1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von Five36 am 07.03.2012, 9:34 Uhr

Hallo,

ich habe hier noch nie geschrieben, würde aber gern beitreten und habe folgendes Problem.

Unser Nils ist auch in der 1.Klasse, er konnte aber schon lesen (hatte er sich selbst beigebracht), alle Großbuchstaben schreiben, zählen bis in die hohen Zahlen, richtig rechnen bis 20 (soweit ich weiß) und in 10er Schritten, in Kunst ist er auch schon positiv aufgefallen. Die Lehrerin meinte am Anfang des Schuljahres, sie könnte seine Arbeitsblätter immer als Vorzeigeblätter nehmen, was sie aber nicht machen wird um Enttäuschungen der anderen Kinder vorzubeugen, die Folge wäre sonst, daß die anderen Kinder ihn ausgrenzen und dann würde mobbing folgen. Soweit hatten wir es verstanden, erschien uns auch logisch und war für uns nie Thema, es gibt ja immerhin auch die anderen Kinder. In der Schulzeit hat er nicht viel dazu gelernt, Kleinbuchstaben schreiben & Sport macht ihm mehr Spaß. Nun will er aber richtig rechnen, die Kästchen anmalen und das abzählen findet er langweilig und er will seit 3 Monaten die Schreibschrift lernen.

Nun meine Fragen, soll ich ihm die Schreibschrift zeigen oder eher nicht, ich bin ehrlich, richtig rechnen mach ich mit ihm, weil ich nicht möchte daß er die Schule als langweilig empfindet und somit die Lust am Lernen verliert, aber auch nur weil er es will, und das nur Kopfrechen + & - .

Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht oder kann mir Tips geben wie ich ihn unterstützen könnte ohne der Schule vorzugreifen?

Ich danke schon mal...

LG Five...

 
9 Antworten:

Re: Hallo,

Antwort von Pebbie am 07.03.2012, 9:41 Uhr

Hallo !

Wenn Du nicht weisst welche Schreibschrift Eure Schule lehrt, würde ich es lassen.
Und selbst wenn, finde ich kannst Du Dein Kind doch auch anders fördern, damit es ihm nicht langweilig wird.
Es gibt genügend Bücher und auch online bei Mathepirat.de oder Abfrager.de kann Dein Kind arbeiten, ohne der Lehrerin erst einmal in die Quere zu kommen.
Allerdings würde ich auch das Gespräch mit der Lehrerin suchen inwieweit sie ihn mit extra Arbeitsblättern versorgen kann, vielleicht kann er auch mal am Unterricht der Klasse 2 teilnehmen.

Lg Ute

Re: Hallo,

Antwort von Five36 am 07.03.2012, 10:01 Uhr

Erstmal schon danke, sie lernen die vereinfachte Ausgangsschrift, Mathepirat.de oder Abfrager.de kannte ich noch nicht.

Der Besuch in der 2.Klasse ist ebenfalls ein guter Vorschlag. Heute Abend haben wir Elternversammlung und da möchte die Lehrerin auch gleich die Termine für Elterngespräche ausmachen, da es ja kein Zeugnis gab.

Er hatte erst gestern seine Hausaufgabe in der Schule nebenbei gemacht, die Lehrerin hatte es gesehen und er sollte die ganze Seite wieder rausradieren weil es doch Hausaufgabe ist, war ihre Begründung, also gehe ich nicht von aus daß er mehr Arbeitsblätter machen darf.

Re: Hallo,

Antwort von Carmar am 07.03.2012, 10:06 Uhr

Das Problem ist: Was kommt danach?

Wenn er schon den Stoff der 1. Klasse beherrscht und (vermutlich) die Schreibschrift ruckzuck lernen wird, dann wird er wieder nach mehr "verlangen".
Könnte ein Sprung in die nächste Klasse sinnvoll sein?

@Carmar Hallo,

Antwort von Five36 am 07.03.2012, 10:34 Uhr

Darf ich du sagen?

Da hast du den Nagel auf den Kopf getroffen, das fragen wir uns auch, was kommt danach?

Aber mit Sprung in die nächste Klasse sind wir irgendwie sehr unsicher. An so etwas hatten wir auch noch nicht gedacht, weil es für uns noch kein Thema war. Ich muß aber auch dazu sagen, daß er im Juli 7 wird und Hausaufgaben gar kein Problem sind. Er macht sie ratz-fatz allein und ordentlich und legt sie mir hin zum kontrollieren, was ich aber eigentlich nicht bräuchte. Ich möchte aber bei ihm nicht den Eintruck erwecken es wäre mir egal was er in der Schule/Hausaufgaben so macht. Wir beschäftigen uns sehr viel damit, was ist wenn doch irgendwann der Einbruch kommt? Oder provozieren wir es damit indem wir ihn irgendwie gerade bremsen?

Ich kenn mich mit sowas garnicht aus. Und deshalb weiß ich auch nicht was richtig und was falsch ist. Ich habe Angst vor Fehlentscheidungen.

Re: @Carmar Hallo,

Antwort von martufle am 07.03.2012, 11:08 Uhr

Hallo,
alsooo ich wurde dir raten so wie es die anderen schon meinten mit der Lehrerin zu sprechen (allerdings erscheint mir die etwas ... naja merkwürdig, denn bei uns ist es kein Problem wenn die Kids schon in der Schule mit der Hausi anfangen bzw fertig machen) und vor allem mal den Kinderarzt darauf ansprechen der kann nämlich einen psychologischen Test veranlassen (hatten wir bei unserem Jüngerem auch, uns wurde vorgeschlagen ihn mit 5 jetzt einschulen zu lassen).
Dieser Test wir was wohl ziemlich offensichtlich ist belegen das den Kind sehr begabt ist und dann werdet ihr euch mit dem Thema beschäftigen ob vielleicht der Besuch einer speziellen Schule eines besonderen Unterrichtes etc in Frage kommt.
Ich kann aus eigener Erfahrung sprechen denn mein Bruder ist auch hochbegabt (hat sich auch mit 4 Jahren das Lesen selber beigebracht und andere Kinder waren ihm immer zu laut und benahmen sich seiner Meinung nach komisch... Abends beschäftige er sich immer mit heiklen Matheaufgaben als er älter wurde brachte er sich selbst programmieren bei usw) allerdings legten unsere Eltern da nicht so den Wert drauf, war ja ganz nett das er so schlau ist und fertig.
Das Problem war damals auch das er 14 Jahre alt war als er nach Deutschland kam und einfach in die Hauptschule kam, nach einem Jahr Quali machte, diesen mit sehr gut bestand, und einfach ne Ausbildung anfing (die Lehrer waren zwar erstaunt über den schlauen Ausländer, allerdings sind die in der Hauptschule nicht so auf Hochbegabung ausgelegt.. :)
Bei ihm verkümmerte das ganze weil er einfach nicht gefordert wurde und so hat er zwar nen tollen gutbezahlten Job aber irgendwie fehlt ihm etwas im Leben.
Lange Rede kurzer Sinn... Fördert euren Sohn, hilf ihm auf dem Weg.. Sonst wird er unglücklich...
Lg

Re: Hallo,

Antwort von Caot am 07.03.2012, 11:47 Uhr

Sobald du ins schulische abgleitest nimmst du immer Schulstoff vorweg. Auf der anderen Seite hält es ein kognitiv fittes kind nicht lange aus, ständig nur bis 20 rechnen zu dürfen. Was genau du machen kannst, ist eine Vertiefung des Inhalts am Lernstoff. Dazu gibt es Bücher und Hefte, die du von der Lehrerin beziehen kannst. sprich mit ihr und teile deine Bedenken, aber halte dich zurück, an dem was du schon mit deinem SOhn jetzt "vorarbeitest".

Vielleicht solltest du Dich mal in einem anderen Forum anmelden, www.logios.de. da kann man Dir praktische Tips gegen, ohen dich zu belächeln oder als Wahnsinnige Mutter abzustempeln. Deswegen an dieser Stelle hier gar nicht mehr.

Grüßle

Danke

Antwort von Five36 am 07.03.2012, 13:23 Uhr

für eure Beiträge, Tips und Internetseiten. An Hochbegabung hatten wir noch garnicht gedacht, einfach nur daß er "einfach" lernt und wir nicht wollten daß ihm die Lust und Spaß an Schule verloren geht. Werde das Gespräch mit der Lehrerin abwarten und dann weitersehen. Eure Internetseiten werden wir aber auf jedenfall besuchen.

LG...

Re: Danke

Antwort von krummenau am 08.03.2012, 10:39 Uhr

Hier im RuB gibt es den Treffpunkt "hochbegabte Kinder", auch dort wirst Du mit Deinen Fragen ernst genommen. Melde Dich doch dort mal an, lies die Beiträge und poste, wenn Du magst.
Das Vorgehen Eurer Lehrerin (Hausaufgaben, die in der Schule angefangen werden, ausradieren) halte ich für sehr seltsam. So was ist demotivierend für das Kind. Wenn sie nicht will, daß er die leere Zeit im Unterricht mit Hausis füllt, soll sie ihn extra mit Arbeitsstoff versorgen. Langeweile kann bei "solchen" Kindern übel nach hinten losgehen.
LG von Silke

Re: Hallo,

Antwort von dietrichsan am 08.03.2012, 21:53 Uhr

Hi,
bei uns wurde ein Klassenkamerad meines Sohnes von Anfang an eher von der Lehrerin als von den Kindern gemobbt. Sie war mit einem 5-jährigen der seit er 2 ist lesen kann, alles ohne Fehler schreibt und rechnet im Stoff bis in die 4. / 5. Klasse völlig überfordert. Auf der einen Seite ein ganz normaler 5-Jähriger, noch recht verspielt und motorisch noch nicht so weit, auf der anderen Seite sehr, sehr intelligent. Damit konnte Sie nichts anfangen. Der Kleine hat nach den Herbstferien die Schule gewechselt, da auch die Schulleitung nicht helfen wollte und die Mutter als Schuldige darstellte. ("Ihr Kind sagt ja immer nur das es das alles kann, so toll ist er bestimmt nicht")
Na, ja wenn man sich nicht die Mühe macht zu testen was das Kind wirklich kann... Jetzt ist der Kleine in einer 2. Klasse einer anderen Schule. Die Klassenlehrerin hat eine Weiterbildung für den Umgang mit HB Kinder und es sind noch andere Kinder dieser Sorte in der Klasse. Die Hausaufgaben werden an das Kind angepasst und im Unterricht gibt es Zusatzaufgaben.
Und zum Thema mobbing durch Klassenkameraden. Bei uns waren die Kinder alle eher stolz auf den Kleinen der soooo gut in der Schule ist. Es kommt denke ich auch sehr auf das Wesen des Kindes an.

LG
Sandra

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