1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von Ulli am 11.11.2004, 20:28 Uhr

Kann-Kinder und 7jährige ... (LANG)

Hi Ihr,
unsere Tochter (10/99) geht im Sommer in die Schule.
Wir befürworten das, obwohl sie klein und nicht sehr selbstsicher ist, denn sie ist sehr lernwillig und lernfähig.
Nun stelle ich aber fest, dass hier auf dem Land der Trend ist, dass Kinder erst mit 7 eingeschult werden. Sie hätte also 2 Jahre Abstand zu vielen Kindern. Das finde ich schon heftig. Klassen von 30 Kindern kommen leider auch vor.
Da graust es mir. Was soll das ganze PISA-Geschrei? Das einzige was helfen würde wären kleine Klassen.
Aber gut, ich frage mich nun, ob ich aus Rücksicht auf das schwache System mein Kind noch ein Jahr länger in den Kindergarten schicken soll?
Ich finde dieses Argument, "wenn mein Kind älter ist, kann es sich besser durchsetzen" reichlich schwach, aber ich kann die anderen Eltern nicht ändern.
Da gibt es hier in einem Nachbardorf noch eine einzügige Grundschule (pro Jahr eine Klasse), die auch Kann-Kindern gegenüber offen ist und in manchen Jahrgängen auch Klassen von unter 20 Kindern hat.
Obwohl wir einer anderen Schule zugeordnet sind, könnte ich sie dort unterbringen.
Sie wäre aber weg von allen ihren Bekannten (eine außergewöhnlich gute Freundin hat sie aber nicht).
Würdet Ihr das machen? Ich habe Angst vor der Sonderrolle, die wir dann in unserem Dorf einnehmen. "Die halten sich für was besseres."
So das war lang, aber ich musste mal meine Gedanken loswerden.
Freue mich über Reaktionen.
Viele Grüße
Ulli

 
10 Antworten:

Re: Kann-Kinder und 7jährige ... (LANG)

Antwort von Gabsbaer am 11.11.2004, 21:03 Uhr

Hallo!
Kann dich voll verstehen. Mein son ist 12/99 geboren und wird auch im nächsten Jahr einschult (also noch 2 Monate jünger wie deine Tochter) Halt mich aber nicht für überehrgeizig. Mein großer wurde dieses Jahr eingeschult und wurde 10 Tage später 7 also genau anders rum. Ich denk man muß daß von Kind zu Kind entscheiden. (Dazu kommt noch das der erste auch körperlich zu groß und kräftig ist und der zweite zu klein und zierlich) Überigens besuchen die auch nicht die Schule im Ort, sondern eine Montessorischule (wird der kleine auch hinkommen) Und das tun sie, weil ich es für die beiden für geeignet halte und von der Schulform überzeugt bin.
Ich denke,m wenn man davon überzeugt ist kann man es auch den anderen gegenüber vertreten und es ist immer noch deine entscheidung. Wir wohnen auch in einen Dorf und sind aber sonst gut ins Dorfgeschehen eingebunden.
Tu das, was du für richtig hälst, weil nur dann kannst du dahinter stehen.

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@Gabsbaer

Antwort von Smooky am 11.11.2004, 22:04 Uhr

Hallo,

sag mal,Du schreibst das Dein Kind in eine Montessori Schule geht,ihr aber auf dem Dorf wohnt.
Mußt Du weit fahren?
Ich bin am überlegen,ob unser Sohn (5/00), in die normale Regelschule im Dorf geht,oder eben auch in eine "etwas andere Schule". Wobei wir auch bereit wären wieder nach Hamburg zu ziehen,wenn auch ungern.

LG
Tanja

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Re: Kann-Kinder und 7jährige ... (LANG)

Antwort von Ebi-Mama am 12.11.2004, 10:15 Uhr

Den Trend die Kinder erst mit 7 einzuschulen gab es in der Stadt (Berlin) auch. Wir hatten auch ziemliche Probleme, unser Kann-Kind (geb.14.7.= 14 Tage nach dem Stichtag) vorzeitig einzuschulen. Jetzt herrscht das andere Extrem: ab nächstem Jahr wird nach Kalenderjahr eingeschult. d.h. auch ein Sylvesterkind ist schulpflichtig.
Da unser Sohn vor allem im sozialen Bereich sehr weit war, hatten wir keine Angst davor, dass er so jung ist. Aber nun hat er leider doch Probleme in der Klasse. Vom Stoff her kommt er gut mit, aber seine Lehrerin ist sehr streng und stößt ihn wohl so manchmal Mal vor den Kopf. Sein Pech ist, dass mit ihm nur 8 Jungs in der Klasse sind zu denen er keinen rechten Kontakt findet. 2 sind ausgesprochene Rüpel, die gewohnheitsmäßig schupsen und treten wie sie nur können. Die Lehrerin ist auf dem Auge leider völlig blind. Sagt mein Sohn etwas, ist er eine Petze (nach Aussage der Lehrerin, nicht von den Kindern). Mehrere Jungs haben ältere Brüder im Teenager-Alter, von denen sie sich so einiges abgucken. Einer hat so tolle Hobbies wie Steine auf Autos schmeißen únd versucht auch schon Zigaretten zu kaufen. Ich will gar nicht wissen, was er sonst noch macht.
Die Mädchen folgen leider den Leithammeln, und so darf mein Sohn zur Zeit in der Schule meist nicht mitspielen und wird gehänselt.
Hinzu kommt, dass sein Kindergarten weiter weg war und die anderen Kinder sich vielfach vom Kiga her kennen. Da sein Kiga altersgemischte Gruppen hatrte, ist er es zudem nicht gewohnt, sich in einer größeren Gruppe gleichaltriger durchzusetzen, im Gegensatz zu seinen Klassenkameraden.
Überlegt es Euch gut. Denn das Problem bei der vorzeitigen Einschulung ist nicht das 5-Jährige Kind, sondern die 7-Jährigen.
Aber so Argumente wie "Das Kind ist noch so klein/ ungeduldig/ zappelig" lasse ich nicht gelten. Denn so etwas geht nicht automatisch in einem Jahr weg. Wenn Eure Tochter eine zarte 5-Jährige ist, wird sie wohl auch eine zarte 6-Jährige sein.
Ich habe zudem den Eindruck gewonnen, dass diese Rangkämpfe bei den Mädchen bei weitem nicht so stark sind. Das ist wohl eher ein Jungs-Problem.
Dafür leiden die Mädchen stärker unter den Ungerechtigkeiten der Lehrerin und fangen öfter an zu weinen, wenn sie unverständlich angeraunzt werden.

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Re: Kann-Kinder und 7jährige ... (LANG)

Antwort von Sylvia1 am 12.11.2004, 15:25 Uhr

Hallo Ulli,
wieso hätte deine Tochter nächstes Jahr 2 Jahre Abstand zu Schulkameraden, die mit 7 eingeschult werden? Das wäre doch nur 1 Jahr (und maximal 3 Monate) Abstand zu den Ältesten der 7jährigen (es sei denn, es kommen noch ältere, im Vorjahr zurückgestellte Kinder in die Klasse, also bis 06/98 geborene Kinder, was eher die Ausnahme sein wird). Denn nächstes Jahr ist deine Tochter doch auch wieder ein Jahr älter und wird im Oktober sechs.

Ich persönlich bin auch so ein spät eingeschultes Julikind und fand es die ganze Schulzeit über total blöd, immer die "Oma" der Klasse zu sein (so wurde ich tatsächlich auf von manchen Mitschülern damals genannt). Daher würde ich immer zur früherern Einschulung tendieren, vor allem dann, wenn das Kind es auch selber so möchte (so war es bei mir, aber ich war damals laut Schulärztin zu dünn und daher angeblich nicht schulreif, obwohl ich auch schon vorher lesen und vieles Schreiben und auch Rechnen konnte und total heiß auf die Schule war). Es hängt natürlich immer vom Kind ab, das ist klar. Für mich jedenfalls war das letzte Jahr im Kiga Langeweile und Frust pur. Daher habe ich mir damals geschworen, sollte ich jemals ein Kind haben und dieses zu einem Zeitpunkt geboren sein, wo es unklar ist, wann es zur Schule kommen wird, würde ich immer zur früheren Einschulung tendieren. Es sei denn, es spräche wirklich irgendwas Gravierendes dagegen. Unsere Klassenbeste damals (in der Grundschule und später auch auf dem Gymnasium) war übrigens 1 Jahr und fast 3 Monate jünger als ich, und dazu ein sehr kleines schmächtiges Kind, dazu war sie in der Pubertät auch noch ein "Spätzünder". Sie ist aber trotzdem nicht untergegangen unter den älteren Klassenkameraden. Wissensmäßig nicht und auch nicht vom Sozialverhalten. Sie wurde sogar oft als Klassensprecherin gewählt. Soviel zur weitverbreiteten Theorie, die jüngeren und kleineren Kinder können sich nicht durchsetzten ... das kommt wirklich immer auf das Kind an und ist Persönlichkeitssache und hat mit dem Alter weniger zu tun.

Wegen dieser Schule in dem anderen Ort, würde ich sagen, wenn euch die Schule besser gefällt als die in eurem Dorf und ihr sie dort unterbringen könntet, dann würde ich das machen. Warum denn nicht? Freundschaften kann sie dort auch schließen. Es scheint ja auch nicht allzuweit weg zu sein, so dass man sich Nachmittags auch mal treffen könnte. Parallel dazu kann sie trotzdem mit den Kindern aus eurem Dorf spielen. So hätte sie eben eine größere Auswahl an Spielkameraden. Ich würde mir beide Schulen genau angucken und dann meine Wahl danach treffen, von welcher Schule ihr den Eindruck habt, dass eure Tochter da am besten aufgehoben ist.

Was die Leute in eurem Dorf darüber denken würden, wenn ihr eure Tochter ins Nachbardorf schickt, ist doch wohl wurscht. Ihr wollt doch nur, dass eure Tochter möglichst optimal gefördert wird. Mir jedenfalls ist das egal, was andere Leute von mir denken (die leben schließlich nicht mein Leben!). Und bei so einer wichtigen Entscheidung wie der Schulwahl für mein Kind, würde ich das tun, was ich für richtig halte, und nicht das, was irgendwelche Leute aus dem Dorf für richtig halten.

Alles Gute für die Schulwahl,
Sylvia

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Re: Kann-Kinder und 7jährige ... (LANG)

Antwort von Christina69 am 12.11.2004, 18:10 Uhr

Liebe Ulli,
ich war auch ein Kann-Kind ( Oktober), und bin mit 5 Jahren in die Schule gekommen. Damals wollte ich es auch gerne, weil alle meine Freunde in dem Jahr in die Schule kamen, und den Test hatte ich auch bestanden. Außerdem war ich schon immer relativ groß, und so auch bei der Einschulung größer als manche 7 jährige. Aus heutiger Sicht bin ich total dagegen. Meine Schullaufbahn war nicht schlecht, und ich kann nicht sagen das es mir geschadet hat, aber irgendwie hat es mir eben auch in keiner Weise genützt. Als ich mit der Realschule fertig war ( und ich war bis zum Schulende immer die Jüngste)war ich 15. Überall wo ich mich bewarb, sagte man mir, ach mach doch erst mal ein Jahr Hauswirtschaftsschule, oder so was, und bewirb dich nochmal wenn du älter bist. Letztendlich hab ich erst eine 3jährige vollschulische Ausbildung gemacht, und anschließend eine zweite, so das ich mit 20 2 Ausbildungen hatte, aber das nur, weil mich mit 15 keiner wollte. Ich erinnere mich noch sehr gut an unsere Abschlußklasse, ich war im Oktober 15 geworden, eine andere Mitschülerin wurde im Februar 18. Und auch wenn es die meisten Kann-Kind-Befürworter ungern hören, man kann zwar clever sein, aber die Reife fehlt einfach. Und wenn man dann die Franzosen usw. anführt, wo die Kinder auch früher zur Schule gehen, dann sollte man eben bedenken, das dort alle Kinder früher gehen. In der Klasse (2.) meiner Tochter ist auch ein Kann-Kind, die im Oktober Geburtstag hat und auch bei ihr, finde ich, fehlt einfach die Reife, die es ihr schwer macht (und ich bilde mir immer ein, mich in diesem Kind zu sehen). Ich hab immer gesagt, wenn ich meine Kinder planen kann, dann gibt es keine Übergänger, und zum Glück hat es auch geklappt. Meine Kinder haben im Mai und April Geburtstag, und ich bin froh die Entscheidung Kann oder nicht, nicht treffen zu müssen.
Viele Grüße
Christina

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Re: Kann-Kinder und 7jährige ... (LANG)

Antwort von Balmung am 14.11.2004, 9:30 Uhr

Hallo!
Ich habe vor langer Zeit im www einen Text gefunden, der Dir vielleicht bei Eurer Entscheidung helfen könnte:

Es wird so oft überlegt... soll ich mein Kind vorzeitig einschulen.Das ist keine leichte Entscheidung. Da kann man niemals einfach ja oder nein sagen.

ES KOMMT IMMER AUF DAS KIND AN!
Und es kommt nicht darauf an, ob es schon ein bisschen lesen oder schreiben oder rechnen kann.
Und es kommt nicht darauf an, ob es schon ganz viel über Ritterburgen oder Dinosaurier oder... weiß.
Und es kommt nicht darauf an, ob es sich im Kindergarten langweilt. Das spricht nicht für Einschulung, sondern für Probleme im Kindergarten.
Und es kommt nicht darauf an, ob der beste Freund auch schon in die Schule kommt.
Und es kommt nicht darauf an, was die Nachbarin, die Oma oder sonstwer dazu meint.

...

SONDERN ES KOMMT DARAUF AN, OB DAS KIND SCHULE AUSHALTEN KANN!
Ob es aushalten kann, jeden Tag, immer wieder, früh aufzustehen und pünktlich zur Schule zu gehen.
Ob es den Schulweg alleine meistern kann und die verschlungenen Wege im Schulgebäude alleine finden kann.
Ob es aushalten kann, den Vormittag alleine weg zu sein, ohne diese Behütung der Erzieherinnen, die es im Kindergarten gibt.
Ob das Kind es schafft, mit anderen Kindern, auch ohne erwachsene Anleitung klarzukommen, Die Pausen ohne Lehrerin zu verbringen, sich selbst und mit anderen Kindern Spiele auszudenken.
Ob das Kind es schafft in der Klasse seine Sachen selbst zu organisieren, seine Bücher, Stifte Hefte FLOTT heraus und wieder wegzuräumen.
Ob es Arbeitsanweisungen sofort verstehen kann und nicht wegen jedem Strich die Lehrerin fragen muss.
Ob es aushalten kann, dass andere Kinder drankommen, dass es nicht im Mittelpunkt steht.
Ob es Langeweile aushalten kann, denn nicht alles in der Schule ist wahnsinnig spannend.
Ob es Frustration aushalten kann, und dabei nicht resigniert, sondern Fehler als Ansporn nutzt.
Ob es Ausdauer und Durchhaltevermögen zeigt, bei Sachen, die einfach jetzt mal dran sind, auch wenn es diese uninteressant und langweilig findet.
Ob es in der Lage ist, zu Hause seine Hausarbeiten alleine, selbstständig und eigenverantwortlich zu erledigen.

.....

Und genau das können manche Kinder tatsächlich schon mit 5 als Kann-Kind. Aber das sind wenige! Den meisten vorzeitig eingeschulten Kindern hätte noch ein Jahr Kindergarten, schon zur Stärkung des Selbstvertrauens, sehr gut getan

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Gaaaanz schwer!!!

Antwort von wankistanki am 14.11.2004, 14:00 Uhr

Hallo,

erstmal ein Kompliment an eine meiner Vorrednerin!
Der Satz:
Überlegt es Euch gut. Denn das Problem bei der vorzeitigen Einschulung ist nicht das 5-Jährige Kind, sondern die 7-Jährigen.
ist suuuper!

Wir haben auch ein Kann-Kind und haben es diesem Sommer eingeschult.

Ich merke jetzt (nach ca. 3 Monaten) das er sehr unkonzentriert ist, lieber spielen geht als Hausaufgaben zu machen, viele Dinge in der Schule verliert, weil er noch nicht in der Lage ist allein auf seine Sachen aufzupassen.
Auf den Punkt gebraucht:
ca. 10 mal Hausaufgaben vergessen, weil er nicht mitbekommen hat das sie welche aufbekommen haben.
3 Jacken weg.
1 Turnbeutel mit Inhalt weg.
7 Bleistifte weg.
3 Radiergummis weg.
Hefte zerknickt.
6-8 mal ins Bett gemacht.

Wir überlegen jetzt, ihn wieder aus der Schule raus zu nehmen und vielleicht was anderes zur Überbrückung für ihn zu suchen, denn in die Vorschule darf er ja auch nicht. Er ist ja nicht Schulpflichtig. Grrrrr


...rechnen kann er gut, ist ein schlaues Kerlchen...

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@Balmung - das meinte ich nicht

Antwort von Ulli am 14.11.2004, 17:03 Uhr

Hallo,

wir wollen unser Kind nicht wegen seiner Rechen- und Lesekünste einschulen. Der Test den Du gepostet hast, ist mir bekannt.
Unser Kind ist schulreif, das steht außer Frage. (Urteil der Kindergärtnerinnen ebenso wie diverser (Grundschul)Lehrer im Verwandten und Bekanntekreis, also bildbar in der Gruppe.
Mir geht es um das Systemproblem, aber ich hab ja sonst super Ideen und Anregungen bekommen.

Viele Grüße
Ulli

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Danke Euch allen!

Antwort von Ulli am 14.11.2004, 17:06 Uhr

Hallo,
ich danke Euch für Eure Ratschläge, ich merke, es gibt solche und solche Meinungen, es bleibt unser Problem.
Zur Anmeldung habe ich auch einen Termin mit dem Schulrektor (meinem Sachkundelehrer von vor 22 Jahren ;-)
Sollte ich merken, dass er nicht hinter der Einschulung von Kann-Kindern steht, werde ich einen Antrag auf Annahme in der kleinen Schule stellen.
Wie gesagt, es geht mir weder um persönlichen Ehrgeiz noch darum meinem "armen Kind" ein Jahr zu klauen. Meine beste Freundin war ein noch jüngeres Kann-Kind und hat mich während unserer ganzen Schulzeit immer leicht überflügelt.
Viele Grüße und nochmal danke.
Ulli

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Re: @Balmung - das meinte ich nicht

Antwort von Balmung am 16.11.2004, 9:41 Uhr

Hallo Ulli!
Dann verstehe ich etwas nicht. Du schreibst, daß Dein Kind nicht sehr selbstsicher ist. Auf der anderer Seite ist es aber schulreif?
Meiner Meinung nach gehört zu einer Schulreife aber auch die Selbstsicherheit. Insbesondere bei einem Kann-Kind, denn es hat ja eine gewissen 'Sonderstatus' in der Klasse.
Ja, es gibt auch schulpflichtige Kinder, die nicht selbstsicher sind. Aber die haben ja nun einmal keine Wahl, sie müssen hin. Da kann keine Rücksicht mehr genommen werden, während ein nicht selbstsicheres Kind ein weiteres Jahr hätte, in dem es diese Sicherkeit aufbauen könnte.
Ach ja, mein älterer Sohn war auch ein Kann-Kind. Vom Kopf her wäre es überhaupt kein Problem gewesen. Aber bei ihm hat es auch an der Selbstsicherheit gemangelt. Ich habe ihn nicht vorzeitig einschulen lassen, obwohl ich ganz schön im Zweifel war. Heute ist er in der 3. Klasse und ich weiß, daß die Entscheidung richtig war. Ach ja, in seiner Klasse sind übrigens 2 Kann-Kinder. Und bei diesen beiden Kindern war die Entscheidung, sie früher einzuschulen, absolut richtig. Sie hatten von vornherein die soziale Reife, sich nicht nur gegenüber den älteren Kindern in der Klasse, sondern auch gegenüber den älteren Kindern auf dem Schulhof durchsetzen zu können.
Ein weiterer Faktor wäre auch die Klassenstärke. Wenn im kommenden Einschulungsjahr eine niedrige Zahl (bei meinem Sohn waren es nur 16 I-Männchen) von Kindern in der Klasse ist, würde ich evtl. auch für eine frühzeitige Einschulung stimmen. Ist die Klasse aber mit 30 Kinder schon mehr als gut gefüllt, hätte ich Bedenken.
Viele Grüße
Balmung

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