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Geschrieben von marit am 18.02.2004, 11:25 Uhr

nochmal Frage an die Beamtinnen unter euch

Hallo,

ich hab auch mal eine Krankenversicherungsfrage.
Eben war eine Dame von der Debeka bei mir im Büro und ich hab mir meinen neuen Krankenversicherungstarif ausrechnen lassen.

Nun dachte ich eigentlich, daß mein Arbeitgeber (Das Land NRW) die Hälfte meiner Versicherung zahlt, die Dame meinte aber, daß dafür ja der Beihilfeanspruch da sei, und daß sie nicht glaube, daß das Land die Hälfte übernimmt.

Kann das sein??? Dann würde sich der Arbeitgeber ja nur im Fall von Krankheit an den Kosten beteiligen und gar nicht im Falle durchgehender Gesundheit???

Wenn das tatsächlich so ist, hab ich im Rückblick gar nichts von meiner Beförderung zur Beamtin. Ich hab 400 netto mehr, muß aber 350 an die Versicherung zahlen und außerdem noch Rücklagen im Fall von Arbeitslosigkeit bilden, denn ich bin ja nur auf Zeit verbeamtet (für drei Jahre) und in der Zeit nicht arbeitslosenversichert.

Wer weiß Rat?

 
21 Antworten:

Es ist so!!

Antwort von Trini am 18.02.2004, 11:55 Uhr

Das Land beteiligt sich ja an den Kosten, indem Du Dich nur zur Hälfte versichern mußt.

Da ist wie mit den Dienstwagen, die halt nicht versichert sind, wo aber im Schadensfall die Kosten beim Land/Bund hängen bleiben.

Wärest Du jetzt als Angestellte privat versichert, hättest Du zwar nur den halben Beutrag zu zahlen (aber dafür für die volle Versicherung). Kommt auf's gleiche raus.

Das mit der Arbeitslosenversicherung ist allerdings eine blöde Situation, vor allem, wenn Du nachher erst mal warten mußt.

Eine Bekannte ist jetzt mit den referendarriat als Lehrerin fertig geworden. Ihr Mann ist Pastor (halbe Stelle). Damit sind sie alle privat zu versichern (er 50 %, sie 30 %, Kind 20 %), bekommen keinen Cent Arbeitslosengeld, aber im April ihr zweites Kind.

Eigentlich könnten sie locker zum Sozialamt gehen.

Trini

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Re: nochmal Frage an die Beamtinnen unter euch

Antwort von KaMeKai am 18.02.2004, 12:19 Uhr

Hallo,
wie ich sehe, bist Du also offensichtlich verbeamtet worden. War die Gesundheitsuntersuchung (inkl. Wiegen) so schlimm?
Mit der KV das ist so richtig. Wenn Du nie krank bist, zahlt das Land keinen Pfennig, wenn Du morgen eine schwere Operation hast, bezahlt das Land davon die Hälfte (bei 2 Kindern 70%)
LG
Kathtrin

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Re: Genau so ist es

Antwort von Benedikte am 18.02.2004, 12:47 Uhr

Marit,
so ist es.Du musst insgesamt zu 100 % versichert sein; den Arbeitgeberanteil übernimmt der Dienstherr durch den Beihilfeanspruch, den Arbeitnehmeranteil Du durch die private versicherung. Im regelfall läuft das 50:50.
Ich finde nur Deinen beitrag horrend- das hört sich an, als ob Du entweder viel Luxus drin hast oder als ob u kräftige Risikozuschläge hast. Ich selber bin auch bei der debeka, habe aufgrund meiner Kinder einen Anspruch auf 70 % Beihilfe und zahle für 30 % private Krankenversicherung jetzt etwas über hundert Euro. DAs wären bei deinem Beihilfesatz keine 200- also die Hälfte von dem, was Du zahlen sollst.
Von daher : Tarife überprüfen, Vorsicht bei Extras und Ergänzungen: Wenn Du einigermaßen gesund bist, ist es bsser, bspw. für Zähne etc. selber jeden Monat etwas auf die Seite zu legen als sich versichern zu lassen.

Benedikte

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Dein beitrag ist VIEL zu hoch!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Antwort von Henni am 18.02.2004, 13:14 Uhr

Hallöchen


also dass es so ist, haben dir ja alle erklärt..aber deine versicherung scheint mir viel zu teuer!!! Ich zahle deutlich unter 200 Euro !! und habe nen risikozuschlage von ca 20 euro wegen schildrüse..warum sollst du denn so viel zahlen??? da stimmt was nicht..aber die debeka ist eh eine der teuersten!!! Oder bist du chronisch krank oder so????


LG Henni

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Re: nochmal Frage an die Beamtinnen unter euch

Antwort von marit am 18.02.2004, 13:26 Uhr

Hallo Kathrin,

ja mit der Verbeamtung hats nun doch geklappt, allerdings war die Untersuchung so schlimm, daß ich erwäge, eine dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Ärztin (ca 1,70 groß, ca 45 kg schwer) einzulegen. Sie begrüßte mich, wohlgemerkt, ohne sich vorher vorzustellen, mit den Worten "sie können sich sicher vorstellen, daß ich ein großes Problem mit ihnen habe! Erzählen Sie dochmal, wie Sie so fett geworden sind." (Ich habe knapp 20 kg Übergewicht, nicht etwa 60)...Dann fragte sie mich, wieviel ich wiege, und stellte mich UNMITTELBAR DANACH zur Überprüfung meiner Angabe auf die Waage. Die zeigte 2 kg mehr an (ich stand kurz vor meiner Periode), und sofort mußte ich mir eine Kaskade von Ermahnungen anhören. Dann mußte ich mich bis auf den Slip KOMPLETT ausziehen, nicht mal den BH durfte ich anbehalten und ich mußte so tatsächlich ein paar gymnastische Übungen machen, was ich als extrem demütigend empfand. Dann wollte Sie den Blutdruck messen, aber ich war wegen dieser würdelosen Behandlung schon so wütend, daß ich darauf bestanden habe, daß er erst in einer viertelstunde gemssen wird, wenn ich mich abgeregt habe (was mein Glück war, denn er war dann auch optimal). die Ärztin ordnete dann noch ein Belastungs EKG an, was gut lief, weil ich regelmäßig ins Fitneßcenter gehe, und mein Blut war wohl auch in Ordnung. Die Ärzting verabschiedete mich dann mit den Worten "machen Sie doch mal fdh" (ich fragte mich kurz, ob ich vielleicht in eine Zeitschleife geraten und in den frühen 60ern wieder ausgespuckt worden war, aus der Zeit muß dieses fdH-konzept doch ungefähr stammen).

tja, so war das. Ich hab mir meine Verbeamtung echt teuer erkauft. Umso trauriger, daß dabei netto so wenig rumkommt. Es mag zwar sein, daß durch die Beihilfe die Beiträge niedriger sind, aber dadurch, daß der Arbeitgeber sich nicht mehr beteiligt, macht das für mich im Endeffekt ja mehr aus. vorher war mein Anteil 250 Euro, jetzt ist die Gesamtsumme, die ich allein zahle 350 euro. Für die Kasse mögen das 150 Euro weniger (ausgehend von einem Gesamtbeitrag von 500) sein, für mich aber sind es 100 mehr. Zur gesetzlichen kann ich aber auch nicht, weil dann mein Beihilfeanspruch verfällt und ich trotzdem den kompletten Betrag zahlen müßte.


Das ist ja echt blöd :-(((

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Re: Dein beitrag ist VIEL zu hoch!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Antwort von marit am 18.02.2004, 13:31 Uhr

Hallo Henni,

naja ich selbst hab chronisches Athma und mein Mann Neurodermitis, für beides ist ein Risikozuschlag fällig, der aber eigentlich nicht so hoch ist.

Also ich hab diese Zahnzusatzversicherung (weil die Beihilfe da auch ihre Beteiligungen gekürzt hat) gemacht, aber diese Extras wie Krankenhaustagegeld, Zweibettzimmer und Chefarztbehandlung, die sie mir auch andrehen wollte, abgeblockt.Von der Beitragsrückerstattung kann ich keinen Gebrauch machen, weil meine Atshmamedikamente alle 6 Wochen fällig sind (übrigens hab ich das Asthma bei der Beamtenuntersuchung verschwiegen).

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Antwort von rubi am 18.02.2004, 15:43 Uhr

Hallo Marit,

dass die debeka eine der teuersten ist, stimmt übrigens nicht, mein Mann musste sich letztes Jahr auch privat versichern, die haben als einzige KV den Anwärterbeitrag noch bis 39 gewährt und das macht schon einen Unterschied, ob man mit 800 netto in der Ausbildung nun knapp 100 oder über 200 Euro zahlt, wenn man noch ne zweite Wohnung braucht.

Bei meinem Mann war die Verbeamtung auch so ein Drama, jetzt ist sie aber durch und die debeka hat das sehr gut geregelt, die haben für die Zeit (6 Wochen), wo er Angestellter war, eine Anwartschaft gemacht und dann taggenau umgestellt. Echt fair.

Beim Vergleich kam übrigens raus, dass mein Mann bei meiner KV (Central) bei gleichen Leistungen rund 30 Euro mehr bezahlt hätte. Also werde ich auch mal vergleichen und einen Wechsel überlegen.

Ich zahle übrigens mit 50 % Versicherung und 50% Beihilfeanspruch 268 Euro, da ist aber mein Sohn mit ca. 35 Euro auch dabei. Ich habe nur eine KH-Tagegeldversicherung, damit die Nachteile durch die Beihilfeveränderungen aufgefangen werden. Sonst nichts, ganz normal ohne Risikozuschläge. Also liegt mein Beitragssatz so bei 230 Euro. Kollegen bei anderen KVs zahlen noch deutlich mehr (sind ähnlich alt wie ich, das ist ja auch immer noch ein Kriterium, wie alt man beim Einstieg ist).

Hoffe, ich konnte Dir mit den Zahlen helfen. Wieso schreibst Du, dass Du nur befristet verbeamtet bist? Ist das ein Zeitvertrag? Komisch, gibt es bei uns im Schuldienst eher selten.

Wobei momentan die Verbeamtungsvorraussetzungen schon heftig sind, was man so hört. Das kommt wohl wirklich drauf an, bei welchem Arzt man landet...

Grüße
rubi

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Re: Beitrag

Antwort von marit am 18.02.2004, 17:15 Uhr

Hi rubi,

ich bin ja nicht an der Schule, sondern an der Uni. Dort sind alle Habilitationsstellen befristet, weil man ja nach der Habilitation die Uni wechseln muß. Das Risiko, nicht an eine andere Uni berufen zu werden ist riesig, die chance, daß das ohne ein paar Monate oder sogar Jahre Arbeitslosigkeit klappt verschwindend gering. Insofern wäre ich mit dem Angestelltenverhältnis besser gefahren, wenn ich das vorher gewußt hätte...

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Hab mal nachgeguckt..

Antwort von Henni am 18.02.2004, 17:35 Uhr

Also ich zahle für mich und meinen Sohn zusammen incl Pflegeversicherung und eben ca 20 Euro zuschlag 187 Euro im Monat..hab allerdings eher gesetzliche Leistunge da mit drin..also kein einzelzimmer oder so..wofür auch...

mein Mann ist allein bei der Debeka und zahlt monatlich 153 euro (kein zuschlag). Von daher finde cih die debeka schon sehr teuer!!! Denn normal sind männer ja viel billiger als frauen...



LG Henni

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Re: Hab mal nachgeguckt..

Antwort von marit am 18.02.2004, 17:51 Uhr

Vielen Dank Henni, da hab ich ja noch ein wenig Munition für mein Gespräch am Dienstag (wo es zum Vertragsabschluss kommen soll). kann es sein, daß dein Mann einen höheren Beihilfeanspruch hat, oder warum zahlt er immer noch recht wenig (im Vergleich zu meinem Tarif). Das einzige was ich zusätzlich angeschlossen habe, ist eine ausgleichsleistung für den Wegfall der Beihilfe Zahnersatz, sonst hab ich auch nur die normalen Kassenleistungen. Sogar ohne Krankenhaustagegeld... grübel.

Der Risikozuschlag für Asthma liegt bloß bei 9 Euro, daran kanns also nicht liegen.

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Re: Genau so ist es

Antwort von marit am 18.02.2004, 18:05 Uhr

Hallo Benedikte,

das kommt aber dann doch hin. Wenn du mit 70% Beihilfe etwas über 100 zahlst und ich bei 50% inclusive Risikozuschlag 203, dann geht das doch einigermaßen auf. die restlichen 150 sind ja für meinen Mann, der vorher kostenlos über mich familienversichert war. Vorher haben wir also ZUSAMMEN 250 Euro gezahlt und der Arbeitgeber nochmal dasselbe, jetzt zahlen wir für den Gesamtbeitrag 350. Ist also für die Kasse weniger, für uns mehr. Wollte ich aber in der gesetzlichen bleiben, zahlt mein Arbeitgeber gar nix, ich aber fast 600.

Möchte echt mal wissen, wer sich diese Scheiße ausgedacht hat :-(((

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Re: Hab mal nachgeguckt..an marit

Antwort von Henni am 18.02.2004, 18:52 Uhr

Hallo
nein mein Mann bekommt auch 50 % beihilfe..allerdins ist er schon 10 jahre versichert...oder noch ein paar mehr...und ICH finde wie gesagt seinen tarif teuer!!!


Also: Informier dich doch ncoh weiter.ich bin bei der HUK udn im großen und ganzen zufrieden....


LG Henni

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Re: Genau so ist es

Antwort von Marina+Hendrik am 18.02.2004, 19:36 Uhr

Hallo,
ich zahle für mich bei 55 % Beihilfeanspruch 200,- Euro monatlich. Für Hendrik zahle ich 45,- Euro monatlich. Wir sind bei der Debeka versichert. Je älter man beim Eintritt in die Versicherung ist, umso höher sind die Beiträge, weil man je älter man wird statistisch gesehen ja öfter krank wird. Mein Mann ist bei einer anderen Versicherung und er zahlt bei 50 % Beihilfeanspruch nur 90,- Euro. Seine Versicherung ist aber nur für Berufsfeuerwehr und Polizeibeamte. Insgesamt würde ich Dir empfeheln, noch andere Angebote einzuholen. Ich persönlich würde, wenn ich wechseln könnte (mich nimmt keine andere Versicherung mehr) zur HUK gehen. Was ich bisher an Vergleichen gelesen habe, schneiden die wohl mit am besten ab. Vor einiger Zeit habe ich im Focus einen Versicherungsvergleich gelesen. Vielleicht kommst Du über www.focus.de weiter. Da waren ein paar echte Schnäppchenversicherungen bei. Das würde sich vorallem für Dich lohnen, weil viele Versicherungen, die in jungen Jahren billig sind, im Alter sehr teuer werden. Wenn Du nur für drei Jahre privatversichert sein wirst, kann Dir das ja egal sei.
Liebe Grüße
Marina

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Re: Genau so ist es

Antwort von paulita am 18.02.2004, 22:30 Uhr

liebe marit

mann, was für eine schweinerei mit deiner gesundheitsbescheinigung! unglaublich!!!!! beschwere dich unbedingt. jedenfalls: glückwunsch zur verbeamtung. wie du weisst, bin ich ja auch auf einer c1 und auf zeit verbeamtet. (an die anderen: das gibt es in der wissenschaft NUR - ausser bei der professur, die derzeit 7 richtigen im lotto gleicht. aber das nur am rande).

also, ich bin beim land niedersachsen. die beihilfe beträgt dort für mich auch 50%. ich bin mittlerweile 35, ohne risikozuschläge und zahle bei der huk ca. 160 Euro KV und ca. 27 Euro Pflegeversicherung. bislang habe ich noch nie irgendwelche probleme gehabt; eine größere paradontose-behandlung ging problemlos, auch alle anderen kosten: null problem.
für mich ist das ein enormer finanzieller gewinn. eine gkv würde mich VIEL mehr kosten. auch wenn ich das asozial finde, ich bleibe bei der privaten.
lg
paula

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Re:an Paula ( gehört nicht zu Marits Beitrag)

Antwort von Benedikte am 19.02.2004, 13:41 Uhr

Paula,
mir geht es auch so, dass wir- trotz fünf privaten Krankenversicherungen- bedeutend preiswerter wegkommen als in der gesetzlichen. Bei deutlich besseren Leistungen- wie ich gerade anhand meiner Schwangerschaften feststellen darf. Aber wieso empfindest Du das System als asozial? Ich meine, es ist doch letztlich ein gesundes System. Du versicherst Luxus zusatzlich auf Deine Kosten, Du kannst selbstbehalte vereinbaren, Du erhältst bei verantwortungsbewußter Nutzung ( also wenn Du zum einen Glück hattes und gesund geblieben bist und zum zweiten eben nicht wegen jedem Aufstoßer zum Arzt lüfst) Beitragsrückerstattungen von mehreren Monatsbeiträgen, Du bildest Altersrückstellungen etc.Ich für meinen Teil empfinde die gestzliche Krankenversicherung in weiten Teilen als unsozial- nämlich wenn ich sehe, wie FRauen, die deutlich weniger verdienen als ich den doppelten Beitrag für schlechtere Leistungen zahlen. Um termine fast betteln müssen, sämtliche Leistungen, die ich erhalte- bspw. Toxoplasmosetests oder feinultraschalle, als IGEL, als individuell gewünschte Gesundheitsleistungen zusätzlich zahlen müssen. Das die gesetzliche solidarisch sein soll, sehe ich auch nicht. Wieso sollen denn nur gesetzlich Versicherte solidarisch sein mit FRauen, die wegen ihrer Kinder nicht arbeiten, mit Rbeitslosen, mit Asylbewerbern und Sozialhilfeempfängern? Gerecht wäre meiner Ansicht nach, diese schlechten Risiken über alle- sprich Steuern- abzusichern, aber nicht nur über die gesetzlich Versicherten.
Mein Ideal wäre- um mal einen Vorschlag meiner derzeitigen Lieblingspartei aufzutischen: einen Versicherungszwang für alle für die großen Risiken, we arbeitet, zahlt für sich selber, für die " armen" der Staat- und was darüber hinausgeht, muss jeder für sich selbst versichern.Das fände ich sozial-zumal dann auch wirklich jedem klar wird, dass medizinische Leistungen teuer sind.Ich halte es auch für skandalös, dass die gesetzlichen nie eine Abrechnung sehen und wissen, was sie jetzt an Kosten verursacht haben-kurzum: ich bin Fan der pKV.

Benedikte

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Re:an Paula ( gehört nicht zu Marits Beitrag)

Antwort von Benedikte am 19.02.2004, 13:41 Uhr

Paula,
mir geht es auch so, dass wir- trotz fünf privaten Krankenversicherungen- bedeutend preiswerter wegkommen als in der gesetzlichen. Bei deutlich besseren Leistungen- wie ich gerade anhand meiner Schwangerschaften feststellen darf. Aber wieso empfindest Du das System als asozial? Ich meine, es ist doch letztlich ein gesundes System. Du versicherst Luxus zusatzlich auf Deine Kosten, Du kannst selbstbehalte vereinbaren, Du erhältst bei verantwortungsbewußter Nutzung ( also wenn Du zum einen Glück hattes und gesund geblieben bist und zum zweiten eben nicht wegen jedem Aufstoßer zum Arzt lüfst) Beitragsrückerstattungen von mehreren Monatsbeiträgen, Du bildest Altersrückstellungen etc.Ich für meinen Teil empfinde die gestzliche Kra

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pkv asozial?? (@benediktine)

Antwort von paulita am 19.02.2004, 15:33 Uhr

liebe benediktine

ich teile deine argumente in weiten teilen nicht. wieso du solidarisch mit "asylbewerbern, arbeitslosen, nicht arbeitenden frauen usw. sein solltest"??? na, weil jede person, die später ein vielverdiener ist - und nicht 6 richtige im lotto gewonnen hat oder reich heiratet - eine lange und kostspielige ausbildung dafür gemacht hat. gerade z.B. ein studium ist extrem teuer, bezahlen tun das (bislang, aber das ist ein anderes thema) alle über steuern. als studentin habe ich z.B. ca. 60 DM/Monat in die gkv bezahlt und ALLES bezahlt, erstattet bekommen, was ich brauchte. einige leute mögen bei jedem zipperlein zum arzt rennen, üblicherweise aber gehen menschen zum arzt, weil sie müssen. anders herum (um mal auf die kosten zu sprechen zu kommen, um die es ja leider immer gehen muss) habe ich schon die dollsten dinger erlebt, wenn ärztInnen leistungen abgerechnet haben. da wurde mehrfach schlicht gemogelt, um an mehr geld zu kommen. bei der geburt meines sohnes war es genauso. der hammer!
ergo: es sind nicht allein die alten omas und ihre zipperleins oder die angeblich unverantwortlichen raucher, die die kosten hoch treiben. es sind auch die pharma-konzerne und die bio high-tech-industrie. sag mal ehrlich: bist du dir so sicher, dass es "verantwortlich" ist, feinultraschall und solchen schnickschnack machen zu lassen?? ich nicht.
außerdem bin ich nicht nur gerne solidarisch mit menschen, die darauf angewiesen sind, sondern finde es eine pflicht. solltest du mal arbeitslos werden, oder gar in die lage kommen, ins ausland gehen zu müssen, weil du leider die falsche haut-, haar- oder meinungsfarbe hast; weil du leider das falsche geschlecht oder die falsche religion hast, dann wärst du auch froh, dich gesundheitlich behandeln lassen zu dürfen. im übrigen sind asylbewerber nicht "normal" in der gkv. VORSICHT MIT STAMMTISCHPAROLEN!

aber, so scheint mir, wer - wie du - immer nur die sonnenseite des lebens genossen hat, kennt die positiven seiten gesellschaftlicher solidarität vielleicht nicht. bedenklich.

lg
paula

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@paulita, Gehört auch nicht mehr zu Marits Beitrag. Warum ich nach über 10 Jahren doch von der GKV in die PKV gewechselt bin...

Antwort von tinai am 19.02.2004, 18:17 Uhr

... nachdem ich zwei Kinder bekommen habe und keinen Erziehungsurlaub genommen habe (in dem ich kostenlos weiter in der GKV hätte bleiben können), sondern zu den Gutverdienenden gehöre, die immer den Höchsbeitrag bezahlen, fand ich es überhaupt nicht mehr sozial, dass ich meine Kinder nicht familienversichern darf, weil mein Mann privat versichert ist! Das wäre auch noch nicht schlimm, wir könnten es ja bezahlen (zusätzlich die PKV für die Kinder, die bei 1200 Euro Selbstbehalt je Kind immer noch je 50 Euro/Monat kostet). Dass ich selbst auch noch zusatzversichert war, halte ich im Rückblick für nötig, aber sicherlich ist das jedem selbst überlassen (ich wünsche keinem, dass er schwer krank wird und auf eine schwierige OP angewiesen ist mit einem reinen GKV-Schutz, wir hatten das in der FAmilie, ohne die privatärztliche Behandlung hätten wir nie den Spezialisten aufsuchen können und das wir es gemacht haben, hat sich schon heute ausgezahlt).

Kann mir einer verraten, warum aber der Herr Bankfilialleiter damit prahlen kann, dass er ja so günstig über die AOK sich, seine (schon seit Jahren nichtarbeitende) Frau und seine drei Kinder versichert hat - alles nur für den Höchstbeitrag, die kleinen Zusatzrisiken sichert er halt über eine Zusatzversicherung ab. Seine Beiträge decken mit Sicherheit nicht die Kosten seiner ganzen Familie. Vor der Tür stehen zwei dicke Autos und die üblichen InSportarten betreiben sie natürlich auch. Das gönne ich ihnen alles von Herzen, schließlich arbeitet der Mann auch, aber ich sehe nicht ein, warum die Solidargemeinschaft, in der sowieso nur Angestellte, Arbeitslose, Studenten und Arbeiter sind (bei weitem nicht alle Erwerbstätigen wie Beamte und Selbständige)- also nicht nur die sozial starken der GEsellschaft - für solche Leute auch noch mitbezahlen sollen. Selbst Studenten mit ihrem vergleichsweise geringen Beitrag, werden vermutlich ihre eigenen Kosten decken.

Ich fühle mich trotz Selbstbehalt von 800 Euro in der PKV deutlich gerechter behandelt. Ich habe nach insgesamt 13 Versicherungsjahren gewechselt und habs mir nicht leicht gemacht. Insgesamt bezahle ich pro Monat (und mein AG auch) 50 Euro weniger bei viel besseren Leistungen, die gleichzeit einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Krankenversicherung belohnt. Gerade dieser letzte Aspekt fehlt mir bei der GKV völlig.
Sobald jemand vorschlägt, auch die GKV könne doch einen Bonus geben für die, die wenig oder gar nicht zum Arzt gehen, heißt es: Oh nein, dann werden die chronisch kranken diskriminiert! Nein werden sie m. E. nicht, sie kommen nur nicht in den GEnuss eines Bonus.

Und wenn ich Praxisgebühr höre, dann glaube ich sowieso nicht mehr an die Gerechtigkeit. BEzahlen tun die nämlich überwiegend Alte und Kranke, die Ärzte haben einen immensen Mehraufwand für nix und wieder nix und die Pharmaindustrie? sieht irgendjemand, wo die von Ihren Margen abgegeben haben? Ich kann auch nciht erkennen, dass irgendwelche Apotheken Hunger leiden. Bei uns in der Gegend werden die alle noch schöner und noch größer und zugemacht hat auch noch keine. Das ist nicht mehr gerecht, dass dieses Gesundheitsreförmchen wieder nur auf den Schwächsten ausgetragen wird.

Der Grundgedanke der GKV ist gut und richtig, aber das System wurde leider völlig kaputt gemacht.

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Re: eben drum

Antwort von Benedikte am 20.02.2004, 12:05 Uhr

Also,
Sozialhilfeempänger und Asylbewerber sind zu Jahresbeginn aus der heilfürsorge der Sozialamter ausgegliedert worden und aufgefordert, sich bei den gesetzlichen Kassen anzumelden. Die Sozialämter zahlen dafür einen Minimalbetrag, wo absehbar ist, dass diese Beiträöge die Kosten nicht decken. also müssen die Beiträge anderer gestzlich Versicherter diese Lücken auffüllen. Du schriebst, das Du das gerecht findest, wenn die gesetzlich Versicherten - Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen haüfig- das unter sich regeln und da solidarisch sind. Ich finde es total ungerecht, dass Gutverdiener/ Privatversicherte sich hier drücken können und kann da kein gutes System drin sehen- wenn quasi das adlerauge zum Einaügigen sagt Kümmer Du Dich um den Blinden, lass mich in Ruh.
Auch sonst finde ich die gKV in vielen Punkten total ungerecht. Wieso darf meine kinderlose, nicht arbeitende Freundin, die rund 2000 € onatlich aus ihren Eigentumswohungen an Mieteinkünften bezieht, kostenlos über ihren Mann verichert sein? Wieso muss meine Alleinerzeihende Freundin mit Kindern den vollen Krankenkassenbeitrag zahlen? Wieso muss nur der. der leider kein geld hat und deshalb arbeitn muss, Krankenkassenbeiträg zahlen, während die durch Mietwohnungen Erbschaften, Kapitaleinkünfte gut gestellten kostenlos familienversichert sein können?Du findest das gerecht und solidarisch- ich finde es, vor allem, wenn ich die nicht- arbeitende höhere Ehefrau und die Allenerziehend Mutter sehe, eben nicht gerecht.
Meine medizinischen Leistungen während der SS wie Feinultraschalle, fruchtwasseruntersuchungen, Toxoplasmosetests, Diabetestests, Streptokokkentesta etc. halte ich für angebracht und sinnvoll. Meine Krankenkasse auch- ich habe nämlich mal eine Bioschwangerschaft ohne solchen Schnickschnack mit einer notsectio beenden müssen. Monate Intensivstation für das Kind ( Tagessatz damals 880 DM- er hatte drei Schwestern je 8 Stunden für sich), Wochen für mich, Therapien ohne Ende für das Kind ( KG, Ergo, Kur, Atemmonitor, Uniklinik zur Entwicklungsbegleitung etc., Lohnfortzahlung)- also insgesamt an die 200.000 DM. Meine übrigen SS habe ich mit den von Dir in FRage gestellten Maßnahmen bestritten und gesunde Kinder gekriegt, Kostenpunkt inkl. allem keine 5.000 €. Alleine deshalb empfiehlt meine private, alle sinnvollen Vorsorgeuntersuchungen u machen- die kosten peanuts im Verhältnis zu einem Tag Intensivstation.

NAtürlich hast Du recht, dass die Kosten nicht nur auf die hilfesuchenden Patienten zurückzuführen sind, sondern auf das " system". Aber gerade zum Thema Doppeluntersuchungen und so: welcger gesetzlich versicherte hat schon einen Überblick, was für und an ihm geleistet wurde? Wer hat da Belege?Auch da finde ich die privaten transparenter, denn da kriegst Du immerhin eine Rechnung, auf der jeder Handgriff verzeichnet ist.
Ich kann nur sagen, was auch tinai geschriben hat: Die Idee der gKV ist gut, aber so, wie es im Moment ist, ist es weder gerecht, noch effektiv, noch solidarisch.Und solange die Schere zwischen Beiträgen für arbeitende gKV- Versicherte und die dafür gewährten Leistungen so auseinander fallen, wird der Exodus aus der gKV anhalten- falls die regierung nicht durch Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen dagegen ankämpft.Benedikte

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@Marit

Antwort von Murmeline am 20.02.2004, 14:32 Uhr

Hallo! Tipp: lass Dir mal ein Angebot von der Continentale Krankenversicherung machen! Kann ich seit über 10 Jahren immer nur empfehlen. Ich bekomme 70 % Beihilfe und muß für die restlichen 30% monatlich 139 € KV-Beitrag zahlen. Außerdem erstattet die Conti anfallende REchnungen innerhalb ca. 5 TAgen!
Habe schon mehrere Krankenhausaufenthalte, Kuren etc. hinter mir und alles wurde anstandslos bezahlt
Viel Glück Murmeline

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Re: eben drum

Antwort von paulita am 20.02.2004, 14:34 Uhr

liebe benediktine

wir sind - scheint mir - gar nicht so weit weg in unseren positionen. nur ziehen wir daraus unterschiedliche konsequenzen. auch ich finde es hochgradig ungerecht, dass nur gut- und besserverdienende aus der gkv austreten und in günstigere pkvs eintreten können. ebenso ungerecht ist die "freiheit" der beamten, nicht in die sozialkassen (gkv, arbeitslosen-, rentenversicherung) bezahlen zu müssen.
ich wollte dir mit meinen anmerkungen zu deiner "schnickschnack"-betreuung während der schwangerschaft nicht zu nahe treten und entschuldige mich für den ton. aber ich frage mich immer wieder, ob die technische hochrüstung der medizin einen anderen zweck als dem des profits für die beteiligten firmen und konzerne dient. selbst die ärztInnen verdienen da gar nicht so groß dran - dafür aber alle hersteller von geräten, pharmaka usw. und das bezahlen wir alle teuer mit!
ganz sicher bin ich dafür, auch in der gkv rechnungen und transparenz einzuführen. selbstbehalten und prämien meinetwegen auch. allerdings finde ich das ziemlich problematisch. wer kann schon verbindlich angeben, was und wer ein risiko ist?? ich finde es z.b. ziemlich unverschämt, dass die pkv die jährlichen prophylaxe- oder kontrollbesuche bei der gyn oder dem zahnarzt nicht honoriert. die gesamte (statistische) grundlage zur einordnung von menschen in risikogruppen ist sehr fragwürdig und z.t. ethisch nicht vertretbar: sind "dicke" ungesünder? wer sagt das? auf welcher grundlage? sind menschen mit einer psychotherapie hinter sich schon ein risiko?? all diese einschätzungen sind eben nicht objektiv, sondern politisch und historisch äußerst variabel. und das fachwissen dahinter durchschaut niemand - weswegen man darauf angewiesen ist, ominösen studien schlicht zu glauben, die dann darüber entscheiden, ob und wieviel ich in welche kasse einzahlen soll. das macht mich sehr, sehr skeptisch.
lg
paula

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