1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von liha am 07.10.2009, 6:55 Uhr

"Lautschrift" verbessern?

Meine Tochter (ES 18.08.) hatte ihre erste richtige Schreibaufgabe (bisher nur 6 Buchstaben oder bekannte Wörter, wie Umi, tim, Mama...).

Auf dem Arbeitsblatt stand:

Was ich am Liebsten mache: (Dann drei Spiegelstriche)

Meine Tochter schrieb:

- Hantball spiln
- mit Hannes spiln
- mit meiner Froindin faapredn

Drunter schrieb die Lehrerin (ohne irgendetwas zu verbessern) "Toll gemacht, Lina!!!"

Ich habe die Lehrerin zufällig gestern getroffen und darauf angesprochen.
Sie sagte, dass Lina eben alles schreiben würde, was sie hört und das wäre wirklich schon toll. Auch, dass sie das "sp" schon kann und nicht "schp" schreibt wäre super. Und das sie ganze "Sätze" schreibt und nicht nur einzelne Wörter.
Andere würden noch Wörter schrieben, wo ganze Laute fehlen und man teilweise gar nicht versteht, was das heißen soll.

Nun gut. Wenn sie meint...

Wie macht ihr sowas, wenn eure Kinde zu Hause so schreiben. Verbessert ihr das? Sagt ihr ihnen, wie es richtig ist, oder lasst ihr es gut sein, wenn die Laute stimmen?

 
18 Antworten:

Re: "Lautschrift" verbessern?

Antwort von huevelfrau am 07.10.2009, 7:10 Uhr

Also, uns wurde auch gesagt Lautschrift nicht verbessern. Auf Rechtschreibung wird im 2. Schuljahr geachtet. Obs richtig ist, weiss ich nicht. Bei unserer Grossen war es nicht so. Die haben sofort richtig schreiben gelernt.

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bloß nicht

Antwort von katrin0306 am 07.10.2009, 7:53 Uhr

Ich hab irgendwo gelesen, daß die Kinder heutzutage so lernen. Also erst lernst Du "falsch" zu schreiben, eben, wie Du es hörst, und später wird Dir beigebracht, wie es richtig geschrieben wird. Verstehe das, wer will, aber offenbar scheint es sich bewährt zu haben... :(

LG

Katrin

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Re: "Lautschrift" verbessern?

Antwort von Katrin74 am 07.10.2009, 7:59 Uhr

Bei uns wird gar nicht mit Lautschrift gelernt. Erst lernen sie langsam alle Buchstaben und nur die Wörter, die sich mit diesen Buchstaben bilden lassen (auch Fantasiewörter wie imi, omu - diese müssen sie allerdings dann nach Gehör richtig schreiben, da sie die entsprechenden Buchstaben ja beherrschen). Wenn sie alle Buchstaben gelernt haben, geht es in die Details und an die ersten Rechtschreibregeln. Fehler in den Wörtern werden bei uns markiert und die Kinder lernen von Anfang an die richtige Schreibweise. Daher müssen wir auf die richtige Schreibweise achten.

Bei meiner Tochter (jetzt 2.Klasse) klappte dieses sehr gut und auch mein Sohn lernt auf diese Art und Weise bisher problemlos.

LG Katrin

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Re: "Lautschrift" verbessern?

Antwort von Merry am 07.10.2009, 8:10 Uhr

Hey
gar nichts verbessern, die Lehrerin hat bei uns beim Elternabend gesagt, man soll die Kinder ruhig so schreiben lassen, das wäre in Ordnung, das andere mit der richtigen Rechtschreibung käme mit der Zeit von alleine. Sie schreiben erstmal so wie sie es hören z.B. Apfel-Afl. Und das ist okay so. Hab noch ein wenig Geduld.

LG Merry

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Mir juckt es da auch in den Fingern , aber.....

Antwort von mailins am 07.10.2009, 8:50 Uhr

auf keinen Fall verbessern. Die Rechtschreibung kommt noch und wenn alles fehlerlos da stehen würde, wäre das nicht die HA deiner Tochter ;-)

Meine Tochter schreib diese Woche auch schon Sätze und mein Sohn mittlerweile 18 Jahre schüttelte nur stumm den Kopf als er sah, was seine Schwester geschrieben hatte und wie heute gelernt wird ;-)

Halo Lasse wilst du mit mir spilen ;-)

anja

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Tja und wie ihr seht.....

Antwort von mailins am 07.10.2009, 8:55 Uhr

muss auch ich wieder neu lernen ;-)

anja

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Danke!

Antwort von liha am 07.10.2009, 9:25 Uhr

Dank euch für eure Antworten.

Ich fand es halt nur komisch, dass die Lehrerin das offensichtlich toll fand, was meine Tochter geschrieben hat und das auch noch drunter geschrieben hat.

Na ja, freu ich mich halt mal einfach für meine Tochter. :-)

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Re: "Lautschrift" verbessern?

Antwort von wickiemama am 07.10.2009, 9:39 Uhr

Mein Sohn geht jetzt in die zweite Klasse.
Wir haben am Ende der ersten seine ersten Schreibversuche in seinen Heften nochmal angeschaut und ja, man merkt es kaum aber es verändert sich sehr viel. Am Anfang hat er noch z.B "leida" geschrieben und inzwischen ist es für ihn ganz selbstverständlich daß er "Leiter" schreibt. Inzwischen weiß er auch, daß es ein Namenwort ist und somit groß geschrieben wird.
Die Rechtschreibregeln fließen seit Ende der ersten Klasse immer mehr mit ein und werden zur Selbstverständlichkeit...
mach Dir keine Sorgen, es ist eine nettere Art Schreiben zu lernen, weil sie den Kinder unnötige Frusterlebnisse am Anfang erspart.
Es macht sie stolz schon so früh so viel schreiben zu können und wertet ihr Selbsvertrauen ungemein auf.

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bei uns ist das so

Antwort von LaLeMe am 07.10.2009, 12:21 Uhr

hantbal würde durchgehen

aber spiln nicht, das wäre falsch da müsste dann wenigstens spilen sein, da man ein e hört

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Re: Im Ruhrgebiet

Antwort von liha am 07.10.2009, 13:40 Uhr

...sagt kein Mensch spiel-e-n. Da sagen alle spieln.
Da muß man wahrscheinlich auch noch den jeweiligen Slang berücksichtigen und später kommt dann erst hochdeutsch.
Ich fand "faapredn" (verabreden) krass. *lach*

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Re: "Lautschrift" verbessern?

Antwort von Juleah am 07.10.2009, 15:22 Uhr

Hallo,

unsere Lehrerin sagt, dass es super ist, wenn die Kinder jetzt nach Lautschrift versuchen zu schreiben.

Ich finde die Leistung deiner Tochter prima!

LG Julia

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Re: @LaLeMe

Antwort von montpelle am 07.10.2009, 16:43 Uhr

"aber spiln nicht, das wäre falsch da müsste dann wenigstens spilen sein, da man ein e hört"

Du musst aber komisch sprechen, wenn du bei "spielen" ein "e" hörst !

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Re: Ich finde es auch gut.....

Antwort von joso1 am 07.10.2009, 20:04 Uhr

Sowieso eine tolle Lehrmethode, da die Kinder wirklich viel mehr Erfolgserlebnisse haben auf diese Art und Weise.

Wenn i do an unsa Schuizeid zruggdeng, oo mei, do wärn ma aus da Eggn goa nima rauskemma und miid am Nammidog "faapredn" wäa scho glei übahaubds nix gonga
Serwas J

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mit der herrkömmlichen Methode würde sie nach so kurzer Zeit nichts eigenes schreiben

Antwort von Maroulein am 07.10.2009, 22:23 Uhr

Hallo
auch ich war skeptisch bei uns lernen sie parralel mit der Fu und Fara Fiebel und den Anlauten-eben damit jedes Kind bekommt was es braucht.Die einen schreiben wirklich nur die Wörter die im Unterricht erarbeitet wurden,die die dieses Anlautkreisdings kapiert haben schreiben eben auch andere Wörter.Ich war ganz schön baff als meine Große nach 8 Schultagen meine Einkaufsliste anschaut und fragt warum ich nen Affen kaufen will-naja sie hat den Kaffee gesehen und kannte die Buchstaben bis auf das K-aber mit der herrkömmlichen Methode können die Kinder halt ewig nichts eigenes schreiben mit dem Anlautkreis eben schon-Johanna nutzt das um ihre Weihnachtswünsche aufzuschreiben-hoffe ich kann alles so entziffern das es nichts falsches gibt.Mir ist nur aufgefallen das sie dadurch ganz schön faul ist und die erlernten buchstaben nicht behält-sie kann sie ja zur Not nachschauen
liebe Grüße
Marou

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Re: bei uns ist das so

Antwort von JonasMa am 07.10.2009, 22:54 Uhr

Bei uns lernen sie sowohl nach der herkömmlichen Methode als auch mit der Anlauttabelle - damit jedes Kind sein Hilfmittel zur Hand hat.
Mit Hilfe der Anlauttabelle schrieb mein Sohn heute zB. BLT (Bild), Radigmi (Radiergummi). Habe mit ihm die Wörter mal geschrieben - BILT, Radirgumi - also so, wie man es hört. Aber er gehört auch zu dennen, die nicht gut zuhören und sich mehr als schnell ablenken läßt. Bei der Mütze haben wir lange für das Ü (Überholverbot) gebraucht - er hörte es einfach nicht - er zieht eine Mitze an. Sprach es auch so aus, aber es klang auch bei ihm nicht so wie sonst - da sagt er auch MÜtze. Irgendwann hat er es dann verstanden und sprach auch wieder von der Mütze.....

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Re: mit der herrkömmlichen Methode würde sie nach so kurzer Zeit nichts eigenes schreiben

Antwort von wickiemama am 08.10.2009, 9:49 Uhr

ja, auch die Klasse meines Sohnes hat letztes Jahr im Unterricht schon ihren Wunschzettel für Weihnachten geschrieben. Mein Sohn konnte, dank Anlauttabelle, in den Herbstferien lesen und schreiben. Er ist ein Kind das durch Erfolgserlebnisse enorm angespornt wird, duch Mißerfolge zum aufgeben neigt. Ich bin so froh, daß sie die Methode der Anlauttabelle gelernt haben. So hat er von Anfang an Erfolge gehabt. Die Rechtschreibung kommt inzwischen ganz nebenbei dazu.

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Re: "Lautschrift" verbessern?

Antwort von heffalump22 am 08.10.2009, 15:25 Uhr

Bei uns wird auch so geschrieben und ich finde das total furchtbar. Mein großer hatte heute sein eines Schreibheft dabei. Da waren einige sachen Falch geschrieben oder einfach Buchstaben dran gehängt. Die Buchstaben die zuviel waren hat die Lehrerin weg gestrichen oder wenn das kleine p zu kurz war den strich länger gemacht. Drunter war dann ein Smilie gemalt und stand auch dabei gut.
Ich kann mich mit dieser Schreibweise noch net so anfreunden, wenn mein Sohn mich fragt wie man etwas schreibt sage ich es ihm auch. Auch wenn die Lehrerin es sagt sage ich ihm schon wenn er was falsch geschrieben hat und das er nächste mal genau schauen soll wie es geschrieben wird.

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Wozu haben alle GEIST, wenn ihn keiner benutzt???

Antwort von Franz Josef Neffe am 08.10.2009, 15:39 Uhr

Wenn ein Kind von sich aus wissen will, wie man es richtig macht, dann darf man es nicht betrügen. Ich finde es als Ich-kann-Schule-Lehrer unverantwortlich, dass wir Kinder sehenden Auges Fehler einüben lassen und danach dann von ihnen verlangen, dass sie diesen Schmarrn wieder aus dem Gedächtnis tilgen sollen, wenn der Lehrplan meint, nun sei das dran. das geht an der Realität des Lebens vorbei und täuscht eine künstliche Scheinrealität vor und die Konsequenzen und Kosten muss - wie immer - zu 0 % die Schule und zu 100% der Betroffene zahlen.
Wenn jemand beim Autofahren verunglückt und ich fahre dran vorbei, als wäre nichts, mache ich mich wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar. Und wenn jemand beim Schreiben verunglückt, soll das grad umgekehrt wahr sein??? Pardon, aber diese Logik ist für mich keine.
Es geht keineswegs darum, dem Kind etwas vorzugeben - weder die Rechtschreibung noch dass Rechtschreibung gleichgültig sei. Es geht darum, über die REALITÄT des Lebens miteinander zu kommunizieren. Und es geht nicht darum, nach dem Unterrichtsvollzug am Kind nun auch noch die Hausaufgabe nach dieser oder jener gerade modernen Schablone zu vollziehen. Wozu haben alle GEIST, wenn ihn keiner benutzt???
Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe

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