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Geschrieben von dr.snuggles am 18.11.2009, 9:14 Uhr

verständnisfrage das schreiben lernen betreffend

bin noch weit weg von der einschulung. mein kind ist erst drei...
frage nur aus interesse, weil ich es gehört und noch keine eigenen erfahrungen habe:
stimmt, es dass die kleinen erstmal lernen, nach der phonetik zu schreiben? und dann später erst, wie es richtig geschrieben wird?
wenn ja. was ist der sinn?

fragt interessiert,

snuggles

 
23 Antworten:

Re: verständnisfrage das schreiben lernen betreffend

Antwort von Gaby J. am 18.11.2009, 9:17 Uhr

Hallo Snuggels,

mein großer (4. Klasse) hat gleich richtig schreiben gelernt. Der kleine (1. Klasse) schreibt so wie er es hört. Da kommen die wildesten Dinge bei raus

Tja den Sinn versteh ich auch nicht, aber ich hoffe das er es auch nach dieser Methode lernt. Sie haben ja auch gewisse Lernwörter die sie bei "Diktaten" dann richtig schreiben müssen.

LG Gaby

Re: verständnisfrage das schreiben lernen betreffend

Antwort von Anja + M+M am 18.11.2009, 9:22 Uhr

Hallo,

auch meine Kinder lernen bzw. haben gelernt nach der Methode, zu schreiben wie sie es hören. Da kommen dann so wunderbare Dinge heraus wie "schbaisekate" und "Entä", darüber könnte ich mich auch nach Jahren noch wegschmeißen!
Man muss nur lernen, ganz ernst zu bleiben, wenn die Kinder diese ersten Schreibversuche starten.

Aber meine Tochter ist inzwischen in der 3. Klasse und sehr gut in Rechtschreibung, es funktioniert also!

lg Anja

Re: verständnisfrage das schreiben lernen betreffend

Antwort von Patti1977 am 18.11.2009, 9:34 Uhr

Hallo,

wusste bis zum ersten Elternabend nichts davon. Den Sinn verstehe ich auch nicht wirklich. Hat man uns auch nicht erklärt, ist halt so. Momentan schreiben sie Wörter, die sie kennen und es wird trotzdem bei uns verbessert, wenn bei nass ein s fehlt. Es gibt auch momentan nur eindeutige Wörter wie Palast oder Salami. Da geht das noch.

Was mich stört (Sinn auch nicht begriffen) warum sie sich erst mit den Druckbuchstaben abmühen und dann Schreibschrift lernen. Meiner hat Probleme mit den Abständen im Wort und zwischen den Wörtern. Ein Problem, dass wir mit Schreibschrift nicht hätten.

Nach dem Sinn hinter manchen Sachen frage ich erst garnicht.

Lg

Re: verständnisfrage das schreiben lernen betreffend

Antwort von wickiemama am 18.11.2009, 10:19 Uhr

warum wäre das Problem bei der Schreibschrift nicht da? Da muß man doch auch Abstände zwischen den Wörtern halten?

Das Schreiben nach Gehör wurde früher in Klassen angewandt die Kinder mit Sprach- Lese- und Schreibschwierigkeiten besucht haben. Nachdem den Kindern das Lesen und Schreiben nach der Methode leichter fiel, hat man es wohl auch in den Regelklassen eingeführt. Es soll den Kindern von Anfang an Erfolgserlebnisse vermitteln, und bei meinem Sohn hat dies wunderbar funktioniert. Bei den meisten Kindern funktioniert es, ich habe aber inzwischen mitbekommen, daß es Kinder gibt, die sich nach der früheren Methode leichter tun.
Es ist so individueller. Kinder können mit der Methode ihrem Tempo entsprechend arbeiten.
Es gibt nach und nach aber immer mehr Rechtschreibregeln und LErnwörter, die dann schon auch richtig geschrieben werden müssen. Aber das fließt (zumindest bei meinem Sohn, 2te Klasse) so nebenbei mit ein, daß dies eigentlich keine große Sache ist. Z.B. hat er letztes Jahr noch "Winta" oder "Soma" geschrieben. Das wird jetzt ganz selbstverständlich ohne noch zu überlegen "Winter" bzw "Sommer" geschrieben....

Re: verständnisfrage das schreiben lernen betreffend

Antwort von Birga2 am 18.11.2009, 10:36 Uhr

Hallo, mein Sohn ist seit dem 2.9. in der Schule. Er lernt mit den Büchern "Fara und Fu". Sie haben mit den Buchstaben F und u angefangen. Diese wurden dann zusammengesetzt und geschrieben. Mit der Zeit kamen immer mehr Buchstaben dazu. In Groß- und Kleinschreibung.
Außerdem üben sie das Hören. Die Lehrerin spricht z.B. Fara und die Kinder schreiben es dann auf.
Wenn sie schwierigere Wörter schreiben wollen, haben sie eine Anlauttabelle. Dort sind Bilder drauf wie z.B. ein Affe. Der steht dann für das A. Für das B steht ein Bär und so weiter. Wenn er dann etwas schreiben möchte wie z.B. Oma, dann fragen sie: Wie hört sich Oma an? --> O m a Sie gehen dann alle Bilder durch, was ziemlich lange dauern kann. So kommen sie dann drauf, daß das Bild Ofen genauso anfängt wie Oma. Den Buchstaben O schreiben sie dann hin. Dann folgt das m. Dann gehen sie wieder durch, bis sie herausgefunden haben, daß die Maus mit einem m anfängt. Das schreiben sie dann auf. Und so weiter...
Lieben Gruß, Birga

Re: verständnisfrage das schreiben lernen betreffend

Antwort von wickiemama am 18.11.2009, 10:48 Uhr

ich denke es hängt auch ganz viel mit der Überzeugung der Lehrkraft zusammen. Bei uns gab es letztes Jahr 4 erste Klassen. In drei davon wurde ohne Fibel mit lesen durch schreiben unterrichtet. Eine Klasse hat es klassisch mit Fibel gelernt. Jetzt in der 2ten Klasse sind sie alle auf den Gleichen Stand.
Diese eine Lehrerin ist eine ältere Dame, die anderen drei sind jünger. Ich denke hätte man der älteren Lehrerin eine Methode aufgezwungen von deren Erfolg sie nicht überzeugt ist, hätte es auch nicht so gut funktioniert. So hat jeder der vier Lehrerinen den Kindern das Lesen und Schreiben nahebringen können und sie können es alle.

Re: verständnisfrage das schreiben lernen betreffend

Antwort von younesnarnia am 18.11.2009, 10:56 Uhr

Ich weiß das bei meine Nichte die dieses Jahr in die Schule gekommen ist es so in der Schule ist. So wie geprochen wird geschrieben. Bei meiner Tochter ist es nicht so. Die Lehrerin sagte mal das es die Form von Schreiben lernen gibt. In der ersten Woche hat Sie das wohl auch gemacht. Aber nun nicht mehr.

Den Sinn darin? Keine Ahnung. Vielleicht um nicht zuviel zu verlangen.

Re: verständnisfrage das schreiben lernen betreffend

Antwort von BM 123 am 18.11.2009, 11:13 Uhr

Bei meiner Tochter wird auch "lesen durch schreiben" unterrichtet,angeblich haben die Kinder schneller Erfolgserlebnisse.
Manche Kinder brauchen das aber manche halt auch nicht.

Meine Tochter lehnt diese Methode von sich aus schon ab.
Alle ermutigungen von mir es doch mal nach Gehör zu versuchen und mit Hilfe der Lautuhr zu schreiben schlugen fehl.
Für sie war es logisch das sie das Wort falsch schreibt.
Sie wollte von anfang an wissen wie das Wort geschrieben aussieht.

Allerdings bringt sie sich jetzt mit dieser Uhr das lesen bei und sieht dann wie das Wort geschrieben aussieht,also praktisch "schreiben durch lesen"

Es gibt halt nicht die Eine tolle Methode die auf jedes Kind passt.

@ wickimama

Antwort von Patti1977 am 18.11.2009, 11:53 Uhr

Ja zwischen den Wörtern. Das würde er ja merken aber sein Abstand in den Wörtern ist genauso groß wie dazwischen. Er kann es beim Schreiben nicht einschätzen. TimistimTal steht dann da. Er weiß, wo die Wörter beginnen und enden aber wie gesagt, der Abstand im Wort und ausserhalb ist der gleiche. Mit Schreibschrift ist im Wort ja kein Abstand. Das meinte ich.

Das ist eine von mehreren Lehrmethoden. Sie wird nicht überall angewendet.

Antwort von mozipan am 18.11.2009, 13:23 Uhr

Die Verfechter dieser Methode finde sie halt besser. Die Kinder lernen wohl schneller damit.


Meine Kinder haben aber beide nach der herkömmlichen Methode mit Fibel das Lesen und Schreiben gelernt. Beide mit Umi.

Re: Mein Berufseinstieg begann mit der Fibel.....

Antwort von eleanamami am 18.11.2009, 13:44 Uhr

und ich fand es grausig...jeden Tag der gleiche Käse, meine Unterrichtsvorbereitung bestand darin, dass ich die Fibelseiten didaktisch- methodisch aufbereitet habe. Dabei musste ich immer in die pädagogische Trickkiste greifen, da es die Kinder auch langweilte, vor allem die, die schon lesen konnten oder die, die nicht wussten, was ich von ihnen wollte, die also noch nicht so weit waren.....alle im Gleichschritt marsch!

Heute unterrichte ich nicht mehr so!!! ich habe überhaupt aufgehört zu unterrichten, im herkömmlichen Sinne! Die Kinder schreiben und das sehr kreativ und vor allem viel, weil gerne.....ich liebe ihre Geschichten, ihre gedichte und Briefe!!!!!! Dadurch, dass sie sich selbst mit der Schriftsprache auseinandersetzen, denken sie........sie lernen wirklich und selbstgesteuert. Das bedeutet auch nachhaltig........wenn sie kommen und fragen!!! werden sie die Antwort nicht vergessen.....

So habe ich schon sehr viele, die die Erwachsenenschrift UNBEDINGT erlenen wollen und kommen dauernd. Warum schreibt man Hund mit " d" obwohl ich "T" höre?? Und wie bekomme ich es raus, ob nun so oder so!
Dann verrate ich ihnen das Geheimnis, dass sonst niemand wissen darf.......alles ist ein Spiel bei uns und deshalb macht es Spaß!

Diese Methode orientiert sich stark an das natürliche Lernverhalten von Kindern.......sie mit Spaß und Motivation ausprobieren lassen!!!!!!!!

So haben sie sprechen gelernt, so laufen............

Leseunterricht erteile ich überhaupt nicht mehr! Sie können es irgendwann von allein und lieben es dann!!!!!!! Weil es nicht mit dem quälenden und unsinnigen Zusammenziehen zu tun hat, weil sie es nicht üben MÜSSEN und weil sie keine blödsinnigen Texte aus 11 oder so Buchstaben vorgesetzt bekommen!!!!
In meiner Klasse gibt es nur richtige Kinderbücher und immer Zeit zum Lesen!!!!

LG

Will Oskar schon lesen lernen???? ;-)))

@elenamami

Antwort von Patti1977 am 18.11.2009, 13:58 Uhr

Hallo,

da du ja Lehrerin bist, wie gehe ich mit den Kommentaren an den Heften, die die Lehrerin macht um? Montag stand von der Unterstützungslehrerin dran: Hat Schwierigkeiten Sätze zu hören und zu schreiben, Schrift mit Handführung und Lücken nicht erkennbar.

Gestern Kommentar 5 Zeilen weiter drunter: Eigene Arbeit, sehr gut Satz gehört, Lücken nicht eingehalten. Diesmal von der "normalen" Lehrerin.

Gut das Lückenproblem ist eins aber einen Tag kann er es und andern Tag nicht. Bin als Mutter darüber immer sehr verwirrt. Will aber nicht hinterher telefonieren, in einem kurzen Terminabsprache kam der Satz von der "normalen" Lehrerin: Alles normal und kein Problem mit ihm. Warum ist er dann ständig mit der Unterstützungslehrerin der Förderschule unterwegs?

Für Eltern, die in der ganzen Sache aussen vor stehen aber gleichzeitig verantwortlich sind, ist sowas sehr schwer zu hinterblicken.

Danke

Lg

Re: @ Patti

Antwort von wickiemama am 18.11.2009, 14:53 Uhr

war bei meinem Sohn auch ein Problem. Die Lehrerin hat ihm dann gezeigt, daß er nach jedem Wort seinen Finger hinlegen soll, weil zwischen zwei Wörtern ein Finger breit Abstand sein sollte. Kostet etwas Zeit, funktioniert aber...IRgendwann hat er den Blick dafür wieviel Platz bleiben soll. Das kommt noch..

@ eleanamami

Antwort von JonasMa am 18.11.2009, 15:03 Uhr

Wo arbeitest Du? Ich würde glatt für so eine engagierte Lehrerin umziehen...

Nee, im Ernst - hier lernen unsere Kinder mit einem Mischmasch - sie bekommen die Anlauttabelle und dürften auch das, was sie noch nicht hatten so schreiben, wie sie es hören, aber gleichzeitig lernen sie im Geleichschrittmarsch auch die Buchstaben nach der Fiebel Ele.
Wenn ein Kind dabei ist, daß zB schon lesen kann und auch etwas schreiben, dem dürfte öfter mal langweilig sein....

Mein Sohn muß seit den Herbstferien täglich Lesen üben - zu Hause, da es in der Schule nicht so gründlich geübt werden kann. Die Fiebel findet er ganz gruselig - meistens betet er mir sie nach dem zweiten Lesen auswenig herunter - das meiste zuminest). Lesen wir Bücher die ihn interessieren, ist es für ihn sehr mühsam - da gibt es zu viele Buchstaben, die er nicht kennt, das verunsichert und der Leseprozess dauert unendlich lange. Kann seinen Frust schon vestehen, wenn er sich da so abmüht die Buchstaben zu entziffern, Wörter zu bilden, zu Sätzen zusammen zu fügen und dann vor lauter Anstrengung kein Wort verstanden hat.
Hoffe, daß er Knoten bei ihm schnell Platz und es ihm bald mehr Spaß macht. Denn er möchte schon gerne lesen können - dann könnte er endlich im Bett mehr als 'nur' Bilder angucken - und 'seine' Vulkane oder Erdbeben öfter erforschen.

Re: verständnisfrage das schreiben lernen betreffend

Antwort von Jayjay am 18.11.2009, 15:05 Uhr

Hallo,
meine Tochter (4. Klasse) hat quasi beides gelernt: Lernwörter, die in Diktaten abgefragt werden, den Rest nach Gehör. Weil der an sich recht hochdeutsch sprechende Niedersachse gerne aus jedem "er" am Ende eines Wortes ein "a" macht, hat sie natürlich regelmäßig "a" geschrieben, z.B. Tiga, Meta etc. Einige dieser Fehler macht sie heute noch, die geübten Wörter kann sie ganz gut.
Ich bin kein Fan von der Methode, nur nach Gehör zu schreiben. Denn so schleichen sich einige Fehler wirklich ein.
Ich weiß zwar nicht mehr genau, wie wir es früher gelernt haben, aber jedenfalls nicht nach Gehör.
Und überhaupt: Wozu noch Rechtschreibung lernen, wenn doch der PC alles korrigiert und sich kein Mensch mehr Mühe gibt? (Das ist jetzt ironisch gemeint!)
Nicht nur in privaten und geschäftlichen Mails strotzt es nur so von Fehlern, sondern auch in Zeitungen (da krieg ich die Krise, denn als ich mal bei einer Zeitung geschrieben habe, bin ich gerne angemeckert worden, wenn mal ein Tippfehler - aber die Zeiten sind auch bei jener Zeitung längst vorbei, da sind jetzt andere und da sind Fehler völlig normal *grusel*).
Und neulich hab ich ein Buch gelesen, wo auch einige Fehler waren (ein paar Fehler zuviel, wie ich finde)....
Und gerade eben war ich entsetzt über die Hausaufgaben meiner Tochter: Die Textvorlage ist in alter Rechtschreibung verfasst (okay, meine Tochter war nicht in der Schule, vielleicht hat die Lehrerin ja die falschen Stellen angesprochen, aber eigentlich muss man so alte Texte gar nicht nehmen) und ich bin mir sicher, dass "LKW´s" nicht richtig ist. Ich bin sowieso ein Häkchen-Gegner, und im Duden kann ich den Haken auch nicht finden...

Hach, dein Ausgangs-Posting gibt mir gerade Gelegenheit, mich über einige Dinge aufzuregen *g*
Schöne Grüße
Jayjay

Re: @ Patti

Antwort von Patti1977 am 18.11.2009, 15:23 Uhr

Danke, werde es mal so probieren. wenn er zum Rechnen die Finger nimmt, dann sind sie fürs Schreiben auch nützlich ;-)

Re: @ Patti

Antwort von wickiemama am 18.11.2009, 15:28 Uhr

bei uns haben Gummibärchen beim Rechnen Wunder gewirkt.
War dann viel anschaulicher. Er hatte leichte Schwierigkeiten im Zwanzigerbereich minus zu rechnen...
Dann hab ich ihm 20 Gummibärchen gegeben und halt mal 12 weggenommen. Dann ging das ratzfatz mit dem Zehnerübergang im Minusbereich...

Re: @ Patti

Antwort von Patti1977 am 18.11.2009, 15:31 Uhr

Wir sind erst bei der 9 mit plus und minus. Mathe geht gut, nur lesen kann man das richtige Ergebnis nur mit einem Studium der Hieroglyphen.

Wir haben Kastanien liegen, geht soweit auch ganz gut. Heute spielen wir Schule und er ist der Lehrer. Auch ne Art zu Üben. Er muss mir ja dann erklären, wenn ich was falsch mache. Freu mich schon drauf.

Lg

Re: @elenamami

Antwort von eleanamami am 18.11.2009, 15:55 Uhr

Hallo, hab leider nicht viel zeit......nimm die Kommentare zur Kenntnis und sonst nichts....das phonetische gehör muss sich entwickeln, das braucht bei einem Kind mehr zeit, bei einem geht es schneller..

Die entsprechenden Übungen muss die lehrerin machen, das ist ihr Job.....du bist die Mutter und nicht die Hilflehrerin!!!!!

Ich erwarte von meinen derzeitigen Schulanfängern noch nicht, dass sie formale Aspekte, wie Wortzwischenräume einhalten......ich erwarte nur entzückende Schriftstücke und die liefern sie in großer Zahl ;-)))

Lass dich nicht verrückt machen und vertrau deinem Kind......kein tag ist wie der andere, auch nicht bei uns!


LG

Re: @ eleanamami

Antwort von eleanamami am 18.11.2009, 16:01 Uhr

Genau, weil ich diesen Frust vermeiden will, müssen sie nicht laut vorlesen, müssen sie nicht üben......aber deshalb lesen sie alles was aus mehr als 3 Buchstaben besteht! Sie genießen es zu lesen...und ist nicht genau das ein Ziel??? Und weil sie es genießen, lesen sie auch schnell sinnerfassend und stürzen sich auf die sachbücher.......

Ich liebe diese Zeit.....wenn wieder ein Kind entdeckt, dass es lesen kann und alle jubeln..........

LG und kopf hoch!!! Kinder sind anpassungsfähiger als wir denken....;-)

Re: verständnisfrage das schreiben lernen betreffend

Antwort von Bengelengelmama am 19.11.2009, 9:53 Uhr

Den Sinn dahinter verstehe ich auch nicht schreiben nach Gehör ist für mich kompletter Schwachsinn und auch unsere Lehrer finden es nicht wirklich gut.
Denn, Fakt ist, Kinder lernen durch schreiben, je öfter ein Wort geschrieben wird, umso besser prägt sich ein Kind dieses ein. Wenn aber ein Kind ein Wort schreibt wie es dieses hört, und das immer und immer wieder tut, so prägt es sich falsch ein.
Übrigens ist das die Aussage unserer 2. und 4. KLasslehrer, außerdem, beklagen sich die 3. Klasslehrer zunehmend über die immer schlechter werdende REchtschreibung der Kinder. Viele meinen, in der Zeit der Diktate, die heute sooo verpönt sind, war die REchtschreibung definitiv besser!

Tja, heute so morgen so - letztendlich muss jeder für sein Kind den besten Weg finden - meine lernen am besten über Karteikasten und Übungsdiktate.

Re: verständnisfrage das schreiben lernen betreffend

Antwort von wickiemama am 19.11.2009, 10:50 Uhr

warum arbeiten die Lehrer dann nicht anders? Bleibt doch ihnen überlassen wie sie es den Kindern beibringen.
Mag sein, daß durch es durch stures reinpauken auch geht. Natürlich geht es auch, ging ja bei uns auch... Aber ob es besser ist bleibt dahingestellt. Bei uns sind die Lehrer fast durchweg begeistert (es gibt noch 2 der etwas älteren Generation die eben schon seit 30 Jahren so unterrichten und Neuem gegenüber nicht so offen sind) wie selbständig die Kinder sich jetzt ihre Sachen selbst erarbeiten können und wie individuell der Unterricht gestaltet werden kann. Die Eltern stärkerer Schüler finden es gut weil die Kinder nicht ewig an einem Buchstaben rumkrebsen müssen und die Eltern schwächerer Schüler weil sich die Lehrerin wesentlich mehr Zeit für diese Kinder nehmen kann...
Die Kinder können von Anfang an tolle Geschichten schreiben und sich ganz ihrer Phantasie hingeben und müssen nicht darauf achten ob das Wort jetzt richtig geschrieben ist oder nicht. Sowas kann fürchterlich ausbremsen.... Das kommt noch früh genug...
Und wenn man schaut wie Montessorieschulen arbeiten... Die machen es nciht anders, schreiben nach Gehör. Bei uns an der hiesigen Monteschule liegt der Übertritt aufs Gym bei 80%.

@wickiemama

Antwort von Bengelengelmama am 20.11.2009, 9:39 Uhr

bei uns ist es so......die Kinder lernen die Buchstaben, in der jetztigen Schule taten sie das recht schnell, in der vorherigen Schule kaute die Lehrerin 1-1,5 Wochen an einem Buchstaben herum (übrigens eine sehr junge 30J), logisch, denn um GEschichten zu schreiben, müssen sie die Buchstaben auch kennen. Sie fingen auch ziemlich schnell mit Geschichten schreiben an, ABER die Fehler wurden immer korrigiert und verbessert.
Unsere Lehrerin versucht da einen Mittelweg zu finden.
Die Kinder haben in der 1.Klasse sehr viel geschrieben, abgeschrieben und gelesen, somit trifft das in Kraft was mir bei der Sprechstunde erklärt wurde. Je mehr ein Wort geschrieben wird, umso besser bleibt es hängen - und zwar richtig!
Da mein Sohn die 1. Klasse in der anderen Schule besucht hat, hinkt er jetzt hinterher. Seine jetzige Klasse gilt als sehr lese-und rechtschreibstark, er hat Probleme damit, weil sie in der 1.Klasse sehr wenig geschrieben haben - Geschichten gar nicht, jetzt muss er das Alles nachlernen. In der 1.Klasse war er der Klassenbeste, nun schwimmt er im Schnitt mit....

Sicherlich ist stures reinpauken nicht der richtige Weg, aber ist es der richtige Weg ein Kind schreiben zu lassen wie es ein Wort hört? Stelle dir in Bayern einen 1.Klässler vor , der Dialekt spricht und lasse diesen eine Geschichte schreiben.

Ich finde einen Mittelweg besser, in meinen Augen, Geschichten schreiben ja, aber auch RICHTIG verbessern!
Bei uns muss z.B. ein Lernwort in der Hausaufgabe 3x geschrieben werden - finde ich nicht falsch.
Außerdem kann man das nicht verallgemeinern, wie ich oben geschrieben habe, in der 1.Klasse hatte mein Sohn eine sehr junge Lehrerin, die die Buchstaben stur reinpaukte, nun hat er eine erfahrenere Lehrerin (ich denke so mitte 40) und die versucht es eben mit diesen Mittelweg.

Sie macht auch Spiele mit Wörtern, d.h. sie versteckt xy Karteikärtchen in der Klasse, die Kinder müssen sie finden, das Wort merken und aufschreiben - quasi ein Laufdiktat, allerdings sehen das die Kinder mehr als ein Spiel und es macht ihnen sehr viel Spaß UND ist sehr effektiv.

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