Für alleinerziehende Eltern

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Geschrieben von Elisabeth mit Fumi & Temi am 19.03.2004, 11:11 Uhr

Nun ist es ganz vorbei - lang

Hallo,

mit einem Bein bin ich ja schon länger hier, aber jetzt wird es richtig ernst. Am Montag habe ich einen Termin bei einer Anwältin, heute gehe ich noch zur Bank, um ein eigenes Konto zu eröffnen.

Das komische ist, daß wir uns gestern ziemlich einig waren, daß wir uns beide noch lieben und es die letzten Wochen eher bergauf gegangen ist. Aber EINEN EINZIGEN Gefallen kann er mir nicht tun, und so sehe ich mich gezwungen, die Scheidung einzureichen.

Das war so:
Ich bin ja derzeit Alleinverdienerin, mein Mann ist arbeitslos ohne Bezüge, weil ich "zu viel" verdiene und auch etwas Vermögen habe.
Die Wohnung, in der wir wohnen, steht zum Verkauf. Und zufällig ist gerade meine Eigentumswohnung in Berlin freigeworden. Jetzt würde ich gerne die Wohnung in Berlin verkaufen und stattdessen unsere Wohnung hier kaufen. Das Geld käme alles von mir. Der Erlös aus dem Verkauf der Berliner Wohnung (nach Abzug des Kredites sowieso nicht mehr viel), ein Bausparvertrag, auf dem hauptsächlich Geld liegt, das ich von meinem Opa geerbt habe, und ein günstiger Kredit von meinen Eltern. Deswegen ist es mir wichtig, daß die Wohnung auf meinen Namen läuft und auch bei einer Trennung nicht in "Gefahr" gerät. Die Wohnung soll der "feste Halt" für die Kinder und mich sein. Wir hatten schon mehrfach darüber gesprochen und er war prinzipiell damit einverstanden. Gestern wollte ich dann Nägel mit Köpfen machen und einen Termin beim Notar ausmachen, um unseren Güterstand von Zugewinn auf Gütertrennung zu ändern. Auch, weil er sich jetzt vielleicht selbstständig machen möchte - ich fühle mich einfach wohler dabei. Aber jetzt möchte er von all dem nichts mehr wissen.

Er verweigert standhaft jede Unterschrift unter eine Güterstandsänderung. Ich habe jetzt die Konsequenz gezogen und möchte die Scheidung einreichen. Wobei es mir nur um die Klärung der Vermögensverhältnisse geht, von mir aus können wir ansonsten ein Paar bleiben (soweit wir es in den letzten Monaten waren). Ihm ist das recht so. Nachdem ich die ganze Nacht durchgeheult habe, wollte er heute früh sogar plötzlich mit mir schlafen - wir haben seit über einem Jahr nicht miteinander geschlafen und seit fast einem Jahr auch getrennte Betten. Versteht einer die Männer?

Ich habe heute früh versucht ihm klarzumachen, daß die Scheidung unendlich teurer wird als eine Änderung des Güterstandes, das Ergebnis für die Vermögesnverhältnisse aber gleich ist. War ihm egal (ist ja nicht sein Geld - ich weiß, das ist böse, aber ich bin soooo sauer!).

Ich habe immer, immer Geld in die Familie reingebuttert. Es war für mich kein Problem, daß er nicht mal genug verdiente, um die Miete zu bezahlen (wenn er denn überhaupt mal Geld verdient hat). Er wollte eine Weiterbildung machen und das AA zahlte nicht - kein Thema. Seine Mutter brauchte Geld - wir haben es überwiesen. Er wollte ein Haus in Lagos, um vor der Familie damit anzugeben - Elisabeth bezahlt. Mein Mann langweilte sich zu Hause und wollte einen Golfkurs machen -bitte schön. Wir haben einen Teil des Erbes verbraucht, um unseren üppigen Lebensstandard aufrechterhalten zu können, obwohl ich mich nicht wohl dabei fühlte.

Ich habe ein ziemlich ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis. Ich habe nur nie gewagt, mein Unwohlsein über den Verbrauch der Reserven in Aktion umzusetzen.

Aber jetzt langt es mir. Von mir aus können wir mein nicht gerade geringes Einkommen weiter verprassen. Aber die Reserven möchte ich für die Kinder und mich vor jeglichem Zugriff schützen. Und deswegen ist es mir wichtig, Gütertrennung zu machen, bevor ich meine Reserven (die ich im Moment im Falle einer Scheidung noch retten kann) endgültig in den gemeinsamen Topf schmeiße. Er macht nicht mit, also muß ich die Scheidung jetzt durchziehen, gegen meinen erklärten Willen. Versteht Ihr das? Könnt Ihr meine Gedanken nachvollziehen? Er sagt, ich vertraue ihm nicht. Meine Güte, ich habe ihm fast 9 Jahre lang grenzenlos vertraut, und würde das - was mein Einkommen angeht - auch weiterhin tun. Es geht mir doch nur um die Rücklagen. Als Ausgleich sollte er das Haus in Lagos alleine behalten dürfen, das hat damals 40.000,- Mark gekostet. Die Reste meine Rücklagen belaufen sich derzeit auf rund 50.000,- Euro. Ich finde, das ist ein fairer Ausgleich wenn man bedenkt, daß ihm eigentlich gar nichts von dem Geld zusteht, rein rechtlich gesehen.

Heute möchte ich ein Konto für mich eröffnen, wir haben seit unserer Hochzeit nur ein gemeinsames Konto. In Zukunft werden alle Geldeingänge auf mein Konto gehen, für das er keine Vollmacht hat, und ich überweise Geld für ihn zur freien Verfügung auf unser gemeinsames Konto, so stelle ich mir das vor.

Er hat versprochen, vor Gericht auszusagen, daß wir seit über einem Jahr getrennt in der gleichen Wohnung leben. Ob er seine Zusage diesmal einhält oder es sich wieder anders überlegt? Ich weiß es nicht. Mit meinem Vater habe ich gerade abgesprochen, daß im Notfall - also wenn die Scheidung sich doch hinzieht - er die Wohnung kauft und sie mir weiterverkauft, sobald die Scheidung durch ist. Für das letzte Jahr kommt sicher eine Riesen-Steuernachzahlung auf mich zu, das Geld wird mir dann bei der Finanziehung der Wohnung fehlen.

Ich mache gerade eine Checkliste, was ich noch wo beantragen muß.
* Neuberechnung der KiGa- und Hortbeiträge beantragen beim Jugendamt
* Änderung des Kontos für Gehalt und Kindergeld
* Änderung der Steuerklasse (bekomme ich eigentlich noch 2 oder nur noch 1?)

Habe ich noch was vergessen?

Sorry für's zumüllen, irgendwo mußte ich das jetzt loswerden. Und bis heute Abend muß ich noch drei Berichte schreiben für meinen "Lieblingschef". Aber meine Gedanken sind immer bei der "To-Do-Liste" für die Scheidung.

Danke an alle, die bis hierhin ausgehalten haben,
Elisabeth.

 
12 Antworten:

Re: Nun ist es ganz vorbei - lang

Antwort von n_tim am 19.03.2004, 11:30 Uhr

hallo
endschuldige wenn ich es dir so sage: er will nicht aus den gemachten nest!!!!!
und jetzt wo er merkt es wird dir ernst, versucht er dich wieder rumzukriegen
aber besser wird es nicht!
glaub ich zumindest.

ich wünsche dir vom herzen viel kraft, halte durch!
nicole

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Re: Nun ist es ganz vorbei - lang

Antwort von elody am 19.03.2004, 11:49 Uhr

*lach* schön geschrieben :-)
Aber beruhige dich, wenn Kind etwas älter wird, dann wird besser ;-)
Gruss Moni

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Re: Nun ist es ganz vorbei - lang

Antwort von elody am 19.03.2004, 11:50 Uhr

ups ups sorry, dass war jetzt im falschen thread gepostet....
Gruss Moni

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Re: Nun ist es ganz vorbei - lang

Antwort von hase67 am 19.03.2004, 12:21 Uhr

Hallo Elisabeth,

erst mal ein Kompliment, dass ich eigentlich schon länger loswerden wollte: Ich habe schon ein paar Mal deine Postings hier, im Partnerschaftsforum oder im "Sorgenkinderforum" verfolgt und immer gedacht: Wow! Ziemlich patente Frau!

Aber na ja, du bist ja hier, um dir Rat zu holen. Mal eines vorweg: Mich macht es immer kribbelig, wenn ich lese, dass Frauen ihre Männer "aushalten", kürzlich war auch im Partnerschaftsforum so ein Fall, wo ich meine Klappe nicht halten konnte. Ich habe das selbst zwei Mal erlebt. Beide Male ist es ziemlich in die Hose gegangen, und das lag vor allem daran, dass sich mit der Zeit eine ganz ähnliche Konstellation ergeben hat wie bei dir. Ich verfüge zwar nicht über Vermögen, habe aber immer ziemlich gut verdient und bin auch ziemlich freigiebig mit meinem Geld. Wenn meine Partner finanzielle Dummheiten begangen hatten, stand ich eben immer dafür ein, war ja nie ein Problem. Nur: Irgendwann entwickelte sich daraus auf Seiten der Männer eine Anspruchshaltung, die mich wiederum wahnsinnig in Rage gebracht hat. Die Großzügigkeit wurde zur Selbstverständlichkeit, und dass sie sich bei mir "bedienten", war nicht einmal mehr Grund für ein Dankeschön.

Ich denke, bei dir liegt der Fall ähnlich, und dass das so ist, dazu hast du natürlich selbst beigetragen (wie ich damals auch). Dass es dir jetzt reicht und dein Sicherheitsbedürfnis sich laut zu Wort meldet, ist nur verständlich, und ich finde es gut, dass du auch konsequent dazu stehst. Wahrscheinlich wäre das längst fällig gewesen.

Aber mir sind beim Lesen deines Postings zwei Erklärungsmöglichkeiten für das Verhalten deines Mannes durch den Kopf gegangen: 1.) Ist seine Trotzreaktion womöglich ein Zeichen verletzten männlichen Stolzes, weil er als Mann finanziell nie die Hosen anhatte und sich als Pantoffelheld fühlt? und 2.) Ist es vielleicht unter seiner "Würde", sich von seiner Frau die Umstellung von Zugewinngemeinschaft auf Gütertrennung diktieren zu lassen? Beides ist m. E. denkbar, vor allem, da dein Mann ja, wenn ich recht verstanden habe, Nigerianer ist. Mein Stiefvater stammt aus Ghana, und dort ist das patriarchalische Denken jedenfalls sehr ausgeprägt.

Bevor du jetzt am Montag die Scheidung einreichst, würde ich mir an deiner Stelle noch mal eine letzte "Rettungsmöglichkeit" überlegen: Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn mal ein unabhängiger Berater (Steuerberater, Anwalt, etc.) für deinen Mann die Vergleichsrechnung aufstellt und ihm schwarz auf weiß zeigt, dass seine Weigerung unsinnig ist? Dass er diese Argumentation von dir nicht annehmen kann, mag auch mit der allgemeinen Konstellation zusammen hängen. Aber eine unabhängige Stelle könnte ihn möglicherweise zur Vernunft bringen...

Das sind so meine Gedanken zu dem Thema...

Liebe Grüße

Nicole

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Re: Nun ist es ganz vorbei - lang

Antwort von britta + stacy am 19.03.2004, 14:43 Uhr

Huhu!!

Uiuiuiuiui, das klingt ziemlich kompliziert.

Was ist gut finde, ist das du nun ein eigenes Koto eröffnest, somit kann er nicht mehr an Geld ran......

warum willst du ihm Geld überweisen?? ER muß sich doch auch um seinen Unterhalt bemühen, und das tut er damit ja nicht.......!

Sammle Beweise, das er dich nur ausnutzt, dann kann er sogar leer ausgehen!

Lasse das Ganze am besten von einem guten Anwalt machen, denn das ist ja doch umfangreich und mit Risiken verbunden........

mit der Wohnung solltest du dich dann da auch erkundigen....... weil das sind Sachwerte bzw. Geldwerte, die ja "mitberechnet" werden........

Viel Erfolg

P.S. was würde er machen wenn er vor die Tür gesetzt werden würde, Hungern???

:-)

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Re: Nun ist es ganz vorbei - lang

Antwort von lucile am 19.03.2004, 19:09 Uhr

Hallo Elisabeth

Ich kenne Dich noch aus einem anderen Forum. Evtl. erinnerst Du Dich an mich.

Meine Geschichte hat sich - als es um Trennung ging - damals sehr zugespitzt.
Wir hatten auch das Problem, dass ich mehr verdient habe und damit auch alles finanziert hatte.

Es gibt auch noch ein Haus, auf dass ich derzeit keinen Zugriff habe.
Und - überdies - konnte ich das erarbeitete Geld nicht für die Kinder retten.

Diese müssigen Diskussionen hatten wir auch zu Hauf. Ich solle vertrauen, etc.pp.
Irgendwann wollte ich - wie Du nun - nicht mehr vertrauen.
Mit dem Ergebnis, dass der nette junge Mann mit all dem Ersparten aus der Ehe verschwand.

Es ging mir auch nicht darum, dass ich ihm etwas vorrechnen wollte. Letztlich artete es darin aus, weil ich keine Absicherung für uns alle als Familie bekommen konnte.

Heute würde ich mich nicht mehr auf derartige Spielchen einlassen.
Für mich heisst es heute schlicht: Wenn mein Mann mich liebt, dann möchte er mich und die Kinder absichern.
Vertrauen ist ja schön und gut. Am Ende durfte ich erleben, dass ich den Kindern davon alleine keien Brötchen kaufen kann.

Bevor Du die Scheidung einreichst, kläre mit Deinem Anwalt wie es sich mit dem Geld verhält.
Leider Gottes wird kein Gericht Dir euer Haus in Lagos anrechnen können. Das Geld ist ihm sicher. Soll ja auch ok sein.
Nur, dass Du meinst, dass Dein Erbe und das Erwirtschaftete den Kindern und Dir zukommt, ist Trugschluss.
Ihr habt Zugewinngemeinschaft. Das Erbe und Dein Verdienst sind Zugewinn.
Das kannst Du auch mit einer Wandlung in Gütertrennung nicht mehr ändern.
Also wird er an Eurem gemeinsamen Vermögen Anteil haben.
Und letztlich musst Du vermutlich sogar noch Unterhalt an ihn zahlen, wenns denn hart auf hart kommt.

Böse Zungen würden sowas Berechnung nennen.
Mein Anwalt nannte das Auswahlverschulden.

Normalerweise würde ich auch sagen, dass es nur normal ist, dass ihr Eurer Vermögen trennt. Ihr seid ein Paar und auch DU hast bei der Heirat beschlossen, dass euch alles gemeinsam gehören soll, was ihr erwirtschaftet.
Und nun möchtest Du es trennen?

Ich schreibe Dir zu Gute, dass DU die Verantwortung für die Versorgung der Kinder trägst. Somit erklärt sich Dein Ansinnen, das Geld für die Sicherheit der Kinder einzusetzen und zu behüten.

Aber, suche Dir einen guten Rechtsberater, der Dich vernünftig berät. Ansonsten wirst Du kaum eine Chance haben. Obwohl es ja auch die ein oder andere Möglichkeit gäbe.

Ich wünsche euch alles Gute und viel Geduld und Toleranz. Auch Deinem Mann.

Alles Liebe
Heike & Clan

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Re: Nun ist es ganz vorbei - lang

Antwort von *elfe* am 19.03.2004, 22:19 Uhr

Hallo Elisabeth,

ich bin beim Stöbern durch die RuB Foren bei Deinem Posting hängengeblieben.
ICh schreibe dir mal kurz meine Gedanken, und hoffe Du nimmst mir diese nicht krumm.
Dein Mann läßt sich schlicht und ergreifend von Dir aushalten, wie Du schreibst, über Jahre hinweg.

Du sorgst Dich um das Wohlergehen Deiner Family, und er lebt mit und von Deinem Geld.

Warum sollte er sich Sorgen machen, er nimmt bestimmt an, Du unterhälst ihn auch nach der Scheidung.

Damit wäre ich beim Punkt Zugewinn. Dein Mann hat auf Alles ein Anrecht, was Du mit in die Ehe gebracht hast, und auch während dieser zeit erwirtschaftet hast.
Wenn er nicht arbeitet, kannst Du davon ausgehen, dass Du für ihn Unterhalt zahlen mußt.
Deine Gedanken Eurer Vermögen fair zu teilen ehret Dich, aber Du wirst den Kürzeren ziehen, glaube mir.
Er hat nichts zu verlieren; im Gegenteil - je nachdem wie ihr Eure jetzige Situation löst, hat er später vermutlich noch freiere Hand.

Bist Du Dir sicher, dass er sich noch keinen Rechtsbeistand genommen hat? Der versuch mit Dir intim zu werden, hätte der Tipp eines cleveren Anwalts sein können, damit hättest Du das oligatorische Trennungsjahr so gut wie genullt, und Eure Trennung würde formal noch weitergehen müssen, um rechtskräftig geschieden zu werden.

Mein Tipp ist, bevor Du Dir Listen machst was zu erledigen ist, und was nicht, schreib als absoluter Toppic Point Number ONE "guten Rechtsbeistand suchen, der SPEZIALISIERT ist auf Scheidungen".
Und Toppic 2 wäre bei mir, dreh Deinem Nochmann den Geldhahn zu, und lerne ihn mal kennen wie er vermutlich wirklich ist.

Ich wünsche Dir alles Gute und genug Kraft
Tina

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elfe, sorry da stimmt die Hälfte nicht

Antwort von lucile am 20.03.2004, 10:38 Uhr

Einmal, zwei, drei Ausrutscher ins Bett gehen unterbrechen kein Trennungsjahr.

Sie wird jedenfalls das gesamte Ehevermögen teilen müssen. AAber, was sie mitgebracht hat, gehört weiterhin ihr , auch wenns vermutlich aufgrund der Verpflichtungen aus der Ehe und der Scheidungsfolgenkosten, dahin schmelzen wird.
Aber es ist falsch, dass beiden gemeinsam gehört, was sie mitgebracht haen. Das gehört jedem allein.

Sie wird Rentenanwartschaften abtreten müssen und sie wird aufpassen müssen, dass sie ihn nicht noch nach der Trennung aushalten muss.
That's it.
Was in Lagos ist, ist hoffentlich dort mit Brief udn Siegel für beide abgesichert. Sonst hat sie gar keine Chance dort auch nur einen Cent zu sehen.
Auch wenn sie sich ausmalen kann, dass er alles dafür tun wird, dass sie in Lagos keinesfalls noch an einen Cent rankommt.

Es gilt nun einfach Sicherheit für die Kinder zu schaffen, indem sie umsichtig agiert.
Sie hat die gleichen Möglichkeiten wie er, um noch zu retten was zu retten ist.
Nur, sie muss es jetzt realisieren.

Grüsse
Heike

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Re: Nun ist es ganz vorbei - lang

Antwort von bikermouse66 am 20.03.2004, 11:12 Uhr

Hallo Elisabeth,

wollte mal vom KV-Streß abschalten und nun lese ich Dich hier. Eigentlich schade, denn ich weiß, Du hast bereits eine Menge geatn für Eure Beziehung. Jedoch muß ich Dir auch leider sagen, die anderen hier ahben Recht, wenn sie sagen, Dein Mann sitzt im gemachten Nest. Ich würde es soagr als Schmarotzer bezeichen.
Das was Dir vor der Ehe gehörte, das gehört Dir während der Ehe und bleibt Dir auch erhalten! Frage Deinen Anwalt, ob es sinnvoll ist die Wohnung jetzt zu verkaufen. Es kann nämlich sein, daß es sich dann ändert. Es ist ja nicht mehr eine Immobilie, sondern nu Geld. Kaufst Du dann während der Ehe eine neue Wohnung kann das nämlich bei Zugewinn auch mit in sein Eigentum übergehen. Bei meiner Scheidung war es so, daß auch mein Erbe (Geld) nur mir geörte und mein Ex keinen Anspruch darauf hatte. Wollte er zum Glück auch nicht. So, nun die Frage, warum willst DU ihm Geld auf Euer gemeinsames Konto überweisen???? Zunächst solltest Du bedenken, wenn ER auf diesem Konto Schulden macht, sind das auch DEINE Schulden!!!! Kann ganz schön ins Geld gehen. Ich würde das Konto auflösen und getrennte Konten machen. Sonst kannst Du echt alt aussehen. Wenn Du ihm nun immer Geld zur Verfügung stellst, dann kann es im Fall einer Scheidung sein, daß Du auch weiterhin für seinen Unterhalt zuständig bist, da er ja nichts verdient. Ok, wirst wohl leider für ihn Unterhalt zaheln müssen, weil Du so gut verdienst, aber wenn dann lasse das bitte den Anwalt berechnen. Zahlst Du freiwillig vorher mehr, dann kann es sich negativ auswirken.

Ich hoffe, Du triffst für Dich und die Kinder die richtige Lösung. Finde es gut, daß Du an die Absicherung der Kinder denkst und nicht nur seine Sperenzchen förderst, damit es ihm gut geht.

Kopf hoch

mousy

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Re: Nun ist es ganz vorbei - lang

Antwort von UIIi am 21.03.2004, 9:19 Uhr

Hallo, Elisabeth,

ich kenn Dich auch schon gaaaanz, ganz lang. Viel zu sagen hab ich jetzt nach meinen Vorschreiberinnen nicht mehr.

Ich wünsch Dir alles Gute, einen klaren Kopf und richtige Entscheidungen. Zum Wohl für Dich und Deine Kinder!

Liebe Grüße
Ulli (und Francesca)

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Re: Nun ist es ganz vorbei - lang

Antwort von marit am 22.03.2004, 11:52 Uhr

hallo Elisabeth,

das tut mir so leid für dich, da war ich ja gar nicht auf dem neusten Stand, als ich dir gestern gemailt habe.

Was hier über die "Zugenwinngemeinschaft" erzählt wird, stimmt so NICHT. Dein Mann hat KEIN Recht auf irgendwelches Einkommen, das du mit in die Ehe gebracht hast (wäre ja noch schöner), sondern lediglich auf IN der Ehe Erwirtschaftetes (genauso wie man ja auch nicht für alte Schulden des Partners haften muß). Aber auch da kann man sicher etwas machen, wenn der eine immer spart und der andere immer mit vollen Händen ausgibt, sofern noch entsprechende Quittungen vorhanden sind.

Ich kann deine Sorgen so gut verstehen, das weißt du ja, und ich werde RASEND, wenn ich lese, wie dein Mann sich verhält. Er will einerseits, vom Unterhaltsanspruch her, so eine Art "Hausfrau" sein (vielleicht kannst du ihn so bei seinem männlichen Stolz packen, wenn du ihm sagst, daß er so tut, als ob deine Hausfrau gewesen sei), andererseits hat er sich aber nie wirklich in dem Maße an der Familienarbeit beteiligt. Kitagebühren mußtest du ja nebenher auch noch zahlen. Außerdem hast du ihm ja auch noch Umschulungen und Kurse finanziert, auch das müßte bei der Feststellung der Unterhaltsansprüche sicher von Bedeutung sein. Denn ihr hattet ja keine Arbeitsteilung, wo er zu deinen Gunsten auf seine Karriere verzichtet hat.

Ich kann sehr gut verstehen, daß du wenigstens einen Rest Sicherheit vor so einem finanziellen Faß ohne Boden schützen willst. Mir ginge es nicht anders, wenn ich Vermögen hätte. Nachdem mein Mann gestern wieder 50 Euro an EINEM Abend mit seinem Kumpel ausgegeben hat (eigenltich wollten WIR davon heute mal wieder nach langer Zeit ZUSAMMEN essen und ins Kino gehen)und ich gesehen habe, daß sein Dispo schon wieder am Limit ist (ich hatte ihm in den letzten Monaten immer wieder 100 Euro überwiesen, um den Dispo runterzufahren und er hat mir fest versprochen, daß er das nicht anrühren würde ;-(((() bin ich inzwischen soweit, daß ich ihm nichts mehr sagen würde, wenn ich plötzlich 30.000 Euro oder so im Lotto gewinnen, oder erben würde. Ich würde heimlich still und leise einen Teil unserer Schulden zahlen (Schulden, die alle ER gemacht hat, die aber wegen SEINEM Schufaeintrag alle auf meinem Namen laufen mußten) und den Rest in bar an einem vor seinem Zugriff sicheren Ort hinterlegen. *träum*

So weit ist es mit uns nun schon gekommen, und ich wünsche dir viel Glück für diese Verhandlungen. Ich an deiner Stelle würde jetzt aber auch etwas strikter sein und ihm, wenn er dir nicht mal diesen kleinen Wunsch mehr erfüllen mag im Falle einer tatsächlichen Scheidung auch nicht mehr entgegenkommen (von wegen Ferienhaus schenken etc.). Verkauf es doch,ebenso wie die Berliner Wohnung heb das Geld in bar ab und sag, du hat das Geld ausnahmsweise mal für dich ausgegeben bzw. gemeinsame Schulden getilgt (was ja auch z.T. zutrifft).

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Re: Nun ist es ganz vorbei - lang

Antwort von DorisL am 22.03.2004, 12:10 Uhr

Hallo Elisabeth,

es tut mir sehr leid für euch :-((. Ich hoffe für eure Kinder, dass ihr trotzdem einigermassen mit einander reden könnt.

Bei uns läuft es zur Zeit sehr gut, wir haben kaum Kontakt aber mein Mann ist seinen Kindern gegenüber sehr engagiert.

Ausserdem war er etwas einsichtiger und hat zum Glück den Ehevertrag unterschrieben. Dort haben wir nicht nur die Gütertrennung vereinbart sondern auch gegenseitig auf unser Erbe verzichtet. Wir sind zwar noch verheiratet, vermögenstechnisch aber verbindet uns zum Glück nichts mehr. Bei uns ging es auch um eventuelle Schulden durch seine geplante Selbstständigkeit sowie den Erwerb einer Immobilie meinerseits.

Mehr zu diesem Thema per Mail wenn du magst, ich möchte mich nicht aufdrängen.

Liebe Grüsse,

Doris

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