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Geschrieben von Ralph am 13.07.2004, 11:08 Uhr

Wo sind eigentlich unsere fwackeren US-Girls geblieben?? ;-)

Beim Surfen "in der Vergangenheit" sprich Suchmaschine fiel es mir ja so richtig auf: Da hatten wir vor 15 Monaten so richtig heiße Diskussionen...

Nun sind ja so einige Dinge noch so furchtbar offen: Die ach so sicher angekündigten Massenvernichtungswaffen wollen sich so gar nicht ANfinden Bush mag sich mit dem abwesenden Frieden im Irak nicht ABfinden, Osama-bin-Laden läßt sich immer noch nicht AUFfinden, und unsere US-Girls aus Deutschland, die vor 15 Monaten so wacker und tapfer gepostet haben, mögen sich hier gar nicht mehr EINfinden... ;-)

Dabei hätte ich so gerne ein paar Fragen beantwortet... z.B. ob Lindas Mann inwischen wieder nach Old Europe, especially Germany, in Urlaub fährt, warum die Iraker die Amerikaner immer noch nicht wirklich mögen wollen und wann Bin-Laden endlich in Ketten am Ground-Zero vorgeführt wird... hmmm...

Sorry, aber mir war grade so nach ätzen zumute! :o))

Liebe Grüße
Ralph/Snoopy

 
24 Antworten:

Re: Wo sind eigentlich unsere fwackeren US-Girls geblieben?? ;-)

Antwort von susu3 am 13.07.2004, 12:31 Uhr

Da musste ich neulich auch dran denken. Mein Gott, was für Diskussionen mit Hauen und Stechen und Haare ziehen. Und jetzt ? Der Cowboy hat sich halt geirrt. Nein, falsch: Er wurde falsch informiert. Unglaublich, wie viele Menschen dafür ihr Leben verloren haben. Nicht zuletzt viele Amis. Wenn das so weitergeht, wird es ein 2. Vietnam - zumindest für die Soldaten, die irgendwann aus einem Krieg zurückkommen werden, den im nachhinein niemand wollte/versteht etc. Was für ein Heimkommen für die !!!
Gruß
Susu

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Re: Wo sind eigentlich unsere fwackeren US-Girls geblieben?? ;-)

Antwort von Moneypenny77* am 13.07.2004, 12:42 Uhr

Der Cowboy hat sich nicht geirrt, er wollte sich irren. Ich finde sehr interessant, was Bill Clinton bei seinem Talkshow-Hopping dazu verkündet.

Mit wurde kürzlich erzählt, daß die Amerikaner mit Flugzeugen ihre landwirtschaftlich genutzten Flächen mit giftigen Chemikalien besprühen, damit z.B. die Trauben für den kalifornischen Wein besonders gut werden. Das dabei oft die mexikanischen Landarbeiter mit gespritzt werden, wird dabei außer Acht gelassen... Denen wird erzählt, das sei "nur Wasser". Komisch, als in Deutschland derartige Schweinerein begangen wurden, marschierten die Amis (zum Glück!!!) ein, als man vermutete, daß Saddam Hussein, vielleicht, ggf., evtl. möglicherweise in der Lage sein könnte, Massenvernichtungswaffen einzusetzen, marschierte man fluchs ein, faselte vorher noch was von Kontakten zu Al-Kaida (oder wollte die Regierung Bush einfach nur das zu Ende bringen, was die Regierung "Papi" nicht geschafft hatte) und beschwor damit den größten Krisenherd überhaupt hinauf. Wenn wir vorher keine Terrorgefahr hatten, dann haben wir sie jetzt: danke, Herr Bush.

Aber um auf die Mexikaner zurückzukommen: wie, vorbehaltlich die mir erzählte Geschichte stimmt, nennt die Regierung das? Kollateralschaden? Oder sind Mexikaner "nachwachsende Rohstoffe"?

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Sach mal, Penny!!!!!! ...*gg*

Antwort von Ralph am 13.07.2004, 12:47 Uhr

... Kolateralschaden... nachwachsende Rohstoffe... wie bist Du denn drauf??? *lach*

LG
Ralph/Snoopy

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Re: Sach mal, Penny!!!!!! ...*gg*

Antwort von Moneypenny77* am 13.07.2004, 13:01 Uhr

ICH bin so ganz gewiß nicht drauf!!! Aber die US-Regierung hat meines Erachtens gezeigt, daß ein einzelnes Menschenleben (außer natürlich das glorreiche Amerikanische) "für die gute Sache" opferbar ist.

Für mich ist Bush der größte Terrorist, den unsere Welt derzeit fürchten muß und er hat die meisten Massenvernichtungswaffen!

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Re: Sach mal, Penny!!!!!! ...*gg*

Antwort von Moneypenny77* am 13.07.2004, 13:05 Uhr

Ich empfehle hierzu meinen "Lieblingsfilm" "Bowling for Columbine"... Mein Mann und ich haben danach alle amerikanischen Aktien und USA-Fonds aus unserem Depot geschmissen, und versuchen weigern uns strikt, auch nur einen Fuß unter dieser Regierung in das Land zu setzen... Und da mein Mann vor meiner Schwangerschaft bei einem US-Unternehmen angestellt war, kolportieren wir jetzt auch noch, er habe aus rein idealistischen Gründen gekündigt ;-)

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"Sippenhaft" für alle Amerikaner ??? ;-)

Antwort von susu3 am 13.07.2004, 13:10 Uhr

Ne, mal im Ernst. Wir wissen ja zum Glück, dass es eine Menge Widerstand gegen die jetzige Regierung gibt und nicht zu befürchten steht, dass der Cowboy noch länger bleiben darf.
Das mit der Kündigung ist cool. Was auch immer der wirkliche Grund war. Muss ich meinem Bruder mal erzählen, der hat auch gerade bei einer am. Firma gekündigt. Da hat er gleich eine gute Antwort auf die sicher folgenden Fragen !

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Mir fällt dazu nur immer wieder ein -

Antwort von karin5 am 13.07.2004, 13:11 Uhr

"Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn.
Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden;
20 Prozent, es wird lebhaft.
50 Prozent, positiv waghalsig,
für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß;
300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf die Gefahr des Galgens."
Ihr wisst schon, wer das geschrieben hat, oder?
Meiner Meinung nach beliebig anwendbar auf alle Konflikte dieser Welt.
Gruß
Karin

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@Susu:

Antwort von Moneypenny77* am 13.07.2004, 13:14 Uhr

Gekündigt hat er, um nicht nur am WE zu Hause zu sein (Pendler)...

Aber viele seiner amerikanischen Kollegen waren auch gegen die Maßnahmen der Regierung! Daher keine Sippenhaft für alle Amerikaner (wenngleich man sich die Frage stellen muß inwieweit ein Volk die Regierung hat, die es verdient), aber ganz sicher Sippenhaft für die Regierung Bush/Rumsfeld!

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Da bin ich bei Dir. Aber ich denke manchmal....

Antwort von susu3 am 13.07.2004, 13:17 Uhr

... wir haben die auch. Und die davor war nicht besser !
Wenigstens gehen wir nicht mehr in andere Länder um ihnen Segen und Heil zu bringen. Insofern, sind die Amis schon schlimmer dran !

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Re: Wo sind eigentlich unsere fwackeren US-Girls geblieben?? ;-)

Antwort von Silence am 13.07.2004, 13:35 Uhr

Hm, ich denke, den patriotischen Weibsen sind einfach die Argumente ausgegangen ;-p
Obwohl, Linda ist in ihrem Stammforum ab und an aktiv, mit den üblichen Sprüchen *gääähn* und macht sich lustig über uns bekloppte Deutsche. In ihren Augen ist der Film "Bowling for Columbine" eine Satire und überhaupt, Michael Moore ist eh doof, weil er den Amis Dinge sagt, die sie net hören wollen.

Ich vermisse die ehrlich gesagt so überhaupt nicht...

LG
Sandra

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Der Boykott...

Antwort von junonie am 13.07.2004, 13:56 Uhr

Hallo,

ah ja, dann hast du bestimmt auch Verständnis für die Amis, die unter großem Getöse den guten französischen Wein in den Gulli gekippt haben und nur noch Freedom Fries essen.

Eigentlich müsse man ab sofort Lewis und Nike aus dem Kleiderschrank verbannen und die CDs von Seal und Billy Joel weggeschmeißen. Ach nein, Seal nicht, der ist ja Engländer. Was, er produziert in Amerika? Also doch weg mit ihm. Was noch? Ah ja, Cola, Apfelschorle ist eh gesünder.

Die Berichte in der New York Times werden jetzt auch nicht mehr gelesen, sind eh alle erfunden.
Eigentlich kann ich jetzt auch gar nicht mehr weiterschreiben, denn ich muss die Software (Microsoft) von meinem Computer runterschmeißen und ins Internet kann ich dann ja auch nicht mehr.

Aber noch viel Spaß bei der sinnigen Diskussion, macht Spaß, mitzulesen.
Und nichts für ungut :-)
junonie

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Bin ich wahnsinnig und weite den Boykott auf Dinge aus, die ich BRAUCHE... *ggg*??? o.T.

Antwort von Moneypenny77* am 13.07.2004, 14:01 Uhr

.

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Naja...

Antwort von Ralph am 13.07.2004, 14:24 Uhr

... Microsoft-Produkte werde ich über kurz oder lang eh durch Linux bzw. Freeware ersetzen... und das Internet ist eh international. Schwierig wird es bei den Professoren ööhhhmm... Prozessoren... *gg+

... aber Coca-Cola... niemals gebe ich diese Sucht auf. Wo soll das hinführen, zur ehemaligen DDR-Club-Cola (wobei die sogar noch verhältnismäßig lecker war!), oder Afri-Cola, Sinalco aufleben lassen??? O neeiiiiiiin!!!! :-)))

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Re: @Susu:

Antwort von junonie am 13.07.2004, 16:42 Uhr

Das Volk hat leider nicht die Regierung, die es verdient, denn es hat diese Regierung nicht gewählt. Al Gore hatte damals mehr Stimmen, aber da die Amis die Wahlmänner-Regelung haben und nicht direkt gewählt wird, hat leider Bush gewonnen, weil er mehr bevölkerungsreiche Staaten auf sich vereinen (und damit mehr Wahlmänner) konnte.

Abgesehen davon konnten die Wahlhelfer einiger Staaten ja auch nicht zählen, Wahlzettel sind verschwunden usw. Irgendwie ist das Ganze nicht mit rechten Dingen zugegangen. Ich hoffe, die Uno (oder welche Organisation auch immer dafür zuständig ist) schickt bei der nächsten Wahl Wahlbeobachter ins Land.

junonie

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Re: @Silence und alle

Antwort von jassy am 13.07.2004, 17:14 Uhr

@Silence,

hmmm frag mich nur wenn sie schon zum *gaehn* ist warum du dann in ihrem Stammforum bist und ihre Beitraege liest. Ich finde es unter aller Kanone das du sie persoenlich angreifst, sie ist halt mal anderer Meinung lass sie doch.

An die anderen...
ihr wusstet ja eh schon immer alles besser also warum noch grossartig disskutieren das wir uns anhoeren muessen das ihr eh schon alles im voraus wusstet, nein Danke

jasmin

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@Jassy

Antwort von Frosch am 13.07.2004, 17:48 Uhr

Hallo!

Vielleicht haben wir es nicht vorher GEWUSST, aber man hat doch mit a bissle Grips mitbekommen, wie Bush funktioniert. Besonders das Hans Blix abgezogen wurde, obwohl er noch 6 Wochen nach diesen ominösen Massenvernichtungswaffen suchen wollte...
Und das ist nur EIN Beispiel.

PS: Wenn man agressiv wird, ist das ein Zeichen, daß einem die Argumente fehlen.

LG Antje

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Moment mal, Jassy... (lang)

Antwort von Ralph am 13.07.2004, 17:49 Uhr

... warum Silence sich in dem Forum informiert, spielt hierbei ja nun wirklich keine Rolle, oder? Es könnte auch noch intelligente Menschen geben, die sich durchaus für die USA interessieren! :-)

Und sonst, Jassy, scheinst Du in den letzten 15 Monaten wohl nichts dazugelernt und noch weniger begriffen zu haben. Nämlich daß das amerikanische Volk und mit ihm die gesamze Weltgemeinschaft von der Clique um Georgie Doublejuuuuu Bush nach Strich und FAden verarscht worden ist (Sorry!). Und hier haben es viele nicht einiges besser gewußt, sondern hier haben sich Menschen nicht von der Kriegstreiberei-Propaganda der USA einlullen lassen wie so manche Posterinnen von damals!

Fest steht, daß die USA völkerrechtswidrig gehandelt, einen Alleingang gewagt und politisch so ziemlich alles Porzellan dabei zerschlagen haben. Jahrzehntelange Verbündete wurden von höchsten Würdenträgern des Landes diffamiert und beleidigt... was wohl wäre, wenn es umgekehrt gewesen wäre! >:o(((

Die Amerikaner erleben ein Disaster, daß um ein Vielfaches Schlimmer sein wird als Vietnam, bloß diesmal haben sie die besten Freunde im Vorfelde gewarnt. Unfaßbare Unwissenheit der dortigen Sitten, Folter und politische Dummheit tun ihr übriges, bis heute. Die USA sind ohne Plan einmarschiert, ich habe es damals vorausgesagt, nicht weil ich es besser wußte, sondern weil ich die Strickweise der US-amerikanischen Außenpolitik sowie die historisch-geographisch-soziologische (Miß-)Bildung der Amerikaner und dabei insbesondere der politischen Elite zur Genüge erlebt habe.
Frage mal Helmut Schmidt, was er von den Europakenntnissen der amerikanischen Präsidenten hält, die er kennengelernt hat, das waren allein während seiner Kanzlerschaft vier! Nicht viel! Ein trauriges Bild angesichts der Führungsstellung der USA damals wie heute.
Manche Präsidenten lassen sich wenigstens gut beraten, wie George Bush sen., der schließlich 1989/90 dadurch voll auf der Höhe des Zeitgeschehens war.

Besserwisserei? Nein, bloß manche Postings von damals lesen sich heute einfach nur noch lächerlich angesichts der Realitäten. :-)

Und es muß ja weitergehen mit der Diskussion, denn eins steht für mich fest: Die USA sind in wenigen Jahren zu einer der unberechenbarsten Nationen geworden, und dadurch stellen sie eine riesengroße Gefahr für den Weltfrieden dar. Und eine Demokratie ist das da drüben seit 3 1/2 Jahren auch nicht mehr, dieser Präsident ist ja nicht mal gewählt, sondern dem amerikanischen Volk per Gericht zwangsverordnet worden!

Der nächste Präsident hat unglaublich viele außenpolitische Scherben zusammenzukehren, in Europa, in Nah-Ost, im Irak, in den Entwicklungsstaaten, und das in nahezu allen politischen Feldern: Militärisch, umweltpolitisch, bilateral, multilateral... Du liebe Güte, daß sich da noch einer freiwillig meldet für den Posten grenzt an ein Wunder... :-)

Schönen Gruß aus dem demokratischen Old Europe...;-)
Ralph/Snoopy

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Danke Ralph!

Antwort von Tanja&Yannik&Pascal am 13.07.2004, 21:35 Uhr

Du hast es mir gerade erspart,meine Gedanken in Worte zu fassen!
Ich finde es unglaublich,daß es jetzt noch Befürworter dieses Krieges gibt.
LG Tanja

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Kleine Relativierung...

Antwort von Ralph am 14.07.2004, 1:05 Uhr

Ich habe nicht gesagt, daß ich den Irak-Feldzug grundsätzlich ablehne.
Völlig klar, daß Saddam Hussein früher oder später wegmußte.
Nur das wie, das Ganze gedröhne seitens der USA, die Hast, die Eile, das fehlende UNO-MAndat vor allen Dingen, das stört und verbittert mich.

Ich denke, mit einer vernünftigen Allianz wie 1991, vor allem mit den arabischen Nachbarstaaten, sähe es heute völlig anders aus, auch nach einem dann erfolgten Einmarsch in den Irak. Dazu benötigt es aber weise Voraussicht, politische Weitsicht und gutes Einfühlungsvermögen in die Kulturen anderer Staaten... alles Attribute, die Bush jun. nun einmal beim besten Willen nicht besitzt, leider auch niemand um ihn herum.

LG
Ralph/Snoopy

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Hallo Ralph!

Antwort von Birgit32 am 14.07.2004, 13:50 Uhr

Hi,

ich finde deine obigen Postings sehr sehr gut und objektiv, bin ganz deiner Meinung.

Ich muss aber doch noch eine Lanze fuer die "amerikanischen girls" treffen, auch wenn ich ihre Postings nie gelesen habe.

Amerikaner haben eben ein sehr sehr ausgepraegtes Nationalbewusstsein und einen tollen Stolz auf ihr Vaterland. Davon koennten wir Europaer uns eine Scheibe abschneiden. Uns faellt nur ein untereinander zu streiten, was viele Dinge erschwert.
Natuerlich ist dieses Nationalbewusstsein manchmal ein bisserl uebertrieben, vor allem wenn es soweit geht, alles fuer bare Muenze zu nehmen, was einem die Regierung versucht weiszumachen. Da sitzen eben auch nur Menschen drin.
Es ist auch witzig und gleichzeitig haarstraeubend zu wissen, dass viele Amerikaner den Terroranschlag vom 11. September gar nicht verstehen konnten. Aussage eines PhD Studenten (!!) "wir tun doch nur gutes".

Die Amerikaner haben auch viel gutes getan, man denke an den marshal Plan nach dem zweiten Weltkrieg. Aber das war natuerlich auch in ihrem Sinne. Ein Europa wirtschaftlich am Boden half auch ihnen nicht. Trotzdem wars teuer!

Aber die Art des Vorgehens im Irak war leider selten unueberlegt und dumm.

Ich koennte da noch stundenlang schreiben *grins*, meine Gedanken kommen auch ein bisserl durcheinander daher.

Und nochwas wollte ich vermerken: wir sind seit etwa einem Monat aus USA in Wien zurueck. Wir haben dort 2,5 Jahre gelebt, in Palo Alto, suedlich von San Francisco. Kann man mit dem Rest der USA natuerlich nicht vergleichen, weil die Bay Area unglaublich international ist... und demokratisch. Mit Bush sind die meisten dort nicht so wahnsinnig zufrieden, und das ist noch milde ausgedrueckt.
Jedenfalls, ich hab es dort geliebt, das Wetter, die Leute, es war toll. Zurueck in Wien stelle ich fest, wie unglaublich "grantig" und unfreudlich die meisten Leute hier sind, die man so auf der Strasse trifft (mit wenigen loeblichen Ausnahmen), und leider hilft mir der diesjaehrige Sommer auch nicht ueber ein gewisses Heimweh weg. ;o)

Liebe Gruesse,
Birgit

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Unbestritten (sehr lang, wie immer)

Antwort von Ralph am 14.07.2004, 14:43 Uhr

Hallo Birgit,

Marshal-Plan, Führungsmacht in kalten Krieg, im Grunde genommen eigentlich demoratisches Grundverständnis... das ist alles richtig.

Meinst Du, meine Worte über die USA fallen mir leicht? Verdammt, ich bin Jahrgang 60, bin mit Coca-Cola, Wrigley, Micky Maus, Flipper, Daktari, Bonaza und den Leuten von der Shilo-Ranch groß geworden, habe mit großen Augen auf die Astronauten der ersten Mondlandung geblickt und damals gebannt die TV-Sendungen mit den Kommentaren des liebenswürdig lispelnden Prof. Haber verfolgt, später Kojak genauso genossen wie Columbo und bin nach wie vor hin und wieder statt in griechischen Lokalen halt auch im McDo anzutreffen. :-)
Amerika, das war Vorbild in JEDER Beziehung. Die Nachkriegspolitik, die Wissenschaft, Filme, Musik... vieles aus Amerika hat Europa inspiriert, und umgekehrt!

Das ist das Holz, aus dem echte Freundschaften geschnitzt sind. Nur wird diese Freundschaft in den USA mehr und mehr profitabel ausgenutzt und mit Füßen getreten, und das haben wir in Old Europe nun auch wieder nicht nötig.
Wir müssen wieder ins Gespräch kommen, aber nicht zu den Diktaten eines Bush jun., sondern wie es unter zivilisierten Nationen üblich ist.

Von diesem krankhaften Nationalstolz der Amerikaner will ich nicht eine einzige Scheibe abhaben. Als Deutscher habe ich auch einen krankhaften Nationalstolz, nämlich gar keinen, den hat man uns 45 Jahre lang abtrainiert. :-(
Da ich aber einen brauche, schaue ich lieber auf die europäischen Nachbarn, wie die das praktizieren. Briten, Franzosen, Skandinavier und auch Südeuropäer scheinen da einen sehr viel gesünderen Nationalstolz zu haben als Amerikaner.

Und Du wunderst Dich, daß wir in Europa untereinander streiten? Mich überhaupt nicht. Die USA haben keine Kultur. Das, was sie eigene Kultur nennen, ist ein undefinierbares Gemisch, eine brodelnde Suppe, aber keine Kultur. Die einzige richtige Kultur, die Amerika hatte, haben die Weißen mit den Indianern nahezu ausgerottet.

In Europa hat aber jedes Land seine Kultur, z.T. jahrtausende alt, im Wandel, aber zumeist weitestgehend intakt. Das muß kompatibel gemacht, da müssen Schnittstellen gefunden werden, und das dauert halt! :-)
Immerhin sind wir in Europa aber schon so weit, daß wir als Europäer uns jahrtausendelang so sehr bekriegt haben, daß wir vom Krieg ein für allemal die Schnauze voll haben! Das sieht man am besten in der rasanten Entwicklung der deutsch-französischen Beziehungen in den letzten 50 Jahren. Diese beiden Staaten haben sich innerhalb 75 Jahren so oft bekriegt, daß das Elsaß z.B. in dieser Zeit viermal die Nationalflagge wechseln mußte... heute schlichtweg undenkbar. Ich denke, dieses Beispiel spricht Bände, oder? :-)

Diese "Kriegserfahrung" aber sollte sich Amerika zunutze machen, insbesondere die diplomatischen Fähigkeiten des Old Europe, dem Amerikaner würde nicht ein einziger Zacken aus der Krone brechen, aber für die Welt wäre viel gewonnen.
Man darf doch auch nicht vergessen, daß bei einem Scheitern auch der letzten diplomatischen Bemühungen dann die finale Bereitschaft, zu militärischen Mitteln zu greifen, als Weltgemeinschaft dann ja auch steigt.
Selbst Staaten wie China sind bisweilen dann zu überzeugen, siehe Golfkrieg 1991. DAS aber ist eine ganz andere Grundlage, stärkt auch das außenpolitische gewicht der USA.

Ich habe einfach das Gefühl, daß Amerika seit Ende der 80er Jahre meint, auf nichts und niemanden mehr Rücksicht nehmen zu müssen. Sie spielen sich auf, als ob ihnen und ihren Wirtschaftsunternehmen die Welt allein gehört. Die politischen Stockfehler häufen sich derart in den letzten Jahren, das es mir graust!

Ich habe es im letzten Herbst schon einmal am Schluß gepostet, aber die Worte von Helmut Schmidt sprechen mir nach wie vor so sehr aus der Seele und sind m.E. so aktuell wie damals kurz nach dem Einmarsch. Deshalb hier der Schluß meines damaligen Postings:

"Helmut Schmidt, und damit schließe ich, hat kurz vor Ausbruch des Irakangriffs anläßlich einer Preisverleihung an den Bundespräsidenten a.D. Roman Herzog in seiner Laudatio sinngemäß geäußert:

"... Wenn Amerika diesen [eigenwilligen] Weg gehen will, dann bleibt uns als Europäer nichts anderes übrig, als dieses als Freunde zu ertragen! [Pause] ... als Freunde zu ertragen!!"

Über diesen Satz sollten wir alle, Amerikaner und Europäer, gebührlich nachdenken! :-)"


Liebe Grüße
Ralph/Snoopy

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whow

Antwort von ElliMcBeer am 14.07.2004, 16:07 Uhr

Habe diesen Forumstrang gerade erst entdeckt. Hier ist ja was los!
Ich habe mich heute morgen beim Zeitungslesen schon wieder so dermassen über diesen Horrormenschen aufgeregt das mir der Hunger vergangen ist. Er ist gegen die Homoehe weil er spekuliert damit seinen Wahlkampf zu gewinnen. In welchem Jahrhundert lebt dieser furchtbare Mann?

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Du sprichst mir aus der Seele, Ralph!!! o.T.

Antwort von Moneypenny77* am 14.07.2004, 16:56 Uhr

.

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Re: @frosch

Antwort von jassy am 14.07.2004, 21:27 Uhr

Also sag mir bitte wo ich aggresiv geworden bin, ich habe lediglich gesagt das ich es uberhaupt nicht sehr schoen finde wie Linda von Silence persoenlich angegriffen wurde. Mann kann etwas sachlich disskutieren aber nicht so.

Zum eigentlichen Thema - ich sage nicht das da unten nicht einiges schief laeuft bzw. falsch gemacht wurde aber ich bin nach wie vor der Meinung das Hussein weg musste.
Wenn jeder so schreiben wuerde wie Ralph dann waere es damals nicht alles bis aufs beleidigen ausgeartet.

Jasmin

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