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Geschrieben von Daffy am 27.09.2016, 16:38 Uhr zurück

Re: Eltern-Demo in Hessen - Akzeptanz vs. Toleranz in der Sexualerziehung

Wahrscheinlich fehlt mir das sprachliche Feingefühl - aber geht es wirklich um ´akzeptieren` vs. ´tolerieren`? Beides bedeutet doch weder ´begrüßen` noch ´gutheißen` - insofern ist das Ende der Fahnenstange wohl noch lange nicht erreicht (´Akzeptanz` wäre das, was ich notgedrungen aufbringen müsste, wenn meine 18-jährige Tochter die Schule abbrechen würde, um in der Bar ihres 40-jährigen Freundes Cocktails zu mixen)

Aber geht es nicht eher um so was aus Deinem Link:

"In der Grundschule soll es laut Plan nicht nur um den menschlichen Körper, seine Entwicklung, Schwangerschaft und Geburt gehen, sondern auch um „unterschiedliche Familiensituationen (z. B. Patchworkfamilien, Alleinerziehende, Pflegefamilien, gleichgeschlechtliche Partnerschaften)“.

Zu Beginn der weiterführenden Schule stehen unter anderem Frauen- und Männerrollen, Pubertät, erste Liebe und „unterschiedliche sexuelle Orientierungen und geschlechtliche Identitäten (Hetero-, Bi-, Homo- und Transsexualität)“ auf dem Lehrplan. Mit Teenagern sollen die Lehrer dann nur über Geschlechtskrankheiten und Schwangerschaftsverhütung sprechen, sie über „sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität“ aufklären und gegebenenfalls beim „Coming-out“ unterstützen."

Ich finde, das geht alles weit über den Auftrag der Schule hinaus, zu Lasten der Hauptfächer sowieso (im PISA-Test schneidet Hessen unterdurchschnittlich ab; daran scheint sich nichts ändern zu sollen; aber Mathe, Deutsch und Naturwissenschaften sind sowieso überbewertet ).

Außerdem wird das Thema in der geforderten Intensität ohnehin von den meisten Lehrern delegiert werden - im Zweifel an die Experten auf dem Gebiet, Aktivisten diverser LGBT-Gruppen, ohne pädagogische Vorbildung (aber hoffentlich mit Führungszeugnis), die sich natürlich gern bereit erklären bzw. Projekte auf ihren Seiten anbieten. Und ich finde es sehr zweifelhaft, dass womöglich mein Kind von einem völlig Fremden gefragt wird, wie es denn darauf kommt, dass die Ehe zwischen Mann und Frau oder die Familie mit heterosexuellen Eltern und gemeinsamen Kindern normal sei (im Gegensatz zu den Neuformen). Oder dass Kindern vermittelt wird, sie seien besonders interessant und betreuungsbedürftig, wenn sie sich auf den Standpunkt stellen können, ´im falschen Körper gefangen` zu sein (und "Wie sicher kannst Du sein, dass Du wirklich ein Junge bist?"). Coming-out-Unterstützung geht auch weit über das hinaus, was üblicherweise einem Lehrer zugemutet wird (man könnte ja einfach die Tel-Nr. von seriösen Beratungsstellen ans Schwarze Brett hängen).

Das klingt nach dem Versuch eines Umerziehungsprogramms und dringt in persönliche/weltanschauliche Bereiche ein, wo Schulen doch angeblich nichts zu suchen haben (oder nur, wenn es religiös geprägte Weltanschauung ist?).

 

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