mit gut 4 Monaten hab ich dann ein wenig Fleisch dazugegeben. Die nächste Sorte Gemüse hab ich erst mit knapp 5 Monaten eingeführt... allerdings hab ich dann relativ schnell mehrere Gemüsesorten eingeführt. Jede neue Sorte hab ich erstmal 2-3 Tage getestet.

Und zum Thema stillen: Ich habe nie gestillt und werde es auch wohl nie tun, einfach weil ich mich dagegen sträube und meine Hebi hat mir gesagt, wenn ich das nicht will, dann wird es auch niemals funktionieren. Für diese Unterstützung danke ich meiner Hebamme von ganzem Herzen... denn vielen Müttern wird von Hebammen und Stillberaterinnen suggeriert, dass sie stillen MÜSSEN. Außerdem kommt dann noch die liebe SchwieMu daher (bei mir auch) und meint man MUSS stillen. Ich wollte nicht stillen und musste mich ständig dafür rechtfertigen. Meine Mutter z.B. wollte auch nie stillen, da aber jeder ihr gesagt hat, wie toll das doch ist und wie gut es fürs Kind ist, hat sie gestillt... bei mir hat sie 6 Wochen durchgehalten, dann kam keine Milch mehr. Und das hat nichts mit falscher Anlegetechnik, falscher Ernährung o.ä. zu tun. Das kam einfach von der Psyche. Ich unterstütze jede Mutter, die klar sagt: Ich will nicht stillen. Aber ich bin schon der Meinung, dass Mumi das allerbeste fürs Kind ist... aber nur weil ich das denke, muss ich nicht stillen, wenn es mir widerstrebt!

Daher eine Bitte an alle Stillmütter und -beraterinnen: bitte versucht nicht ständig die Mütter dazu zu bewegen, dass sie stillen! Und wenn eine Mutter mit ihrer Hebi besprochen hat, dass das Kind schon früher Beikost bekommt, dann hat das Gründe und ist ok!

LG, Andrea

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