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Geschrieben von aus 4 mach 3 am 27.09.2016, 11:10 Uhr zurück

...es ist doch überall anzutreffen.....

Kein Respekt mehr, keine Achtung, vor nichts, außer vor Geld und Konsumgüter.

Ich glaube, dass wir uns alle an die Nase fassen müssen: Was leben wir unseren Kindern vor, wie respektvoll gehen wir mit unseren Mitmenschen um.
Achten wir den Penner auf der Straße? Nein, der ist zu Faul zum Arbeiten.
Achten wir einen ausländischen Mitbürger? Nein, der ist nur hier um Sozaileistungen abzuschnorren.
Der Autofahrer vor uns ist ein Depp, der Fahrradfahrer ein ignorant, der Kollege ein fauler Sack, die Nachbarn nicht standesgemäß udn die meisten sowieso zu faul/ mies/ übel/ des interessiert etc.....
Achten wir ein Kind welches auffällig ist? Nein, das Kind hat es nicht verdient...

Gestern gab es in der 4. meiner Tochter eine "Überraschungs Probe".....mit dem Ergebnis, das 7!!!! von 21 Schülern voller Panik weinten, weil sie Angst hatten vor der Note, vor den Konsequenzen der Eltern, die ihnen heute schon sagen welche Fremdsprache sie im Gymie lernen werden, auf welche Schüle sie kommen etc.....und es ist nicht so, dass sie dann Zuhause mal eine Standpauke bekommen. Nein, sie dürfen dann Wochen lang nicht Reiten gehen, sie dürfen nicht in den Turnverein oder bekommen kein neues Spiel für die Konsole. Man bestellt die Nachhilfe dann halt 3x die Woche anstelle sich mal mit dem Kind hinzusetzten um das Problem zu erörtern.

Ich glaube, dass 2 extreme Wandlungen in unserer Gesellschaft zur Verrohung führen: Man hat keine Zeit mehr für sein Kind, für die Familie und für dne Partner. Und da rede ich nicht von dem permanenten "alles muss sich um die Kinder drehen" sondern, Kinder werden weg organisiert. Aufbauende Worte übernimmt die Nanny, die Mittagsbetreung und das Au Pair oder überhaupt niemand. Kinder müssen mit sich an das Leben der Eltern anpassen auch an das Tempo, an die Ansprüche etc....
Alles was ehrliche Arbeit ist, wird in den meisten Familien ausgelagert: Putzen, Kinder hüten, Gartenarbeit etc.

Wo soll ein Kind den Wert der Dinge, des Lebens, erkennen, wenn man diese Arbeiten entweder gar nicht macht oder jemanden anders dafür beauftragt um am Abend genau diese Leistung oder die Person, die sie ausführte meist abfällig zu beurteilen oder meckert weil es den Ansprüchen nicht genügt.

Ich rede nicht davon, dass sich alles um die Kinder drehen muss, aber wenn ich selbst keine Zeit habe bzw mir nehme um auf die Kleinigkeiten des Leben aufmerksam zu machen, wenn mein ganzen Leben sich um das dreht, was ich empfinde, dann lernt mein Kind keien Empathie, keine Achtung, kein Respekt.

Ja, wir alle müssen arbeiten, ja wir alle müssen sehen, dass wir über die Runden kommen. Aber anstelle mit dem Kind zusammen zu kochen, wird es vor dem Fernseher gepackt, anstelle mit dem Kind den Haushalt zusammen zu machen, wird es weg geschickt (in der Klasse meienr Tochter ist meine Tochter die einzige die mal eine Spülmaschine ausräumen muss oder die Wäsche in die Wäschetruhe stecken soll etc), damit man das alleine macht oder man lagert es aus.
Für Lebensmittel muss man heute keinen Garten umgraben die Erde vorbereiten, nein man rennt in den Laden. Und wenn es nicht das gewünschte Grün hat, die gewünschte Form wird es schlecht gemacht oder gar nicht beachtet.

Wir sind eine Gesellschaft die sich selbst genormt hat, alles was nicht da hinein paßt wird abgelehnt, nicht beachtet (auch von den Eltern nicht), wird therapiert. Und jeder der nach diesen Behandlungen immer noch nicht angepaßt ist, wird weiter behandelt, mit Tabletten, mit Druck, mit Ablehnung.

Ich habe einen Jungen in der Nachbarschaft, der war mit 4 schon so "schlau" heimlichst alles umzusetzten, was man im verboten hat. Die Eltern reden mit ihm wie mit einem Erwachsenen, sie bestrafen ihn dementsprechend. Er wird permanent angeschrien, sein Lehrer hat, weil der Junge mittlerweile richtig auffällig ist, jeden Tag etwas in seine Hefte geschrieben: Der Junge hat mal wieder dies gemacht, mal wieder das...etc......und der Junge kann es jeden Tag lesen, hat es jedne Tag vor Augen.....
Er ist rund um das Ar...loch, bei seinen Eltern, bei seinen Mitschülern, bei seinen Lehrern. in der Familie. in der Strasse.

Wenn er mit bekommt, dass jemanden ein Missgeschick widerfährt, hat er eine solch miese Lache, dass es einen nur aggressiv macht....tja, der tut mir einfach nur leid. Was soll aus diesem Kind werden? Wo soll er Respekt lernen, wenn er alles aggressiv verbal eingeprügelt bekommt (event sogar anders, dass weiß ich nicht)...

i.ü. meine Oma, 85 jährig hat eine ganz andere Therorie, sie sagt, "hätten die Menschen noch richtig körperlich zu arbeiten, dann würden sie den Wert dieser Arbeit erkennen. Sie würden wertschätzen was sie sich hart erarbeitet haben. Sie wären arbends müde und würden früh schlafen gehen, sie würden sich für sich im kleinen interessieren und sie hätten keine Zeit sich um und über andere aufzuregen. Man würde Probleme schnell lösen, weil man wieder an seine Arbeit muss, um das Essen zu erarbeiten.
Die Menschen werden zwar intelligenter und reicher aber dümmer für ihr eigenes Leben"

 

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