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Geschrieben von Joplin am 25.09.2016, 9:46 Uhr

Ressentiments, hinter denen mehr steckt Tagesschau online

Über den Zulauf zur AFD.
Ich finde den Artikel recht interessant, wenn er auch nicht sooo viele neue Erkenntnisse bringt. Eines klingt an, was auch weiter unten in dem Thread beschrieben wurde. Das Gerechtigkeitsempfinden.

Jahrelang hieß es, die Kommune hätten kein Geld. Schulen können nicht saniert werden, bei uns in der Turnhalle regnet es herein. Soziale Berufe werden schlecht bezahlt. Es heißt immer die Soziislberufler seien eben selber Schuld, wenn sie einen solchen Beruf ausüben und der Staat sei eben keine eierlegende Wollmilchsau. Das war ja immer so der Tenor.

Die Altersarmut steigt. Von der Rente können immer weniger Menschen leben. Es gibt sehr viele Reiche in Deutschland, aber auch immer mehr Menschen am Existenzminimum. Die Schere klappt immer weiter auf zwischen Arm und Reich.

Jetzt kamen eine Million Menschen. Zack. Das Geld war da. Wo kam es her, wo es doch die ganze Zeit nicht da war? Das ärgert viele, die immer zur hören bekamen "Die Kommunen haben kein Geld."

Ein Erklarungsversuch. Ich kann diesen Ärger ein wenig verstehen. Bin aber der Meinung dass es wichtig ist, dass für die Flüchtlinge Geld ausgegeben wird. Das muss alles gut gemacht werden, das kostet eben.

Dann sagten viele Menschen, dass die Politik einfach macht. Sich gegen Unterschriftenaktionen durchsetzt, den Bürger gar nicht einbezieht, einfach Ihr Ding durch zieht.

Die meisten sagen sie wählen AFD nur, um die Politik, wie sie derzeit betrieben wird, abzustrafen. Eben nicht weil sue braun und rechts sind.

Ich weiß nicht, ob mich das tröstet oder eher beunruhigt. Es sind keine Nazis. Aber in welchem Zustand ist unsere Demokratie wenn aus Verzweiflung rechte Parteien gewählt werden?

Ich glaube es gibt da keine einfachen Antworten.

Liebe Grüße

 
67 Antworten:

Re: "Ressentiments, hinter denen mehr steckt" Tagesschau online

Antwort von Hashty am 25.09.2016, 10:08 Uhr

Im Prinzip fragst Du ja jetzt genau das Gleiche wie ich.
Wo sind wir und wohin gehen wir?

Ich sage auch nicht, dass die AfD Wähler Nazis o.ä. sind. (zumindest der Großteil davon). Aber die AfD Politiker sind es. Viele von ihnen. Und sie verstecken ihr Gedankengut noch nicht mal. Und trotzdem werden sie gewählt.

1933 haben auch viele ganz normale deutsche Menschen aus Protest und Verzweiflung die Nazis gewählt. Die Folgen sind bekannt. Eigentlich müsste das Wissen uns vor einer Wiederholung schützen.

Re: "Ressentiments, hinter denen mehr steckt" Tagesschau online

Antwort von dhana am 25.09.2016, 10:22 Uhr

Hallo,

ja, das kann ich in meinem Umfeld auch bestätigen - ich glaub zwar nicht das da wirklich viele die AfD wirklich wählen würden, aber ihnen stösst es sauer auf, das einfach vieles (völlig unabhängig von den Flüchtlingen) im Argen liegt.

Viele Rentner die jetzt um die 70/75 Jahre sind wurden nämlich durch die Rentenreformen schlichtweg beschissen.
Ich hab mitbekommen wie jemand die hochgelobte Altersteilzeit abgeschlossen hat, sich alles hat ausrechnen lassen... bei Vertragsabschluss hat alles gepasst. Dann kam die Änderung während der Freistellungsphase und jetzt hat er einen Bruchteil der Rente die ausgerechnet wurde. Und wenn man nach über 45 Jahren Arbeit mit einer Rente um die 680 Euro abgefunden wird - obwohl mehr als das Doppelte ausgerechnet wurde... das ist einfach bitter. Kollegen die 3 Jahre älter sind bekommen noch die volle Rente.

Ich kanns verstehen wenn der schimpft - noch nicht mal über die Flüchtlinge selber - sondern über das Gefühl für die wird sehr viel mehr getan, ist mehr Geld da - Geld das bei ihm eingespart wurde, weil es das ja nicht mehr gibt.
Er ist nicht wirklich Ausländerfeindlich oder braun - aber er ist politikverdrossen und hört die Parolen der Afd und findet einiges (was man so auf Wahlplakaten liest) durchaus die Wahrheit.

Problem ist, das die AfD genau diese Leute fängt, denen mit Stammtischparolen das Gefühl gibt sie werden verstanden. Ich denke die meisten wissen, das es Parolen sind und auch die AfD gar nicht in der Lage ist wirklich etwas zu ändern - aber es gibt ihnen das Gefühl etwas tun zu können - dann müssen sich die großen Parteien mal mit diesen Problemen auseinander setzen.

Es wird ja seit vielen Jahren gerade im sozialen Bereich eingespart - eingespart und noch mehr eingespart. In Deutschland gehen die Leute halt nicht als Protest auf die Straße - sondern sie wählen Radikal.
Viele Leute haben schon seit Jahren das Gefühl das die Politik am "Kleinen" vorbeigeht, den ausnimmt wie ne eierlegende Wollmilchsau, den "Großen" Subventionen gewährt, Steuerabschreibungen möglich macht die man nur Nutzen kann, wenn man auch genug verdient. Und dieses Ungleichgewicht kommt jetzt raus. Und ich denke gerade in Bereichen wo die Arbeitslosigkeit, die Jugendarbeitslosigkeit sehr hoch ist, die Perspektiven nicht mehr da sind - da geht man dann auf die los, die noch Schwächer sind. Falsch - ja ist es. Vorhersehbar - ist es leider auch.

Die AfD hat dies halt erkannt und nutzt das aus. Präsentiert einen Sündenbock so wie es schon mal die Juden waren. Die Gründe dafür sind nicht wirklich anders. Und selbständig Denken wird schon lange nicht mehr gefördert - seither fanden es doch alle regierenden Parteien gut, Fernsehen ist schon lange Volksverdummung und kommt mir vor wie Brot und Spiele im alten Rom.
Und bei vielen Themen wenn man nicht mainstream hinterher läuft sondern einfach kritisch denkt und nicht alles glaubt - dann heisste es sofort Verschwörungstheoretiker oder man schadet den anderen oder.. Ich sag nur Thema Impfen hier im Forum.

Gruß Dhana

Re: "Ressentiments, hinter denen mehr steckt" Tagesschau online

Antwort von Kastanie34 am 25.09.2016, 10:22 Uhr

Natürlich fragt man sich wo auf einmal das ganze Geld her kommt. Da hab ich gerade die Woche ein Interview gesehen in denen ein Afd besagt wurden. Die Meisten haben geantwortet dass wir das Geld dringender brauchen, da fehlt es an jeder Ecke, und jetzt bekommen es die Flüchtlinge. Ich weiß auch nicht woher die Kohle stammt, aber ich bin mir 1000% sicher das wenn keine Flüchtlinge gekommen wären wir alle von dem Geld auch nichts gehabt hätten. Es wäre weder in Bildung,noch in sonst irgendwas wichtiges gesteckt worden. Seit wann bekommen wir was zurück wenn das Land Geld übrig hat.

Re: "Ressentiments, hinter denen mehr steckt" Tagesschau online

Antwort von Jana287 am 25.09.2016, 10:30 Uhr

Hallo Joplin,

das versuche ich seit etwa einem Jahr hier zu diskutieren. Dass die Flüchtlinge konkurrieren - um Kitaplätze, Sozialwohnungen, einfache Jobs, an der Tafel mit den Mindestrentnern. Und wenn diese Bürger sich dann beschweren, werden sie als Wutbürger und Nazi beschimpft. Da fallen dann Sprüche wie, wir "müssen alle etwas abgeben". Was sollen diese Menschen noch abgeben? Oder der OttonormalArbeiter, wird der gefragt, wieviel er noch abgeben will? Er fühlt sich geschröpft...
Gleichzeitig sind die eingereisten Flüchtlinge nicht ausreichend versorgt, es fehlt an Wohnungen und auch einfachen Dingen wie Sprach- und integrationskursen. Nach 1 Jahr immernoch! Und Frau Merkel verspricht auf dem Flüchtlingsgipfel in Wien, dass wir monatlich hunderte aus Italien und Griechenland aufnehmen. Obwohl noch täglich Illegale einreisen, dieses Jahr 01-08 > 250.000 Menschen übrigens. Da muss man sich nicht wundern und ich prophezeie, dass die AfD weiterhin an Stimmen gewinnen wird.

die schwarze Null

Antwort von Benedikte am 25.09.2016, 10:47 Uhr

Joplin,

wir haben auch jahrelang gehört, dass gespart werden muss. An Bildung, an Infrastruktur, an allem. Das hat die Politik verlangt und ich kenne viele, die dafür viel geblutet haben. Auf dem Land in strukturschwachen Gebieten, wo es auf einmal keine Geschäfte mehr gab, keine Bank, Post, Arzt, Schule , Kita. Problemlos, wenn man selber motorisiert ist und billig das Eigenheim schiessen kann, schlecht, wenn man alt und oder krank und oder arm ist. Unser Bürgeramt in Berlin ist aufgelöst- Persinalmangel- online gibt es den nächsten termin zur Anmeldung in Kreuzberg im November. Nach der gesetzlichen Pflicht zum anmelden. Meine Kinder sind viel auf Privatschulen gewesen und ich sehe es gerade wieder, welchen Unterschied es macht zwischen einer Klasse mit einem Dutzend Kindern und einem jungen, motivierten lehrer, der in erster Linie Wissensvermittler ist und hier in berlin mit 32 Kindern pro Klasse wo in den ersten drei Wochen mehr Unterricht ausgefallen ist als auf der Privatschule in ganzen vier Jahren. Mein Kleinster kam letzte Wiche nach Hause, dritte Schulwoche, und sagte, dass er das erste neue gelernt habe. Irgendwas in Musiktheorie. Unser Zweiter studiert- sechshundert aben angefangen, müssen anfängerseminare belegen- es gibt aber nur Platz für 150. bedeutet, das 450 keinen Platz für ein Pflichtseminar kriegen und im worst case verlängert es das Studium. Zwar haben wir ein Jahr mit G8 eingespart- aber da sind sich die gelehrten ja inzwischen auch einig, in erster Linie ein Sparprogramm.

Das soll die Bildungsrepublik sein? Von daher- ich wundere mich auch, dass auf einmal die Milliarden nur so fliessen.

Zum anderen isolieren wir uns immer weiter. Ich war ja im letzten Jahr im Rahmen des europäischen Behördenaustausches in einer ausländischen Behörde eingesetzt und wir haben Delegationen anderer europäischer Behörden empfangen. Mein Englisch ist nicht akzentfrei, aber ich habe keinen deutschen akzent, außerdem vermutet man so schnell keine Deutsche in einer nichtdeutschen behörde im empfindlichen Politik Bereich. In Europa ist keiner zufrieden mit der deutschen Migrationspolitik. Man wirft uns vor, mit sog. pull Faktoren die Migration angeheizt zu haben, mit unserem moralischen Imperialismus, teddybärchenwerferei und Kanzlerinnenflüchtlingsselfies, mit Hartz 4 für anerkannte asylbewerber was mehr ist als die Mittelschicht in Südost- und Osteuropa verdient. Wir sorgen dafür, dass die Leute kommen- und es gibt ja Gründe, warum die gezielt nach deutschland wollen und nicht nach Portugal, Spanien, Tschechien, Slovakei, estland. Und dann stellen wir uns hin und verlangen "Erropäische Solidarität"? Von denen, die gerade beginnen, Wohlstand zu entwickeln. Die vor allem sehen, was bei uns nicht läuft. Gerade Köln war ein zeichen- darauf bezogen sich viele uns sagten, dass dasgenau die Zustände seien, die sie vermeiden wollten. Und Köln war in dem Ausmaß Einzelfall, aber nicht in der Sache. Und Integration ist so eine Sache. Gibt es- wenns vernünftig gemacht wird. Dafür fehlen aber Grundlagen. Alleine aufgrund des Wohnungsmangels in ballungsgebieten- und da will die mehrheit der Flüchtlinge hin- werden die über Jahre in Behelfunterkünften unter sich bleiben- mit einem Sprach- und doer Integrationskurs kommt Du aber nicht weit wenn das alles Theorie für Stunden ist und Du ansonsten in Deiner Kulturgruppe mit tradierten Werten und Normen bleibst.

Oder der Brexit. Dafür gibt es viele Gründe. aber die Angst vor ungezügelter Massenmigration war ein Grund für den Brexit und diese angst haben wir angeheizt. Wird uns im übrigen noch teuer zu stehen kommen. briten sind Nettozahler- wenn die Zahlungsaufälle auf die anderen verteilt werden, dann kriegen wir den größten Batzen. Hat noch etwas zeit- aber wir werden dafür zahlen.

Selbst Schweden und Österreich sind ja umgeschwenkt. Überall die gleiche Meinung- Klonfliktuesachen vor Ort bekämpfen, kultirkreisnahe Zufluchtsorte um Entwurzelung zu vermeiden und weil es billiger ist.

Nur wir sehen das anders.

Jedenfalls, das wäre mein Anliegen. Eine gleichberechtige europäische Lösung entwickleln, keine deutsche, die anderen aufgedrückt wird. Frieden in Europa, keine bröckelEU. Krisenlösung vor Ort, keine anreize setzen für Flüchtlinge, auf gefährlichem Weg nach D zu kommen ( denn das ist ja auch so eine Sache-diekt holen tun wir ja kaum, warten ab, dass die sich hierher durchschlagen).

Und jedenfalls- so lange die Probleme bei uns wachsen, eine europäische Lösung order Konfliktlösung vor Ort nicht sichtbar ist, so lange werden sich mehr und mehr Menschen enttäuscht von der Regierung abwenden.

Benedikte

Jana

Antwort von Benedikte am 25.09.2016, 10:55 Uhr

Jana

wenn Du in Berlin lebst, sieht Du halt ganz andere Dinge als viele dieser Mitforistinnen.

In einem Post habe ich bspw gelesen, dass Flüchtlinge die leerstehenden unsanierten Wohnuungen beziehen und die Foristin sich wunderte, wie man die als Konkurrenz sehen könnte.

In meinem Berlin ist es so, dass man st#ndig gefragt, wird, ob man nicht wissen, wo eine preiswerte Eohnung zu haben sei, dass Sozialwohnungen auf ewig verplant sind und bei Umzügen gibt es immer Leute, die klopfen und wissen wollen, ob was frei wird.

Und wenn ich lese, dass andere Foristinnen im Jahr drei vollverschleirete Frauen sehe- ich mußte gestern mit der S und U zu einer Freundin, die ich noch nie zuhasue besucht hatte und habe deshalb auf die Bahnstationen geachtet- in der Innenstadt hatte ich drei pro Bahnsteig. Keine Burkas, Niquabs, die ich aber genauso schlimm finde.

Benedikte

Re: die schwarze Null

Antwort von DK-Ursel am 25.09.2016, 11:03 Uhr

Hej allesammen!

Ja, da werden alle Politiker Erklärungsnot haben, wenn die Bürger fragen:
Wieso nicht vorher, wieso jetzt?
Das gab in einer der letzten Talkshows auch der Bautzen-Oberbürgermeister Alexander Ahrens zu.
Trotzdem kann man ja - statt sauer auf die Vergangenheit zu sein, sowas bringt nie was! - den Spieß auch umdrehen und sich fast schon bei denFlüchtlingen bedanken:
(ironie-off), denn wenn Schulen verbessert werden, ändert sich doch auch was für die deutschen Kinder - oder?
Wenn Schwimmbäder wieder eröffnet werden, dito.
Und wenn Bibliotheken einen besseren Etat bekommen, sind die auch für alle da.

Daß Herr Schäuble mit seiner schwarzen Null, auf die er ach so stolz ist, zwar die Verschuldung der Kinder in der Zukunft verringert, ist ein netter Schulterklopfer für ihn selbst - mehr aber nicht, denn die Defizite, die er den Kindern stattdessen aufbürdet - fehlerhafte, lückenhafte Bildung, weniger soziale Betreuung, weniger Freizeitangebote - wiegen für die Zukunft weitaus schwerer!

Auch ich glaube nicht, daß alle AfDler Nazis sind.
Ich halte sie auch nicht alle für dumm, wie mir unterstellt wurde.
Aber jeder, der aus Protest die AfD wählt, handelt dumm, denn eine solche Partei kann man unter keinen Umständen - immer, wenn man etwas zuwählt, wählt man auch etwas ab (den Spruch habe ich mir zu eigen gemacht in meiner Kindererziehung, bei unserer Schulgründung uvm., paßt aber in vielen anderen Bereichen auch).
Und hier eben auch umgekehrt:
Wer da etwas abwählt, indem er die AfD zuwählt, soltle genau hinschauen ,wen und was er da zuwählt...Ob es das wert ist.

Men einziger Trost ist derzeit,. daß die, die so rechts wählen, letztendlich den linken Kräften helfen.
Das muß ja nicht gleich der blutröteste Kommunismus sein -- aber wenn Dtld. wieder ein bißchen von der rechten "Mitte" ins linkere Lager rutschen würde, ging es auch schon manchen besser.
Und der Politik als solcher wohl auch, den eine SPD, die die Politik der CDU mitmacht (die Abkehr jetzt ist peinliches Wahlkampfabrücken!), eine Kanzlerin, die sogar SPD-Wählern wählbarer scheint als ihr eigener Parteivorsitzender, Grüne, die ohne mit der Wimper zu zucken mit der CDU koalieren - da muß ein bißchen mehr andere Farbe ins Spektrum, damit es wieder ausgeglichener und differenzierbarer wird!
Dann haben wir Wähler auch wieder eine bessere Wahlmöglichkeit.

Nicht nur der Brexizt, auch die deutschen Wahlergebnisse bestärken mich übrigens in meiner Aversion gegen Voklsabstimmungen.
Da wird seltenst über das komplexe Thema als solches abgestimmt - das durch- und überschauen selbst studietre Leute oft gar nicht, geschweige denn wir -- sondern nur aus dem Bauch heraus abgestraft und kurzfristigen, eigennützigen Lösungen nach dem Wort geredet bzw. gewählt.
SO darf Politik gerade in einer globalen Welt aber wirklich nicht aussehen!

Gruß Ursel, DK

Re: die schwarze Null

Antwort von Jana287 am 25.09.2016, 11:11 Uhr

Hallo Ursel, es wird ja eben nicht besser für alle. Hier sind Turnhallen weiterhin belegt bzw sanierungsbedürftig. Die Grundschulklassen übervoll, wer irgendwie kann bringt seine Kinder auf Privatschulen unter. Kitaplätze sind gesucht, bezahlbare Wohnungen ebenso. Also nein, wir müssen uns nicht bei den Flüchtlingen bedanken.

Re: die schwarze Null

Antwort von lotte_1753 am 25.09.2016, 11:14 Uhr

Wie sagte Brecht so schön: Wäre es nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?

Das Wissen davor schützen?

Antwort von Alhambra am 25.09.2016, 11:20 Uhr

Solange unsere Regierung so weiter macht, wie bisher, wird das nicht passieren.

Nach der ersten Wahlschlappe suchte man nach einem Schuldigen und schob die Schuld der AfD zu.

Nach der zweiten Wahlschlappe stellte sich Frau Merkel hin und meinte, sie trüge eine Mitschuld, bleibt aber auf ihrem eingeschlagenen Weg.

Nach Berlin gucken alle traurig, die CSU schimpt auf die CDU, die SPD schimpft plötzlich, Wir schaffen das ist nicht so einfach, hat die Wagenknecht auch schon gesagt, gabs ganz dolle Schimpfe. Ganz nebenbei gehen die Leute gegen Ceta auf die Straße und die SPD will trotzdem zustimmen. Merkel ist eh für TTiP.

Und die besagten Gründe, kein Geld da für nix, da mussten erst Fremde kommen, dass die Steuergelder nur so rausgeworfen werden, kommt logischerweise nicht gut an.

Dann kam eine Meldung, dass in Deutschland knapp 500.000 abgelehnte Asylbewerber leben, viele von ihnen schon seit Jahren. Es ist also nicht wirklich damit zu rechnen, dass die wieder abreisen, sobald Frieden einkehren würde.

Was ich an der ganzen Flüchtlingspolitik aber absolut beschämend finde und sowas von bigott: Erdogan - der in meinen Augen bereits der türkische Hitler ist - wird gebauchpinselt, darf wegsperren, die Kurden bombadieren - bei den Genfer Konventionen werden inzwischen alle Augen zugedrückt, die es gibt - Hauptsache er löst unser Flüchtlingsproblem und dann stellt sich Frau Merkel ersthaft hin und verkündet, wie machen so weiter und die Zahlen sind auch rückläufig.

Wenn ich immer wieder die Gleichen wähle, dann werten die Parteien es als Zustimmung, oder wie sie so gerne nach den Hochrechnungen sagen: Wir haben einen klaren Auftrag. Selbst Gabriel stellte sich als Sieger in Berlin hin. Das finde ich schon unfassbar, wie man so eine winzige Zustimmung noch als Sieg verkaufen kann.

Wir haben das Problem, dass der Bürger sich von den Altparteien belogen, geschröpft, hintergangen und schlichtweg verar***t fühlt.

Ich wähle schon seit drei Wahlperioden die Tierschutzpartei, ja, ja, lacht nur, der Name klingt nicht gerade überzeugend. Das Parteiprogramm hinkt in diversen Punkten, kommt meinen Vorstellungen aber tatsächlich noch am nächsten. 100 % bekommt man nur, wenn man selber eine Partei gründet. Aber wenn ich schon gegen die inzwischen völlig eingefleischte Lobby-Politik angehen würde, würde ich vermutlich Opfer eines "Unfalls" werden. Viel zu sehr ist unsere Politik in den Händen der Wirtschaft. Allein die Tatsache, dass Firmen die Gesetzestexte verfassen ist für mich maffiös.
Ansonsten gehe ich auch gerne ins Rathaus zu den öffentlichen Sitzungen, da kann man mal die Leute live zu den verschiedensten Themen argumentieren hören. Und manchmal hört man auch die "Auftraggeber" raus. Kommunal kann man die Tierschutzpartei hier nicht wählen, aber dann bekommen die meine Stimme, die Versprechen und Leistung noch am besten umgesetzt haben.

Ok, das Wahlprogramm der Etablierten klingt auch immer gut, ist aber das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben ist, wie wir nun schon seit Jahren erleben. Wir haben als reiches Land zuviel Armut zu beklagen und die große Armut als Renter trotz steigender Arbeitszeit muss wohl jeder Durchschnittsverdiener befürchten. Das wiederum ist der mangelhaften Familienpolitik zu verdanken.

Insoweit verstehe ich sehr wohl, warum die Leute AfD wählen, es ist die einzige Partei, die große Angst machen kann. Und scheinbar kapieren die nur so, dass sie keinen Regierungsauftrag mehr bekommen, wenn sie ihren Weg weitergehen wie bisher. Auch Fehler eingestehen nützt nich viel, man muss langsam auch mal Lösungen präsentieren.

Re: "Ressentiments, hinter denen mehr steckt" Tagesschau online

Antwort von Lauch1 am 25.09.2016, 11:31 Uhr

Die Versprechen von Merkel nimmt doch europaweit wirklich niemand mehr ernst.
In Italien und Griechenland will ohnehin niemand freiwillig bleiben, die beiden Länder haben nach den Visegrad Staaten die niedrigste Zahl an Asylanträgen. Die Menschen kommen ohnehin in den Norden.
Der Türkei Deal funktioniert überhaupt nicht, insgesamt wurden 502 Personen freiwillig in dei Türkei zurückgebracht.
Gleichzeitig schickt Deutschland 200-300 Personen täglich nach Österreich zurück, und sicher nicht gut ausgebildete, gut integrierbare. Deswege geht es in den Grenzstädten auch so zu und deswegen steigt die FPÖ in den Umfragen in astronomische Höhen. Und deswegen auch der Druck Österreichs endlich die Schengengrenzen zu sichern und Abkommen mit Afghanistan, Ägypten, Niger und Mali abzuschließen.

Re: "Ressentiments, hinter denen mehr steckt" Tagesschau online

Antwort von Joplin am 25.09.2016, 11:37 Uhr

Ich weiß das hashty. Ich finde aber dass es sehr wichtig ist, sich damit auseinander zu setzen, wie es soweit kommen konnte ohne Beleidigungen. Denn es reicht nicht zu sagen sie sind nur dumm und fertig.

Ich denke, dass sich in großen Teilen der Bevölkerung schon vorher einiges aufgestaut hat. Die Flüchtlinge sind jetzt für all das die Projektionsfläche.

Aber sie sind genau die Falschen dafür.

Radikale Strömungen gab es immer in Zeiten von Wirtschaftskrisen. In Zeiten großer Verunsicherung. Viele Menschen kommen auch mit der Globalisierung nicht mehr mit. Sie sind überfordert. Es ist auch absolut fatal wenn es heißt dass der Bürger die Komplexität der Entwicklung nicht kognitiv erfassen kann und deswegen doch die Politiker machen lassen soll und nicht gegen etwas sein soll , was er gar nicht mehr kapieren kann. Das ist doch das Ende jeder Demokratie!

Dann sind wir eines der reichsten Länder der Erde und bei uns vergammeln die Schulen. In unsere Turnhalle regnet es hinein. Es findet kein Sportunterricht statt deswegen. Eltern wurden um Spenden gebeten, weil das Geld fehlt. Bin mal gespannt ob es reichen wird.

Ein paar hundert Meter weiter wurde aber letztes Jahr ein leetstrhendes größeres Gebäude saniert. Es leben jetzt Flüchtlinge darin. Das finde ich auch gut, nicht falsch verstehen. Nur, die Turnhalle tropft immer noch.

Natürlich stellt man sich die Frage "äh, wieso ist für die einen Geld da, für die anderen nicht?"

Nochmal, ich will dass für die Flüchtlinge Geld ausgegeben wird. Ich will nämlich für sie eine gute Unterbringung und eben keine schrecklichen Camps.

Der Bürger kapiert viele nicht mehr.

Wir hatten eine Wirtschaftskrise. Milliarden wurden in Banken gepumpt. Es wird immer gedroht dass man die Märkte niemals verunsichern darf, sonst geht die Welt unter. Was die Märkte sind und weshalb sie eine so enorm große Macht über uns haben, das versteht doch kaum noch jemand.

Wir haben inzwischen Negativzinsen. Es gibt Terror. Gestern wieder eine Meldung darüber, dass in sozialen Netzwerken vermehrt zu Anschlägen in Deutschland aufgerufen wird. Das verunsichert doch, das ist doch normal!

Dann hatten wir eine unkontrollierte Flüchtlingswelle. Das muss jetzt erst einmal geordnet werden. Im Bamf ist Land unter. Die zwei großen Parteien zerfleischen sich gegenseitig. Die Gesellschaft ist gespalten.

Davon profitieren doch Parteien wie die AFD. Das ist europaweit so. In Zeiten großer Krisen erstarken die Radikalen. In Amerika wird vielleicht ein Trump gewählt. Wie krank ist das denn?

Ganz ehrlich, es muss jetzt alles irgendwie in geordnete Bahnen kommen. Es darf nicht mehr viel passieren. Wenn es noch ein paar Anschläge gibt, gute Nacht. Den Bürgern muss irgendwie vermittelt werden, dass alles seinen Gang geht.

Die Zeiten sind scheiße im Moment. Immer dann erstarken die Rechten. Dadurch wird dann alles noch schlimmer. Es ist ein Trauerspiel. Wie ein ICE der mit voller Geschwindigkeit gegen die Wand rast.

Die Flüchtlinge baden jetzt nur den ganzen Scheiß aus. Sie sind das schwächste Glied in dem Kette. Die Probleme liegen aber woanders.

Re: Zurückweisungen

Antwort von Jana287 am 25.09.2016, 11:39 Uhr

Da hatte ich gerade irgendwo gelesen, dass dieses Jahr schon mehr als 10.000 Menschen an der Grenze zu Österreich zurückgewiesen wurden. Das fand ich beachtlich. Mir klingt noch Merkels " hier wird nirgendwo irgendetwas geschlossen " im Ohr. Warum wehrt man sich dann so gegen Kontrollen am Brenner? Das verstehe ich tatsächlich nicht.

Joplin

Antwort von Hashty am 25.09.2016, 11:45 Uhr

Super geschrieben. Genau das trifft es!

Die Flüchtlinge sind der Sündenbock. Für so viel, das schon so lange falsch läuft. Das schon in Zeiten falsch lief, als noch keine Flüchtlinge da waren.

(Früher waren es die Juden, warum es allen so schlecht ging, jetzt sind es die Flüchtlinge)

Re: Zurückweisungen

Antwort von Lauch1 am 25.09.2016, 11:48 Uhr

Es ist ja diese Widersprüchlichkeit, die viele so vor den Kopf stößt. Sie will einerseits (offiziell) keine Grenze geschlossen sehen, beklagt sich andererseits über den gewaltigen Andrang nach Deutschland.

Re: die schwarze Null

Antwort von DK-Ursel am 25.09.2016, 12:08 Uhr

Ja,a, daß Berlin wohl ein unrühmliche Ausnahmesituation hoch ??? ist, haben die neuen Wahlergebnisse ja deutlich gemacht.
Da ist in den leztten jahren leider sehr viel versäumt worden und viel geld in Prestiogeprojekte statt in die sozialen belange geflossen.
Das ist schlecht, keine Frage!

Lotte, Brecht hat viele gute zitierbare und leider immer noch gültige Aussagen mgemachtr -- eis tist bedrückend, daß seine Aussagen vor weit mehr als 50 Jahren heute immer noch aktuell sein müssen/können!
Im Umkehrschluß aber kan nman auch davon ausgehen,daß die aktuelle "Flüchtlingskrise" nichtr (allein) an der Krise, an den Mißständen etc. schuld ist --- Berlin ist ja ein gutes Beispiel dafür.

Gruß Ursel, DK

Re: die schwarze Null

Antwort von Lauch1 am 25.09.2016, 12:17 Uhr

Ja Ursel, jetzt ist die Flüchtlingskrise aber zusätzlich da. Und nach einem Jahr Abstand zeigt sich eben, dass vieles geschehen ist, das nicht hätte geschehen dürfen. Etwa, dass Migranten als Flüchtlinge aufgenommen wurden (und damit echten Syrern den Platz wegnehmen), dass eine viel zu hohe Zahl an jungen Männern aufgenommen wurde und nicht durch aktives Resettlement gegengesteuert wurde.
Gibt es dir nicht zu denken, dass sogar Schweden die Reißleine gezogen hat?

Re: Joplin

Antwort von Alexxandra am 25.09.2016, 12:29 Uhr

vergleicht es doch nicht immer mit der Judenverfolgung, das ist doch heute eine kpl. andere Situation. Mich nervt das so dermaßen, dass manche immer unterstellen, dass alle, die vor dem Islamismus Angst haben oder keine unkontrollierte Einwanderung mit diversen bereits jetzt bestehenden Problemen wollen, die gleichen wären, die damals auch für die Tötung der europäischen Juden gewesen wären. Es gibt diese skeptischen Stimmen überall in Europa, in vielen Ländern haben die rechten Parteien einen großen Zulauf, z.B. auch in Schweden und Dänemark.

Re: Joplin

Antwort von Hashty am 25.09.2016, 12:59 Uhr

Es geht um Schuldzuweisung. Ängste schüren. Und daraus resultierendes Wahlverhalten.
Und das kann man sehr wohl vergleichen.

Re: "Ressentiments, hinter denen mehr steckt" Tagesschau online

Antwort von Mehtab am 25.09.2016, 13:42 Uhr

Hallo,

warum regen sich alle eigentlich nur auf über das Geld, das für Flüchtlinge ausgegeben wird? Ich habe vor ein paar Tagen einen Bericht über Cum-ex-Geschäfte gesehen. Da ist es mir schlecht geworden. Milliardäre lassen sich seit über einem Jahrzehnt vom deutschen Fiskus nicht gezahlte Steuern in Milliardenhöhe erstatten. Das Geld ist für den deutschen Steuerzahler wohl für immer verloren. Da regt sich keiner drüber auf. Eine ganze Branche lebt davon, Gesetzeslücken aufzuspüren und auszunutzen, damit unsere Milliardäre immer reicher werden und unsere Gesetzgeber sind nicht bereit oder in der Lage dagegen anzugehen. Mittlerweile ist der dritte Finanzminister im Amt und sieht dem Ganzen zu.

Viele Grüße

Mehtab

Re: Joplin

Antwort von Danyshope am 25.09.2016, 13:45 Uhr

Es ist 100% das gleiche wie damals.

Auch da hatten die Menschen Angst vor den Juden- vor dem Unbekannten, besonderen Bräuchen und Ritualen wie zB schlachten. Zusätzlich hat man ihn das ein oder andere geneidet. Vorzugsweise das diese eben gerade für Dinge im kaufmännischen Bereich/Geldwesen usw durchschnittlich oft ein Händchen hatten. Und dann kam wer der sich genau das zugute gemacht hat. Man hat ihnen ihr "vermögen" geneidet und eine Lösung gesucht am besten daran zu kommen. jetzt neidet man den Flüchtlingen das sie evtl eher eine Wohnung bekommt, das sie ein Taschengeld bekommen, das sie (angeblich) finanziell besser gestellt werden wie manch anderer mensch hier in Deutschland. Also wieder eine Vermögens- und Angstsache.

Das was viele jetzt fordern, abschieben der Flüchtlinge und Aufnahme in irgendwelche Lager im Ausland bis sie evtl irgendwann zurück können ist genau das was man dem besorgten Bürger damals auch versprochen hat. Der riesen Unterschied ist lediglich, das die Tötung in dem riesen Ausmaß heute in Zeiten des Internets weit schwieriger wäre. ABER, in den Lagern werden Kinder und Frauen jeden Tag vergewaltigt, Menschen wie Sklaven in die Zwangsarbeit geschickt, sei es als Drogenkurier, als Prostituierte, als Arbeitskraft. Und das ist 100% erwiesen und bekannt. Und das sind nicht immer die Flüchtlinge dort selbst untereinander, sondern nicht selten die "Wärter". Wer also sich hinstellt und sagt, die Leute sollen zurück in die Lager oder sich gar Australien als Vorbild nimmt, der sollte sich ganz genau bewusst machen was er da wirklich fordert. Und, ich gehe jeder Wette ein, wenn es möglich wäre diese Menschen zu töten - ohne das es die restliche Welt so schnell mitbekommen würde - dann würde auch das gemacht werden.


Auch unser Großeltern und Urgroßeltern haben sich sicherlich nicht als Nazi gesehen und würden sich auch heute nicht also solche sehen. Selbst dann nicht wenn sie Juden verraten haben oder sogar selbst bei der "Abschiebung" geholfen haben. das waren mit Sicherheit selbst "besorgte Bürger" welche einfach nur Angst hatten, die sich Sorgen um IHRE Zukunft gemacht haben und die einfach sich nicht bewusst gemacht haben was da wirklich genau passiert. Meine Urgroßeltern zB waren die absolut liebsten Menschen auf der Welt, ihn habe ich nicht mehr kennengelernt, sie schon. Und auch nur liebevoller Erinnerungen an diese. Diese beiden haben während des zweiten Weltkrieges ein Fotogeschäft gehabt und waren die Leute welche eben bei einer Vereidigung usw die Bilder gemacht haben. Die auch teils Aufnahmen der inhaftierten Juden gemacht haben. Sie waren also sehr nahe am "geschehen", nicht so nah das sie wirklich das Ausmaß mitbekommen haben, aber doch schon so nah um zu wissen, das ist alles andere als "richtig". Und sie hat gehofft mit dem was sie uns als Kinder an Geschichten erzählt hat eine Wiederholung zu vermeiden. Und genau deshalb auch reagiere ich so extrem "allergisch" darauf wenn ich sehe, all das war völlig umsonst, die Menschen sind eben nicht bereit aus Fehlern zu lernen. es ist ein riesen Unterschied ob man das alles aus den Geschichtsbüchern mal wo aufgeschnappt hat, oder wenn man wirklich mal mit den menschen von damals gesprochen hat.

Und nein, ich sage auch jetzt nicht das alle AfD-Bürger Nazis sind, oder alle welche meinen warum auch immer gegen Flüchtlinge eingestellt zu sein. Aber, aktiv in Richtung Fremdenhass zu unterstützen - und dazu zähle ich durchaus das wählen/unterstützen einer solch rechts eingestellten Partei wie die AfD - das kann ich mit keinem Verständnis dieser Welt akzeptieren. weil es dafür absolut keine Akzeptanz geben darf!

Re: "Ressentiments, hinter denen mehr steckt" Tagesschau online

Antwort von Danyshope am 25.09.2016, 13:49 Uhr

Liegt IMO daran das man lieber auf jemanden "eintritt", der eh noch tiefer wie man selbst in der Hierarchie ist.

Re: "Ressentiments, hinter denen mehr steckt" Tagesschau online

Antwort von DK-Ursel am 25.09.2016, 14:03 Uhr

Na klar, und das wird ja auch von genügend Stellen forciert.
Denn das is tauch leichter zu erklären und zu "verteidigen" als die andauernden Steuerhinterziehungen (zumal auflegale Art und Weise!)


Natürlich sind im letzten Jahr Fehler gemacht worden --- Menschen, die was tun, machen auch Fehler.
Aber esi st auch einiges korrigiert worden.
Und genau wie Dtld. hat eben auch Schweden letztendlich nicht die Möglichkeit, ganz Syrien, Jemen, Afghanistan und wen auch noch aufzunehmen.
Zu denken gibt mir das nicht.
Höchstens insofern, daß eben neue Lösungen hermüssen, die auch andere EU-Länder deutlich in die Pflicht nehmen!

Gruß Ursel, DK

Re: "Ressentiments, hinter denen mehr steckt" Tagesschau online

Antwort von Jana287 am 25.09.2016, 14:12 Uhr

Ursel, Afrikas Bevölkerung wird sich bis 2050 auf rund 2 Mrd Menschen verdoppeln. Das sind Menschen, die dieser Kontinent nicht ernähren kann.

Dazu im Vergleich hat Europa aktuell etwas über 500 Mio Einwohner. Ich behaupte, weder Deutschland alleine kann das Problem stemmen, noch würde eine Umverteilung in Europa helfen. Und, was macht eine solche Durchmischung mit Europa?

Re: "Ressentiments, hinter denen mehr steckt" Tagesschau online

Antwort von lotte_1753 am 25.09.2016, 14:30 Uhr

Yep. Die Pflicht, Aussengrenzen wirksam zu schützen und ungesteuerte Zuwanderung zu verhindern.

Re: "Ressentiments, hinter denen mehr steckt" Tagesschau online

Antwort von Alhambra am 25.09.2016, 15:05 Uhr

Mehtab, den Bericht - Maschmeier und Co. meinst du sicher - habe ich auch gesehen. Davon wusste ich vorher nichts, gar nichts. Nur am Rande, dass Maschmeier Anleger - die kleinen wohlgemerkt - in den Ruin getrieben hat.

Doch, darüber rege ich mich sehr wohl auch auf, passiert alles mit dem Segen unserer Regierung. Keine Ahnung, warum man Steuern zweimal erstattet bekommt, obwohl nur einmal bezahlt. Sowas habe ich auch überhaupt nicht für möglich gehalten. Ich weiß nur, dass ich selbst für die Schulspenden massig Belege vorlegen muss, weil sonst nichts angerechnet wird. Was prinzipiell richtig ist, aber im großen Stil können nur die bescheißen, die auch massig Kohle und Macht haben.

Ich rege mich auch auf, dass VW ganz offenen Betrug begehen darf und unsere Regierung hüllt sich in Schweigen. Sie sind alleine der Wirtschaft hörig.

Und vielleicht ist die Flüchtlingsgeschichte einfach der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.

Re: "Ressentiments, hinter denen mehr steckt" Tagesschau online

Antwort von Joplin am 25.09.2016, 16:31 Uhr

Was ich nicht verstehe :Es gab den riesigen Betrug in der Automobilindustrie. Nicht nur VW war betroffen, auch andere. Ungefähr zur gleichen Zeit macht unsere Bundesregierung den Autokonzernen Milliardengeschenke. Sie subventionierte Elektroautos mit 3000€pro Auto.

Das ist in Puncto Umweltschutz gut gemeint. Ein Elektroauto ist dermaßen teuer, dass es sowieso nur für Reiche in Frage kommt. Ein Normalverdiener kann sich sowas nicht leisten. Die Autobranche wird von der Politik seit jeher absolut gebauchpinselt. Der Betrug wurde da hingenommen.

Warum bekommt ausgerechnet diese Branche Milliarden? Warum nicht das Geld für etwas anderes ausgeben? Da würden mir ganz viele Dinge einfallen.

Das passierte zu just der Zeit als die VW Manager darüber debattierten ob ihre Millionenboni weiter ausgezahlt werden sollen oder ob man wegen dem Betrugsfall das lieber mal ein Jahr aussetzen soll. Während gleichzeitig VW Arbeiter Angst um die Arbeitsplätze haben. Das ist doch einfach widerlich.

Ich kann das alles nicht mehr verstehen.

Re: "Ressentiments, hinter denen mehr steckt" Tagesschau online

Antwort von Shanalou am 25.09.2016, 17:08 Uhr

Das Manager nicht wirklich zur Rechenschaft gezogen werden, verstehe ich auch nicht. Das die Automobilbrache gebauchpinselt wird kann ich schon eher verstehen. Der Reichtum von BaWü hängt ziemlich an dieser Branche. Auch deswegen, weil die Arbeiter dort in der Regel enorm viel verdienen.

Liebe Ursel, was du übersiehst ist, dass nicht nur die anderen EU Länder nicht wollen,

Antwort von Lauch1 am 25.09.2016, 17:28 Uhr

sonder auch die Schutzsuchenden nicht in die jeweiligen Länder (die teilweise wie Portugal, Island noch durchaus offene Kapazitäten hätten).

Danyshope

Antwort von Hashty am 25.09.2016, 17:46 Uhr

Danke!

Re: "Ressentiments, hinter denen mehr steckt" Tagesschau online

Antwort von Mehtab am 25.09.2016, 19:32 Uhr

Ja Alhambra,

genau diesen Bericht meine ich. Ich saß fassungslos vor meinem Fernsehgerät und kann es bis heute nicht verstehen. Vor Jahren hatte ich schon von diesen "Cum-ex-Geschäften" gehört, aber nicht genau recherchiert und diese Dinger schon fast wieder vergessen. Losgegangen sind die Anlagen bei 40 Millionen, damit jede weiß, wovon wir hier sprechen.

Bei meiner Steuererklärung fragen die beim Finanzamt auch so lange nach, bis sie mich so genervt haben, dass sie sich wahrscheinlich irgendwann nicht mehr fragen trauen.

Und als ich dann gehört habe, dass sich niemand im Finanzministerium des Bundes und bei den Finanzministerien der Länder für diesen jährlichen Milliarden-Betrug mit den Cum-ex-Geschäften interessiert, da wäre mir bald der Kragen geplatzt. Die bekamen Jahr für Jahr mehr Steuerrückerstattungen. Zuletzt hatte der Staat bei dieser Steuer mehr rückerstattet als er durch diese Steuerart insgesamt eingenommen hatte. Anstatt Einnahmen hatte er Ausgaben, und das hat niemand interessiert! Unfassbar! Hier habe ich mich gefragt, wo denn das Geld herkommt.

Viele Grüße

Mehtab

kleiner exkurs

Antwort von DecafLofat am 25.09.2016, 19:58 Uhr

bei uns in der nachbarschaft stehen drei e-autos. nur mal um dem vorurteil zu begegnen, dass sich das nur reiche leisten können. hier ist absolut durchschnittsverdiener-nachbarschaft, IMHO.
ich hab mir für mich sogar erst kürzlich auch den twizy von renault mal in augenschein genommen, und als reich würde ich mich nun weiß gott nicht definieren.
normal halt.

Re: kleiner exkurs

Antwort von Maxikid am 25.09.2016, 20:06 Uhr

Im Sommer, mitten in der Pampa von DK. Eine Tankstelle mit 8 Ladestationen für den Tesla. Die fahren dort in Menge rum. Wir haben doch sehr gestaunt. Aber auch hier in HH sehr ich viele e-Autos im Verkehr. Ich bin Schülerlotsen, da sind immer einige dabei. Sehen alle wie durchdchnittsverdiener aus.

Re: Joplin

Antwort von Alexxandra am 25.09.2016, 21:46 Uhr

"Das was viele jetzt fordern, abschieben der Flüchtlinge und Aufnahme in irgendwelche Lager im Ausland bis sie evtl irgendwann zurück können ist genau das was man dem besorgten Bürger damals auch versprochen hat"

Es ist aber doch ein gewaltiger Unterschied zwischen der Abschiebung von Leuten, die einfach keinen berechtigten Asylgrund haben oder der Abschiebung von Mitbürgern, die hier geboren waren und schlichtweg ganz normale Deutsche waren.
Das kann man alles nicht vergleichen.

"Die fahren dort in Menge rum. "

Antwort von DK-Ursel am 25.09.2016, 22:10 Uhr

bei uns nicht.

Nur mal eben so eingeschoben

Gruß Ursel, DK

Re: "Die fahren dort in Menge rum. "

Antwort von DecafLofat am 25.09.2016, 22:15 Uhr

naja, du wohnst wahrscheinlich "arm". als wir pfingsten in schweden waren (großraum stockholm, uppsala) habe ich in der tat auch einige tesla gesehen. aber auch einige dacia (sind mir nur aufgefallen weil acuh wir dacia fahren). :o)

Re: Joplin

Antwort von Danyshope am 25.09.2016, 22:46 Uhr

Sag das mal den französischen Juden, den niederländischen, den russischen usw.

Zudem, was glaubst Du was in den Lagern in Syrien usw abgeht? Was in denen in Afrika usw.

Menschen sind Menschen und sollten entsprechend behandelt werden. Egal welcher Hautfarbe dies angehören, egal welcher Religion, welcher Nationalität. darüber zu urteilen welches Leben wichtiger ist als ein anderes - das sollten nicht wir entscheiden.

Re: Liebe Ursel, was du übersiehst ist, dass nicht nur die anderen EU Länder nicht wollen,

Antwort von Danyshope am 25.09.2016, 22:56 Uhr

Genau, und die werden dort sicherlich dann von dem Leuten mit Kusshand genommen. Die Länder warten ja nur darauf. Haben ja noch nicht genügend Probleme wegen zusammenbrechender Wirtschaft - jedenfalls Portugal und Länder wie Griechenland und Spanien. Island hat ja scheinbar so gerade eben die Kurve noch bekommen.

Ach ja, und aus all diesen Ländern kamen in den letzten Jahren Wirtschaftsflüchtlinge zu uns, die vor Massenarbeitslosigkeit und Persepktivlosigkeit geflohen sind. was glaubst Du wie herzlich diese Länder Flüchtlinge aufnehmen?

Deutschland ist eines der wenigen Länder welche die Wirtschaftskrisen der letzten Jahre sehr gut gemeistert hat. das dürfte sogar des letzte Bauernjunge mit bekommen haben. manchmal glaube ich echt, ihr stellt diese Leute extra für super dämlich da.
Hier ticken die Leute schon aus weil sie ja Angst vor was weiß ich noch alles haben, das sie keinen Wohnraum finden, keine Arbeit, zu wenig Geld bekommen usw. Und dann meint man wirklich Leute denen es teils wirklich dreckig geht würden freudenstrahlend auch noch zig tausende Flüchtlinge aufnehmen. Klar, Wohnraummangel besteht da sicherlich weniger - das dürfte es aber auch schon gewesen sein.

Ja, ich bin auch dafür das alle Länder Europas da mehr machen müssen, nicht nur Deutschland, aber ich sehe es auch wo realistisch. selbst wenn die im Ausland mehr Flüchtlinge nehmen würden - zahlen müsste das am Ende trotzdem Deutschland. Nur die Deutschen hätten die Flüchtlinge eben nicht mehr direkt vor den Augen.

Re: "Die fahren dort in Menge rum. "

Antwort von DK-Ursel am 25.09.2016, 23:04 Uhr

Stimmt, ich weiß natürlich nicht, wo Maxi Urlaub macht - bei Millionärs verkehren wir nicht...

Es erweckte halt den Eindruck, als sei in DK sowas gang und gäbe - ist es aber nicht (überall).
Wohl genau wie anderswo auch...

Gruß Ursel, DK

Re: "Ressentiments, hinter denen mehr steckt" Tagesschau online

Antwort von Joplin am 25.09.2016, 23:05 Uhr

Damals in den Tagesthemen hieß es das günstigste E Auto Koste so um die 30000€,jemand der sich ein 30000€Auto hinstellen kann zählt nach meiner Definition zu den Reichen.

Das ist natürlich relativ. Ein Hartz vier Empfänger hält mich vermutlich für reich. Verglichen mit einem Volkswagenmanager bin ich eine bitter arme Kirchenmaus.

Jeder hat wohl seine eigene Definition von arm und reich. Ich könnte mir so ein Auto niemals leisten.

mich belustigt hier

Antwort von stjerne am 26.09.2016, 0:33 Uhr

die Formulierung "weiß Gott", nachdem um genau sowas vor wenigen Tagen ein riesiger Aufriss gemacht wurde.

Re: "Die fahren dort in Menge rum. "

Antwort von Maxikid am 26.09.2016, 6:19 Uhr

Ursel, das war in Hjöring an einer Shell Tankstelle. Und in unserem Feriendorf fuhren einige rum. Einige kamen auch aus Norwegen. Das das nicht überall so ist , ist doch klar. Die Situation war eben so unerwartet komisch. Extra E-Tankstationen für den Tesla, so mitten in einer Kleinstadt. .LG maxikid

Re: Liebe Ursel, was du übersiehst ist, dass nicht nur die anderen EU Länder nicht wollen,

Antwort von Lauch1 am 26.09.2016, 6:22 Uhr

Ja gut, dann ist die Sache alternativenlos. Alle nach Deutschland, ihr schafft das schon.

Re: mich belustigt hier

Antwort von Hashty am 26.09.2016, 6:34 Uhr

Inshallah?! (u.ä.)???

Re: mich belustigt hier

Antwort von stjerne am 26.09.2016, 7:00 Uhr

http://www.rund-ums-baby.de/aktuell/Explosionen-in-New-York_711525.htm

Und die folgenden

Re: Liebe Ursel, was du übersiehst ist, dass nicht nur die anderen EU Länder nicht wollen,

Antwort von lotte_1753 am 26.09.2016, 8:34 Uhr

Genau, denn:

Macht und Freiheit, Recht und Sitte,
Klarer Geist und scharfer Hieb
Zügeln dann aus starker Mitte
Jeder Selbstsucht wilden Trieb,
Und es mag am deutschen Wesen
Einmal noch die Welt genesen.

Egal was die anderen denken, wir haben nunmal recht!

Re: Joplin

Antwort von Alexxandra am 26.09.2016, 9:23 Uhr

also dürfen alle, die es schaffen, ihren Fuß auf deutschen Boden zu setzen, bleiben?

Re: mich belustigt hier

Antwort von Alexxandra am 26.09.2016, 9:36 Uhr

ist mir auch aufgefallen, Aufriss um des Aufriss willens.

Re: Liebe Ursel, was du übersiehst ist, dass nicht nur die anderen EU Länder nicht wollen,

Antwort von Lauch1 am 26.09.2016, 9:39 Uhr

:)

Re: "Ressentiments, hinter denen mehr steckt" Tagesschau online

Antwort von Mehtab am 26.09.2016, 10:24 Uhr

Hallo,

egal, wie viele E-Autos rumfahren und wer sie sich leisten kann. Was rechtfertigt denn die Suventionen für E-Autos? In meinen Augen gar nichts. Unser Staatshaushalt ist zum großen Teil schon vorfestgelegt. Es gibt zwei große Teile, zum einen Ausgaben für Soziales und zum anderen Subventionen aller Arten. D. h., meine verdientes Geld wird mir weggenommen und umverteilt, zum einen für die ganzen Sozialleistungen, wie auch immer sie heißen mögen, und dann Subventionen aller Art bis zu Steuerrückerstattungen für Maschmeier und Co. Da kann ich mir schon vorstellen, warum der Mittelstand in Deutschland immer mehr zurückgedrängt wird, und die Schere zwischen Arm und Reich weiter aufgeht.

Nur über einen ganz kleinen Teil unseres Staatshaushaltes kann noch frei verfügt werden. So kommt es, dass unsere Infrastruktur, zu der ich von Straßen bis Schulen einfach alles rechne, was eigentlich von der öffentlichen Hand finanziert werden sollte, immer mehr verkommt, weil einfach keinen finanziellen Mittel dafür mehr vorhanden sind, weil der Staat jeden Mist irgendwie subventioniert. Ich habe das Gefühl, dass wir zwar schon immer noch wählen dürfen, dass aber unser Staat längst von anderen gelenkt wird. Nur kann ich mir nicht vorstellen, wie die AfD dieses Problem lösen will.

Viele Grüße

Mehtab

Re: mich belustigt hier

Antwort von Sille74 am 26.09.2016, 12:26 Uhr



freut mich

Antwort von DecafLofat am 26.09.2016, 15:57 Uhr

wenn ich zur erheiterung beitragen konnte. zeigt nur, auch ich hab es noch nicht verinnerlicht, eben weil man so christlich-abendländisch sozialisiert ist. war ja auch - wie ich damals auch erklärte - zum thema geworden zwischen mir und einer freundin, der es eben bei mir aufgefallen ist und ich habe ihren standpunkt absolut nachvollziehen können.

also, seht es mir nach, ich lerne noch. aber ja, lachen darf man dann darüber.

Die schwarze Null

Antwort von shinead am 26.09.2016, 16:08 Uhr

Ist m.E. wenig verantwortlich für die Verhältnisse in Berlin. Das ist doch eher verfehlte Politik. Seit Jahrzehnten. Wenn morgen der Finanzausgleich fallen würde, können wir Berlin schließen, dann geht es endgültig den Bach runter.

Re: Deca

Antwort von Joplin am 26.09.2016, 17:03 Uhr

Ist doch alles gut! Solange man noch gutmütig lachen kann ist alles in Ordnung :-)

Liebe Grüße

Re: Joplin

Antwort von Danyshope am 26.09.2016, 18:32 Uhr

Habe ich das geschriebene?

Nein. ich bin nur der Meinung das entscheidest nicht Du, nicht ich, nicht Lieschen Müller wer bleiben darf und wer nicht. Sondern die Leute welche sich damit auskennen. Und bis entschieden wurde ob wer bleiben darf oder nicht, wird er mit dem entsprechendem Respekt behandelt. Und die meisten geben diesen Respekt dann auch an uns hier wieder zurück. Und die welche meinen das nicht machen zu müssen, auch da sollen sich die Leute mit auseinander setzen welche die entsprechenden fachlichen Voraussetzungen haben. Und nicht irgendwelche "besorgten Bürger".

Es gibt aktuell nur zwei Dinge welche mir wirklich sauer aufstossen, das ist a) das die Anträge so lange benötigen. DAS !!! Problem ist aber nicht neu und aktuell werden die sogar schneller abgearbeitet als in den Jahren vorher. Und b), das es keine Lösung gibt wie mit den Leuten verfahren werden kann welche die Voraussetzungen für Asyl hier nicht erfüllen. Und weshalb viele eben nicht abgeschoben werden können. Aber das ist ein Problem was nicht auf Deutschland-Ebene gelöst werden kann sondern eben in Brüssel oder Genf.

Re: "Ressentiments, hinter denen mehr steckt" Tagesschau online

Antwort von Danyshope am 26.09.2016, 18:47 Uhr

Na, die AfD hat dann ja mehr Mittel zur Verfügung. Immerhin sollen KiGa´s und Krippen ha geschlossen werden damit die Eltern die Kinder wieder selbst betreuen. Das was frei wird kann man dann in die Schulen stecken, Horts fallen ja auch weg. Frauen sind ja daheim.

Und, Pflegeversicherung ist auch noch das ein oder andere frei. Wenn die Frauen - wie von der AfD gewollt, die Pflegearbeiten bei den Angehörigen übernehmen, müssen die teuren Pflegeheime nicht mehr gezahlt werden. Und auch weniger aus der Pflegeversciherung, also gleich doppelt gespart.

Und dank der vielen Frauen welche dann daheim mit der Betreuung der Kinder und der Angehörigen beschäftigt sind, können die Männer bestens zum Mindestlohn arbeiten gehen. So steigt dann die Arbeitslosenquote auch nicht so stark - weil in der sozialen Bereich und in den pflegerischen ja meistens eh Frauen sind. Und die sind dann ja nicht arbeitsfähig. Ganz, ganz simple Sache also

Überdenkt man das ganze dann mal noch ein paar Jahre weiter, Frauen alle schön brav daheim, vom Mann voll abhängig - dann haben wir wieder die Zustände wie vor ein paar Jahrzehnten. Und die Annäherung zum "frauenunterdrückendem" Islam kommt dann sicherlich auch bald wenn er weiß, er ist Herr und Meister daheim. Wie lange dauert es dann wohl bis so ein Herr und Meister beschließt, lass uns die Frauen wieder unter Kopftücher packen. Jetzt weiß man auch warum so viele Männer die AfD haben wollen und Frauen mit etwas Verstand nur den Kopf schütteln können wenn wer meint so eine Partei hätte auch nur eine Stimme verdient. Jede Frau die die AfD wählt "bettelt" quasie um Unterdrückung - aber Hauptsache man hat seinen Protest einem modernem Deutschland gegenüber kundig gemacht .

Re: "Ressentiments, hinter denen mehr steckt" Tagesschau online

Antwort von Jana287 am 26.09.2016, 18:56 Uhr

Ich empfehle Dir einen Blick in das aktuelle Programm der AFD.

Re: "Ressentiments, hinter denen mehr steckt" Tagesschau online

Antwort von Danyshope am 26.09.2016, 19:06 Uhr

Genau das habe ich getan, würde ich dir also auch mal zu raten. Und dann bitte darüber nachdenken was die wirklich fordern - nicht das was sie schreiben.

Re: "Ressentiments, hinter denen mehr steckt" Tagesschau online

Antwort von Jana287 am 26.09.2016, 19:18 Uhr

Achso, Du hast nur zusammengefasst was DU herausliest. Die schreiben zwar ganz was anderes in ihrem Programm, Du hast aber durchschaut dass sie sich damit nur tarnen.
Ich hab grad nochmal insbesondere den Teil Familienpolitik nachgelesen. Ich kann da nichts verwerfliches dran finden

Re: "Ressentiments, hinter denen mehr steckt" Tagesschau online

Antwort von Danyshope am 26.09.2016, 19:56 Uhr

Genau, Du list das nicht daraus. Aber ich meine Du findest diese ja auch super. Da list man dann gerne was einem zusagt. Andere denken lieber nach wie solche Wahlversprechen denn auch erfüllt werden wollen.

Re: "Ressentiments, hinter denen mehr steckt" Tagesschau online

Antwort von Jana287 am 26.09.2016, 20:45 Uhr

Es ist sinnlos

Re: mich belustigt hier

Antwort von Benedikte am 26.09.2016, 22:17 Uhr

ich musste auch grinsen.....

erst so einen Wahnsinnsaufriss wo man als unbeteiligter Dritter kaum das große Vergehen versteht

und zwei Tage später dann nimmt man für sich genau das in Anspruch, was man anderen verwehren will......

als ich in Passau studierte, haben die Bayern sich sogar mit "Grüß Gott "begrüßt. Ich fands sogar apart, besser als moin moin oder tach. Ob die jetzt schweigend aneinander vorbei müssen.....

und meinen Amtseid habe ich mit " so wahr mir Gott helfe " geschwoeren. kriegt man vorher vorgelegt, die Frage, ob man mit oder ohne religiöser bekräftigungsformel den Eid ablegen will.

also von daher- ich begegne Gott nicht nur in der Kirche ( dann und wann), sondern auch öfter mal im alltag

Gott sei Dank

Benedikte

Steht doch ganz klar da:

Antwort von Petra28 am 27.09.2016, 8:20 Uhr

"Es sollte wieder erstrebenswert sein, eine Ehe einzugehen, Kinder zu erziehen und möglichst viel Zeit mit diesen zu verbringen."

Re: Steht doch ganz klar da:

Antwort von Joplin am 27.09.2016, 9:35 Uhr

Naja, Zeit mit seinen Kindern zu verbringen ist eigentlich nichts negatives...... Bedeutet bei der AFD dass die Mutter nicht arbeiten sollte. Das ist dann wieder negativ. Ich bin da etwas zwiespältig. Es kann wohl niemand behaupten dass es toll ist sein Kind zehn Stunden lang abzugeben. Toll ist es aber auch nicht, die Frau zurück an den Herd zu schicken.

Zeit mit den Kindern ist für mich jedenfalls etwas Gutes!

Der Punkt ist doch das Wort "erstrebenswert"

Antwort von Petra28 am 27.09.2016, 10:09 Uhr

"Es sollte wieder ERSTREBENSWERT sein, eine Ehe einzugehen, Kinder zu erziehen und möglichst viel Zeit mit diesen zu verbringen."

Würde es darum gehen, Eltern mehr Zeit mit ihren Kindern zu ermöglichen, bräuchte man das Wort "erstrebenswert" überhaupt nicht.

Ich lese hier eindeutig Spengler heraus, wenn Du magst: http://www.zeno.org/Philosophie/M/Spengler,+Oswald/Jahre+der+Entscheidung/Die+farbige+Weltrevolution/20.+Müdigkeit+der+weißen+Völker%3A+Unfruchtbarkeit

Re: Der Punkt ist doch das Wort "erstrebenswert"

Antwort von Joplin am 27.09.2016, 17:22 Uhr

Das stimmt.

Re: Steht doch ganz klar da:

Antwort von Danyshope am 27.09.2016, 17:37 Uhr

Ist ja nicht nur die eine Stelle, sondern man muss sich das ganze Wahlprogramm mal in Ruhe durchlesen und dann wirklich den Kontext aus allem ziehen. Und auch herausfiltern was eine deutsche Regierung gar nicht zu entscheiden hat - weil wir das über die EU oder anderen "vorgeschrieben" bekommen. Sehr schmunzeln musste ich auch wegen Frauen und Bundeswehr - meines Wissens nach dürfen Frauen schon seit Jahren zur Bundeswehr - wenn sie denn dann wollen. Und die Wehrpflicht wieder einzuführen ist eh nur dann sinnvoll, wenn man vor hat das Deutschland auch wieder wo an vorderster Front mitmacht. Dann kann man die ganzen Männer nämlich später zwangsrekrutieren notfalls. Wofür sonst brauchen wir mehr Soldaten?

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