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Geschrieben von Elamaus am 04.01.2006, 14:07 Uhr

Depressionen-Bitte lest mal...

Hallo & Allen erst einmal ein frohes gesundes neues Jahr 2006,

...und nun sagt mir mal, was ihr davon haltet, vor allem die letzten Passagen, wo ER von therapeutischer Hilfe bzw. Hilfe von Fachärzten spricht.

ICH bin jetzt nämlich sehr verunsichert...d.h. ich scheue mich immer mehr davor, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, vor allem, wenn nix weiter dabei rauskommen sollte, außer Medikamenteneinnahme.

Ich brauche nämlich am allerwenigsten dumme Sprüche...oder Beleidigungen, Demütigungen von irgendwelchen Ärzten, Therapeuten etc., SONDERN wirklich HILFE...wie ich mein Leben wieder in den Griff bekomme(n) kann.

Wie erkenne ich einen guten, seriösen Arzt, Therapeuten, Psychologen?
WEN sollte ich überhaupt als allererstes aufsuchen?

Bin soooo ratlos...

LG
Ela

 
15 Antworten:

Ups...habe ja ganz vergessen, euch den Link zu schicken...hier ist er:

Antwort von Elamaus am 04.01.2006, 14:08 Uhr

http://www.angst-depressionen-alkoholerkrankung.de/html/uber_mich.html

Ela

Re: Depressionen-Bitte lest mal...

Antwort von ninas59 am 04.01.2006, 14:18 Uhr

Du solltest dir dringend helfen lasssen. Meine Freundin war gerade 4 Wochen in einer Klinik am Chiemsee und hat sich behandeln lassen. Sie fühlt sich inzwischen steil auf dem WEg der Besserung.
Sehr geholfen haben Ihr Therapien wie Selbsbehauptung, oder Tanztherapie.
Wie was und wer dich helfen kann, kann dir nur ein Arzt sagen.
Depressionen sollte man unbedingt ernst nehmen.

Re: Depressionen-Bitte lest mal...

Antwort von emmal j. am 04.01.2006, 14:19 Uhr

Hallo!


Also ich kenn mich mit der Thematik gar nicht aus, aber ich würde fast vermuten, daß da was wahres dran ist...ich mein, man hat ja schon echte Probleme einen gescheiten Zahnarzt oder Allgemeinmediziner, Frauenarzt oder Tierarzt zu finden.....wie schwer nuß das sein, einen Arzt für seine eigenste und sehr spezielle Seele zu finden??
Als Versuchsobjekt behandelt zu werden, ist sicher das letzte, was man da braucht...


Wie Du jemanden findest, der zu Dir passt?
Da kann ich nur raten...vielleicht erstmal bei unabhängigen Hilfsorganisationen fragen, bei Selbsthilfegruppen und in Foren.
Ich vermute, über Mundpropaganda findet sich eher was reelles als wenn sich die Herren Ärzte untereinander empfehlen....


Alles Gute!

Danke Emma

Antwort von ninas59 am 04.01.2006, 14:24 Uhr

jetzt habe ich das Posting nochmal durchgelesen, bin wohl ein wenig zu schnell drübergeflogen.

Tips:

Antwort von Frosch am 04.01.2006, 14:31 Uhr

Hallo,

erstmal wünsche ich Dir auch ein schönes 2006, und daß Dir geholfen werden kann.

Gehe zu Deinem Hausarzt und schildere ihm Deine Situation. Wenn er nicht ein totales Trampeltier ist, wird er sich Deine Geschichte anhören und Dich dann wahrscheinlich - war bei meiner Bekannten so - an einen Neurologen weiterleiten. Dort wird ein Gespräch stattfinden, in dem dieser Dich und Deine Situation einschätzt, und dann weiter entscheiden.

Es ist wichtig, daß Du ehrlich bist, auch mit Sachen, die in der Kindheit passiert sind (Scheidung der Eltern/Schläge oder ähnliches) nicht hinterm Berg hältst. Diese Ärzte unterstehen der Schweigepflicht!

Damals war es so, daß man 3 Therapeuten von der Kasse genannt bekommt, mit diesen Namen gehst Du zum Neurologen. Unter Neurologen gibt es so etwas wie eine rote Liste, und sie können dann fast ausschließen, daß man an einen Trottel kommt.

Aber Du mußt Dich darauf einstellen, daß Du trotz allem Medikamente nehmen mußt. Depression ist eine Krankheit, die geheilt werden kann. Und welche Medikation wichtig ist, wird der behandelnde Arzt entscheiden - oder der Neurologe, da bin ich mir nicht so sicher. Medikamente und Therapie gehen meistens zusammen, aber es kommt auf alle Fälle auf die "Schwere" Deiner Depression an.

Liebe Grüße von Antje

Re: Depressionen-Bitte lest mal...

Antwort von Elamaus am 04.01.2006, 14:33 Uhr

Hallo,
ICH habe mir Silvester fest vorgenommen, mir professionelle Hilfe zu holen...aber wenn ich mir so die Zeilen diesen BETROFFENEN durchlese... habe ich kaum Hoffnung (leider). Ich möchte wieder glücklich durchs Leben gehen, schon alleine wegen meiner zwei Kinder & meines Lebensgefährten. So wie es jetzt ist...schon lange ist... kann es nicht mehr weitergehen. Ich fühle mich so nutzlos, ausgelaugt, unglücklich...antriebslos...habe kaum Selbstwertgefühl etc. Ich könnte ewig so weiterschreiben...aber dazu fehlt mir im Moment die Kraft.
Ich wohne in einer kleinen Stadt in Mecklenburg-Vorpommern...und habe keinen Führerschein. Mein Mann arbeitet tagsüber...somit kann ich nicht durch ganz Deutschland pendeln, um mir einen geeigneten Arzt, Therapeuten, Psychologen suchen, der mir WIRKLICH helfen kann...und muss mich auf die paar Ärzte hier konzentrieren.
Und ich habe noch Scheu davor, mit einem fremden Menschen von meinen Problemen zu erzählen, denn ich schäme mich auch ein bißl dafür. Es weiß auch nur mein Freund davon...meine Kinder nicht und auch nicht meine Verwandtschaft, Eltern.

Puh, ich weiß echt nicht mehr wie es weitergehen soll...

Danke fürs lesen & zuhören.

Ela

An Ela

Antwort von Frosch am 04.01.2006, 14:44 Uhr

Hallo,

wie geht denn Dein Partner mit diesem Wissen um?

Weißt Du, es ist auch wichtig, daß Du Deinen Kindern zuliebe etwas unternimmst! Sie werden es ja zwangsläufig mitbekommen, besonders wenn sie älter sind. Es ist furchtbar, anzusehen, wie die Mama leidet. Und dabei können Kinder wirklich Schuldgefühle entwickeln. Und können später selbst Depressionen (oder depressive Verstimmungen) bekommen. Ich spreche aus Erfahrung.

Hast Du zu einem Elternteil oder zu beiden viel Vertrauen? Es tut gut, darüber zu sprechen, auch wenn einem die Worte fehlen... Allein sich jemand anderem mitzuteilen, kann sehr befreiend sein. Und vielleicht könnten Dich Deine Eltern während der Therapie unterstützen (Dich zB. hinfahren?).

LG Antje

Re: Depressionen-Bitte lest mal...

Antwort von Leena am 04.01.2006, 14:45 Uhr

Ein bisschen kenne ich die Problematik von meinem ehemaligen Partner, der unter manisch-depressiven Schüben (oft sehr, sehr übel) leidet. Sicherlich ist es schwer, einen guten, seriösen Arzt zu finden, gerade in so einem sensiblen Bereich. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass, naja, vieles bei Patienten falsch ankommt, bzw. manche Menschen (wohl auch aufgrund ihrer Erkrankung) sich grundsätzlich als "Opfer" sehen und sich von praktisch allen Äußerungen beleidigt und gedemütigt fühlen, die man (z.B. als nebenstehender Angehöriger) als durchaus sachlich und berechtigt empfindet. Mein ehemaliger Partner hat in -zig Jahren keinen Arzt gefunden, mit dem er "zufrieden" gewesen wäre - weil er nämlich einen Arzt suchte, dem er sich anvertrauen und "hingeben" könnte, und dem er quasi die "Verantwortung" für seine Krankheit übergeben wollte, und von ihm wieder gesund gemacht werden wollte - aber das funktioniert nicht, denn genau das ist (u.a.) sein Problem, dass er unfähig ist, auch nur für sich selbst Verantwortung zu übernehmen... Die Ärzte hätten ihm nur helfen können, es selber zu schaffen - sie hätte es nicht für ihn schaffen können. Aber das stimmte mit seiner "Erwartungshaltung" nicht überein... :-(

So gesehen würde ich solche Aussagen wie die des Betroffenen in Deinem Link etwas kritisch sehen... Oft ist es vielleicht so, dass die Betroffenen Verständnis und Mitgefühl erwarten (steht ihnen ja auch zu, keine Frage!), aber nur mit Mitleid kann ihnen nicht geholfen werden, und manchmal braucht es wohl schon ein paar deutliche Worte - die dann auch schmerzlich sein können, aber eben auch ihre Berechtigung haben...

Ansonsten ist wohl der Hausarzt der erste Ansprechpartner, meist braucht es auch eine entsprechende Überweisung an einen Facharzt. Und dann einfach ausgiebigst im Internet rumsuchen - meist findet man viele Informationen über alle möglichen Ärzte, um sich zumindest ansatzweise ein eigenes Bild vom Arzt machen zu können.

Re: An Ela

Antwort von Elamaus am 04.01.2006, 15:01 Uhr

Hallo Antje,
ja, ich muss was tun - keine Frage. Meine Kids sollen eine zufriedene, ausgeglichene & glückliche Mami haben.
Was meine Eltern betrifft...da liegt eben vieles im Argen (leider). Habe noch nie ein gutes Verhältnis zu Beiden gehabt, vor allem nicht zu meinen Vater. Meine Eltern sind auch geschieden...was meiner Meinung nach auch viel zu spät passierte. Naja, egal...
Aber auch meiner Mutter kann ich (leider) nix anvertrauen, denn sie hat noch nie Dinge für sich behalten können, was mir auch schon immer sehr weh getan hat. Ist ja auch toll, wenn man nicht mal seiner eigenen Mutter vertrauliche Sachen erzählen kann. Und Freunde habe ich kaum...höchstens eine sehr gute Brieffreundin und eine Bekannte...aber diese Mutter kenne ich nicht so lange...und auch nur vom Kiga her. Ganz sicher erzähle ich ihr nicht von meinen Problemen.
Also bleibt da nur mein Freund & Lebensgefährte. Und der kann einigermaßen mit der Krankheit umgehen - heißt mal mehr...mal weniger. Daher möchte ich auch unbedingt Rat beim Facharzt suchen.
Dazu kommt noch, ICH weiß erst seit knapp 6 Monaten, daß ich wahrscheinlich unter Depressionen leide (bin mal `ne Symptomliste durch gegangen). Wie ich jetzt weiß, hatte ich wohl schon als Kind & Teenager depressive Schübe...je nach Erlebtem etc. Und es war zuerst schon ein Schock für mich, daß ich wohl ernsthaft (seelen)krank bin. Nun ja, besser spät als nie etwas über sich zu erfahren...
Nun muss ich da durch...und mir helfen lassen, auch wenn`s nicht leicht wird.

Aber so wie Deine Nachfolgerin "leena" in ihrem Posting schreibt: ICH gebe auch wirklich vielen Anderen die Schuld für meine Depressionen, vor allem meinen Eltern...Mitschülern...Ex-Freund etc. ABER auch MIR selbst, nur nicht in so großem Maße. ICH selbst sehe es aber so. Mal schauen, was ein Arzt dazu sagt...

Ela

Re: Hallo Ela,

Antwort von JoVi66 am 04.01.2006, 15:05 Uhr

Du hast schon einmal über deine schlimmen Depressionen berichtet und da hast du geschrieben...."du schreibst: ...."Es weiß eigentlich nur mein Mann & ein Bruder von meinem Gemütszustand. Meine Eltern gar nicht - auch Schwiegereltern
nicht. Und wenn ich das Problem noch nicht einmal meinen Eltern erzählen kann - wie soll ich dann mit einem wildfremden Menschen darüber sprechen?"....

Und ich habe dir erzählt, dass ich genau das gleiche Problem hatte! Auch ich hatte Depressionen, die waren so schlimm, dassich am morgen am liebsten das Bett gar nicht verlassen hätte.
Mein Leben war nur noch auf die epression ausgerichtet. UNd ich kann dir diesen Rat von damals nur immer wieder geben: Nimm deinen Vorsatz für 2006 ernst und gehe wirklich zu einem Psychtherapeuten. Schlag das Telefonbuch auf und suche unter " Psochotherapie" ich hab´s auch getan und nun ein Gegenargument, warum du unbedingt , gerade mit einem fremden Menschen darüber sprechen sollst:
Ein fremder Arzt ( der sowieso der Schweigeüpflicht unterliegt!) kann dir zehnmal besser helfen , als ein Verwandter oder Bekannter, denn ( so war es bei mir):
Der Psychotherapeut kann dir Wege und Ursachen aufzeigen, auf die du alleine niemals gekommen wärst, egal wie schlau man ist!
Und gerade da liegt der Nutzen einer Therapie!!!
Meinst du ich könnte meinen Eltern oder meinem Mann meine Probleme erzählen, die nicht zuletzt auch mit ihnen zu tun haben!!!!?
Mittlerweile kann ich mit meinem Mann darüber sprechen und es erleichtert ungemein. Er hatte zwar nichts mit meinen Depressionen zu tun, da ich ihn da noch gar nicht kannte, aber meine Eltern haben sehr wohl damit zu tun.

Aber gegenüber einer fremden Person, die dies berufsmäßig angehen kann, ist es oft leichter als du denkst.
Gruppentherapie, geb ich dir recht, da braucht man starke Nerven, aber eine Einzeltherapie macht ja nur dann auch wirklich Sinn eben weil man mit einem Fremden spricht. Der hat zudem die Möglichkeit, deine Probleme aus einer anderen ( muß nicht unbedingt übergeordneten) Rolle zu sehen!. Man erkennt auch während der Sitzungen oft erst, das genau die Leute, die einen Umgeben, teilweise Mitschuld an den Depressionen haben! Bei mir war es zumindest so! Ich kann mich heute ( mache diese Therapie seit über einem Jahr einmal/ Woche, die KK zahlt es nun nicht mehr, aber ich zahle es nun selber, da ich merke, wie gut es mir tut!!!!!). Heut kann ich mich vor meine Eltern hinstellen und richtig aus mir rausgehen und ihnen mal sagen, was für einen Humbug und Zinober sie manchmal mit mir , um mich, veranstaltet haben. Ein Fremder zeigt dir oftmals eine ganz ansdere Sichtweise auf und, glaube mir, DAS IST extrem hilfreich.

Ich habe auch einfach den Hörer in die Hand genommen, und einen angerufen. Du hast Kinder? Wie lange glaubst du , kannst du es vor ihnen geheimhalten? Wie lange meinst du geht es noch, und sie merken, dass mit der Mama was nicht stimmt, weil sie so traurig, antriebslos, ängstlich ist? Man kann Kinder nicht lange zum Narren halten und du musst wissen, dass ich als Kind schwer unter einer depressiven Mutter mit Alkoholproblemen gelitten habe. Erst als sie erkannte etwas machen zu müssen, da war ich schon aus dem Haus. Aber ich kann mich an viele sch...ß Situationen erinnern, die ich als Kind dadurch miterleben "durfte".

Tu es dir und vor allem deinen Kindern zuliebe, sie haben das Recht auf eine GESUNDE Mutter!
liebe Grüße Johanna

Re: Depressionen-Bitte lest mal...

Antwort von Pascalli am 04.01.2006, 15:10 Uhr

Hallo Ela!

Ich kann das alles gut nachvollziehen. Mir geht es ähnlich wie dir und habe niemanden, mit dem ich reden kann. Mein Mann weiß zwar von der Problematik, kann ja aber nicht helfen. Ich wollte zur Kur ohne Kids, aber wurde mir 2x abgelehnt.

Du solltest die unbedingt professionelle Hilfe holen. Alleine kommt man nicht von den Depressionen weg. Es gibt immer wieder Schübe. Ich lese neuerdings ab und an im Depri-net-Forum. Kennst du das?

Wenn du magst, kannst du mir ja mal direkt schreiben. Schreib einfach hier und frage nach meiner E-mail-Adresse.

Gruß, Frauke

Re: An Ela

Antwort von PatriciaKelly am 04.01.2006, 15:13 Uhr

HI!
Ich bin auch davon betroffen(gewesen?).
Erstmal hat keiner schuld an deiner Depression. Wenn du normal krank wirst und ne Lungenentzünbdung kriegst kannst du auch nicht sagen der is schuld oder ich bin schuld.
Ich hatte auch Depr., über 6 Jahre wie ich heute weiss(bin 21), aber seit 03 wars besonder schlimm( mit Selbstmordgedanken usw usw., bei mir leigt der Grund daran,dass es a) ne hormonelle Störung im Gehirn is, das heisst ein bestimmer Botenstoff wird nicht genug produziert,das is die häufigste Ursache, daher auch die Tablettengabe meistens,weil die helfen,dass sich die Produktion wieder erholt und sich stabilisiert, das dauert zwar lange,aber es hilft), und b) hat mein Patenonkel sich im Febr.99 umgebracht, halbes Jahr später starb meine Oma, wieder halbes Jahr später mein Ops, das kam noch dazu, damit wurd ich nicht fertig).
So,bin dann über ein jahr damit rumgelaufen,bis ich im Sept.04 per PC ne Selbstdiagnose gestellt hab und damit zu meinem Hausarzt bin, er hats mir dann ebstätigt. Hab dann Tabletten bekommen,die mir aber nur kurzfristig was brachten fand ich damals(heute seh ichs anders), und ne Gesprächstherapie begonnen,die mir gar nix gebracht hat,und die ich auch ziemlich schnell abgebrochen hab.
Im März 05 bin ich dann in eine Klinik stationär gegangen, weil ich einfach zuviel Schiss hatte,dass ich wirklich den letzten Schritt geh und das wollt ich nicht, bin also für 9 Wochen inne Klinik, hab immer weiter die Tabl. genommen und der Aufenthalt in der Klinik war Gold wert. Hab von ner Arbeitskollegin die Adresse bekommen und ein eErstgespräch mit ner Ärztin da gehabt,die meinte dann,wenn ich wollte,würde sie mirn Platz besorgen, 2 Wochen später war ich da. Das hat mir super geholfen!! Seitdem hab ich nie wieder einen größeren Absturz gehabt,zwar wohl mal Heultage,aber das is nich so tragisch. Dann bin ich im Juni schwanger geworden und da hab ich dann anch Rücksprache mit meinem HA die Tal. ganz abgesetzt,jetzt brauche ich weder Medikamente noch irgendeine Therapie,es geht mir rund um gut.
So,jetztt kennst du meine Geschichte in Kurzfassung... Wenn du möchtest,kannst du mir gerne ne Email schreiben,ich werd dir helfen,wo ich kann. Patricia553@gmx.de
Aber du musst deinen inneren Schweinehund überwinden und dich irgendwem anvertrauen, am besten wirklich erstmal dein Hausarzt,der wird dir weiterhelfen.

Re: Hallo Ela,

Antwort von Pascalli am 04.01.2006, 15:14 Uhr

Die Kinder kriegen alles mit, egal wie alt sie sind. Sie können es nur nicht einordnen. Die Auswirkungen habe ich bei unsserem Sohn gemerkt und merke es immer noch. Seine Augen sprechen Bände, wenn ich mal wieder heulend in der Küche sitze bzw. rote Augen habe.

@Elamaus und alle - einige Zusatzinfos, lang

Antwort von Ulimama am 04.01.2006, 19:47 Uhr

hallo elamaus,

erst einmal vorneweg - tu was für dich, such dir hilfe.

wo und von wem du diese hilfe bekommen bzw. dir holen kannst, ist ein anderes problem.
der erste ansprechpartner sollte normalerweise tatsächlich ein (nicht unbedingt dein üblicher) hausarzt sein, aber jemand, bei dem du dich auch seelisch gut fühlst. wenn z.b. dein normaler hausarzt eher unsensibel ist, ein anderer arzt im nachbarort aber von einer vertretung her dir in guter erinnerung als mensch ist - gehe da hin mit deinem seelischen problem.

die überweisung sollte dann nicht zu einem neurologen, sondern zu einem psychiater oder nervenarzt erfolgen. ein neurologe kennt sich mit epilepsien, lähmungen, kopfschmerzen etc. aus, aber nicht unbedingt mit depressionen. außer wenn er nervenarzt bzw. arzt für neurologie UND psychiatrie ist, die haben beides.

gibt es bei euch in für dich erreichbarer nähe ein gesundheitsamt mit sozialpsychiatrischem dienst oder beratungseinrichtungen (familienberatung, eheberatung etc.) von meist freien trägern, wo man termine ohne überweisung und ohne bezahlung vereinbaren kann, um erst einmal zu erfahren, was es im umfeld für hilfen gibt?

hast du eine psychiatrische klinik oder abteilung in deiner nähe? gibt es dort eine tagesklinik? waren hat sowas, glaube ich. schwerin, neubrandenburg? ueckermünde auf alle fälle.
manche tageskliniken haben für ihre patienten vom "platten land" einen fahrdienst, den auch die krankenkasse übernimmt...

wenn du für ambulante psychotherapie (bei einem kassenanerkannten psychotherapeuten - das kann ein psychologe oder ein arzt sein) zu sehr ab vom schuß wohnst - ich fürchte in meckpom sind die auf dem land eher dünn gesät - und auch tagesklinik nicht geht...dann würde ich dir auch zu einer stationären behandlung raten.

da wiederum gibt es den weg in eine fachklinik, kostenträger entweder rentenversicherung (also "kur") oder krankenversicherung auf extra antrag. wenn du allerdings nicht berufstätig bist und auch keine längeren arbeitsunfähigkeitszeiten wegen depression oder ähnlichen dingen hattest, könnten die sich zickig haben mit der kostenübernahme. und beide varianten - ebenso wie das finden eines ambulanten therapeuten und die wartezeit dort auf den ersten termin etc. - dauern sehr lange, bis es losgeht.

am schnellsten geht tagesklinik oder vollstationär in einem regulären psychiatrischen krankenhaus. faustregel: je größer die anzahl der psychiatrischen betten in einem krankenhaus bzw. in einer psychiatrischen abteilung, um so eher haben sie auch spezielle behandlungsangebote für depressive patienten. gehst du an eine abteilung mit nur 40 betten, ist vermutlich alles gemischt auf der station, also depression, angst, sucht, psychose, verwirrtheit etc...

in eine psychiatrische klinik oder tagesklinik kann dich auch dein hausarzt direkt einweisen. du bekommst einen einweisungsschein in ein bestimmtes krankenhaus und entweder macht dein hausarzt das bett für dich klar oder du rufst dann selbst in der klinik an und verabredest den aufnahmetermin.
wenn du dann dort bist, kannst du selbst mitentscheiden, wie lange du bleibst. vorausgesetzt, du bist nicht akut selbstgefährdet, also selbstmordgefährdet. dann wirst du natürlich nicht so leicht entlassen. wenn das aber nicht das problem ist, kommst du jederzeit auch wieder aus der klinik raus, keine angst. du entscheidest mit, ob du medikamente nimmst, du kannst auch ablehnen (ist oft aber nicht wirklich sinnvoll...)issenntg etcei.rfalls du dicht an der grenze zu brandenburg wohnst könnte ich dir angermünde empfehlen (ist verhandlungssache, ob sie "ausländer" nehmen).

alles gute und lg
uli die weiß wovon sie spricht

Ups, das stimmt:

Antwort von Frosch am 04.01.2006, 20:22 Uhr

außer wenn er nervenarzt bzw. arzt für neurologie UND psychiatrie ist, die haben beides.

Jepp, hätte ich noch dazuschreiben sollen!

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