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Geschrieben von Kerstin B. am 12.05.2009, 17:59 Uhr

Groß- und Kleinschreibung

Ich habe gerade einen kleinen Aufsatz von meiner Tochter gelesen zum Thema Muttertag, den sie soweit gut hinbekommen hat. Die Lehrerin hat darunter geschrieben sie soll auf die Groß- und Kleinschreibung achten. Sie fängt am Satzanfang manchmal mit einem kleinen Buchstaben an und Tunwörter schreibt sie manchmal mit einem großen Buchstaben.

Die Lehrerin hat sich beim Elternabend nicht dazu geäußert, deshalb ist meine Frage, in wie weit das ein 1. Klässler schon beherschen muss. Wird darauf nur hingewiesen, damit sich das im Laufe der Zeit einprägen kann oder ist das schon ein "Muss" das sie können müssen.

LG Kerstin

 
8 Antworten:

Re: Groß- und Kleinschreibung

Antwort von onlyboys am 12.05.2009, 18:45 Uhr

Bei uns wird sehr darauf geachtet, daß man nach einem Punkt das erste Wort groß schreibt.
Ansonsten passiert es meinem auch, daß er Verben mal groß schreibt.
Ich korrigiere das sofort mit meinem Sohn zusammen, damit er es sich gar nicht erst falsch einprägen kann und es einreißt.

LG,onlyboys

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Re: Groß- und Kleinschreibung

Antwort von wickiemama am 12.05.2009, 19:18 Uhr

Unsere haben nach den Osterferien gelernt was ein Namenwort ist und inzwischen wird darauf geachtet, daß es groß geschrieben wird.

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Re: Groß- und Kleinschreibung

Antwort von Kerstin B. am 12.05.2009, 19:29 Uhr

Gab es dafür irgendein Blatt oder ähnliches, wo Du gesehen hast, das sie gerade lernen was ein Namenwort ist? Ich finde nichts in ihren Schulunterlagen.

Ihre Lehrerin ist seit Anfang Februar krank und die Ersatzleherin war erst ein paar Wochen später verfügbar, deshalb sind sie mit ihrem Stoff ziemlich hinterher.

Mich würde halt interessieren, ob solche Sachen wie "Am Anfang eines Satzes wird groß geschrieben", "Tunwörter werden klein geschrieben" etc. im Unterricht offiziell durchgenommen werden oder ob die Regeln so nebenbei im Unterricht "mitlaufen", weißt Du was ich meine?.

Und der Kommentar der Lehrerin lässt auf zweiteres schliessen, meiner Meinung nach. Deshalb würde mich das interessieren, wie den Kindern das beigebracht wird.

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@Kerstin B.

Antwort von wickiemama am 12.05.2009, 21:13 Uhr

Sie haben in ihr Heft geschrieben:

Alle Menschen, Dinge, Pflanzen und Tiere haben einen Namen und werden Groß geschrieben (oder so ähnlich... Heft ist in der Schule kann grad nicht nachgucken...)
In ihrem Deutscharbeitsheft (Zauberlehrling) war dann ein großes Bild mit Aufgabenstellung: finde alle Menschen, Tiere, Pflanzen, Dinge und schreibe sie in die Zeilen.
Dazu sollten dann einige Tage später auch die Artikel gefunden werden. Außerdem wissen sie wohl schon länger (sagt mein Sohn) daß am Satzanfang die Wörter groß geschrieben werden müssen. Das hätte die Lehrerin wohl mal gesagt.

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Prinzipiell sollte es sicher durchgenommen werden

Antwort von like am 12.05.2009, 21:14 Uhr

kann aber sein, dass es manche Lehrer mehr nebenbei einfließen lassen. Meine Zweitklässlerin macht da oft auch noch einiges falsch - besonders, wenn sie sich nicht so drauf konzentriert. Wird aber immer besser - man muss halt immer wieder drauf hinweisen, durchsprechen und korrigieren, das kommt dann schon. (örgs - wenn ich bei meinemm 15-jährigen Gymnasiasten die Hefte mal angucke, finde ich diesbzüglich auch noch Flüchtigkeitsfehler...)

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Re: Prinzipiell sollte es sicher durchgenommen werden

Antwort von silberalex am 12.05.2009, 22:47 Uhr

Hallo,

mein Sohn hat mir neulich auch ganz ausführlich erzählt, das alle Dinge die man anfassen kann auch groß geschrieben werden. Also haben sie wohl im Unterricht darüber geprochen...

Allerdings hat er heute auch ein Diktat mitgebracht in dem er 5 Fehler hatte - immer ein Nomen klein geschrieben... ich denke das dauert einfach eine Weile bis die Kinder es "verinnerlicht" haben...

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Re: Groß- und Kleinschreibung

Antwort von Foreignmother am 13.05.2009, 9:47 Uhr

Hallo Kerstin,

mein Sohn macht den Unterricht 2. Klasse der Fernschule mit und dort ist es eines der ersten Prinzipien, die sie lernen, dass Namenwoerter grossgeschrieben werden und einen Begleiter haben koennen und dass am Satzanfang alle Woerter grossgeschrieben werden. Das wird in mehreren Stunden und immer mal wieder behandelt und wird auch dann in jedem Diktat/Aufsatz angestrichen.

Insofern wird es wohl in der zweiten Klasse eh' (wieder)kommen, ich denke nicht, dass deine Tochter es in der ersten schon koennen "muss", es sei denn, sie haben es im Unterricht schon gezielt (und nicht nur am Rande) durchgenommen.

Gruss
FM

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Der Wandel vom Du-musst-Kind zum Ich-kann-Kind

Antwort von Franz Josef Neffe am 13.05.2009, 10:41 Uhr

Der FEHLER ist doch die wertvollste Lebenshilfe, die es gibt; er zeigt einem immer treu und verlässlich, was FEHLT. Wenn wir also in der Schule lernen würden, dankbar auf diesen Wegweiser zu achten und ihn lesen zu lernen, dann würden wir sehr viel über uns erfahren und hätten fundiertes Wissen. Was aber tun wir? Wir machen ANGST vor Fehlern und die Eltern verstärken das zu Hause noch und versuchen mit allen Mitteln alles darauf hinzubiegen, dass ihr Kind jeden Tag makel- und fehlerlos in die Schule kommt. Auf diese Weise üben wir nicht Realitätsbewältigung sondern (Selbst-)Betrug als Lebensstil ein.
Was würde ich denn als Ich-kann-Schule-Lehrer Kind und Eltern signalisieren, wenn ich verlange, dass sie Groß- und Kleinschreibung üben sollen? Würde ich damit nicht nur eines zeigen, nämlich dass ich selber vom Problem und von der menschlichen Entwicklung nichts verstanden habe und nun das Problem so unverstanden weiterschiebe?
Sätze sind ja Gedanken, die wir beim Schreiben mit einem Punkt beenden. Und jeden neuen Gedanken fangen wir groß an. Dann spielen wir uns doch einmal ein paar Gedanken zu und sagen uns lachend, wie wir das schreiben! Und dann suchen wir einmal in einem Satz die Namen und Dinge, die man sehen, hören, spüren oder sich denken kann und weisen ihnen einen bestimmten (der, die das) oder unbestimmten Begleiter/Artikel zu und sagen, wie man sie dann schreibt! Und wenn jetzt das Ding Bahnhof ohne Begleiter im Text steht - wird es auch groß geschrieben. Ein Spiel von ein paarmal einigen Minuten mit immer wieder Anerkennung und Stärkung der Persönlichkeit macht aus dem eingeschüterten Du-musst-Kind nach und nach ein souveränes Ich-kann-Kind. Ich wünsche guten Erfolg.
Franz Josef Neffe

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