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Geschrieben von Acorna am 29.08.2003, 12:27 Uhr

Stillzeiten:an die Beamtinnen

Hallo!

Ich gehe ab Montag wieder arbeiten, und stille mein Kind (6 Monate) noch fast voll.
Meine Behördenleitung war nicht erfreut über meinen Hinweis auf Pensenreduzierung wegen Stillzeit (diese Möglichkeit war offensichtlich auch nicht bekannt). außerdem sollte ich einen schriftlichen Antrag stellen.

Könnt ihr mir Eure Erfahrungen schildern?

Danke!

 
14 Antworten:

Bin zwar nicht Beamtin, aber.....

Antwort von Tinai am 29.08.2003, 12:55 Uhr

Schriftlicher Antrag ist nicht nötig, ich würde es aber dennoch kurz schriftlich mitteilen. Laut Gesetz stehen einer stillenden Muttern ausreichend Stillzeiten zur Verfügung (allerdings nicht für den Weg zum Kind, sondern nur für das Stillen), Es wird dabei von einer Stunde pro Tag ausgegangen. Es ist unerheblich, wie alt das Kind ist (allerdings wird es bei einem 12 monate alten Kind schieriger nachzuweisen sein, dass man alle 2 Stunden stillt.

Als AG fände ich es auch nicht so toll, wenn jemand dafür frei bekommt, als stillende Mutter finde ich das aber bis zu einem gewissen Grad durchaus angemessen.

Manche einigen sich mit dem AG, dass sie eine Stunde früher gehen - dazu ist er aber wiederum nicht verpflichtet, es wäre ein Entgegenkommen seinerseits. Im schlechtesten Fall müsstest Du Dir Dein Kind zum Stillen bringen lassen....

Also Anspruch hin oder her, Du solltest auch wegen Deiner Zukunft auf eine einvernehmliche Lösung bauen.
Ich weiß ja nicht, wie Du Dir die "Pensenreduzierung" vorgestellt hast. Einer generellen Reduktion muss er nicht zustimmen.

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Re: Bin zwar nicht Beamtin, aber.....

Antwort von Acorna am 29.08.2003, 13:59 Uhr

Da liegt ein wenig das Problem:Theoretisch habe ich keine festen Arbeitszeiten (faktich liegen die Dinge ein wenig anders). Dem ganzen kann somit nur durch eine Reduzierung der Arbeitsmenge Rechnung getragen werden, bei festen Arbeitszeiten ist dies ja auch so, da man dann ja schließlich eine Stunde weniger arbeitet...

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Re

Antwort von Henni am 29.08.2003, 14:41 Uhr

Hallo, also das ist doch im beametengesetz oder so geregelt, und bei MIR (lehrerin) wäre das nicht durch weniger arbeit sondern mehr pausen geregelt worden..sprich ich hätte dann z.B. 2 stunden unterricht, eine freistunde( nach hause fahren, stillen, wiederkommen) und dann wieder eine unterricht...also nciht weniger sondern eben "unbezahlte pause"...weiß nicht wie das ansonsten ist..berichte mal wenn dus weißt!!! gruß Henni

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Lösungsvorschlag:

Antwort von desireekk am 29.08.2003, 22:03 Uhr

Bei meiner Art der Arbeit (Führungskraft, sehr viel in ganz Bayern mit dem Auto tgl. unterwegs) hätte die im Gesetz vorgesehen Regelung gar keinen Sinn gemacht. Das habe ich meinem direkten Vorgesetzten auch zu verstehen gegeben.

Auf die Stillzeiten wollte ich dennoch nicht verzichten und habe folgende Lösung vorgeschlagen:

Ich "sammle" die Stunden und nehme ab und zu einen kompletten "Stilltag".

Das sind bei 8 Std. tgl. so ca. alle 2 Wochen ein Tag.

Wäre das auch eine Regelung, die Du anbiten könntest? jeden zweiten Freitag frei oder so...

Ich habe die tage immer dann genommen, wenn ich den Eindruck hatte, daß die Milch langsam durch die dauernde Pumperei weniger wurde.

Ich habe dann oft Fr. und Mo. genommen und 4 Tage mal so richtig "durchgestillt" und die Milchproduktion angekurbelt :-)

Hilft das?

Lass was hören!

Désirée

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Re: Lösungsvorschlag:

Antwort von Acorna am 30.08.2003, 10:14 Uhr

Leider muss ich bei meiner Arbeit täglich da sein, wegen dringender Termine etc. Mein Problem ist, dass ich grds. keine festen Arbeitszeiten habe und auch Sachen mit nach Hause nehmen kann (ob ich da zum Arbeiten komme, ist natürlich eine andere Sache).
Insofern würde mir nur eine entsprechende Reduzierung der zu erledigenden Arbeit etwas bringen, ich denke das wäre nur fair mir gegenüber...

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Re: Lösungsvorschlag:

Antwort von desireekk am 31.08.2003, 13:15 Uhr

Na, das hört sich doch gut an!

Ich habe den leisen Eindruck, Du willst die Lösungsmöglichkeiten nicht sehen...

"Dringende Termine" ist relativ, was passiert wenn Du Urlaub hast oder krank bist?
Genauso mußt Du es sehen.

Klar, es ist ein kleiner "Dauerurlaub" den da nebenbei machst, also mach DU Deinen Vorgesetzten welche kleinen Aufgaben abgegeben werden können für die nächsten 6-18 Monate (ca.).

Glaub mir ich als Chefin weiß: mach einen konkreten Vorschlag und verlange nicht auch noch, daß Deine Vorgesetzten denken müssen.
Es ist viiiieeel leichter, einem gut präsentierten Vorschlag zuzustimmen, als sich selbst Gedanken machen zu müssen.

Viele Grüße

Désirée

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Re: Von Pensenreduzierung

Antwort von benedikte am 31.08.2003, 17:43 Uhr

steht nichts im Gesetz. Da steht nur, dass der Mutter Gelegenheit gegeben werden muss zum Stillen.Bei mir wäre es genau so gewesen, dass mir natürlich keiner Steine in den Weg gelegt hätte beim Stillen- das erlaubt das Gesetz ja- sondern dass dann eben die Arbeit in weniger zeit erledigen muss. Das war auch so, als ich meine Arbeitsszeit unter Hinweis auf das Beamtenrechtsrahmengesetz verkürzt habe- da brauchte ich weniger Stunden arbeiten, aber mein Zuständigkeitsbereich war der gleiche wie bei meiner Vollzeitstelle. Von daher nimm Dir Deine Zeit zum stillen und versuche, die Arbeit etwas straffer zu organisieren,Vorgänge nur sachgenäß erledigen, nicht perfekt erledigen, Vermerke nur verständlich schreiben, nicht im besten beamtendeutsch- und vormittags das Telefon umstellen auf die Sekretärin, in der Zeit Kollegen bei der Bitte um Vertretung eben einen Korb geben. Für eine begrenzte Zeit- und mehr wird es ja nicht werden-klappt das ganz gut. Ich würde jedenfalls "kein Fass aufmachen", denn das lohnt sich nicht.

Benedikte

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War überhaupt kein Problem,...m.T.

Antwort von co-si am 01.09.2003, 19:22 Uhr

Hallo,
also bei mir war das überhaupt kein Problem. Ich habe einen schriftlichen Antrag bei unserer Geschäftstelle abgegeben und musste lediglich eine Bescheinigung meiner Hebamme (oder Arztes) vorlegen, dass ich stille.

Da wir Gleitzeit haben, haben wir es auch Vereinfachungsgründen so gemacht, dass ich immer am Ende des Monates pro halbem Arbeitstag eine halbe Stunde Stillzeit gutgeschrieben bekommen habe.

Ich hab dann immer morgens vor der Fahrt gestillt oder abgepumpt und wieder wenn ich zu Hause war, da bin ich gut mit hingekommen und habe es gemacht bis der Kleine 9 Monate alt war. (ich hab allerdings anfangs nur 2 Vormittage in der Woche gearbeitet)

Zu der Zeit hatte ich keine eigene Zuständigkeit sondern war Springer und hab so viel erledigt wie ich eben geschafft habe.

Ich denke auch, dass es gerade bei den öffentlichen Arbeitgebern da keine Probleme geben sollte. Schließlich bezahlt mein Chef mich ja nicht von seinem eigenen Geld.

Viel Erfolt

Silke

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Re: Von Pensenreduzierung

Antwort von Acorna am 02.09.2003, 16:07 Uhr

Ist ja interessant. M.E. deckt sich das nicht mit dem Gesetz, weil es ja quasi eine Vor bzw. Nacharbeit von Dir war...
die Dinge scheinen ja sehr unter schiedlich gehandhabt zu werden, da zumindest z.T.Lehrerinnen Stundenreduzierungen erhalten haben.
Ich habe jetzt erstmal einen schriftlichen Antrag gestellt... mal schaun.

Da ich leider sehr schlecht abpumpen kann,-habe Probleme mit Auslösem des MSR- muß ich jeden Tag etwas zufüttern, was ich natürlich nicht so toll finde.

Ivh könnte theoretisch auch nur kurz nur kommen, und die Arbeit mit nach >
Hause nehmen, das ist aber theoretisch, da man letzlich ständig den Rechner samt spezieller Programme und Datenbanken braucht etc.

Danke für Deine Auskunft!

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Re: Lösungsvorschlag:

Antwort von Acorna am 02.09.2003, 16:12 Uhr

Hallo!

Einen Tag komplett frei machen geht leider wirklich nicht, was ganz konkret geht, ist mir jedoch entsprechend weniger Arbeit zu geben, von daher braucht es keine komplizierten Lösungen. Ich habe ja eh nur ein 30 Std-Pensum und kann leider nicht regelmäßig einen Tag streichen :(, geht wirklich nicht, ich
glaube den Vorschlag fänden alle ganz schlecht.

Viele Grüße A.

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Re: Lösungsvorschlag:

Antwort von desireekk am 02.09.2003, 22:57 Uhr

Dann nimm eben einen freien Tag wie es geht!

Bei mir habe ich es eben wg. des Verkehrs am liebsten auf Montag oder Freitag gelegt, aber auch mal Dienstag oder sonst wann freigenommen.
Mein AG wußte aber, daß ich IMMER zur Stelle war, wenn es gebrannt hat.

Oder mein "Stilltag" war eben ein tag Homeoffice.. gearbeitet habe ich trotzdem, aber ich hatte mein Kidn bei mir :-)

Viele Grüße

Désirée
P. S.
Ich bin sogar bei einem 5 Monate alten, voll gestillten Säugling für 4 tage nach Schottland auf Geschäftsreise, ohne Kind, auch das ging :-)))

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Re: Von Pensenreduzierung

Antwort von marit am 03.09.2003, 9:48 Uhr

Hallo Acorna,
also ich habe das jetzt nicht so verstanden, daß die Lehrerinnen eine Stundenreduzierung bekommen haben, sondern so, daß die Stunden nicht "en Bloc" gelegt waren, sondern so, daß sie Freistunden dazwischen hatten. Wenn du eh einen Job hast, wo du dir viel flexibel einteilen kannst, versteh ich dein Problem ehrlichgesagt nicht ganz. Bei 30 Stunden plus flexibler Arbeitszeit, sollte das mit dem Stillen doch hinzubekommen sein. Ich glaube, diese Regelung ist gar nicht dazu gedacht, daß stillende Mütter WENIGER arbeiten sollen, sondern zielt nur ab auf die Arbeitsbedingungen, die Ihnen eben Stillpausen ermöglichen sollen. Wenn du Probleme beim Abpumpen hast, kann das, glaube ich, nicht zu Lasten des Arbeitgebers gehen; oder zumindest nicht "einfach so". vielleicht müßtest du dir da ein Attest oder so besorgen...

Kannst du es dir nicht so einteilen, daß du ca 4 Stunden pro Tag im Büro bist und ansonsten ganz normal zu hause stillst. Dort kannst du ja Pausen machen... und dein Kind ist doch eh irgenwie betreut, wie könntest du sonst so lange im Büro sein?

Also die Option "viel von zu hause aber eben MIT Fremdbetreuung des Kindes, als ob du nicht da wärest" müßte doch zu machen sein?

Grüße, marit

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HÄ?! Versteh ich das etz richtig?! Alsoooo

Antwort von Biene am 03.09.2003, 10:34 Uhr

du stillst, willst also tagsüber abpumpen, weil das Kind ja dahiem ist oder wo auch immer.
Also bekommst du von AG eine stunde, um über den Tag verteilt abzupumpen...

Aber wozu kannst du dann eine Stunde früher gehen?

Ich dachte, die Stunde musst du zum Pumpen nutzen? Du kannst ja nicht 9 Stunden sammeln, oder wie machst du das?


Klärt mich doch bitte mal auf....

*neugierigbin*

LG BIene

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@ Acorna / MSR

Antwort von desireekk am 05.09.2003, 10:19 Uhr

Icvh hatte mit dem MSR auch manchmal etwas "Probleme".

Es gibt Oxytocin-haltige Nasensprays mit denen bekommt Du einen wunderbaren MSR! ;-)))
Die habe ich in meiner 2. Stillzeit öfter mal gebraucht.

Wier gesagt... man muß nur wollen, und etwas flexibel sein!

Noch was: ich würde auch am Wochenende und sonst wenn ich Zuhause bin etwas abpumpen, wenn das Kind auch der anderen seite trinkt. ständiges Sammeln ist die devise :-)

Einfrieren geht wunderbar und hält bis zu 6 Monate.

Wie gesagt, ich habe ein Kind 2 Kinder voll gestillt eines 6 eines 8 Monate und insgesamt eins gute 12 das andere fast 14 Monate...

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