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1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von SabineL am 08.02.2005, 19:42 Uhr

Wie sag ich es der Lehrerin ...???

Hallo,
wir haben ein kleines Schulproblem ... die Kinder dürfen keine Fragen stellen - Das ist kein Witz!! Mir ist mehrfach bei Durchsicht der Schulsachen aufgefallen, dass mein Sohn manchmal Fehler macht, obwohl er eigentlich die Sachen schon kennt. Als ich ihn fragte, sagte er mir, dass er die Aufgabenstellung nicht verstanden hat, woraufhin ich ihn fragte, warum er dann nicht die Lehrerin fragen würde. Tja, die sagt jedesmal, dass alle jetzt arbeiten sollen und keiner mehr eine Frage stellen darf. Das erzählt er mir jetzt schon das vierte Mal. Wer sich dennoch meldet, der riskiert eine entnervte und gereizte Lehrerin. Er ist nicht der Einzige, der die Aufgabenstellung nicht versteht und die Aufgaben dann falsch löst, so dass es nicht immer nur an Unkonzentriertheit liegen kann, sie erklärt die Aufgabe auch nur einmal und manchmal recht kompliziert und Fragen sind dann eben verboten - das habe ich auch schon von anderen Kindern gehört. Naja, und die, die es sofort verstanden haben, die hatten Glück, die anderen falsche Lösungen - und später gibt es dafür Zensuren - ärgerlich, wenn man die Aufgaben eigentlich kann, wenn man sie richtig verstanden hätte.
Mein Sohn traut sich nicht, die Lehrerin zu fragen, es ist ihm peinlich und er hat Angst, dass sie dann denkt, er könne sie nicht leiden, so sagt er mir. Und in der Pause ist sie oft nicht anwesend. Ansonsten mag er sie, aber das stört ihn, so dass ich überlegt habe, ob ich sie darauf ansprechen sollte, ich finde es sehr wichtig, dass die Kinder Fragen stellen, bei anderen Lehrern dürfen sie das auch und ohne weitere Probleme. Ich muss dazu sagen, dass unsere Lehrerin schon etwas älter, sehr autoritär und von der Klassenstärke (28 Kinder) sehr genervt ist, das hatte sie gegenüber den Eltern mehrfach erwähnt. Das tut mir ja auch alles leid für sie, aber doch nicht auf Kosten der Kinder. Ich kann ja verstehen, wenn jedes der 28 Kinder Fragen stellt, ist die Stunde schon allein davon rum, aber wenn die Kinder viele Fehler machen, dann müßte ich mich doch als Lehrer mal fragen, ob ich nicht vielleicht etwas anders auf die Kinder eingehen sollte und meine Aufgaben verständlicher formuliere. Nun will ich aber auch nicht gleich mit: Sie machen dies und dies und dies falsch, dass hat der und der gesagt ... kommen. Hm, wie sage ich es ihr nett und freundlich, ohne rot zu werden und mit Erfolg??
Vielen Dank und viele Grüße
Sabine

 
10 Antworten:

Wozu gibt es eine Sprechstunde?

Antwort von azalee am 08.02.2005, 20:19 Uhr

Hallo Sabine

normalerweise haben Lehrer doch feste Sprechstunden. Ich finde, wenn man Probleme hat, sollte man so schnell wie möglich mit dem Lehrer darüber sprechen, bevor sich Feindseligkeiten aufbauen.

Hast Du schon mit anderen Eltern darüber gesprochen? Auch mit denen, deren Kinder die Aufgaben anscheinend verstehen?

Die eine Seite ist, daß zuviele Fragen während Stillarbeitsphasen die Konzentration der ganzen Gruppe stören können. Die andere Seite ist, daß man an irgendeiner Stelle selbstverständlich Fragen stellen darf. Z.B. NACH dem Geben des Arbeitsauftrages, aber VOR dem allgemeinen Arbeitsbeginn.

Die meisten Kinder müssen erst lernen, daß sie ihre persönlichen Fragen nicht an jeder beliebigen Stelle des Unterrichtes stellen können, sondern sie auch einmal ein paar Minuten zurückstellen müssen. Vielleicht entsteht dadurch bei ihnen der Eindruck, daß sie keine Fragen stellen dürfen?

Sollte die Lehrerin aber generell keine Fragen zulassen, fände ich das sehr befremdlich.

Eigentlich stehen Eltern und Lehrer ja auf derselben Seite - auf der des Kindes. Da sollte es doch gar nicht so schwer sein, miteinander zu reden.

LG Azalee

Nee, gibt es nicht ...

Antwort von SabineL am 08.02.2005, 23:44 Uhr

Eine Elternsprechstunde oder feste Sprechstunden gibt es bei uns nicht. Man kann die Lehrer evtl. ansprechen, bevor der Schulunterricht anfängt, da stehen dann entweder 5 andere Eltern vor oder hinter einem und in ein paar Minuten klingelt es. Oder man trägt seinen Gesprächswunsch ins "Muttiheft".

Es sind wohl auch nicht immer diesselben Kinder, die immer alles richtig machen und es sind nicht immer diesselben Kinder, die die Aufgaben nicht verstanden haben (mit einer Ausnahme und diese wechselt jetzt in die zweite Klasse). Ist ganz unterschiedlich. Nun weiß mein Kind ja auch nicht von jedem der 27 anderen Kinder, wer nun richtig und wer nun falsch gelegen hat, wenn er das wüßte, dann würde ich mir echt Sorgen um seine Unterrichtsmitarbeit machen und es wäre mir klar, warum er die Aufgabenstellung nicht versteht :-). Er kann es mir nur von seiner Banknachbarin und seinen 5 - 6 Kumpels erzählen. Neulich war mein Kind sogar der Einzige (!), der die Aufgabenstellung kapiert hat und hat dafür ein Belobigungsvermerk im Muttiheft erhalten! Die Lehrerin hat mir gerade vor den Halbjahresferien gesagt, dass mein Kind ganz toll mitarbeite und zu ihm sagte sie, er solle so bleiben, wie er ist. Von Unkonzentriertheit oder anderem war nicht ansatzweise die Rede. Alles super, alles toll - ich dachte schon, sie spräche von einem anderen Kind ;-) Das nur so nebenbei.

Nun kenne ich die meisten Eltern der anderen nicht und sehe ich auch nicht. Die Kinder werden zu unterschiedlichen Zeiten gebracht oder gehen allein, nachmittags gehen nur fünf Kinder in den Hort, der schulextern ist, und wir Eltern treffen uns da auch nicht, da jeder sein Kind zur anderen Zeit abholt bzw. die Kinder allein nach Hause gehen. Anonyme Großstadt halt. Eine Telefonliste gibt es auch nicht, wäre mir aber auch blöd, irgendwelche fremden Eltern anzuquatschen und mit meinen Problemen zu belasten. Ich könnte mich an den Elternvertreter wenden, aber ich will das Ganze nicht aufbauschen und schon gar nicht über einen Dritten regeln. Ich werde mal die Kumpels von meinem Sohn fragen, ob sie immer verstehen, was die Lehrerin von ihnen will, aber sicherlich wird jedes Kind nicht immer wissen, was die Lehrerin gerade meint, aber so kriege ich vielleicht raus, ob sie das mit dem Fragenstellen ebenso sehen. Eine Mutter, die ich kenne, scheint jedenfalls dasselbe Problem zu haben bzw. deren Kind, das fragt auch nicht nach und macht dann eben Fehler.
Ich denke auch mal, dass viele Kinder zu Hause kaum etwas über die Schule erzählen, zumindest die beiden Jungs, deren Eltern ich etwas näher kenne, wenn ich nicht gefragt hätte, hätte mir mein Sohn von sich aus auch nichts weiter erzählt. Wie war die Schule? Gut! Das war es i.d.R. schon, jedes weitere Wort muss genauestens erfragt werden.
Es ist ja auch nicht so, dass mein Kind jeden Tag die Aufgabenstellung nicht versteht, mir ist das nur in letzter Zeit ca. 4 x aufgefallen, sind so Sachen wie, dass Sonne kleingeschrieben ist und er mir dann sagte, dass er weiß, dass Sonne großgeschrieben wird, er aber nicht wußte, wie man das S mit onne in Schreibschrift (1. Tag!) verbindet - gefragt hatte er nicht, "weil Frau .. gesagt hat, dass sie heute keine Fragen mehr hören möchte, sonst werde sie böse". Oder heute eben ein ganzes Aufgabenblatt falsch war, weil er die Aufgaben gerechnet hat, sie aber die Aufgaben gar nicht lösen sollten, sondern nur eine ganz bestimmte Zahl hinschreiben sollten, nachher war die Lehrerin mit einem Großteil der Klasse unzufrieden, da fast alle es falsch gemacht hatten, aber fragen durfte keiner. Die Lehrerin hat die Aufgabenstellung genannt und dann sollte gearbeitet werden, Fragen vor Beginn waren nicht erlaubt, sie hat es ja schließlich einmal erklärt. Ich muss dazu sagen, dass das auch erst seit einiger Zeit extrem geworden zu sein scheint, mein Kind erzählt mir neuerdings öfter mal, dass die Lehrerin "heute ganz genervt" war, früher war sie immer nur "voll nett und ganz lieb". Vielleicht will sie ja auch nur, dass die Kinder alle gleich beim ersten Mal richtig zu hören und gestattet daher keine weiteren Fragen, da für sie die Aufgabenstellung ja klar und einfach war. Aber, es ist eine 1.(!) Klasse ...

Habe gerade von dem Sohn (11) meiner Freundin gehört, dass - wenn die Lehrerin beim ihm Vertretung hat - ebenfalls keine Fragen zuläßt bzw. diese mit den Worten "Das müßtest Du selber wissen" quittierst.

Dass man sich meldet und nicht jederzeit Fragen stellen kann, dass wissen die Kinder, wer bei uns quatscht oder nicht hört, wird umgesetzt, steht neben seinem Stuhl oder fliegt aus dem Unterrichtsraum. Unsere Lehrerin ist da sehr streng, was ich einerseits ja nicht schlecht finde, denn bei 28 Kindern in der Klasse muss schon gewisse Disziplin herrschen, wenn sie etwas lernen sollen. Aber andererseits finde ich es schade, dass Kinder sich nicht trauen, Fragen zu stellen, wenn sie etwas nicht verstanden haben, sei es aus akustischen Gründen, weil sie ganz hinten sitzen, oder weil sie mal eben unkonzentriert waren. "Sie wird dann ganz böse ...", dass kann doch auch nicht richtig sein. Ich rede hier von einer ersten Klasse, da müssen Fragen doch normal sein oder zumindest die Aufgabenstellung so, dass ein Großteil der Klasse die Aufgabenstellung versteht und nicht verzweifelt auf seine Aufgaben blickt.

Mein Problem ist, wie fange ich an, ohne dass sie sich "auf dem Schlips getreten fühlt" oder ich mich blamiere, weil mein Sohn und andere Kinder lieber quatschen und nicht zuhören und zum x-Mal die Frage stellen, die zuvor bereits mehrfach gestellt wurde, was ich nicht weiß, da er mir das nicht erzählen wird und ich nicht in der Klasse sitze und mitkriege, ob er etwas falsch verstanden hat und Fragen zur rechten Zeit sehr wohl erlaubt sind oder nicht ...

Ich weiss nicht, was du von der Lehrerin erwartest??? MEinst

Antwort von Biene am 09.02.2005, 15:41 Uhr

du, sie sagt nach eurem Gespräch: Danke, dass sie mir sagen, wie ich zu unterrichten habe...ab morgen mache ich es anders!

Sie hat schlicht und ergreifend ihren Beruf verfehlt. So kann sie in höheren Klassen umspringen, aber doch nicht in der 1.!!
Dass die Kinder Aufgaben falsch lösen, müsste ihr doch zeigen, dass ihr Weg falsch ist! SIE hat doch studiert, wie man es richtig macht, warum kann sie es dann nicht? Und 28 Kinder sind nun echt keine VOLLE KLasse! Sie müsste auch mit über 30 zurechtkommen, weil erst dann irgendwann die Klasse 'geteilt' wird.

Mit der kommst du auf keinen grünen Zweig - meine Meinung: sinnlos!

Wir haben nach Problemen mit der Lehrerin die Schule gewechselt. Die Lehrerinnen lassen sich nicht nicht sagen, wie sie zu unterrichten haben und wenn sie meint, dass es so richtig ist, dann wirst du sie nicht umstimmen können. Wo hat die nur studiert???

Und wieso gibts keine Sprechstunden bei euch? Das ist ja der Oberhammer! Geht doch keinen was an, was du mit ihr zu besprechen hast.

Und die Elterbeiräte sind dazu da, im Falle des Falles zu vermitteln, also kannst du sie ruhig ansprechen, zumal dein Kind ja nicht das einzige ist, das mit der L ein Problem hat.

Lass mal hören, wie es weitergeht.

LG

Mönsch, Biene...

Antwort von sumse am 09.02.2005, 23:40 Uhr

wir hatten das Thema ja schon öfter :-)
Ich kann ja verstehen, dass DU dich über eure Lehrerin geärgert hast und sowieso und ganz allgemein einen Hals auf die Regelschule an sich samt ihrer unfähigen Pädagogen schiebst...
Aber mal ehrlich...deine pauschalierenden Tiraden "...Beruf verfehlt..." "...Oberhammer..." "Weg ist falsch..." "umspringen" NERVEN mich IMMER WIEDER.
Das ist so einfach nicht ok, bei allem Verständnis.

Nebenbei bemerkt: Viele Kinder gewöhnen sich geradezu an, immer nachzufragen, da sie a) nicht zugehört haben bei der Erklärung, aus welchen Gründen auch immer, b) es gewöhnt sind, zu Hause ihren Hintern nachgetragen zu bekommen (entschuldige die populäre Formulierung) und es daher an Selbstvertrauen mangelt (also das Vertrauen in die eigene Person, es schon richtig zu machen oder c)-und das ERFAHRUNGSGEMÄß selten!!- es trotz Probierens und Nachdenkens wirklich nicht verstanden zu haben.
Schimpf nicht wild drauflos, sondern überlege mal:
Tut man Kindern einen Gefallen, wenn man ihnen im Zweifelsfall x-mal alles erklärt, vorkaut und bis ins Detail erörtert und in mundgerechte Häppchen zerlegt? Ich meine nein! In welche Richtung erzieht man ein Kind damit?
Mag sein, dass Fehler gemacht werden. Aber gleichzeitig lernt das Kind sicherlich, selbständiger zu werden.

Also ich hab nen Hals wenn ich sowas lese, weil

Antwort von Biene am 10.02.2005, 12:11 Uhr

die Lehrerin einen Weg geht, mit dem die Kinder ja OFFENSICHTLICH nicht klar kommen, sie machen Fehler obwohl sie den Stoff können, was birngt es dann eine Aufgabe falsch zu rechnen? Im Kopf muss sich doch mal das richtige Schema einprägen. Aber das Kind wird immer verwirrt, weil es die Aufgaben mal so und mal so bis zum Schluss rechnet. Und DANN erst sieht, dass es ne viertelstunde nur Schmarrn gemacht hat...

Also scheint der Weg für diese Kinder/für manche Kinder nicht der richtige zu sein.
Und sie als Lehrerin soll es ja ALLEN Kinder BEIBRINGEN!!! Scheinbar hat sie es vorher noch nicht richtig erklärt....oder wie auch immer. Die Fehlerquote zeigt mir: der Weg ist falsch! Die Kinder hätten die Aufgabe ja richtig gelöst, wenn sie hätten ne Frage stellen. Vielleicht war der Text der Aufgabe mal ein wenig abgewandelt? Oder die Kinder hatten einfach einen unkonzentrierten Tag? Bist du jeden Tag gleich gut drauf? Erst recht nicht Erstklässler.

Und was mir noch zeigt, dass die L zufrieden mit sich und ihrer Unterrichtsart ist:

Sie bietet keine Sprechstunde, ich als Eltern gehe davon aus, dass sie mit Eltern nix tun haben will und ihren Stiefel macht. SIe stellt ihr eigenes Verhalten ÜBERHAUPT nciht in Frage! Wenn was falsch läuft, sind es die Kinder....also ehrich....das kanns ja wohl net sein....

Und wenn eine L schon Erstklässlern IMMER WIEDER genervt ist, dann hat sie definitiv ihren Beruf verfehlt. Denn wenn sie ihre Genervtheit an den Kindern auslässt, bzw. Kinder einfach beschäftigt werden, damit sie die L nciht stören....dann tun mir echt die Kinder leid.

Egal welche Schule das nun ist, richtig ist das nicht. Und ich finde es scheisse, dass Kindern schon in der Grundschule so dermassen der Spass an der Schule vermiest wird.
Die nächste Pisa Studie in 10 Jahren, wird noch genauso beschissen für Deutschland ausfallen - mit Recht.

Ich lasse mir von L nichts gefallen (siehe alte Schule). Wir haben jetzt das Glück, dass die L bei uns einfach ENGAGIERT sind und reagieren, wenn Kinder auffällig werden.

Und dass ich so reagiere ist ja wohl klar. Ich habe auch lang gebraucht um zu kapieren, dass Schule nicht gleich Schule ist und dass es tatsächlich Schulen gibt, die ANDERS sind. Schule soll Spass machen und Lernen Freude machen!

LG

Nachtrag: dieses Spieölchen mit dem

Antwort von Biene am 10.02.2005, 14:02 Uhr

'jetzt hört ihr alle gaaanz genau zu ich erkläre es euch und dann versucht jeder die Aufgabe ohne nachzufragen zu lösen' kann man als PROBE oder ANREIZ ab und an machen, dagegen spricht ja nichts.

Einfach um die Kider anzuhalten JETZT GAAANZ GENAU zuzuhören und dann mit dieser Info etwas zu machen. Aber wenn die Kinder noch nicht ohne Fragen auskommen, muss ich sie dahingehend 'trainieren' das geht halt nicht im normalen Unterricht.

Wenn ihr die Fragerei zuviel ist, dann hätte sie sich lieber mal in einer Fabrik an ein Band gesetzt, statt Kinder fertig zumachen. Und Fertigmachen nenne ich es, wenn ihnen schon in frühster Schulzeit die Lust auf Schule versaut wird. Das zieht sich durch wie ein roter Faden. Die Grundschule ist mit die wichtigste, hier werden die Weichen gestellt, hier müssen die Kinder lernern zu lernen, denn in der 4. sollen sie ja soweit sein, damit ALLE aufs Gym gehen. Zuindest will es ein Großteil der Eltern, denke ich.
Und wenn es in den ersten beiden Jahren, so happert, dann muss die Lehrkraft ab der 3. alles erstmal gradebiegen und dann schauen, dass sie die Kinder aufs Gym trimmt.

Ich weiss ja nicht, wie das gehen soll, wenn die Kinder in der ersten schon so negativ auf die Schule eingestellt werden.

Unsere alte Lehrerin kämpft ja auch, dass sie mit dem Stoff nachkommt und die Kinder hier im Ort sind in HA ersoffen...ich frag mich nur warum, wo sie doch den optimalen Unterricht gehalten hat....dass ich nicht lache. Irgendwann kommt die Quittung und eine L macht sowas eigentlich nicht 'unabsichtlich' sondern es ist ihn Unterrichtsstil. Also macht sie es 'mutwillig', auch wenn sie den Kindern damit schadet.

Keine L sagt, oh tut mir leid, ich dachte ich weiss wie man unterrichtet, danke dass Sies mir sagen.....zumal sie sich so derart von den Eltern abgrenzt.

LG

Re: Ich weiss nicht, was du von der Lehrerin erwartest??? MEinst

Antwort von like am 10.02.2005, 14:33 Uhr

Ich glaube, wir wissen definitiv alle zuwenig, um uns ein vernichtendes Urteil über die Lehrerin zu erlauben. Meine Erfahrung ist, dass alle Lehrer es nach bestem Wissen und Gewissen versuchen, Kindern und Eltern recht zu machen. Die näheren Hintergründe für ihr Vorgehen kennen wir nicht - die kann nur Sabine in einem persönlichen Gespräch klären. Und dass eine Lehrerin kurz vor der Rente evtl. genervter reagiert auf 28 Erstklässler (ich reagier ja schon auf meine 3 Kinder in meinem "blühenden Alter" ab und zu genervt, ohne mich deswegen als völlig daneben und schlechte Mutter zu fühlen) als eine junge, dynamische Frau, sollten wir erst verurteilen, wenn wir in demselben Alter in derselben Lage sind. Das beste wird sein, wenn Sabine versucht, z u s a m m e n mit der Lehrerin aus der bestehenden Lage das Beste zu machen. Und manchmal müssen eben auch Eltern daheim mal was erklären, was in der Schule nicht verstanden wurde (Kommt gerade auch an den weiterführenden Schulen immer öfter vor - was glaubt ihr denn, warum Kinder von gebildeten Eltern in der Regel höhere Schulabschlüsse machen - darüber mag man wettern wie man will, aber es ist definitiv so und wird es auch noch lange bleiben).

Als Lehrerin regen mich Eltern, die mir vorschreiben wollen,

Antwort von KH am 10.02.2005, 15:01 Uhr

wie ich meinen Unterricht zu halten habe, kollossal auf. Aber Biene hat Recht: Keine Lehrerin wird ihren Unterricht ändern, nur weil irgendwelche Eltern daherkommen und irgendetwas geändert haben wollen. Der Unterricht basiert nämlich auch auf der Persönlichkeit und einer bestimmten inneren Einstellung, zu der ICH zu stehen habe. Würde ich mich dauernd wie ein Fähnchen nach dem Wind drehen, dann hätte ich wohl meinen Beruf auch verfehlt. Erziehung und Unterricht hat nämlich was mit Konsequenz zu tun. Und im Regelfall habe ich gute Gründe dafür, was ich tue. Sollte ich zumindest haben.
Was das mit dem Erklären angeht, ja sprich mit der Lehrerin. Vielleicht ist es ja auch nur ein "Missverständnis". In meinem Unterricht sind Fragen schon zugelassen, aber in bestimmten Phasen nicht z.B. der Stillarbeit. Da könnte es dann schon vorkommen, dass die Kinder zu Hause erzählen "wir dürfen nicht fragen".
Grundsätzlich sollte man alle Äußerungen der Kinder immer auch hinterfragen. Denn die Wirklicheit ist das, was wir dafür halten wollen. Das ist bei den Kindern nicht anders. Und immer wieder erlebe ich, dass es zwei paar Schuhe sind, was tatsächlich passiert ist und was die Kinder darüber erzählt haben.
Wie gesagt, mein Rat in allen Schulfragen: Sucht den guten Kontakt mit der Lehrkraft.
Zur Formulierung in der Situation:
Mein Kind macht recht viele Fehler/Leichtsinnsfehler. (= Beschreibung der Situation) Das beunruhigt mich. (= dein Gefühl)
Lass es doch einfach mal so offen, dann siehst du schon, wie die Lehrkraft reagiert. Evtl auch "Ich glaube, dass sie manchmal einfach noch eine Erklärung braucht oder erst nachfragen möchte." Vermeide auf alle Fälle alles, was wie Vorwurf ausschaut. Also keine Du-Botschaft an die Lehrerin, (was sie alles falsch macht in deinen Augen), sondern eine Ich-Botschaft

Mit einer Ichbotschaft.

Antwort von KH am 10.02.2005, 15:05 Uhr

Lass dich von meinem anderen Posting nicht abschrecken, da habe ich ein Beispiel genannt.

Ich bin auch gespannt, wie sich das entwickelt und

Antwort von Biene am 10.02.2005, 15:42 Uhr

wie vor allem die L im Gespräch reagiert.

Ich drück die Daumen!!

LG

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