Baby und Job

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Geschrieben von wassermann63 am 12.10.2004, 11:50 Uhr

Babysitter, Tagesmutter oder Haushaltshilfe?

Guten Tag,

seit längerem beschäftigt mich folgende Frage: wie kann ich, Mutter eines 1,5-jährigen, weiterhin meine freiberufliche Tätigkeit (ich bin Dolmetscher/Übersetzerin) ausüben, also zumindest, was Übersetzungen anbelangt. Bis vor kurzem gelang es mir, seinen Morgenschlaf (bis ca. 9 Uhr) und sein Mittagsschläfle (ca. 2 Std.) für Arbeiten und Hausarbeiten auszunutzen. Aber nun schläft er einfach weniger und es klappt jetzt mit dem Übersetzen nicht mehr (er beansprucht natürlich meine volle Aufmerksamkeit, währen er wach ist).

Soll ich ihn also zu einer Tagesmutter geben? Er war allerdings noch nie bei einer solchen, hat aber andererseits keine Kontaktschwierigkeiten mit anderen Menschen/Kindern.
Oder eine Haushaltshilfe, die die Hausarbeiten erledigt, während ich arbeite (während er schläft). Das ginge aber nur auf Abruf und da sehe ich keine Chancen.
Oder einen Babysitter, der meinen kleinen Süßen betreut, während ich "schaffe"?

Wie sind Eure Erfahrungen und, auch nicht unwichtig, wie liegen denn die Stundensätze bei den einzelnen Jobs?

Gerne lese ich Eure Antworten.

Viele Grüße

JAcky

 
18 Antworten:

Re: Babysitter, Tagesmutter oder Haushaltshilfe?

Antwort von babyproject am 12.10.2004, 13:38 Uhr

Hallo, vielleicht wäre ein Babysitter gut, der bei Dir in der Wohnung ist und Deinen Kleinen betreut während Du arbeitest, denn dann hättest Du sicher ein besseres Gefühl weil Du ja immer ein Auge drauf haben kannst, im Prinzip ist es im den Alter ja auch mehr als ok ihn stundenweise zu einer Tagesmutter zu geben, ich hatte bei meinem Sohn zwar glücklicherweise die Oma, habe aber viele Bekannte, die für ihre Kids teilweise schon mit 6 Monaten eine Tagesmutter gesucht haben und keiner hat damit schlechte Erfahrungen gemacht, ich werde es bei meinem 2. Kind auch so machen, weil meine Mutter inzwischen zu alt ist um sich nochmal so um einen Säugling und Kleinkind kümmern zu können, hatte zwar vor kurzem eine FG aber wenn es wieder klappt dann werden wirs so machen, ich würd Dich gerne noch was fragen, da ich auch Übersetzerin bin und dann zu gegebener Zeit auch gern freiberuflich arbeiten möchte, wie lange machst Du das schon, wie läuft das ab bei Dir bzw. wie kommst Du an Deine Aufträge, würd mich einfach mal so interessieren, ich wünsch Dir viel Glück Du triffst sicher die richtige Entscheidung für Deinen Kleinen!

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Re: Babysitter, Tagesmutter oder Haushaltshilfe?

Antwort von wassermann63 am 12.10.2004, 13:51 Uhr

Hallo,

erst einmal vielen Dank für deinen Beitrag. Um deine Fragen zu beantworten: ich habe mich vor ca. 2 Jahren selbständig gemacht, als Übersetzerin und Dolmetscherin. Tja, und dann kam die Schwangerschaft ...

Im allgemeinen ist es wichtig, über die Qualifikation als mindestens staatlich anerkannte oder aber staatlich geprüfte oder diplomierte Übersetzerin zu verfügen (aber viellicht ist das bei dir ja schon der Fall). IHK-Prüfungen werden in manchen Bundesländern auch staatlich anerkannt.

Was das Freiberufliche anbelangt, so kann ich nur sagen, dass es während der Schwangerschaft natürlich ganz gut und auch während der ersten Lebensmonate meines Sohnes relativ gut geklappt hat. Aber jetzt habe ich zumindest ein echtes Problem. Deshalb auch meine Anfrage hier im Forum.

Die Aufträge kannst du dir direkt bei den Auftraggebern beschaffen (du brauchst aber auf jeden Fall eine Homepage und professionell aufbereitete Unterlagen, aus denen sich deine Fremdsprachen, deine Qualifikationen, deine Fachgebiete, deine Berufserfahrungen und natürlich deine Preise ergeben), was aber sehr zeitaufwändig ist (und die hast du mit kleinem Kind nicht mehr!). Oder aber du wendest dich an Übersetzeragenturen. Da bekommst du natürlich geringere Zeilenpreise ausbezahlt (die Agenturen behalten im allgemeinen um die 25 % Provision auf den Auftragswert ein), aber die mühselige und zeitaufwändige Auftragsbeschaffung entfällt. Allerdings können auch die Agenturen keine festen Aufträge oder regelmäßig eintreffende Aufträge garantieren.

Und, ganz wichtig, es ist leider nicht möglich, größere Übersetzungsaufträge zu übernehmen, wenn du keine Kinderbetreuung für die entsprechende Zeit hast. Denn die Liefertermine sind bei Übersetzungen fast immer extrem eng, die Preise werden gedumpt, noch und nöcher (vor allem von nicht qualifizierten, selbst ernannten Übersetzern und Übersetzern aus dem Ausland).

Also, alles in allem ist es ein harter Job.

Liebe Grüße

Jacky

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Re: @babyproject Nachtrag

Antwort von wassermann63 am 12.10.2004, 13:56 Uhr

Bevor ich's vergesse: du kannst dich auch beeidigen lassen und wirst dann in das bei den entsprechenden Landgerichten (und Konsulaten) ausliegende Verzeichnis der beeidigten Urkundenübersetzer aufgenommen. Bei mir ist das der Fall, bin aber ungefähr die 222igste oder so :-(

Und bei Verlagen kannst du auch vorstellig werden. Die zahlen aber sehr geringe Seitensätze und du wirst wahrscheinlich die Zeit für Übersetzungen ganzer Bücher nicht haben.

LG

JAcky

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Re: Babysitter, Tagesmutter oder Haushaltshilfe?

Antwort von Christina2912 am 12.10.2004, 14:19 Uhr

Hallo!

Ich denke, dass eine Tagesmutter das beste sein wird, wenn es eine in der Naehe gibt. Denn wenn ein Babysitter bei Dir zu Hause ist, ist ja noch nicht garantiert, dass Dein Kleiner nicht trotzdem an Deinem Rockzipfel haengt...Ich bekomme pro Kind und Stunde 3 Euro. Aber ich glaube, in Deutschland ist es hoeher. Zwischen 4 und 5 Euro.

LG Christina

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was vergessen

Antwort von Christina2912 am 12.10.2004, 14:21 Uhr

Haushaltshilfe und auch Babystitter sind auch um einiges teurer als Tagesmuetter. Zwischen 7 und 10 Euro musst Du da rechnen.

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Re: Babysitter, Tagesmutter oder Haushaltshilfe?

Antwort von krissie am 12.10.2004, 14:57 Uhr

Hallo Jacky,

wieviele Stunden brauchst Du denn ungefähr? Bist Du alleinerziehend oder hast Du einen Partner, der auch mit Kind betreut und Haushalt macht?
Ich würd Dir für vormittags eine Tagesmutter empfehlen, wenn das stundenmäßig reicht. Du hast mehr Ruhe zum Arbeiten, wenn nicht nebenan Babysitter und Sohn rumwuseln!
Haushalt bekommst Du dann entweder selber erledigt in dieser Zeit oder eben nachmittags zusammen. Mittagsschlaf wird Dein Sohn ja auch noch machen...
Und Dein Sohn hätte wahrscheinlich Kontakt zu anderen Kindern, das wird ja für ihn auch immer wichtiger.
Kosten wären hier (westdeutsche Großstadt) ca. 5 Euro die Stunde. Ist aber glaub ich sehr unterschiedlich
Eine andere Möglichkeit wäre ein altersgemischter Kindergarten, der schon so junge Kinder nimmt. Da könnte Dein Sohn dann praktisch bis zur Schule hingehen, ist natürlich viel Kontinuität. Weiß nicht, wie es damit in Eurer Gegend aussieht.

LG Kristina

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Re: an die Vorrednerinnen

Antwort von wassermann63 am 12.10.2004, 15:08 Uhr

Hallo,

bis vor wenigen Minuten habe ich noch den Babysitter "favorisiert", aber wahrscheinlich ist Tagesmutter doch echt besser. Aber wie kommt so eine Tagesmutter mit den "Macken" meines Kleinen zurecht, z.B. neueste Mode: auf die Toilette hochklettern, damit er endlich an die Klobürste auf dem Fenstersims rankommt :-( Oder all die Dinge, die er als Kacka bezeichnet, in den Mülleimer zu werfen.. Kann man einer Tagesmutter ein Kind in dieser etwas anstrengenden Phase überhaupt zumuten??

Von den Tarifen her sind die Babysitter ja anscheinend wirklich recht teuer. Das kann ich nicht ganz verstehen, denn eine Tagesmutter ist mit Sicherheit von der Erfahrung her besser gestellt als ein Teenie. Und Ihr habt vollkommen recht: wenn dann zwei hier rumwuseln, kann ich mich wahrscheinlich doch nicht so richtig konzentrieren. Kindergärten gibt's hier erst ab drei Jahren, Tageskrippe ab zwei und mein Sohn ist erst 1,5 J. alt.

Ich hatte mal Kontakt zu einer Tagesmutter; den werd' ich jetzt auffrischen, vielleicht mit einer Probestunde oder so.

Liebe Grüße

Jacky

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Re: an die Vorrednerinnen

Antwort von krissie am 12.10.2004, 16:22 Uhr

Ach, eine erfahrene Tagesmutter werden die "Macken" deines Sohnes sicher nciht schocken :-). Bzw. wird er sich auch schnell drauf einstellen, dass bei ihr für die Gruppe andere Regelen gelten.
Das Jugendamt oder dem Jugendamt angeschlossene Vereine vermitteln in den meisten Gemeinden übrigens qualifizierte Tagesmütter.

LG Kristina

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Re: an die Vorrednerinnen

Antwort von Christina2912 am 12.10.2004, 20:09 Uhr

Hallo!
Ich bin ja selbst Tagesmutter und solche "Macken" haben alle Kleinen ;-). Auch meine eigenen! Das ist kein Problem. Und es ist tatsaechlich so, dass die Kinder bald begreifen, welche Regeln wo gelten und bei der Tagesmutter oder im Kindergarten Dinge tun (oder eben nicht tun), die man sich zu Hause gar nicht vorstellen kann.
Der Tarifunterschied ist so begruendet, dass die Tagesmutter ja mehrere Kinder gleichzeitig haben kann und auch keine Wegzeit hat. Ausserdem kann man, zumindest sehr eingeschraenkt (*g*) auch Dinge im Haushalt erledigen.
LG Christina

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kurze Zwischenfrage

Antwort von marit am 13.10.2004, 10:16 Uhr

Weshalb sollte denn eine Haushaltshilfe nur da sein, wenn der kleine schläft??

Das ist doch sogar eher noch ungünstig (wegen staubsaugerlärm etc.). Ich würde dir empfehlen, eine Tamu für wenige Stunden am Tag zu nehmen (ggbf. 3 oder 4), diese Zeit ausschließlich für die Arbeit zu nutzen (zusätzlich zur Schlafenszeit) und die Hausaqrbeit dann mit dem Kleinen "zusammen" oder am wochenende zu machen - oder eben zusätzlich eine haushaltshilfe für 2 Stunden die Woche, wenn du es dir leisten kannst.

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Re: kurze Zwischenfrage

Antwort von wassermann63 am 13.10.2004, 10:52 Uhr

Hallole,

tatsächlich ist das mit der Haushaltshilfe keine echte Hilfe, denn die Hausarbeit kann ich zur Not in Anwesenheit bzw. unter "Mithilfe" *ähm* meines Sohnes machen.

Das einzig Wahre scheint wirklich die Tamu zu sein. Jetzt muss ich nur noch meinen Mann davon überzeugen. Er ist nicht so begeistert von der Idee, das Kind zu einer fremden Person zu geben.

Da muss mal wieder die weibliche latente Überzeugungsarbeit ihre Früchte zeigen :-)

LG

Jacky

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Re: Übersetze auch freiberuflich

Antwort von Hamida1 am 13.10.2004, 20:03 Uhr

Hallo Jacky,

ich übersetze seit fast sechs Jahren freiberuflich, meine Tochter ist vier Jahre alt. Ich gebe Dir absolut recht: Das Alter zwischen 1 1/2 bis zum Kindergarten ist die anstrengendste, wenn man von zu Hause aus arbeitet. Ich habe den unbezahlbaren Vorteil, dass meine Mutter bei uns im Haus wohnt und meistens verfügbar ist. Da mein Mann um 15:30 Uhr Feierabend hat, wird auch er ganz häufig eingespannt :-)

In Zeiten, wo ich auf keinen von Beiden zurückgreifen konnte, war es natürlich besonders heftig. Wenn dann ein Eilauftrag reinkam (und wie Du bereits schreibst, sind Übersetzungsarbeiten meistens Eilaufträge) war echt Not am Mann. Unser Job erfordert nun mal echte Kopfarbeit. Ein lebendiges Kleinkind unterm Schreibtisch würde dann praktisch zum "worst case" führen.

Seit einem Jahr geht meine Tochter in den Kindergarten, und wir alle können uns wieder etwas besser einteilen.

Viel weiterhelfen kann ich Dir nun leider auch nicht, nur Dir versichern, dass ich mir gut vorstellen kann, wie schwierig die augenblickliche Situation ist.

Wenn es bei Euch die Möglichkeit einer Krippenbetreuung gäbe, wäre das natürlich die optimale Lösung. Inzwischen entstehen aber doch immer mehr Betreuungsplätze für Kleinkinder, da müsste doch auch bei Euch was zu finden sein, selbst wenn der Fahrtweg ein bisschen länger wäre. Meiner Meinung nach ist es die sicherste, konstanteste und preiswerteste Möglichkeit der Betreuung: Eine Tagesmutter kann auch mal ausfallen und ist, soviel ich weiß, recht teuer.

Darf ich Dich noch fragen, welche Sprachen Du übersetzt? Erreichst Du neue Kunden über Deine Internetseite?

LG

Tanja

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Re: Übersetze auch freiberuflich

Antwort von wassermann63 am 14.10.2004, 8:07 Uhr

Guten Morgen,

danke für deine Nachricht. Hat mir wohl geholfen! Es ist immer schön, auf "Leidensgenossinnen" zu treffen. Man fühlt sich dann nicht so unfähig... ;-)

Also, die von mir persönlich abgedeckten Sprachen sind: italienisch (hauptsächlich) und englisch, teilweise auch französisch, aber nur Handelskorrespondenz). Ansonsten werden die folgenden Sprachen noch nur "mitarbeitende" Freiberufler abgedeckt: spanisch, griechisch, russisch, ukrainisch, tschechisch.

Aber wie gesagt, durch die momentane Situation gelingt es mir kaum, Neuaufträge zu acquirieren... Zur Zeit laufen bei mir nur die Aufträge von schon seit längerem bestehenden Kunden.

Ach so, und was das Internet anbelangt, so wird meine Homepage recht häufig besucht, allerdings werden meine Angebote oftmals unterboten. Nur kann ich da nicht so viel dagegen unternehmen, denn die mir mir zusammenarbeitenden Übersetzer sind durch die Bank höchst qualifiziert und verlangen nun einmal die ihnen absolut zustehenden Tarife. Wie schon einmal gesagt, dieses Dumpinggetue aus der Serie "Geiz ist geil" ist kontraproduktiv und das mache ich nicht mit.

LG

Jacky

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Re: Übersetze auch freiberuflich

Antwort von Hamida1 am 14.10.2004, 10:28 Uhr

Guten Morgen,

also, da hast Du wahrlich recht. Diese Dumpingpreise machen auch mir das Leben schwer. Vor zwei, drei Jahren lief es bei Weitem besser als heute. Die Konkurrenz ist einfach zu groß, auch und insbesondere was die sogenannten "Möchtegern-Übersetzer" angeht, also Leute, die sich durch ein paar Sprachkurse qualifiziert genug fühlen, Übersetzungsdienste anzubieten. Da geht mir wirklich jedesmal die Hutschnur hoch! Nicht nur, dass durch diese Gruppe die Preise bis ins Unerträgliche gedrückt werden, sondern auch dass unser Berufsbild somit völlig unterbewertet wird. Mir ist schon oft passiert, dass jemand mit einer Übersetzung zu mir kam, der vorher schlechte Erfahrungen bei sog. Übersetzern gemacht hat und ich diese Übersetzungskatastrophe dann ausbügeln durfte.

Nichtsdestotrotz ist es ein schöner Beruf, und ich möchte diese Art zu arbeiten auch nicht mehr aufgeben. Du deckst zudem durch Deine eigenen Sprachen und Dein Kollegen-Netzwerk einen großen Bereich ab, und das würde ich an Deiner Stelle auf jeden Fall aufrechterhalten.

Zudem habe ich bei seriösen Kunden gemerkt, dass die für gute Übersetzugsarbeit auch lieber etwas tiefer in die Tasche greifen und die entsprechenden Honorare auch akzeptieren.

Wie der Zufall es will, bin ich übrigens momentan auch nach langer Zeit wieder selbst mit einer Frage im Forum aktiv: Wir planen ein zweites Kind, wobei Planen in unserem Fall schon fast zuviel gesagt ist, weil ich noch sehr zögere (mein Mann hätte sehr gern weiteren Nachwuchs), weil die meiste Arbeit an mir hängen bleibt, und ich alles organisieren muss. Trotz aller Unterstützung durch die Familie weiß ich wie schwer es ist, keinen Mutterschutz zu haben, sondern praktisch übergangslos nach der Geburt wieder weiterarbeiten zu müssen, damit die Kasse stimmt. Es ist also wirklich keine leichte Entscheidung.

Liebe Grüße
Tanja

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Re: @hamida1

Antwort von wassermann63 am 14.10.2004, 11:08 Uhr

Hallole nochmal,

schön, deine Nachricht zu lesen :-) Dann stehe ich also nicht alleine da auf meiner Insel im Dumping-Meer...

Übrigens bin ich jetzt zum 2. Mal schwanger, natürlich ohne Mutterschutzaussichten oder so, weil freiberuflich tätig. Tja, der Italiener würde sagen: "rischi del mestiere", Berufsrisiko halt.

Natürlich mache ich mir auch meine Gedanken, wie ich meinen Beitrag zur Haushaltskasse aufrecht erhalten kann, mit 2 Kiddies. Ist schon schwer genug mit 1 Kind. Aber ich denke, dass dann bei der Geburt des 2. das 1. Kiddy schon im Kindergarten sein wird und die ersten ca. 6 Monate kann man mit einem kleinen Kind gut nebenher arbeiten, dann eben nur morgens.

Also, meiner Meinung nach, wenn dein Mann sich ein Kind wünscht, dann ist er sich mit Sicherheit auch bewusst, welche finanzielle Einbuße das für die Familie bedeutet (du kannst dann halt nicht mehr so viel verdienen) und dann kann er mit diesem "Opfer" auch leben.

Also passt es ja dann irgendwie wieder :-)

Jedenfalls kann ich - mal abgesehen von beruflichen und finanziellen Aspekten und jenen der persönlichen Belastung - nur sagen, dass ich als Einzelkind mir immer ein Geschwisterle gewünscht hätte. Vielleicht nen großen Bruder, mit dem man dann schon früher in die Disko darf oder ne kleine Schwester, die man dann im Kinderwägele umeinanderkutschieren kann...

Wie auch immer, wünsche dir auf jeden Fall viel Glück und Erfolg bei allem!

LG

Jacky

P.S.: Welche Sprachen deckst Du denn ab?

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Re: @wassermann63

Antwort von Hamida1 am 14.10.2004, 12:57 Uhr

Hallo Jacky,

schön, nochmal von Dir zu lesen. Dann bist Du also zum zweiten Mal schwanger. Finde ich super, dass Du auch mit zwei Kindern die berufliche Selbstständigkeit aufrechterhalten möchtest und die Situation auch grundsätzlich optimistisch einschätzt!

Ich bin von Natur aus eher zögerlich und mache mir wahrscheinlich viel zu viele Gedanken.

Du hast recht: Es ist schon viel wert, wenn der eigene Mann kein Problem mit der Entscheidung für ein zweites Kind hat - auch was die finanziellen Einbußen betrifft. Nur war meine erste Schwangerschaft mehr als katastrophal. Latentes Asthma und diverse Allergien, die ich ansonsten gut im Griff habe, brachen durch die Hormonumstellung mit voller Wucht durch, so dass ich eigentlich die Hälfte der Schwangerschaft komplett außer Gefecht gesetzt war. Der Einnahmeverlust war da noch einigermaßen zu verkraften, aber es war auch noch kein Kind da, d. h. ich konnte mich problemlos schonen, was bei der zweiten Schwangerschaft ja nicht mehr der Fall wäre. Du siehst, ich kämpfe mit etlichen Für und Wider, aber ich will mich einfach in nächster Zeit zu einer Entscheidung durchringen. Ich denke, dass bin ich meinem Mann und unserer Tochter auch schuldig. Beide wünschen sich nämlich Familienzuwachs ;-)

Ich war übrigens auch Einzelkind und habe mir, genau wie Du, immer Geschwister gewünscht und bedaure bis heute, dass wir eine so kleine Familie sind.

Was Deine Frage zu meinen Sprachen angeht, so übersetze ich selbst Englisch und Französisch. Meine "Mitstreiter" decken zudem Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Niederländisch und Russisch ab.

Vielleicht können wir ja ein bisschen in Kontakt bleiben, wo wir doch eine ähnliche Ausgangssituation haben :-)

LG
Tanja

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Re: @hamida1

Antwort von wassermann63 am 14.10.2004, 13:22 Uhr

Hallole,

gerne bleibe ich in Kontakt mit dir. Meine Emailadresse habe ich auf jeden Fall hinterlegt, falls du mal Lust haben solltest zu schreiben.

Noch zum Thema 2. Schwangerschaft. Ich würde mir da gar nicht sooo viele Gedanken machen, sondern den Dingen ihren Lauf lassen. Mutter Natur hat es meiner Meinung nach so eingerichtet, dass es *ähm, wiesollichsagen* sowieso immer dann schnackelt, wenn man es sich am wenigsten erwartet ;-) Vielleicht werden in solchen Situationen weniger Stresshormone gebildet, die ja nicht gerade förderlich für eine Schwangerschaft sind.

Jedenfalls bin ich überzeugt, dass 2 Kinder nicht das doppelte an Aufmerksamkeit abverlangen (aber natürlich auch verdienen, die sehr süßen kleinen Wonneproppen). Aber da kann ich Genaueres erst nach dem Entbindungstermin nächstes Jahr sagen :-)
Da gilt für mich als unverbesserlichen Optimisten: Schaun mer mal...

Liebe Grüße

Jacky

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Re: Babysitter, Tagesmutter oder Haushaltshilfe?

Antwort von syko am 27.10.2004, 9:25 Uhr

Hallo Jacky,

ich bin auch freiberuflich unterwegs. Während der Schwangerschaft und als Tim noch ganz klein war, hab ich daheim gearbeitet (gleiches Modell wie deins). Als er ein halbes Jahr alt war, ging das nicht mehr - es war einfach zu unruhig. Daher ist Tim jetzt (wir haben ihn vor der Fremdelphase dort eingewöhnt, daher völlig problemlos) an 4 Tagen je 5 Stunden bei der Tagesmutter. Klappt super: er liebt seine Halbtagsschwester heiss und innig, und ich kann mit ruhigem Gewissen meinen Kram erledigen.

Ciao
Susanne

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