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Geschrieben von mareen283 am 26.02.2018, 16:23 Uhr

Vorzeitig eingeschulte Erstklässler hier?

Hallo!

Ich suche Mütter und Väter, deren Kinder vorzeitig eingeschult wurden und jetzt die erste Klasse besuchen.

Wie ergeht es Euren Kindern?
Haben sie spezielle Probleme oder läuft alles rund?
Kommen sie im Stoff mit?
Sind sie in der Klasse gut integriert?

Wir hatten den ersten Elternsprechtag und waren etwas entsetzt über den Boykott den unsere Tochter dem Lehrer gegenüber zeigt. Ob sich das mit der Zeit ändern wird? Inhaltlich gibt es keine Probleme, aber vom Verhalten wird klar, daß sie sehr jung ist - die Altersspanne der Klasse ist auch sehr groß, es gibt Kinder die über 2 Jahre älter sind als sie.

Ich freue mich über Austausch, gerne auch per PN.
Marén

 
6 Antworten:

Re: Vorzeitig eingeschulte Erstklässler hier?

Antwort von lubasha am 26.02.2018, 21:13 Uhr

Dezember 2011 Kind in der ersten Klasse. Einschulung im laufenden Schuljahr im November. Hat mehrere gute Freunde auf dem Schulhof und in der Klasse, spielt noch mit der größeren Anzahl der Kinder. Verhalten als altersgemäß beurteilt, Note im Sozialen eine 3.
Gehört zu den leistungsstarken Kindern der Klasse, geht gerne zur Schule, kein Problem mit den Hausaufgaben (auch wenn das eine oder andere Heft vergessen wird). In Deutsch hat er 1, Schrift 2, in Mathe schwankt er zwischen 1 und 2 (nein, sie haben noch keine Noten, aber Zeugnisse sind so transparent).

Ich bin begeistert von der Lehrerin, Kind liebt sie und wir als Familie sind glücklich, wie es läuft.
Vermutstropfen: Kinder kommen hier gerne zu Besuch, Gegeneinladungen hatte er noch nicht, auch keine Einladungen zum Geburtstag. Ich rechne, dass es nächstes /übernächstes Jahr besser wird. Meine große Tochter, 10 Monate bis 2 Jahre junger als die Klasse, hat fast 1,5 Jahre gebraucht, um zum harten Kern der Klasse zu gehören, die öfter zu Geburtstag eingeladen wird.

Arbeiten muss er an nichts (sein Ziel ist weiter so), sondern wachsen und reifen (es gibt Hofnung). In Nachmittagsbetreuung könnte es besser laufen. Da wird er wohl etwas wilder.

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Re: Vorzeitig eingeschulte Erstklässler hier?

Antwort von Graupapagei3 am 27.02.2018, 9:17 Uhr

Mein ältester vorzeitig eingeschulter ist mittlerweile 18 und hat vor 2 Jahren sein Abi gemacht.

Stofflich gab es von Anfang an keine Probleme, in der Klasse war er zunächst nicht so wirklich integriert. Das änderte sich erst als er von 1 nach 2 sprang und seine Klassenkameraden endlich die nötige Reife hatten mit ihm umzugehen.

Zum eigentlichen Einschulungstermin saß er dann in der dritten Klasse, da gab es Altersunterschiede bis zu locker 3 Jahren, als er mit 16 Abi machte, waren manche 4 und 5 Jahre älter.

Meine 4 Kinder sind alle vorzeitig eingeschult, 2 zusätzlich gesprungen. Gelernt habe ich eines - Lehrer tendieren dazu jedes Problem auf das junge Alter zu projezieren, obwohl es genauso viele "normalalte" Kinder gibt, die eine schlechte Schrift haben, Unordnung in den Heftern oder dazwischen quatschen. Da hilft es schon manchmal den Fokus etwas zu erweitern.

Wir hatten beim Großen in der 1.Klasse mal folgendes Gespräch:

" M. hat sich in einer Stunde 36x nach hinten umgedreht."
"Hm ja und hat er seine Aufgaben denn gemacht ?"
"Ja, die waren fertig und alle fehlerfrei."
" Na wie ist das denn möglich, wenn er sich ständig umdreht und quatscht."
" Er ist unterfordert ...."
Schön, dass die Lehrerin es letztendlich selbst erkannt hat .... und dann sogar bereit war, das Kind zu beschäftigen, damit es nicht dasitzen musste und Löcher in die Wand starren.

Was ich damit sagen will, ich würde da immer konkret fragen, an was man merkt, dass sie sehr jung ist, oft kommt man zu dem Schluss, dass viele Sachen gar nicht primär etwas mit dem Alter zu tun haben. Vieles ist auch Charaktersache - Heftführung z.B., da reift auch nichts nach.

Und frag mal deine Tochter, warum sie sich so und so verhält. Ist manchmal auch sehr aufschlussreich.

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Re: Vorzeitig eingeschulte Erstklässler hier?

Antwort von cube am 27.02.2018, 10:25 Uhr

Boykott dem Lehrer gegenüber, vom Verhalten klar, daß sie sehr jung ist - was heißt das denn konkret?
Kommt sie stofflich mit, ist aber einfach noch nicht reif genug, den Anforderungen an still sitzen, sich beteiligen, nicht dazwischen rufen etc. gewachsen? Noch zu verspielt und findet deshalb keinen Anschluss? Wie äußert sich der Boykott?
Und warum habt ihr sie vorzeitig eingeschult? Das ist nicht als Vorwurf gemeint, sondern zielt darauf ab, welche Gründe es gab, daß Schule besser als KiGa für sie sein würde?
Ich denke, das wäre wichtig zu wissen, um Eltern zu finden, die vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht haben und wie sie damit umgegangen sind.

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Re: Vorzeitig eingeschulte Erstklässler hier?

Antwort von tigermaus am 27.02.2018, 18:02 Uhr

Unsere Tochter wurde auch ein Jahr früher eingeschult und ist jetzt erst 6 geworden. Bei ihr war es eindeutig die richtige Entscheidung. Die Lehrer haben beim Lernentwicklungsgespräch sowohl die Lernleistung als auch das Sozialverhalten sehr gelobt. Einzige Baustelle: ihr kreatives Chaos am Arbeitsplatz, das ich auch von zuhause kenne . In Deutsch darf sie gemeinsam mit einer Klassenkameradin sogar schon etwas vorarbeiten, weil sie die Buchstaben schon alle kann. Im Lesen ist sie angeblich sogar Klassenbeste. War also für sie wohl der richtige Weg.
LG Angela

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Re: Vorzeitig eingeschulte Erstklässler hier?

Antwort von mareen283 am 28.02.2018, 12:29 Uhr

Danke für Eure Antworten!
Sie haben mir gezeigt, daß wir auf dem richtigen Weg sind.
Wahrscheinlich ist sie immer noch unterfordert - das war der Grund, weshalb sie aus dem Kindergarten in die Schule kam. Dort hatte sie keine Anreize mehr, die Erzieherinnen waren überhaupt nicht darauf aus, ihr etwas zu bieten und die Gruppe hat sie total gelangweilt.
Und, daß es sogar einen Überspringer gibt, der vorzeitig eingeschult wurde, hilft mir, zu verstehen, wie es unserer Tochter geht.

Ganz liebe Grüße,
Marén

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Re: Vorzeitig eingeschulte Erstklässler hier?

Antwort von Brummelmama am 02.03.2018, 8:49 Uhr

Ist heute normal, dass die Kinder teilweise 2 Jahre älter sind. Unser ist im Herbst 12 geworden und in der 7. Klasse. Es tummeln sich in seiner Klasse wenige 12jährige, 13jährige und auch 14jährige....

In der Grundschule war er immer das jüngste Kind. Am Anfang gab es Probleme bzgl. des Zeitlimits. Er musste erst verstehen, dass die Aufgaben zügig zu erledigen sind. Die Lerninhalte selber hat er immer verstanden. Im Vergleichstest "Vera" erreichte er 98% nur noch 2 weitere Schüler hatten dieses Ergebnis und in der 3. Klasse gewann er den Lesewettbewerb und schlug damit 4.Klässler.

Auf der weiterführenden Schule ist auch alles ok. Klar ist, manche sind schon voll ind er Pubiphase und Mädchen werden für 14jährige interessant. Da ist unser Sohn noch gar nicht interessiert.

Verhaltsprobleme gab es keine. Freundschaften wurden schnell geschlossen und er hat ab der 2. Klasse gelernt, sich gegen Rüpel zu behaupten. Das ist ein Lernprozeß.

Wir haben es nicht bereut, eine vorzeitige Einschulung vorgenommen zu haben.

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