Für alleinerziehende Eltern

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Geschrieben von nathy am 11.07.2003, 15:16 Uhr

würdet ihr es anders machen, wenn ihr nochmal die gelegenheit dazu bekämt?

hallo,
ich muss euch mal was fragen. dazu muss ich bissl ausholen.
als ich schwanger war, bin ich von köln nach würzburg zu meinem freund gezogen, weil ich ja mit kind sowieso im erziehungsurlaub bin und er hier erst dieses jahr im august sein examen macht. ausgemacht war aber, wenn er dann eben im august sein examen hat, dass wir dann wieder zurück nach köln gehen. SO, und vor ein paar wochen hat er es sich anscheinend anders überlegt und gesagt, dass er unter keinen umständen von würzburg wegziehen wird. ich könnte mit unserem sohn gerne alleine zurückziehen, wenn ich das unbedingt möchte, er würde aber niemals mitkommen. und leider ist es auch so, dass ich mich hier absolut nicht wohl fühle. ich hab es jetzt mittlerweile seit 1 jahr versucht, komme hier aber überhaupt nicht zurecht. dazu kommt, dass ich sein familiäres umfeld auch nicht gaaaanz so mag. das belastet unsere beziehung ohne ende, streit gibts deshalb täglich.
na jedenfalls jetzt meine frage: hat es eine von euch schon mal bereut, dass ihr nicht mehr mit euren früheren partnern zusammen seid? beispielsweise in meinem fall, würdet ihr, wenn ihr nochmal könntet, sagen: augen zu und durch, einfach hierbleiben und alles ertragen, nach dem motto "die zeit heilt alle wunden"? oder würdet ihr immer wieder alleine mit eurem kind /euren kindern "die sache durchziehen"?
vg, maren.

 
6 Antworten:

Antwort von fusel am 11.07.2003, 15:32 Uhr

Hi,

bei uns lag der Fall aber anders: die Problematik verschiedene Persönlichkeiten und Ansichten unter einen Beziehungshut zu bringen. Wäre ich noch mit dem KV zusammen, würde ich genau da wohnen, wo ich eigentlich nie weg wollte, aber umständehalber mußte. Nichtsdestotrotz merke ich auch jetzt noch das ich mich mit dem KV nicht verstehen würde und fühle mich daher nach jedem Telefonat aufs Neue bestätigt.

Das es unschön ist in einer Stadt zu leben die man nicht mag, kenne ich. Mein früherer Freund (vor KV) fand es ganz toll hier zu leben, für ihn als Kleinstadtmensch war sogar eine 180.000 Einwohnerstadt eine sprudelnde Metropole und das hat die Beziehung trotz "großer Liebe blabla" nachhaltig belastet und mir persönlich wenig Zukunftsperspektiven gezeigt. 4 Monate nach der Trennung war ich wech.
Nun bin ich, Ironie des Schicksals, doch wieder hier wo meine Eltern leben, finde die Stadt genauso ätzend wie früher und strampel mich ab wieder hier wegzukommen (o: Niemals nie werde ich mich hier assilimieren und ein Leben aufbauen können.

Aber das ist eben bei jedem anders.

Grüße

fusel

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Re: Nö

Antwort von lillyfee am 11.07.2003, 19:27 Uhr

also, wenn ich mich nicht wohlfühle, ziehe ich um.
besser ist das!
das gibt nur streit und unzufriedenhait und am schluß hat man das gefühl, ewas verpaßt zu haben. und das für einen mann, der eben auch nicht bereit ist kompromisse zu schließen . NÖ!
man kommt ohne männe prima zurecht und ist bestimmt in einigen situationen viel entspannter.

LG

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Assimilieren - Herrgott, wie peinlich! //ot&LG

Antwort von fusel am 11.07.2003, 19:55 Uhr

hl

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Re: Nö

Antwort von bikermouse66 am 11.07.2003, 20:44 Uhr

Hallo,
bei uns war es eher die Entscheidung, ob er bei mir einzieht. Damals hab ich ganz spontan NEIN! gesagt. Ganz ehrlich, es war so eine Aussage aus dem Bauch heraus und schneller draußen als ich denken konnte *gg Das ist nun über 3,5 Jahre her und bereut hab ich das bis heute nicht. Ganz das Gegenteil ist der Fall. Da seine Mutter so ziemlich das sagen hat, hätte ich echt nix zu lachen gehabt. Ganz spontane Aussagen und Handlunegn aus dem Bauch heraus, so richtig aus tiefstem Gefühl waren für mich immer noch die besten :-))

LG
mousy

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Re: würdet ihr es anders machen, wenn ihr nochmal die gelegenheit dazu bekämt?

Antwort von lisa28 am 11.07.2003, 22:42 Uhr

oh mann kommt mir deine geschichte bekannt vor...!!!
also ich bin damals von ffm nach ganz-im-süden gezogen und hab es bis heute fast nie bereut - bei uns gab´s damals auch ein dreijähriges hickhack um´s umziehen oder dableiben bis ich schließlich einen knopf an die sache gemacht hab. sogar heut redet er manchmal noch davon, daß er jetzt dann doch wieder zu mir kommt aber mehr wird nie daraus - was schließe ich daraus? wenn ich gewartet hätte, daß er sich mal entscheidet würde ich heute noch in diesem "großstadtsumpf" hocken und hätte keine kinder mehr bekommen, keinen betriebswirt gemacht, keine eigene wohnung mit garten, keine zeit für´s internet... ;o)))

aber ich denk mal du musst für dich selbst entscheiden ob dir die beziehung denn noch etwas wert ist. wenn ich total glücklich gewesen wäre, dann wäre ich nie auf die idee gekommen ohne ihn woanders hin zu gehen - wie ist das bei dir?

wünsch dir alles gute und die für dich richtige entscheidung!
lg, lisa

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Re: würdet ihr es anders machen, wenn ihr nochmal die gelegenheit dazu bekämt?

Antwort von spiky73 am 12.07.2003, 7:44 Uhr

hallo maren,

hierzu noch schnell meine geschichte, sowie die einer freundin.

ich lernte vor 5 jahren einen US soldaten kennen (der vater meines kindes), und da ich frei und ungebunden war, war es für mich von vorneherein keine frage, dass ich ihm zuliebe zumindest VERSUCHEN würde, in den USA zu leben. sofern es die situation halt erfordern würde, weil die soldaten ja gern mal in der welt herumgeschickt werden. gesagt, getan. als das kind kam, war er so gesehen schon über alle berge. es war aber für ihn die natürlichste sache der welt, dass ich mein geld zusammenkratze und dann mit kind zu ihm in die staaten gehe. finanziell unter die arme gegriffen hat er mir dabei kein bisschen und mich in der neuen heimat auch ziemlich im regen stehen lassen. von unterstützung keine spur.
die amerika-experience dauerte also gerade mal 10 wochen, dann war ich entnervt und enttäuscht wieder auf heimischem boden. die beziehung hat es auch nicht überlebt. und meine finanzen hat es mehr als überstrapaziert. das ist mir die sache dann heute doch nicht mehr wert.
heute, mit kind, würde ich von dem mann erwarten, dass er auf mich zukommt, nicht umgekehrt. arbeit findet sich überall, auch für männer, aber ich denke, "heimat" kann einem keiner ersetzen, und die würde ich meinem kind gerne geben. ich bin als kind mehrmals "umgezogen worden", und bzgl. der heimat meiner eltern hat sich am ende für mich nie ein besonderes zugehörigkeitsgefühl eingestellt. höchstens ein groll darüber, dass ich diesen fürchterlichen dialekt nicht immer verleugnen kann.
ich fühle mich hier, in meiner wahlheimat frankfurt sehr wohl, hoffe, dass das auch meinem kind so geht, und in der neuen wohnung habe ich zum ersten mal das gefühl "angekommen" zu sein. sie geht hier in den kindergarten und später wohl auch zur schule, und die lage der wohnung ist jetzt endlich, mehr als ruhig.

zu meiner freundin möchte ich noch erzählen, dass sie aus den neuen bundesländern zwecks ausbildung nach hessen kam und bei ihrem freund hängen blieb. wie sie heute sagt, war ihr damals der stern auf der motorhaube wichtiger als alles andere, und ihr freund konnte ihr das eben bieten (während auf der anderen seite geknausert wurde, wos nur ging). die beziehung war für alle aussenstehenden alles andere als glücklich, aber sie hat es nicht sehen wollen.

dann kam die hochzeit (im verflixten 7. beziehungsjahr), ein knappes jahr später das kind und ein paar wochen nach dem baby das aus. seitdem lebt sie wieder bei ihren eltern in der heimat, erfährt dort unterstützung, macht eine umschulung und ist (vom männerstress abgesehen) glücklich. und der kindsvater und ex-mann hat das kind nach meinem letzten wissenstand seit dem wegzug nur einmal gesehen. und das nicht, weil sie ihm das kind vorenthalten will, sondern weil ihn das benzingeld reut. dabei hätte er die finanziellen und zeitlichen mittel (selbständig). soweit ich weiss, ruft er noch nicht einmal an um zu hören, wies dem kind geht.

LG martina

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