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Geschrieben von ansaluli am 05.02.2010, 18:37 Uhr

noch mal wegen lucalara und den Strafarbeiten - @ die Lehrer unter euch!

Hallo,

eine Frage interessiert mich:

Wie setzt sich eine Lehrerin / ein Lehrer mit Strafarbeiten durch?

Hilft es, wenn ein im Unterricht störendes Kind für den Nachmittag Extra-Aufgaben bekommt? Kann es den Zusammenhang überhaupt sehen? Die Kinder sind 6 oder 7 Jahre alt und ich denke, dass die Konsequenz fürs Stören doch sofort erfolgen sollte. Ich kann durchaus verstehen, wenn, wie unten auch von jemandem beschrieben, ein Kind woanders "geparkt" wird, um dort weiterzuarbeiten, wenn es die anderen Kinder oder das Unterrichtsgeschehen massiv stört. Aber wo ist der Sinn bei Strafarbeiten in dem Alter (in höheren Klassen will mir das ja noch einigermaßen einleuchten), wenn sie nachmittags, anstatt sich auszutoben, noch mehr still sitzen müssen? Man sollte ihnen doch besser Bewegung verordnen und sie vielleicht einmal über den Schulhof rennen lassen, damit sie sich danach vielleicht besser konzentrieren können?

Gruß,
Anja

 
14 Antworten:

Re: noch mal wegen lucalara und den Strafarbeiten - @ die Lehrer unter euch!

Antwort von trisha0570 am 05.02.2010, 18:44 Uhr

Keine Ahnung, was das bewirken soll... ich persönlich habe noch nie einem Erstklässler eine Strafarbeit gegeben.

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Re: noch mal wegen lucalara und den Strafarbeiten - @ die Lehrer unter euch!

Antwort von lucalara am 05.02.2010, 19:10 Uhr

@trisha: Das freut mich, dass es Andersdenkende noch gibt.
Wir arbeiten daheim an einer Belohnungstafel. Es gibt für gutes Benehmen lachende Gesichter und für 5 lachende Gesichter darf sich das Kind ein Spiel aussuchen und wir spielen zusammen. Für schlechtes Benehmen gibt es erstmal eine Erklärung, warum und wieso man dies und jenes und wenn es dann keine Einsicht gibt, dann fällt die Fernsehzeit für den Tag flach oder die Brettspielzeit entfällt. Die Kinder sind motiviert und die Konsequenzen sind für ein so junges Kind überschaubar und nicht all zu frustrierend. Ich erkläre ihr mehrmals genau, warum es dann heute dies und jedes nicht gibt und wie sie es hätte besser machen können.
Aber das Wichtigste ist Lob, ganz viel Lob, glaubhafter Lob. Das bestärkt das Kind und motiviert.
Es klappt seit Jahren wunderbar, sogar bei unserem autistischem Sohn. So kann er auch sein Verhalten besser einschätzen und die sozialen Regeln verstehen. Der Psychiater meines Sohnes hat mir bestätigt, dass das eine sehr gute Maßnahme ist, insbesondere bei Autisten. Anschaulich und nachvollziehbar für das Kind.
Es gibt auch viele Schule, die nach dem System auch arbeiten.

Ich frage mich nur, wie wir alle groß geworden sind? Bei mir in der Grundschulzeit gab es keine Strafaufgaben, kein Nachsitzen oder ähnliches und aus mir ist auch was geworden. Wir bekammen Belohungsstempfel und bei 10 Stempel gab es dies Märchenbilder und das war ein totales Highlight! Meine erste Strafaufgabe bekam ich in der Realschule in der 9 Klasse. Einmal Hausordnung abschreiben.
Da ist das etwas völlig anderes, wenn die Kinder ein gewisses Alter haben. Aber es muß definitiv nicht in der ersten Klasse sein!
Das ist halt meine Meinung.

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Re: @lucalara

Antwort von montpelle am 05.02.2010, 19:31 Uhr

"und für 5 lachende Gesichter darf sich das Kind ein Spiel aussuchen und wir spielen zusammen."

Eure Kinder müssen sich mit gutem Benehmen "verdienen", dass ihre Eltern mit ihnen spielen ?!




"Bei mir in der Grundschulzeit gab es keine Strafaufgaben, kein Nachsitzen oder ähnliches und aus mir ist auch was geworden"

Aus den Kindern, die früher in der Schule mit dem Rohrstock geschlagen wurden, ist auch etwas geworden.

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Re: @lucalara

Antwort von lucalara am 05.02.2010, 19:46 Uhr

Ach neee, nein wir spielen sonst nie mit den Kindern!!! Wir Rabeneltern!!!!!

Da oben steht genau!!!!bitte einmal richtig lesen. Das Kind DARF sich selbst ein SPIEL aussuchen. Damit meinte ich ein Spiel ( Lieblingsspiel) seiner Wahl und nach seinen Regeln und seinen Vorstellung. Bei zwei weiteren Geschwistern ist es schon was tolles, wenn man das Spiel selbst aussucht und auch noch gestallten darf. Ach ja, fördert sogar die Kreativität und Phatansie!!! Ach ja und das soziale Verhalten.
Außerdem gehen wir sonst noch viel raus, lesen vor, kuscheln, kochen zusammen, essen gemeinsam, gehen ins Schwimmbad, hören gerne Musik und tanzen dazu und spielen nicht nur Brettspiele .....usw....
Und wenn ich schreiben würde, sie bekommt ein Bonbon, dann würdest du schreiben ich bestehe mein Kind mit Süßigkeiten bis ihr die faulen Zähne aus dem Mund fallen.
Sag mal, was hat du mich so auf dem Kicker......hab ich dir was getan???? Dieses " Jedes Wort im Munde umdrehen, nicht richtig lesen und mich niedermachen, als schlechteste Mutter schlecht hin hinstellen" kommt mir ja so bekannt vor von einer gewissen Sekte aus dem Engelforum.
Also lass es bleiben!!

Und echt toller Vergleich mit den Rohrstock!!!!

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Re: @montpelle

Antwort von Drachenlady am 05.02.2010, 20:00 Uhr

Du findest es also richtig, wenn Kinder unter dem Aspekt von Erziehungsmaßnahmen geschlagen werden, (überspitzt dargestellt) zusammen gedroschen werden, bis sie willenlose Maschinen sind, die einfach nur noch funktionieren?

Joa, nachvollziehbar... denn der Job eines Lehrers wäre dann wirklich absolut easy. Alles funzt ja dann wie geschmiert. Naja, die paar kleinen Kinderseelchen. Mit dieser Methode wird eine natürliche Auslese vorgenommen, denn nur wer stark ist kommt weiter in unserer Gesellschaft.

Findest du es dann auch richtig, dass dein eigenes Kind dieser Willkür ausgesetzt wird? Ist dir das Wohl deines Kindes so egal? Das kann doch nicht wirklich dein Ernst sein?

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Belohnungssystem

Antwort von wickiemama am 05.02.2010, 21:13 Uhr

...klingt ja ganz nett...
wie unten schon geschrieben, mein Sohn hat eine tolle Lehrerin.
In dieser Klasse gibt es auch ein Belohnungssystem. Die Klasse bekommt als Belohnung Smileys. Bei fünf Smileys gibt es Hausaufgabenfrei...
Tolle Idee, funktioniert aber nicht so wie gedacht. Es gibt einfach ein paar Kinder, die sich dafür nicht interessieren oder evtl auch einfahc nicht drandenken. SOlche Kandidaten dürfen dann halt mal nicht mit ins Theater oder sonstwas sondern schreiben in der Zeit in einer anderen Klasse irgendwas ab. Völlig berechtigt! Es kann nicht immer die ganze Klasse wegen zwei drei Störenfrieden leiden bzw irgendwo stecken bleiben...
Und ein Kind in dem Alter ist ja nicht doof. Die wissen ganz genau wann Schluß ist, und wenn sie dann den Absprung nicht schaffen, muß man halt was unternehmen...

Aber gibt die Lehrerin Strafarbeiten ist sie die böse. Macht sie es nicht ist sie auch die böse, weil dann nämlich die Eltern von den ruhigen Kindern, die was lernen wollen auf der Matte stehen und sich beschweren.

Und nochmal zum ach so tollen Belohnungssystem:
In der Klasse meines Sohnes dürfen die Kinder jetzt einen Lesepaß führen. Für jedes Mal 10 min vorlesen müssen die Eltern unterschreiben. Bei 10 Unterschriften gibt es eine Belohnung (Gummibärchen oder ein Milky Way). Das lockt tatsächlich von den Jungs keinen wirklich... Bei den Mädels gibt es ein paar die drauf anspringen, aber auch nicht alle....

In der Theorie klingt das alles ganz toll, in der Praxis schwer durchführbar. Respekt vor den Lehrern die das schaffen! Aber als Mutter solche Tipps zu geben finde ich fast anmaßend, weil diese Leistung sollte eine Mutter erst vollbringen, einer Klasse mit sovielen Kindern etwas beibringen... Die meisten Mütter sind ja schon mit ihren eigenen Kindern überfordert.

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Re: noch mal wegen lucalara und den Strafarbeiten - @ die Lehrer unter euch!

Antwort von eleanamami am 05.02.2010, 21:41 Uhr

Hallo Anja, da ich glaube,dass Bestrafungen destruktiv sind, gehören ebensolche nicht zu meinem Handwerkszeug.....Ich habe ein Kind noch nie bestraft, zu Hause mein eigenes nicht und auch nicht die aus meiner Klasse.

Wenn ein Kind eine Unterrichtssituation massiv stört, muss ich mich fragen und dies zu allererst, was an der Situation für das Kind nicht richtig ist.....sie stören nie, um uns zu ärgern, schon gar nicht die Grundschüler.......

Es ist zum Beispiel eine richtige Unart, Kinder, die unruhig sind, mit Pausenverbot zu bestrafen......ein Schwachsinn und für das Kind ein Drama und ein Teufelskreis.....

Die unten beschriebene Situation ist leider Alltag an unseren Schulen. Die Lehrer gestalten oft einen Unterricht, der am Kind in vielen Beziehungen vorbei geht. Viele können sich anpassen, einige eben nicht und die haben verloren.

Einen Eintrag, weil das Kind mit Stiften spielt??????.....(abgesehen davon, dass bei mir die Kinder die Möglichkeit haben zu spielen), ......ich würde mich schämen, dies den Eltern mitzuteilen.........wie langweilig muss mein Unterricht denn sein, wenn die Kinder gezwungen sind, sich selbst zu beschäftigen.....

Meine müssen sich permanent selbst beschäftigen, mit all den interessanten Dingen, die es zu entdecken gibt.....hier war es offensichtlich nicht der Fall. Lehrerin vorn und schwallt die Kinder voll, und die müssen still sein..........

Und wenn ich lese, die anderen waren gestört........Ich behaupte, Kinder die gedankenversunken mit einer Sache beschäftigt sind, kann man nur schwer stören......In der Regel fühlen sich die Lehrer gestört, weil die Kinder nicht so funktionieren, wie sie es brauchen, um IHREN Unterricht zu absolvieren......

Aber zurück zur Frage.........durch Strafarbeiten erzeugen die Kollegen Angst und deshalb sind die Kinder " brav"......das ist nicht meine Geschichte!!! Mein Ziel ist immer ein gegenseitiger, respektvoller Umgang und dies kommt den Kinder sehr´entgegen......

LG

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Re: @Drachenlady

Antwort von montpelle am 05.02.2010, 22:52 Uhr

"Du findest es also richtig, wenn Kinder unter dem Aspekt von Erziehungsmaßnahmen geschlagen werden"

Wo steht das ?

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Re: noch mal wegen lucalara und den Strafarbeiten - @ die Lehrer unter euch!

Antwort von Finfant am 05.02.2010, 23:22 Uhr

Hallo!

ICH mag diese "Belohnungstafel" NICHT! brauch ich auch nicht....:-)))

Gutes Benehmen, hat Nadine eh...*freu*! und ICH straf mein Kind ganz gewiss nicht mit "Spielentzug"! und wenn ich ihr Fernsehverbot geben würde....dann wurd ich mich selbst bestrafen!!! denn Freitagsabend ist "Frauenabend", dann schauen Nadinchen und ich gemeinsam einen Film (Barbie oder ähnliches! heut abend haben wir Madeline gesehen ) und das geniesen Nadinchen und ICH!

ähm und ich lob Nadine auch! aber.....trotz aller Liebe zu meinem Kind....weiß auch ICH, das auch sie eine kl. "Zicke" sein kann! allerdings, hatte ich ein Halbjahresgespräch mit der Lehrerin.....und sie hat nur POSITIVES von Nadine erzählt! So wie sie zuhause ist, ist sie auch in der Schule! man kennt doch sein Kind.....ODER???

tja...und Strafarbeiten sind SEHR sinnvoll, wenn das Kind NUR am stören ist!!! ebenso, auf der "Eselbank" sitzen usw.....! wie sonst, sollte eine Lehrerin 20-25 Kinder RUHIG bekommen???

Andrea

ps. auch ICH kannte schon Strafarbeiten! und ich bin einige Jahre älter als DU! d.h. Strafarbeiten gab es schon IMMER

OK....ich bin verhaltensauffällig :-((( denn ich bekam NIE Belohnungsstempel und Märchenaufkleber....*grins*

Ahnung von der Schule hab ich auch nicht..... allerdings, hat meine älteste Tochter letztes Jahr ihr Abi gemacht....:-))) auf der Akademie für Erzieher

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"Eselsbank"????????????????

Antwort von Charlie+Lola am 05.02.2010, 23:30 Uhr

ich glaub ich schrei gleich.......................

obwohl, das sollte man auch mal auf der Arbeit einführen.
Kassierin an Kasse 5 hat 2 sekunden zu lange auf ihre Fingernägel geschaut.
Erst mal 10 min. Eselsbank

Dr. Hubert stand in der Campus Caffeteria zu lange vor den Tortenstückchen......erst mal 8 min. Eselsbank

Schwester Heike hat sich beim Essenverteilen 3 mal zu oft die Socken hochgezogen, zack 12 min. Eselsbank.

*lol*

Da arbeitet keiner mehr!

Manchmal habe ich das Gefühl ich kann den Glauben an die Menschheit verlieren.
Et lohnt sich net!

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Re: "Eselsbank"????????????????@Charlie+Lola

Antwort von Finfant am 05.02.2010, 23:47 Uhr

Hallo!

Die "Eselsbank" war ein Tisch in der letzten Reihe! da saß man dann allein......! (ist lange her!) so sagte man halt in meiner Schulzeit!

allerdings, den Tisch mit Stuhl ALLEIN hinten, den gibts auch in Nadines Klasse.....wie dieser sich nun "nennt", das weiß ich allerdings nicht! Nadinchen schläft....sie kann ich jetzt nicht fragen *zwinker* :-)

lg, Andrea

ps. ein Bub (auch 1. Klasse!) musste letztens die gr. Pause im Lehrerzimmer verbringen.....der hatte eine Mitschülerin mit Filzstiften angemalt! das ganze Gesicht, die Ohren und den Hals....hat mir Nadine erzählt! das Mädel hat bitterlich geweint.....lt. Nadine!

WIE??? würdest du bestrafen???

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Naja, dann ist er ja gut davon gekommen*g*

Antwort von Charlie+Lola am 06.02.2010, 0:17 Uhr

Das war ironisch gemeint.
Ich denke das diese "Strafe" keine für ihn war.
Eben das ist das Problem, dafür ist keine Zeit im Unterricht sowas zu besprechen.
Das sowas nicht geht ist klar...........aber was hat der Junge denn bitte gelernt wenn er gelangweilt im Lehrerzimmer sitzt?

Nix.
Eine Zusammenarbeit mit der besagten Schülerin in einer Gruppe wäre wahrscheinlich effektiver gewesen.
Aber ich bin auch nicht der Pädagoge.
Wenn bei mir zu Haus ein Kind meines so anmalen würde, oder auch umgekehrt dann müßte er oder sie mit saubermachen.

Wenn ich sehe was bei uns im Kiga an zeit drauf geht um solche Sachen zu klären dann kann ich verstehen warum in der Schule keine Zeit dafür ist.
Aber das rechtfertigt noch lange nicht unsinnige Strafen. Bei uns im Kiga werden solche Sachen dann im Popokreis besprochen und ausgesprochen. Es wird auch über Gefühle geredet und die Kinder können versuchen in andere Rollen zu schlüpfen.
Es wird viel erklärt und das sozialverhalten der Kinder dort ist einfach unsagbar gut. Es wäre schön wenn es an den Schulen ein Teil an Zeit dafür geben würde. Und das bitte von anfang an.

Wenn ein Fehler im System ist muß man nicht alles gut finden nur weil es vermeidlich angeblich nicht anders geht.
Es geht schon anders, aber dafür wäre ein Umschwung nötig und Pisa drückt ganz schön.

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Re: DANKE elanamami!!

Antwort von ansaluli am 06.02.2010, 11:34 Uhr

... für deine tolle Einstellung! Genauso sehe ich das auch. Und zum Glück hat mein Sohn scheinbar eine Lehrerin, die ebenso handelt. Ich halte auch wenig von Belohnungs- bzw. Bestrafungssystemen, weil sie das Problem nicht lösen. Ich finde, wenn eine Grundschullehrerin sich nur durch Strafarbeiten, Schreien und "Eselsbänke" Respekt verschaffen kann, dann sollte sie überdenken, ob sie für diesen Job geeignet ist, denn es liegt nahe, dass es ihr nicht liegt, die Kinder so zu motivieren und zu leiten, dass sie nicht stören... Gibt es eigentlich so was wie einen Eingungstest für Lehrer? Der Job sollte vielleicht nicht jedem offen stehen, es ist meines Erachtens ein sehr anspruchsvoller Job, der wesentlich mehr Anerkennung (evtl. auch höhere Bezahlung, da kenne ich mich nicht aus) verdient.

LG,
Anja

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Strafarbeiten zeigen nur, dass der Lehrer das Problem nicht lösen kann.

Antwort von Franz Josef Neffe am 06.02.2010, 22:14 Uhr

Strafarbeiten zeigen immer, dass der, der sie geben muss, nicht soviel vom Leben versteht, dass er das Problem lösen kann.
Strafarbeiten sind ein Druckmittel. DRUCK - und das ist jetzt eine Beobachtung der neuen Ich-kann-Schule - drückt das Problem nur zusammen, er löst es nicht. Das Problem schaut dann vielleicht kleiner aus, solange der Druck aufrechterhalten werden kann, aber wenn nicht mehr gedrückt wird, geht es sofort wioeder auseinander. UND es wächst zusätzlich um die Energie, die man zuvor hineingedrückt hat.
Wiewohl ich in der neuen Ich-kann-Schule Druck natürlich nicht aus der Realität ausschließen wollte, halte ich ihn in Form von Strafarbeiten für eine galtte Dummheit, mit der man erst anderen und schließlich dadurch sich selber nur das Leben immer noch schwerer macht.
Wenn Druck das Gegenteil von Lösung bewirkt, dann müsste es doch interessant sein, zu prüfen, was man mit dem Gegenteil von Druck erreicht. Aber was ist das Gegenteil von Druck? Selbst gut bezahlte Profipädagogen müssen da manchmal nachdenken, so einseitig haben sie immer gelebt.
Noch eine Ich-kann-Schule-Beobachtung: Wenn ein Kind, aus welchen Gründen auch immer, mit einem seiner Talente so SCHLECHT umgeht, dass dadurch FEHLER entstehen, dann kann doch wohl unmöglich die Lösung des Problems sein, dass der Pädagoge nun auch noch schlecht mit diesem Talent umgeht und es bestraft. Der Ich-kann-Schule Satz 2008 ermuntert: "Wenn ich mit deinen Kräften BESSER umgehe als du, dann mögen sie mich und folgen mir lieber als dir." das ist das SOG-Prinzip, das Grundprinzip der IKS.
Als IKS-Lehrer könnte ich dem Kind sagen: "Ich weiß schon, dass Dein Rechentalent genial ist. Warum behandelst Du es noch nicht als Genie?" Was würde geschehen? das Kind würde staunen und lachen. Und ich würde ihm sagen: "Siehst Du, wie Dein Mathetalent mich schon auf 1 gutes Wort hin anlacht. Das könntest Du auch haben." Meinst DFu, dass es schwer wäre und ich mich dabei quälen und ärgern müsste, wenn ich - in der Begeisterung immer vorneweg - das Kind mit SOGwirkung zu seinem Erfolg lotse?
Natürlich tät ich nie einem Kollegen, der Strafarbeiten gibt, dafür eine Strafarbeit geben. Im Gegenteil: es sollte doch endlich jemand intelligenter mit seiner Intelligenz umgehen! Ich würde mit seinem Entwicklungspotential kommunizieren und ich denke, das ist so einfach - und das weiß ich aus vielen Erfahrungen - das kann doch jedes Kind. Ich wünsche Euch guten Erfolg.
Franz Josef Neffe

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