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Geschrieben von TinaDA35 am 27.02.2010, 20:17 Uhr

Gründe für eine "Sonder-/Förderschule"

Wenn ein Kind in eine "normale" Grundschule eingeschult wird, was würde es für Gründe geben, ein Kind in eine Sonderschule zu schicken (von Lehrern aus)?

Schlechte Leistungen? Unruhige Kinder?

 
16 Antworten:

Re: Gründe für eine "Sonder-/Förderschule"

Antwort von CarmenOma am 27.02.2010, 20:34 Uhr

warscheinlich wenn die Lehrer mitbekommen, dass das Kind Probleme hat und nicht mitkommt, sich sehr schwer tut zu folgen und zu verstehen. Es gibt sicherlich auch lehrer welche unruhige Kinder so dann los werden wollen - aber ich denke, dass das nicht der Sinn und Zweck wäre.

LG
Carmen*1972 Zwillingsmädels*1992 Sohnemann*2002, ab 08/10 Oma (ebäi=familiensecondhand)

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Re: Gründe für eine "Sonder-/Förderschule"

Antwort von wickiemama am 27.02.2010, 23:24 Uhr

Ín der Klasse meines SOhnes ist ein Mädchen in die Förderschule "Lernen" gewechselt, die hatte massive Schwierigkeiten lesen zu lernen. Als sie es am Ende des ersten Schuljahres noch immer nicht konnte hat die Lehrerin den Eltern die Wahl gelassen entweder mit in die Zweite Klasse- ins Zweite Jahr der Ersten im Förderzentrum (da wird die Erste Klasse in zwei Jahren gemacht) oder die Erste wiederholen. Empfohlen hat sie die Förderschule (zweites Jahr der ersten Klasse) weil sie da einfach an ihrem derzeitigen Stand anknüpfen konnte und nicht alle wieder von vorne machen mußte. Die Eltern haben es noch nicht bereut. Das Mädel kommt dort gut mit und hat endlich wieder Erfolgserelebnisse.

Ein Junge ist in die Schule für Erziehungshilfe gewechselt. Er hat massivst den Unterricht gestört und andere Kinder bedroht usw usw....
War aber erst jetzt zum Zwischenzeugnis zweite Klasse.

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"Entsorgung" ?

Antwort von Franz Josef Neffe am 28.02.2010, 10:38 Uhr

In der 1.Klasse Grundschule rechnet man im 20.er-Raum, in der lernbehinderten Schule im Zahlenraum 1 - 6. Ein Schuljahr hat ca. 40 Wochen x 5 = ca. 200 Mathestunden. Ich habe mich als Ich-kann-Schule-Lehrer immer gefragt, wie der Mensch das eine wie das andere aushält. Was würde denn passieren, wenn ich die Schulräte dieses Regierungsbezirkes in einen Saal sperrte und zwänge, 200 Stunden lang mit den Zahlen von 1 bis 6 oder von 1 bis 20 zu rechnen? Gäbe es da nicht nach spätestens 100 Stunden die ersten Mord- und Selbstmordversuche?
Als ich mit einer 2.Klasse L (Zahlen 1 - 20) anfing, schlug ich den Kindern vor, ich zeige ihnen zu 100% auf MEIN Risiko, dass sie schwere Aufgaben aus der 4.Klasse Grundschule richtig rechnen können. In der 3/4 Stunde lernten alle 10 Kinder ohne extra Vorbereitung, mit Begeisterung bis zu 10 Millionenbeträge richtig zu addieren. Sie wollten gar nicht mehr aufhören und rechneten freiwillig zu Hause noch bis zu 10 Aufgaben mit je bis zu 10 addierten Millionenbeträgen. Ich bin bereit, dieses Experiment an jedem beliebigen ort mit gleichem Ergebnis zu wiederholen.
Der Grund für die Einweisung in die Sonderschule ist demnach eindeutig: Die Lehrer der Grundschule können es nicht und wollen bzw. sollen es auch nicht lernen, wie es geht.
Das gilt auch für Kinder, die "erziehungsschwierig" genannt werden. Wenn wir konkret untersuchen, finden wir in aller Regel Personen, die mit dem Kind sehr viel besser können als der Lehrer. Die Frage ist dann: Warum lässt der sich dann Lehrer nennen und als Lehrer bezahlen, warum lernt er nicht auch das, was nötig ist, ein Lehrer zu sein?
Die konkrete Untersuchung zeigt in den allermeisten Fällen regelmäßig bei der Anwendung der Pädagogik Problemwachstum. Warum beendet man dann eine Pädagogik nicht, mit der die Probleme wachsen?Warum steigert man sie noch?
Das neue EU-Recht sieht die Sonderschulen - ganz real - als Diskriminierung. Davon weiß allerdings auch noch keiner, wie man Probleme löst statt sie groß zu machen; aber es ist nun vorgegeben, wenigstens danach zu suchen.
Als Ich-kann-Schule-Lehrer meine ich, es müsste doch sinnvoll sein, einmal etwas ANDERES auszuprobieren und nicht das, womit die Probleme immer nur gewachsen sind, immer noch perfekter zu machen. Auch die Pädagogik sollte mal aus der Pubertät herauswachsen. Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe

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@ Franz Josef Neffe

Antwort von Pebbie am 28.02.2010, 11:11 Uhr

Hallo !

Kennst Du auch Kinder, die anderen sonderpädagogischen Förderbedarf haben als lernbehinderte oder "erziehungsschwierige" ? Anscheinend nicht.
Eine Regelschule kann z.B. ein sprachbehindertes Kind ( da spreche ich aus Erfahrung ) nicht so fördern wie es von Nöten ist. Und da kann man mit 28 Kindern in der Klasse auch nicht ein Sonderprogramm fahren, das geht einfach nicht.
Und das Wort "Sonderschule" finde ich besonders aus Deinem Mund mehr als befremdlich.
Mein Kind besucht eine Förderschule für Sprache. Klingt doch viel netter, oder ??
Er wird übrigens nach dem normalen Unterrichtsplan wie die Regelschüler unterrichtet.

LG Ute

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@ Franz Josef Neffe

Antwort von zweimam am 28.02.2010, 11:38 Uhr

Ihre "Ich-kann-Schule" ist doch wohl auch eine besondere Form von Schule. Also eine Sonder-Schule. Warum werden dann Kinder, die besondere Förderung brauchen und diese nicht in Regel-Grundschulen finden, von Ihnen abgestempelt? Denn stempelt man die Schule negativ ab, stempelt man damit auch gleich die Schüler mit ab.
Mal drüber Nachdenken, Herr Neffe, mit Ihren merkwürdigen Zahlenspielchen argumentieren Sie haarscharf an der Realität von Kindern vorbei.

LG

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Re: @ Franz Josef Neffe

Antwort von montpelle am 28.02.2010, 11:43 Uhr

Allein, dass du den Begriff "Sonderschule" verwendest, zeigt, das du keine Ahnung hast und nur mit leeren Worthülsen um dich wirfst.

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Re: @ Franz Josef Neffe

Antwort von IngeA am 28.02.2010, 13:28 Uhr

Hallo,

naja, ich glaube er meint eher, dass unser Schulsystem so aufgebaut sein müsste, dass eben auch diese besonderen Kinder in der Regelschule entsprechend gefördert werden könnten. Momentan ist unser Schulsystem eben auf diese starke Trennung ausgelegt, ob das richtig und gut ist, ist die Frage.

LG Inge

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Re: Gründe für eine "Sonder-/Förderschule"

Antwort von Tobiasmama am 28.02.2010, 16:59 Uhr

Soweit ich weiß ist es so, daß wenn ein Kind 2x sitzenbleibt in der Grundschule
ein Sonderschultest durchgeführt werden muß, mit der Frage ob es auf eine Sonderschule wechseln muß.

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Re: Gründe für eine "Sonder-/Förderschule"

Antwort von Lady41 am 28.02.2010, 18:48 Uhr

HI

Wir mussten ja auch wechseln von der Grundschule auf eine Förderschule. #
Allerdings hat es bei uns nichts mit dem ,,Lernen ,, zu tun in dem Sinn ,sondern wegen seinem Verhalten Lehren und Mitschülern gegenüber.Mein Sohn ist nun fast 4 Wochen auf der neuen Schule und er ist da nun Klassenbester . Mathe und Deutsch haben die jeden Tag ,allerdings hat er nur einmal die Woche 5 Stunden ansonsten nach der 4 Stunde aus.
In der Klasse sind mit ihm nur 7 Schüler und vom Lernstoff her sind sie weiter als auf der alten normalen Schule ,zumindest in Mathe. Auch wenn er nun sich vom Verhalten dort überhaupt nicht auffällig zeigt , bin ich mir nicht sicher ob er dort nicht mitunter unterfordert ist.
Ansonsten sind in dieser Schule auch andere Kinder die von einer Grundschule wechseln mussten weil sie, wie sich im ersten ,Jahr herausstellte eine Lernschwäche haben und daher nicht dem normalen Unterricht folgen konnten.


lg yvonne

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Sollten wir nicht mit dem Leben etwas sorgfältiger umgehen?

Antwort von Franz Josef Neffe am 01.03.2010, 14:56 Uhr

@Pebbie
Ich kenne überhaupt keine Kinder, die "sonderpädagogischen Förderbedarf" haben; ich kenne nur Kinder, die man nach vorgegebenen Schablonen unter diesem Begriff aus- und einsortiert.
Es ist erstaunlich, was Du für Erfahrungen hast, mit allem, was NICHT geht. Ich werde sie Dir ganz gewiss nicht wegnehmen - was tät ich damit?
"Sonderprogramm fahren" ist keine Lösung sondern eher ein Zeichen, dass man sich für Lösung nicht interessiert. Mit 28 Kindern kann man dagegen sehr gut Kindern helfen, nicht nur bei Sprachproblemen, wenn man sie für diese interessante Aufgabe zu gewinnen versteht.
Sonderschule ist nicht mein Wort sondern schlicht der immer noch offizielle Sprachgebrauch. Auch wenn auf dem Türschild "Förderschule" steht, läuft das offiziell immer noch unter "Sonderschule". Übrigens hat man auch diesen Begriff "Sonderschule" mal als fortschrittlich angesehen, als man damit das Schild "Hilfsschule" entsorgte - die Hilfsschule hatte nicht geholfen. Und die Sonder- und die Förderschule helfen m. E. auch nicht.

@zweimam
Meine Ich-kann-Schule ist kein Schulhaus, sie ist der Hinweis auf die Realität, dass wir nicht in Häusern lernen sondern IN UNS. In uns haben wir alles, was wir dazu brauchen, und wenn uns das bewusst wird, können wir uns unabhängig mit unseren Kräften und Talenten entwickeln und müssen uns nicht in jede noch so unpassende Schablone drücken lassen. Die IKS ist einfach das, was das Wort SCHULE bedeutet - im Herkunftswörterbuch könnte es jeder selber nachschauen - im Gegensatz zu den konstruierten Schulen, die den Begriff SCHULE pervertiert haben.
Ich habe noch nie im Leben abgestempelt. Ich stemple auch die "Schule" nicht ab, ich lege das auf den Tisch, was ich dort sehe. Der Logik, dass man Kinder abstempelt, wenn man Missstände der Schule benennt, vermag ich nicht zu folgen.
Vielleicht würde es nicht schaden, wenn wir alle etwas nachdenken statt den anderen kleinzukriegen suchen.
Ich wünsche guten Erfolg.
Franz Josef Neffe

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Re: @Franz Josef Neffe

Antwort von montpelle am 01.03.2010, 19:01 Uhr

"Vielleicht würde es nicht schaden, wenn wir alle etwas nachdenken"

Dann fang du doch mal an !

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@Hr Neffe Re: Sollten wir nicht mit dem Leben etwas sorgfältiger umgehen?

Antwort von zweimam am 02.03.2010, 8:34 Uhr

Verstehe ich das richtig??? Sie schreiben hier permanent gegen Konzepte, Lehrpläne und Lehrkräfte der existierenden Schulen und haben gar kein reales Konzept für eine Alternative?

Ich kann wir auch vieles wünschen und vorstellen, vieles verbessern und theoretisch ausmalen. Aber man verliert leicht den Blick für die realen Bedurfnisse und die Wirklichkeit von Kindern, wenn man sein Taumschloss nicht verlässt und von der Wirklichkeit überprüfen lasst.

warum setzten Sie Ihre Ideen denn nicht in ein reales Konzept um, damit hier auf einer Ebene diskutiert werden kann?

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Re: Gründe für eine "Sonder-/Förderschule"

Antwort von koelbach am 02.03.2010, 20:33 Uhr

Ich arbeite als Förderschullehrerin in einer Regelschule, wir arbeiten also integrativ.
Im Grunde ist es so, dass Schülerinnen und Schüler dann auf sonderpädagogischen Förderbedarf" überprüft werden, wenn sie sich in allen Bereichen stark vom Lernniveau der Klasse unterscheiden, sozusagen nicht "mitkommen". Sollte sich dieses Phänomen nur auf das Lesen oder Rechnen etc. beziehen, sollte von einer dafür zuständigen Einrichtung eine Teilleistungsschwäche überrpüft werden. In diesem Fall können z.B. Noten ausgesetzt werden.
Ist es aber nun wirklich so, dass ein Kind akute Schwächen zeigt, so ist zunächst mal die Grundschule verpflichtet, dieses Kind zu fördern, und zwar sollte diese Förderung dort ansetzen, wo das Kind gerade steht. Besonders in Mathematik liegt es oft am "Zehnerübergang". Wenn Kinder diesen nicht verinnerlicht haben, kommen oft Schwierigkeiten im ganzen "Matheleben" des Kindes hinterher. Daher: Niemals im Lernstoff fortschreiten, wenn das Kind diesen Übergang nicht verstanden hat. Manchmal sind es wenige individuelle Förderstunden, die dem Kind helfen und dann kann es wieder prima mitkommen.
Bestehen aber nun wirklich große Probleme, so wird von der Lehrkraft meist eine Überpürfung vorgeschlagen. In RLP ist es so, dass die Eltern dazu angehört werden und man in der Regel auch eine Einigung findet. Man darf ein Kind aber auch gegen der Willen der Eltern überprüfen (ist bei mir noch nicht vorgekommen). Gegen das Ergebnis der Überrpüfung können die Eltern aber später nochmal Einspruch erheben. Zu einer Überprüfung gehören bei uns immer die Gesamtsituation in der Schule und zu Hause (manchmal liegt ja auch hier "der Hund begraben", z.B. durch den Verlust einer geliebten Person), dann werden meist informelle Schulleitungstests durchgeführt und verpflichtend ein Intelligenztest. Dieser macht den meisten Kindern Spaß!
Aus der Gesamtheit wird dann nach vielen Gesprächen mit allen Beteiligten eine Entscheidung über den sonderpädagogischen Förderbedarf getroffen (oder eben nicht). So schlimm es sich anhört, es ist oft besser, ein Kind frühzeitig zu überprüfen und ihm dann die beste Förderung zukommen zu lassen, als es jahrelang als "Versager" in eine rKlasse mitzuziehen. Wie ich eben am Beispiel der MAthematik verdeutlichen wollte, so ist es manchmal möglich, durch individuelle Förderung Lücken zu schließen, die eine Teilnahme am Regelunterricht wieder möglich machen. Das Ziel jeglicher Förderung ist immer die Rückführung zum Regellehrplan. Ich z.B. habe in meiner Klasse (7) 5 Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf (insgesamt sind es 22). 3 Haben den Föderbedarf im Bereich Lernen, einer im Bereich emotionale Erziehung und einer in beidem. Jeder von ihnen darf soviel mitmachen, wie er kann und erhält bei Bedarf differenzierte Aufgaben, die thematisch dem Stoff der anderen entsprechen. Einen Schüler werden wir sicher noch "rückführen"können (gerade den mit zwei Förderschwerpunkten), die Differenzierung konnte schon sehr zurückgefahren werden. Aber auch in Förderschulen wird dieses versucht!
Soviel zu den Fakten einer Überprüfung.
P.S. Zu der Sache mit dem Rechnen mit Mio aus dem Beitrag oben. Ich denke, hier geht es auch um individuelle Förderung. Dass wir eben die Kinder auch nicht künstlich klein halten sollen, sondern viel mehr auf die Kinder hören sollen, was sie zu leisten vermögen. Ich selbst halte es auch für ein Unding, dass alle Erstklässler nur bis 20 rechnen dürfen. Es gibt in jeder Klasse solche, die es bis 1000 schaffen würden und andere, die besser noch etwas im ZR bis 10 verweilen würden. Individualisierung ist gefragt ( uns hat in vielen GS auch schon Einzug gehalten ;-) )

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Re: Gründe für eine "Sonder-/Förderschule"

Antwort von koelbach am 02.03.2010, 20:33 Uhr

Ich arbeite als Förderschullehrerin in einer Regelschule, wir arbeiten also integrativ.
Im Grunde ist es so, dass Schülerinnen und Schüler dann auf sonderpädagogischen Förderbedarf" überprüft werden, wenn sie sich in allen Bereichen stark vom Lernniveau der Klasse unterscheiden, sozusagen nicht "mitkommen". Sollte sich dieses Phänomen nur auf das Lesen oder Rechnen etc. beziehen, sollte von einer dafür zuständigen Einrichtung eine Teilleistungsschwäche überrpüft werden. In diesem Fall können z.B. Noten ausgesetzt werden.
Ist es aber nun wirklich so, dass ein Kind akute Schwächen zeigt, so ist zunächst mal die Grundschule verpflichtet, dieses Kind zu fördern, und zwar sollte diese Förderung dort ansetzen, wo das Kind gerade steht. Besonders in Mathematik liegt es oft am "Zehnerübergang". Wenn Kinder diesen nicht verinnerlicht haben, kommen oft Schwierigkeiten im ganzen "Matheleben" des Kindes hinterher. Daher: Niemals im Lernstoff fortschreiten, wenn das Kind diesen Übergang nicht verstanden hat. Manchmal sind es wenige individuelle Förderstunden, die dem Kind helfen und dann kann es wieder prima mitkommen.
Bestehen aber nun wirklich große Probleme, so wird von der Lehrkraft meist eine Überpürfung vorgeschlagen. In RLP ist es so, dass die Eltern dazu angehört werden und man in der Regel auch eine Einigung findet. Man darf ein Kind aber auch gegen der Willen der Eltern überprüfen (ist bei mir noch nicht vorgekommen). Gegen das Ergebnis der Überrpüfung können die Eltern aber später nochmal Einspruch erheben. Zu einer Überprüfung gehören bei uns immer die Gesamtsituation in der Schule und zu Hause (manchmal liegt ja auch hier "der Hund begraben", z.B. durch den Verlust einer geliebten Person), dann werden meist informelle Schulleitungstests durchgeführt und verpflichtend ein Intelligenztest. Dieser macht den meisten Kindern Spaß!
Aus der Gesamtheit wird dann nach vielen Gesprächen mit allen Beteiligten eine Entscheidung über den sonderpädagogischen Förderbedarf getroffen (oder eben nicht). So schlimm es sich anhört, es ist oft besser, ein Kind frühzeitig zu überprüfen und ihm dann die beste Förderung zukommen zu lassen, als es jahrelang als "Versager" in eine rKlasse mitzuziehen. Wie ich eben am Beispiel der MAthematik verdeutlichen wollte, so ist es manchmal möglich, durch individuelle Förderung Lücken zu schließen, die eine Teilnahme am Regelunterricht wieder möglich machen. Das Ziel jeglicher Förderung ist immer die Rückführung zum Regellehrplan. Ich z.B. habe in meiner Klasse (7) 5 Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf (insgesamt sind es 22). 3 Haben den Föderbedarf im Bereich Lernen, einer im Bereich emotionale Erziehung und einer in beidem. Jeder von ihnen darf soviel mitmachen, wie er kann und erhält bei Bedarf differenzierte Aufgaben, die thematisch dem Stoff der anderen entsprechen. Einen Schüler werden wir sicher noch "rückführen"können (gerade den mit zwei Förderschwerpunkten), die Differenzierung konnte schon sehr zurückgefahren werden. Aber auch in Förderschulen wird dieses versucht!
Soviel zu den Fakten einer Überprüfung.
P.S. Zu der Sache mit dem Rechnen mit Mio aus dem Beitrag oben. Ich denke, hier geht es auch um individuelle Förderung. Dass wir eben die Kinder auch nicht künstlich klein halten sollen, sondern viel mehr auf die Kinder hören sollen, was sie zu leisten vermögen. Ich selbst halte es auch für ein Unding, dass alle Erstklässler nur bis 20 rechnen dürfen. Es gibt in jeder Klasse solche, die es bis 1000 schaffen würden und andere, die besser noch etwas im ZR bis 10 verweilen würden. Individualisierung ist gefragt ( uns hat in vielen GS auch schon Einzug gehalten ;-) )

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Es müssen schon massive Defizite vorliegen

Antwort von Putzteufel am 04.03.2010, 9:30 Uhr

entweder das Kind ist wirklich geisitg beeinträchtigt und geht von anfang an nicht auf eine "normale" Grundschule oder es ist einfach langsam und tut sich schwer im lernen, dann werden die Klassen wiederhohlt und wenn es nach der 3. Wiederholung (so oft darf man in der GS wiederholen) immer noch Defizite vorliegen dann ist ein Wechsel in eine Förderschule sinnvoll.

Bei meinem Kleinen war auch ein Mädchen das sich weigerte Lesen zu lernen - sie hat die 1. Klasse wiederholt und gut wars - sie ist jetzt in der 3. und fühlt sich wohl.

Ein anderer Junge war mit 9 in der 1. Klasse bei meinem Großen - er war noch nicht Schulreif mit 6, kam in die Grundschulförderklasse, wurde mit 7 eingeschult, hat dann mit 8 die 1. Klasse wiederholt und mit 9 die zweite wiederholt und hat dann normal die GS beendet und geht jetzt weiter auf die Hauptschule aber keine Förderschule.

Also es muss schon was ganz extremes sein wenn ein Kind das anfänglich für Grundschulfähig eingestuft wurde zurückgestuft wird.

Gruß Putzi

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Begegnung im Leben

Antwort von Franz Josef Neffe am 02.04.2010, 1:06 Uhr

Schreiben tu ich hier auf der Basis der Probleme, die ich konkret gelöst habe. Um regelmäßig weiter immner noch interessantere Lösungen zu finden, schreibe ich u.a.auch hier, um aus den Reaktionen - welcher Art auch immer - zu lernen.
Für bloße Diskussion hab ich weder Zeit noch Lust.
Ich hab weder ein Schloss noch ein Traumschloss. Ich bin im Leben unterwegs. ASchön, dass wir uns da begegnet sind!
Ich grüße herzlich.
Franz Josef Neffe

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