Baby und Job

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Geschrieben von amelily am 07.06.2005, 18:40 Uhr

bin total erschrocken- Rabenmutter wg. Arbeit

Hallo,
ich muss mir jetzt mal was von der Seele schreiben.

Ich bin total erschrocken, wie auf Frauen, die nach dem MuSchu wieder arbeiten möchten, reagiert wird.

Mein Chef hat mir das Angebot gemacht, dass ich sofort nach dem Mutterschutz wiederkommen kann.

2/3 der Stelle kann ich von zuhause aus arbeiten, so dass ich nur 1-2 Tage die Woche in der Firma sein muss.

Und überall kommen nur ablehnende oder gar keine Reaktionen.

Als ich das von meinem Chef gehört habe, wie er sich für mich einsetzt habe ich mich mega gefreut, weil ich einfach total gerne arbeite und meinen Job super finde.

Jetzt weiß ich gar nicht, wie ich mit den Reaktionen umgehen soll, für mich steht das Ergebnis ja fest, aber ich hätte wirklich mit mehr "Mitfreude" gerechnet....

Vielleicht hat ja hier jmd. Lust mir seine Meinung dazu zu schreiben?

LG
Amelie

 
13 Antworten:

Re: bin total erschrocken- Rabenmutter wg. Arbeit

Antwort von krissie am 07.06.2005, 19:02 Uhr

Hallo Amelie,
ich glaube, in Deutschland herrscht eine sehr strenge "Mütterideologie". Als Mutter kannst Du es eigentlich hier nur falsch machen...Es wird zwar erwartete, dass eine Mutter erstmal alles aufgibt für ihr Kind, aber später wird ihr dann vorgeworfen, dass sie nicht loslassen kann.
Bei Deinem Partner war wahrscheinlich niemand entsetzt, dass der nach der Geburt weiter arbeiten will? Oft kommen solche Vorwürfe ja auch von Männern, die selber Kinder haben, aber nicht im Job zurückfahren, so meine Erfahrung.
Oft ist es sicher auch Neid, weil andere Frauen sich das vielleicht nicht zutrauen oder nicht organisiert bekommen. Wichtig ist ja nur, dass es Euch mit der Lösung gut geht.
Ich würde Dir aber empfehlen, eine Kinderfrau oder andere Kinderbetreuung zu suchen, falls dein Partner nicht zu Hause bleibt, denn ich finde es schwierig, von zu Hause zu arbeiten mit Kind (jedenfalls sobald das Kind etwas älter und wacher ist).
LG Kristina

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Re: bin total erschrocken- Rabenmutter wg. Arbeit

Antwort von nette36 am 07.06.2005, 20:41 Uhr

Hi...

ui supi du hast aber einen tollen Chef...so einen möcht ich auch mal haben.

Also wenn du das machen kannst....dann machs....sowas bietet dir niemand mehr an...!!

Und ähm was die anderen dazu meinen ....lass die reden.Du must wissen was gut für dich ist.

WEnn du der Typ Frau bist die eben lieber nur zuhause ist..Haushalt und Kinder versorgt...auch gut.Aber schreibst du arbeitest gern usw.Dann würd ich das so machen.Und wenn du eine Fam.hinter dir hast ....desto besser!

Also ....daumen drück...lg yvonne

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Re: bin total erschrocken- Rabenmutter wg. Arbeit

Antwort von yola am 07.06.2005, 22:10 Uhr

Hallo,
diese Rabenmutterdiskussion ist ein sehr deutsches Phänomen. Im französischsprachigen Raum ist es durchaus üblich, nach dem Mutterschutz wieder Vollzeit zu arbeiten. Auch mit 2, 3 oder sogar 4 Kindern (kenne persönlich einige Frauen, die das machen). Lass Dir nichts einreden. Ich lebte noch in Deutschland als ich die Zwillinge bekommen habe und war ziemlich schockiert über diese beiden Lager der Rabenmütter und Glucken. Und auch über die ungläubigen Blicke, als ich sagte, dass ich nach einem Jahr wieder Vollzeit arbeiten werde - dabei kam ich mir schon richtig "faul" vor, weil ich eine derart lange Elternpause eingelegt habe. Wie Du siehst, da gibt es durchaus unterschiedliche Ansichten. Ich find's toll dass Du einen Chef hast, der Dich so unterstützt, ist ja auch ein grosses Zeichen der Anerkennung und das kriegt man für die Kinderarbeit selten, obwohl das meiner Meinung nach anstrengender ist als Berufstätigkeit. Gut, beides miteinander vereinbaren IST hart, da gibt es nichts dran zu rütteln. Hoffentlich ist Dein Mann genauso verständnisvoll wie Dein Chef und vor allem packt zu Hause mit an. Dann ist es auch für Frauen möglich, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren, ohne sich daran zu verausgaben und wenn das gelingt, ist es für die ganze Familie ein Bonus. Lass die blöden Kommentare einfach an Dir abprallen oder sag einfach, dass das in Frankreich/Belgien etc. durchaus normal ist und bis jetzt nicht bekannt ist, dass die Kinder dort gestörter wären als in Deutschland ;-))

LG

Yola

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Leider geht es nicht nur Dir so.....

Antwort von tinai am 07.06.2005, 22:19 Uhr

...es ist eigentlich traurig, dass man gerade am Anfang wenn überhaupt Rückhalt im virtuellen Bekanntenkreis - also hier - bekommt.

Ich mache das schon seit über 5 Jahren und habe zwei Kinder. Inzwischen kenne ich immerhin eine Mutter, die auch immer gearbeitet hat (unsere Kinderärztin). Bei mir ging es soweit, dass ich gar keine Auskunft mehr darüber gegeben habe, was ich mache. Die Reaktionen taten am Anfang tatsächlich weh, weil man selbst ja absolut unsicher ist und die Situation eine völlig neue!

Inzwischen ärgern mich die Reaktionen schon noch, aber "ich rauch sie in der Pfeife", soll heißen, ich lege keine Rechenschaft mehr ab.

Viel Glück und viel Erfolg. Dein Chef ist gut, Du arbeitest gut und dann überlege Dir noch die Kinderbetreuung (von zu hause arbeiten ist schön, aber gleichzeitig ein Kind zu betreuuen ab einem gewissen Alter nicht mehr möglich).

Gruß Tina

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Re: bin total erschrocken- Rabenmutter wg. Arbeit

Antwort von Mistinguette am 08.06.2005, 8:59 Uhr

Die Reaktion kenne ich auch und diese habe ich immer erfolgreich ignoriert! Ich bin zwar die Einzige in meiner Firma Arbeitende Mutter mit Führungsaufgabe und im Bekannten Kreis (außer in meiner Französische Spielgruppe) einer der Einzigen Mutter, die "Karriere" macht, alle andere sind höchstens berufstätig als Hobby oder um ein Wenig Geld in die Familien Kasse für die Extras zu bringen.
Also mach' Dir nichts daraus und sei über eins sicher: Du bist nicht allein!

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Re: bin total erschrocken- Rabenmutter wg. Arbeit

Antwort von syko am 08.06.2005, 9:17 Uhr

Hi Amelie,

lass Dich nicht ins Bockshorn jagen. Jede sollte die Situation wählen, mit der sie am glücklichsten ist. Und wenn es Dir so leicht gemacht wird erst recht! Es ist lediglich die Meinung der "desperate Housewifes" in Deiner Umgebung, dass Du die einzige im Universum bist, die Dein Kind rund um die Uhr anständig betreuen kann, und keine Tatsache.

Heimarbeit mit Baby sehe ich aber auch eher kritisch - das dürfte nur so lange funktionieren, bis der kleine Wicht mobil wird (mit meinem Sohn war das ab dem 6. Monat undenkbar ;-). Da solltest Du Dich rechtzeitig nach einer Tagesmutter o.ä. umschauen.

Ermutigende Grüße
Susanne

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erstaunte Reaktionen

Antwort von ChristianE am 08.06.2005, 9:42 Uhr

Hallo,
ich stimme allen Vorrednerinnen hier völlig zu. Erstaunte Reaktionen, wenn man nach dem Mutterschutz/nach einem Jahr.... schon wieder/Vollzeit/karriereorientiert arbeitet, kommen immer. Aber: ich denke, da gibt es zwei Gründe: einerseits diejenigen, die dem deutschen Muttermythos frönen (ob sie nun selbst dran glauben oder es sich einreden), aber manche meinen es auch gar nicht ideologisch, sondern wissen um die schwierigen Betreuungsmöglichkeiten und sind deshalb so erstaunt, weil sie sich wundern, wie man das wohl auf Reihe kriegt. Und fragen deshalb erstaunt nach. Da sollte man in dem Fall das auch nicht persönlich nehmen, weil es eben oft auch auf der Erfahrung beruht, dass es viele Schwierigkeiten geben kann. Bei manchen ist so eine erstaunte Reaktion auch mit Interesse oder Neugier verbunden. Manche Frauen suchen sogar nach "Vorbildern", oder na ja, jedenfalls ähnlich denkenden Müttern und werden dadurch selbst ermutigt.
Trotzdem werden anch wie vor die Frauen gefragt, wie sie das hinkriegen. Mein Mann wurde das noch nie gefragt. Wenn jetzt im Bekanntenkreis eine Schwangerschaft bekannt wird, mache ich mir immer den Spaß, den werdenden Papa zu fragen: "Und-...wie wird das dann so laufen, wenn das Baby da ist? Berufs- karriere- und familientechnisch?"
Das sollten wir uns einfach mal angewöhnen. Wie jede Familie das dann für sich handhabt, ist ja wurscht. Aber ich befrage erstmal die Männer :-)
lg, Christiane

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Danke für die vielen positiven Antworten!

Antwort von Amelily am 08.06.2005, 11:50 Uhr

Guten Morgen,

ich bin euch wirklich für die vielen positiven Antworten dankbar, das muntert mich doch etwas auf.

Um die Kinderbetreuung wird sich natürlich frühzeitig gekümmert, weil ich weiß, dass auch zuhause arbeiten mit Kind nicht konzentriert möglich ist.

Mein Chef hat gesagt die Stundenzahl kann ich nach der Geburt selbst bestimmen, ich solle erstmal sehen, wieviele ich schaffe und dann kann ich immer noch mehr oder weniger arbeiten.

Ich mache mir gerade Gedanken über ein Au-pair....wäre das nicht eine gute Lösung, wenn man zuhause arbeitet?
Hat vielleicht jemand Erfahrung damit.

Gestern war ich schon richtig down, weil ich dachte, das Kind ist noch nichteinmal da und ich fühle mich schon als schlechte Mutter. Aber mein Mann hat mich da aufgemuntert, er unterstützt mich auf voller Linie, meine Eltern übrigens auch.

Meine Mutter geht sogar soweit, dass sie mir die (geplante)Putzfrau ausreden wollte. Sie meinte ein Baby und Vollzeit arbeiten und "das bißchen" Haushalt wäre doch kein Problem....naja :-).

Also nochmal vielen lieben Dank, ihr seit wirklich super!

LG
Amelie

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Re: Danke für die vielen positiven Antworten!

Antwort von paulita am 08.06.2005, 11:59 Uhr

nur kurz und praktisch
au pair: sehr gute idee! allerdings nur, wenn du damit keinen streß hast (vgl. diverse threads in diesem forum). meine schwester hat eine junge frau aus peru und ist TOTAL begeistert. sie kann nun mit 2 kids vollzeit, teilweise auch daheim, arbeiten. mit der frau hat sie betreuung und putzhilfe in einem. wenn du dir das also leisten kannst, fährst du damit sicher sehr gut.
ansonsten: kopf hoch und sich nicht angreifen lassen. wir alle kennen die anfeindungen.
lg
paula

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Putzfrau unbedingt!!!!

Antwort von tinai am 08.06.2005, 12:20 Uhr

Unsere bringt einmal in der Woche eine Grundsauberkeit und bügelt die Oberhemden. Ich bin heilfroh, denn die freie Zeit, will ich soweit möglich, mit den Kindern verbringen und wir haben so noch genug im Haushalt zu erledigen.

Wegen Au Pair: Gib das mal oben als Suchwort ein, da kommen zig Nachrichten auch von mir jede Menge. Bei konkreten Fragen, einfach im Forum fragen.

M.E. könnte Au Pair was für Euch sein.

Gruß Tina

PS: Ich habe mich erst richtig schlecht gefühlt als ich mit meinem 4-Wochen alten Sohn von Kita zu Kita gepilgert bin, obwohl ich ihn ja erst mit frühestens 1 Jahr dorthin bringen wollte. Aber ich war nach jedem BEsuch fix und fertig und dachte, "wie kann ich nur". Als er dann nach einem Jahr einen Platz bekam, konnte ich den ablehnen, weil wir gut versorgt waren. Mit 18 Monaten ging er dann Teilzeit.

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Re: bin total erschrocken- Rabenmutter wg. Arbeit

Antwort von mamayvon am 08.06.2005, 12:31 Uhr

hallo amelie,

also ich geh seit mein kleiner sechs monate alt ist fuer 2 1/2 tage die woche wieder in meinem alten job arbeiten.
die reaktionen von wegen "rabenmutter" usw. kenn ich nur zu gut.
hab eigentlich auch gedacht das die anderen muetter sich mehr fuer einen freuen aber ich bin auch nur komisch angeschaut worden.
hab dann es fuer mich so geklaert, dass ich es fuer mich gut finde mein kleiner dadurch keine nachteile hat, im gegenteil ich bin seitdem viel ausgegelichener und verbringe die zeit viel intensiver mit ihm.

mach dir also deswegen keinen so grossen kopf. sondern hoer einfach auf dein bauchgefuehl.

gruessle yvon

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Re: quatsch - lass Dir mal aus Frankreich berichten

Antwort von BrittaF am 08.06.2005, 17:20 Uhr

Hallo
also ich verstehe total, dass Du verunsichert bist.

Arbeite, wenn es Dir Spass macht! Ist doch prima, dass Dein Chef so mitzieht und Du auch noch einen Teil von zu Hause aus machen kannst.
Das Wichtigste dabei ist meiner Ansicht (und ERfahrung) nach, dass Du Dich mit der gewählten Kinderbetreuung richtig gut fühlst - dann kannst Du Dich nämlich auch gut auf die Arbeit konzentrieren,weil Du sicher bist,dass der kleine Schlumpf gut aufgehoben ist.

Als Anekdote: hier mal die umgekehrte Situation. Ich bin Deutsche, lebe in Frankreich und hatte mich entschlossen, die ersten paar Monate Erziehungszeit zu nehmen - hat wiederum viele meiner franz Freundinnen verwundert...........hier ist es eben umgekehrt, völlig normal, gleich nach dem Mutterschutz wieder arbeiten zu gehen. Also, lass Dich nicht entmutigen. Den kleinen Franzosen und Französinnen hier geht es gut, obwohl viele Muttis gleich wieder arbeiten gehen. Kann Dir Mistinguette aus Ihrem Freundeskreis sicher bestätigen.

PS
Meine Kleine ist jetzt 15 Monate alt und ich arbeite jetzt auch schon wieder einige Zeit, verstehen meine deutschen Freundinnen jetzt wiederum nicht, ich pfeiff drauf. Mir geht es gut, der Kleinen auch, der macht es bei der Tagsmutti und in der Crèche richtig Spass mit all den Kids!

Also höre auf Dein Bauchgefühl
Grûsse aus Frankreich
Britta

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Re: Danke für die vielen positiven Antworten!

Antwort von line06 am 09.06.2005, 14:21 Uhr

Hallo,

ich möchte mich zu diesem Thema auch gerne zu Worte melden. Ich lebe in Frankreich und hier ist es wie bereits erwähnt Gang und Gebe, dass Frauen mit Kindern arbeiten. Nun haben aber die meisten Frauen in Frankreich nicht die Wahl, da die Mehrzahl der Familien nur "über die Runden kommen", wenn beide Elternteile, also Vater und Mutter arbeiten gehen. Viele Frauen würden vielleicht gerne zu Hause bleiben und sich um die Kinder kümmern, werden aber erst gar nicht vor die Wahl gestellt. Dies nur als Zusatzinfo. Wie ich Deinem Posting entnehme, ist Dein Kind noch gar nicht geboren. Ich würde was die Wiederaufnahme Deines Berufes angeht, erstmal so locker wie möglich planen. Meist ändern sich die Ansichten bzgl. Beruf usw. sobald das Kind erst einmal da ist. Ich habe eine 8-monatige Auszeit genommen und war damit sehr zufrieden. Allerdings wünsche ich mir manchmal noch weniger arbeiten zu können, obwohl ich nur 31 Std. pro Woche arbeite...!
Viele Grüße
Christiane

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