Für alleinerziehende Eltern

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Geschrieben von Wartender Mond am 12.01.2005, 16:30 Uhr

Umgangstheater...Achtung, lang!!

Hallo, also, nach diesem Wochenende brauch ich mal dringend Zuspruch. Wie Ihr vielleicht noch wisst, liegt unsere Trennung schon ueber drei Jahre zurueck, unsere Tochter ist jetzt 3 1/2 Jahre alt. Die Geschichte von damals ist sehr dramatisch verlaufen, mit Gewalt und Misshandlung usw. das ist ja bekannt, und ich hab immer noch eine posttraumatische Belastungsstoerung, die auch von mehreren Seiten bestaetigt und attestiert ist, ebenso wie meine Tochter. Die inzwischen Frau meines Ex spielte bei der Traumatisierung eine wesentliche Rolle, auch wenn die Dramen primaer zwischen uns abliefen. Wie ich vor Weihnachten berichtet hab, bin ich aus Bayern weggezogen und 350 km weg, weil ich geheiratet habe und mein Mann hier eine Stelle hat, die man nicht aufgibt (im Gegensatz zu mir). Eine Alternative zum Umzug gab es nicht, ausser nicht heiraten... Ich bin inzwischen in der 17. Woche schwanger.

Am Anfang ist der KV voll ausgeflippt, da er in Bayern noch zwar duenn gesaet, aber in gewisser regelmaessigkeit UG in Begleitung der Grosseltern hatte. Jetzt ist es halt weiter weg. Ich hab ihm aber UG angeboten, er durfte die Intervalle selbst stecken, in denen er sich das "antun" moechte, er entschied fuer 1 mal monatlich. Die Kleine macht noch immer ziemlich lang Mittagsschlaf (ca. 2 h) und braucht die auch. So haben wir ausgemacht, dass er vormittags und nachmittags UG hat, je nach Wetterlage und Situation. Ohne Mittagsschlaf geht es aber nicht. Er wollte dann von Fr. auf Sa. hier im Hotel schlafen, was er aber jetzt doch nicht gemacht hat, verm. wegen der Kosten. Bisher war 2 mal solch ein Termin.

Unsere Kinderpsychologin hat uns ans Herz gelegt wegen der Traumasache den UG auszusetzen, da die Kleine nachts Schreiattacken hat wenn UG war oder ansteht und sie es vorher schon weiss. Der Kinderpsychiater bei dem wir uns hier noch Rat gesucht haben, meinte sogar, mein Mann sollte die Kleine adooptieren, was er auch wuerde aber nicht kann ohne Zustimmung des KV. Der Psychiater ist der Meinung das staendige Spannungsfeld wuerde meine sehr sensible Tochter zu sehr belasten, insgesamt wurde uns eine Traumatherapie angeraten, die ich aber erst spaeter machen kann, nicht waehrend der Schwangerschaft (wegen Fehlgeburtgefahr) und auch nicht im ersten Lebensjahrs des Babies weil es angeblich zu sehr an die Substanz geht und sehr hart ist.

Also, nach dem Rat den UG auszusetzen hab ich erst mal entschieden, das NICHT umzusetzen, da ich IHM nicht ganz den UG versagen wollte, aber ich bat ihn in einem persoenlichen Gespraech, den UG wahrzunehmen mit SEINER Tochter erst mal ohne seine Frau (welche die Kleine gar nicht kennt und zu welcher keinerlei Bezug besteht). Das war der Kompromiss den mir unsere Kinderpsycho. dann nahegelegt hatte. Erst reagierte er voll gut und wir schlossen die Abmachung, dass halt immer in dem von ihm gewaehlten zeitlichen Abstand der UG stattfindet und da die KLeine nicht alliene mitwill und immer regelrechte Panik kriegt "Aber kommst Du oder der Papa mit?" und nachts hysterisch aus dem Schlaf hochschreckt und uns anfleht bloss nie wegzugeheen.... deswegen geht mein Mann mit, weils unserer Familie insgesamt besser geht wenn ICH selbst den KV nicht jeden Monat sehen muss. Immer im Zs.hang mit dem Umgang faengt sie auch immer an mit Alptraeumen und Erzaehlungen vom "fremden Mann" und das macht mir schon Sorgen.

Eigentlich lief es die ersten zwei Mal gut, die Kleine war zwar krank, Mittelohrentzuendung, aber wir haben ihn auch nicht einfach blind herfahren lassen sondern ihn vorher angerufen und ihm Bescheid gesagt dass es nicht so lang geht. Muss man sich mal vorstellen, er hat nicht als erstes gefragt, wie es ihr geht oder was wir dagegen machen (obwohl mein Mann ihm sogar erzaehlt hat dass es evtl. operiert werden muss) sondern "Aha und was koennen Sie mir bitteschoen als Ausgleich anbieten?" als ginge es hier nur um einen Gegenstand auf den er ein Recht hat. Den angebotenen ERsatztermin wollte er aber nicht, also haben wir nur vormittags gemacht.

Der zweite Termin war jetzt am Samstag. Vormittag gings ganz gut, aber die Kleine wollte nicht vom Spielplatz heim, der KV wollte zwar gehen aber konnte die Kleine nicht ueberzeugen und mein Mann wollte nicht in das Treffen eingreifen und es beenden, damit es nicht heisst, er mischt sich ein, und daher wurde es zwei bis sie gegessen hatte und im Bett war (sie war fix und fertig von 4 h Spielplatz) und wir vereinbarten anzurufen wenn sie ausgeschlafen hat. Natuerlich wurde das etwas spaeter.

Jedenfalls stand er dann mit seiner Frau unten vor der Tuer ohne vorherigen Anruf oder so, wutentbrannt. Unterm Strich so macht ihm das keinen Spass, er will dass die Kleine nicht schlaeft wenn er kommt, weil ihm das nicht in den Zeitablauf passt, seine Frau soll kuenftig dabeisein weil er nicht alleine so weit fahren mag und sie sich hier langweilt (tolle Begruendung) und er glaubt mir sowieso nicht dass die Kleine krank sei, er will das alles aerztlich attestiert, er glaubt auch nicht dass sie nachts panisch schreiend aufwacht, und die Abmachung sei hinfaellig weil ich angeblich auch mich nicht dran gehalten hab, dabei waren wir wirklich fair!!! Wie weit laestt er sich da runter dass er mir nicht mal glaubt dass die Kleine MOE hat und nicht schwimmen gehen darf, Fieber hat, er glauibt nicht mal dass sie mittags schlaeft. Das Seltsame ist, dass er damit erst ankam als er mit seiner Frau beim Mittagessen war, vorher war alles noch okay, seine Frau hat sich auch schon mehrfach hier bei uns total unpassend vor der Tuer in Gegenwart meines Mannes aufgefuehrt, hat mich beleidigt und dabei ist es doch nicht ihr Kind!!! Und meinen Mann als Luegner und uns als unmoralische Unterhaltsbetrueger hingestellt.

Meine Frage nun> Ich habe echt versucht, einen Kompromiss zu realisieren, der unser Leben nicht allzusehr belastet, und dennoch die REchte aller wuerdigt, ohne ihm die knallharte Loesung meiner Kinderpsychologin vorzuballern. Ich hab versucht zu reden, hab gebeten waehrend meiner Schwangerschaft einfach mal keinen Terror zu machen.Wann ist das Mass voll, wann ist der Punkt erreicht wo ich realisieren sollte was die Psycho. und meine Anwaeltin geraten haben, Klage auf Aussetzen des UG und Anzeige wegen gefaehrlicher Koerperverletzung? (wollte halt auch den Vater der Kleinen nicht als Kriminellen darstellen) Ich hab auf all das auch reichlich wenig Lust aber wenn er nicht endlich aufhoert aus dem gemeinsamen Kind Anlass fuer solch ein Kasperlestheater zu machen, muss ich mich wehren. Am Sonntag hatte ich schon wieder leichte vorzeitige Wehentaetigkeit, und das obwohl ich die ganze Zeit eine problemlose SS hatte.

So, jetzt hab ich mal die ganze Story erzaehlt, hoffe, nicht allzu verwirrend.

Der Kinderpsychiater meinte, es geht hier keinesfalls ums Kind, so wie er sich verhaelt.

LG vorerst und genervt rueberwink

WM

 
1 Antwort:

Re: Umgangstheater...Achtung, lang!!

Antwort von Elke25+2 am 12.01.2005, 22:49 Uhr

Puh, das ist alles viel und heftig.

Was mich sehr wundert ist die Tatsache das Du Dich so gegen das angeratene Umgangsrechtsverbot sträubst. Ich meine, der Kinderpsychologe sagt das ja nicht vom blauen Himmel runter. Und wenn Deine Kleine nachts mit Schreiattacken aufwacht wenn sie Umgang mit ihrem Erzeuger (Vater mag ich ihn nach Deinen Ausführungen garnicht nennen) hatte, dann wäre es für mich überhaupt keine 2 Gedanken wert: Schluß mit den Besuchen!

Was sein Verhalten anbelangt so finde ich ist das reine Schikane Dir gegenüber. Und das solltest Du Dir in Deinem Zustand ebenfalls ersparen. Allein schon anzuzweifeln das das Kind krank ist oder seinen Mittagsschlaf noch braucht ist ja eigentlich ne Frechheit. Sieht man ja dran wie gut er seine Tochter kennt. Sonst würde er wissen das sie Mittags schläft und wie sie drauf ist wenn sie krank ist.

Mein Rat: nimm die Tipps Deines Psychologen für bare Münze und sieh zu das der Kerl aus eurem Leben verschwindet.

LG und alles gute für die Kugelzeit

Elke (die in 5 Wochen auch ein Baby erwartet)

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