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Geschrieben von Jeckyll am 23.04.2010, 15:12 Uhr

Hat jemand sein Kind in einer Sprachheilschule oder mit LRS?

Und könnt ihr mir sagen was ihr von der SHS haltet oder wie schwer sich ein Kind mit LRS in einer Regelschule macht?
Mein Sohn (jetzt genau fünf Jahre) hat Logo seit er knapp drei ist. Das auch mit großem Erfolg. Nur Fremde verstehen ihn schlecht. Jetzt ist die Frage ob wir ihn zurück stellen lassen sollen, in die Regelschule oder in die SHS (wobei ich hier gehört habe daß fast alle Kinder danach auf die Hauptschule wechseln was ich jetzt nicht so toll finde).

 
10 Antworten:

Re: Hat jemand sein Kind in einer Sprachheilschule oder mit LRS?

Antwort von Makri am 23.04.2010, 16:20 Uhr

Viele Kinder, die zuerst eine Sprachheilschule besuchen, wechseln noch während der Grundschulzeit auf eine Regelschule. Sicher mehr als 50% der Kinder, die hier zunächst eine Sprachheilschule besuchen, gehen bereits nach einem Jahr in die Regelschule und werden dann ins 1. Schuljahr eingeschult.
Ein Kind mit Sprachschwierigkeiten tut sich durchaus schwer in der Regelschule. Nun ist von hier aus natürlich nicht abzuschätzen, wie gravierend die Schwächen bei deinem Sohn sind.

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Re: Hat jemand sein Kind in einer Sprachheilschule oder mit LRS?

Antwort von Pebbie am 23.04.2010, 19:12 Uhr

Hallo !

Mein Sohn besucht im 3. Jahr eine Sprachförderschule.
Die meisten Kinder gehen nach dem 2. Schuljahr ( also nach dem 3. Jahr Schule da mit einer E-Klasse begonnen wird ) auf die Regelschule.
Ich bin sehr froh das es diese Schulform gibt, die Kinder werden so sehr selbstbewusst und optimal gefördert.
Insgesamt beträgt die Rückschulquote in unserer Schule bis zur 4. Klasse bei über 80%, die Kinder die bis zu´m Ende der Grundschulzeit dort bleiben werden zu den meisten teilen auf die Realschule , ein geringer Teil auf die Hauptschule und auf das Gymnasium.
Sehe es als Chance für Deinen Sohn und nicht als ein Makel. Und informiere Dich bei der betreffenden Förderschule.
Im übrigen geht eine LRS oft mit Sprachproblemen einher. Umso wichtiger ist die Eingangklasse der Förderschule.
LG Ute

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Re: Hat jemand sein Kind in einer Sprachheilschule oder mit LRS?

Antwort von lela1 am 23.04.2010, 21:45 Uhr

Hallo,

mein Sohn hat eine LRS. Er hat zusätzlich auch eine auditive und visuelle Wahrnehmungsstörung. Er war ein Jahr auf der Regelschule. Es war die reinste Katastrophe. Er hat weder Lesen noch Schreiben gelernt. Sein Selbstbewußtsein war im Keller. Wir haben Ihn dann testen lassen und er ist nach dem 1. Schuljahr auf die Sprachheilschule gewechselt. Das war das Beste was wie für Ihn machen konnten, er ist zwar in die Eingangsklasse gekommen, aber nach nun einem halben Jahr fing er langsam an zu Lesen und zu Schreiben. In der SHS lernen Sie mit Silbenlesen, das war für Ihn einfacher als in der Regelschule nach der Methode Schreiben nach Höhren.

Also für uns die Beste Entscheidung. Mein jüngerer Sohn wird jetzt 5 und er hat Sprachprobleme, bei Ihm überlege ich auch schon Ihn auf die Sprachheilschule zu schicken.

LG

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Re: Hat jemand sein Kind in einer Sprachheilschule oder mit LRS?

Antwort von wickiemama am 23.04.2010, 22:53 Uhr

mein Sohn hatte eine massive Sprachentwicklungsverzögerung. Mit noch 6 Jahren hat ihn ein Fremder so gut wie gar nicht verstanden.
Wir haben ihn zurückstellen lassen. Er kam dann mit 7 in die Regelschule mit der Option ihn bei massiven Problemen in das Förderzentrum wechseln zu lassen,..
Er ist jetzt in der zweiten Klasse (Regelschule) und hat keine nennenswerten Probleme. Von seiner Sprachstörung ist so gut wie nix mehr vorhanden.
Er hat zwar Probleme in der Rechtschreibung, aber auch mit denen können wir leben und laut Lehrerin wären die nicht unnormal für einen Zweitklässler, Die Schule hat ihn sehr gut getan! Wenn er ein Wort nicht aussprechen kann, schreib ich es ihm auf und er liest es ab. Dann klappt es.

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Re: Hat jemand sein Kind in einer Sprachheilschule oder mit LRS?

Antwort von nadlea am 24.04.2010, 8:11 Uhr

Hallo,

bei unserem Sohn hoffen wir, dass er im Sommer in der SHS eingeschult wird. Abhängig ist es jetzt nur noch von der Landesschulbehörde. Vier Stellen ( u.a. der Sprachheilkiga den er besucht, sowie die Lehrkraft die ihn zwei Vormittag lang "getestet" hat) befürworten dringend den Besuch der SHS.....aber wie gesagt die Landesschulbehörde hat das letzte Wort.

Warum sollten die Kinder danach auf die Hauptschule, solang es wirklich nur Förderbedarf Sprache ist und nicht Förderbedarf Lernen, denke ich haben die Kinder gute Chancen die Realschule oder auch das Gymnasium zu besuchen. Bei uns ist nach der dritten Klasse SHS übrigens Schluss, danach MÜSSEN sie runter von der Schule, einfach weils danach keine Klassen mehr gibt ;o) Die meisten kinder gehen dann zur Regelschule am Wohnort ( klar, es gibt sicherlich welche die dann trotzdem ind en Förderbedarf Lernen wechseln). Ach so....und bei uns können die Kinder auch schon nach der 1 oder 2 Klasse wechseln, spätestens nach der dritten müssen sie jedoch runter.

LG

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Re: Hat jemand sein Kind in einer Sprachheilschule oder mit LRS?

Antwort von dhana am 24.04.2010, 9:21 Uhr

Hallo,

mein Sohn war leider nur in der Vorschulklasse in der Sprachheilschule und wurde dann "weil er zu gut war" in die Regelschule eingeschult.

Ich hätte ihn so gerne dort gelassen - unsere Sprachheilschule ist wirklich eine super tolle Schule.
Der Sohn von meinem Cousin besucht diese Jahr dort die 4. Klasse und wechselt anschliessend aufs Gymnasium. Und er ist nicht der einzige.

Bei uns gibt es an der Sprachheilschule 2 verschiedene Klassen - eine macht den Stoff der Grundschule ganz normal durch, nur in kleineren Klassen und zusätzlicher Sprachförderung. In die anderen Klasse kommen die Kinder die die Förderschule Lernen brauchen - dort wird der gleiche Stoff durchgenommen, aber langsamer - das 1. Schuljahr wird dort auf 2 Jahre verteilt. Aber auch dort können die Kinder sowohl wieder auf die Regelschule wechseln - als auch nach der 4. Klasse auf weiterführende Schulen. Die Übertrittsbedingungen sind genau die gleichen wie an jeder Grundschule auch.

Lg Dhana

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Re: Hat jemand sein Kind in einer Sprachheilschule oder mit LRS?

Antwort von twinmumy am 24.04.2010, 10:40 Uhr

weißt du..ich glaube, da kann dir keiner DEN ultimativen Rat geben. Hör in erster Linie auf dein Bauchgefühl, versuch mit dem Kiga in Kontakt zu treten und dir dort die Meinungen anzuhören. Auch natürlich von der Logopädin, evtl. ERgotherapeuten. Ich denke wenn ihr solange schon in logopädischer Behandlung seit, wart ihr sicherlich auch bereits im SPZ. Was wurde dort gesagt/geraten?
Ich finde SPH prinzipiell nicht schlecht. Dennoch haben wir selbst sehr unangenehme Erfahrung damit gemacht, insoweit an unserem Kind herumgerissen wurde, nur weil noch 1 Kind fehlte um noch eine 2. Klasse aufmachen zu können.

Kurz unsere Geschichte bzw. die meines Kindes. Wir haben Zwillinge, die eine Maus seit sie 4 ist Frühförderstelle, dort div. Tests gemacht, dann halbes Jahr später Logopädie, kurz darauf auch noch Ergotherapie. Auch dort wieder TESTS TESTS TESTS. Dazu kam noch eine Sehschwäche auch dort ständig TESTS einhergehend mit Uniklinikbesuchen weil eine falsche Diagnose gestellt wurde.Dazu noch unzählige Besuche beim HNO-Arzt weil natürlich auch abgeklärt werden mußte das dort alles im grünen Bereich ist. Mit 4 Jahren dann Polypen-OP. Ein Jahr später nochmal Paukenröhrchen-OP.
Könnt ihr euch annähernd vorstellen, was das alles für das Kind bedeutete? Das Kind hat vermittelt bekommen nicht mehr ganz "dicht" zu sein. Es wurde von einem Arzttermin zum anderen gejagt, von einem Test zum nächsten.
ABER sie hat dennoch Fortschritte gemacht. Trotz aller Ängste habe ich befürchtet das die hauptsächlichen Schwierigkeiten durch ihr angeschlagenes Selbstbewußtsein rührten. Wie auch nicht, wenn bei ihrer Schwester alles glatt läuft und nur bei ihr ständig so ein Aufruhr verursacht wurde.

Logopädin, ERgotherapeut, die Kiga-erzieherinnen - alle haben gesagt sie schafft es in der Regelschule. Nur die Schulärztin hat ihren Bericht dermaßen blöde verpaßt, das die Sprachheilschule sich eingeschaltet hat und dann hatten wir den Salat.
Die wollten dann ein Gutachten machen, wo wir uns strikt geweigert haben. Für uns war wichtig das unsere Maus eine Chance erhält. Und zwar eine unbelastete, unvoreingenommene.

Und es war das beste was wir tun konnten. Wir haben an unser Kind geglaubt (auch wenn ich manchmal sehr große Angst hatte sie zu überfordern). Aber: sie hat es geschafft. Wir haben ein anderes Kind bekommen. Sie ist ausgeglichener, zufriedener und fröhlicher. UND: sie kommt bestens mit. Sie hat bisher schon sehr gut lesen und schreiben gelernt und war bisher auch noch nicht im Förderunterricht womit ich eigentlich fest gerechnet hatte.
Natürlich können immer noch Schwierigkeiten auftreten. Und es fällt ihr nach wie vor noch schwerer als ihrer Schwester, die sprachlich noch sehr viel gewandter ist und sich auch noch eher traut frei etwas zu schreiben.
Dennoch: wir sind sooooowas von erleichtert...

Du siehst: es gibt keinen ultimaten Rat. SPH KANN gut und richtig sein. Aber es kann auch genau in die entgegengesetzte Richtung schlagen. Bei uns war es durch die Zwillingskonstellation, Dorfschule, eingebetteter sozialer Rahmen durch die Freundschaften hier, natürlcih auch nochmal anders gelagert und für uns war der psychische Aspekt für das Kind einfach auch sehr wichtig.

Ich wünsche Euch alles Gute :-)

Lg twinny

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Re: Hat jemand sein Kind in einer Sprachheilschule oder mit LRS?

Antwort von MartinaB am 24.04.2010, 16:57 Uhr

Hallo,

meine Zwillinge sind beide auf der Sprachheilschule und etwas besseres konnte ihnen gar nicht passieren. Die Lehrer gehen dort wunderbar auf sie ein. Sie sind in der E-Klasse in getrennte Klassen und die jeweilige Klassenlehrerin ist super nett. Ich durfte auch mal im Unterricht dabei sein und mal erleben was sie dort so machen. Sie kommen auch mit den Klassenkameraden gut klar. Sie sind jeweils mit 11 Kindern in der Klasse. In der Regelgrundschule mit 27 Kindern da wären sie mir untergegangen. Wäre auch nciht böse drum wenn sie bis zur 4ten Klasse dort bleiben. Es ist eine gute Schule. Die Rückführung zur Regelschule erfolgt auf Probe nach den Osterferien der 2ten Klasse. Wenn dort alles gut klappt wechseln sie dann ab der 3ten Klasse.

Gruß

Martina

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Re: Hat jemand sein Kind in einer Sprachheilschule oder mit LRS?

Antwort von soraja am 25.04.2010, 13:04 Uhr

Unser sohn ist in eine Sprachförderklasse eingeschult worden. Diese besucht er noch dieses Schuljahr. Also insgesamt 2 Schuljahre. Ihm hat es sehr viel gebracht. Wir waren vor der Einschulung schon 2 Jahre bei der Logo und haben in der 1. Klasse weiter gemacht. Jetzt pausieren wir erst einmal. Er fühlt sich in dieser Klasse (13 Kinder) sehr wohl. Jetzt müssen wir den Wechsel in die 3. Klasse abwarten. Ab der 3. Klasse geht er in eine Regelklasse mit bis zu 25 Kindern.

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Entwickle und stärke seine Schule in ihm !

Antwort von Franz Josef Neffe am 26.04.2010, 12:36 Uhr

Eigentlich müsste die Autowerkstatt doch sagen können, mit welchem Erfolg sie mein Auto reparieren kann. Eigentlich müsste ein Konditor doch wissen, wie die Torte am Ende aussehen wird, die ich bei ihm bestelle. Warum nur akzeptieren wir Schule als reines Lotteriespiel mit meist ungünstigem Ausgang?
Warum fühlen wir uns schuldig, wenn wir ein Kind in die Schule schicken, das ein Problem hat? Ist die Aufgabe, Probleme zu lösen, nicht die einzige Exisrtenzberechtigung, die die Schule hat?
Dein Sohn hat doch TALENTE. Talente, die womöglich noch nicht voll entwickelt sind, aber womit sollten wir / sollte er seine Probleme lösen, wenn nicht genau mit diesen Talenten? Wie geht es seinen Talenten? Wie begeistert werden sie in der Schule erwartet? Haben sie dort die HAUPTROLLE in seinem Leben? Oder wurden sie von der "Stiefmutter Schule" wie Aschenputtel in die Asche gestoßen und die Probleme auf den Thron gesetzt?
In der neuen Ich-kann-Schule spielen die TALENTE bei mir die Hauptrolle. Oft kommen sie halb verhungert aus der Du-musst-Schule hier an. Dort haben sie ihnen nichts zu essen gegeben, angeblich weil sie nicht gut genug dsfür waren, in Wirklichkeit aber weil sie sich nicht unterworfen haben.
Manchmal sind diese Talente so klein, dass ich mich auf den Boden setzen muss, um zu ihnen aufschauen zu können. Dann sag ich ihnen als erstes: "Ui, bist Du groß!" Dann regen sich in ihnen die Lebensgeister wieder.
Ich schlage Dir die Schlafsuggestion vor. Das ist einfach ein gutes Gespräch mit den Talenten Deines Kindes, während es schläft. Da lenkt nichts ab, alles ist konzentriert. Wenn DU noch dazu MIT DIR im Reinen und EINS bist, dann hast Du mit ganz einfachen Worten der Anerkennung,der Stärkung, des Aufbaus,des Interesses an der guten Entwicklung eine ganz tiefe Wirkung. Du kannst die Kräfte Deines Kindes stärken, motivieren, lenken, ihnen einen ganz klaren Auftrag geben. Jeden Abend ein paar Minuten; Du spürst die Wirkung.
Ich freue m,ich auf Euren Erfolg.
Franz Josef Neffe

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