1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von mozipan am 13.05.2009, 8:34 Uhr

Gibts hier Eltern, die Erfahrungen mit einer modernen "Kombiklasse" haben.

Wessen Kind geht in eine Kombiklasse und wer mag seine Erfahrungen hiermit mit mir teilen?

Evtl. steht bei unserer kleinen Land-Grundschule fürs nächste Schuljahr eine Kombiklasse 1./2. an. In dieser Klasse wird meine Jüngste dann die Klassenstufe 1 besuchen. Ich selbst sehe der Sache eigentlich relativ gelassen entgegen aber einige Mütter haben wohl große Angst vor dieser Zusammenlegung und sehen da wohl erhebliche Nachteile für ihre Kinder, die ich z.B. beim besten Willen nicht sehen kann. Erfahrungsberichte von Eltern die selber Kombiklassen besuchten, sind da nicht sehr hilfreich, weil man das mit heute in keiner Weise mehr vergleichen kann. Die Herangehensweise an diese Unterrichtsform ist heute doch deutlich eine andere.

Die Klassenstärke würde bei Zusammenlegung wohl 25 Kinder sein. Meine Große (2. Klasse) hat ohne Zusammenlegung eine Klassenstärke von 24, von daher finde ich die Kinderanzahl jetzt schon mal nicht schlimm. Außerdem hat dann die Kombiklasse 2 Unterrichtsräume zur Verfügung und viele Unterrichtsstunden (mind. die Hälfte) in der Woche sind mit 2 Lehrkräften belegt. Arbeiten in kleineren Arbreitsgruppen wird da häufiger an der Tagesordnung sein und das selbständige Arbeiten mit Wochenplänen etc. Frontalunterricht wird wohl mehr in den Hintergrund treten, was doch sehr wünschenswert ist.

Ich sehe hier vor allem das Positive: Starke Kinder können mehr gefordert und schwächere mehr gefördert werden, da sie zur Vertiefung des Stoffs ja immer mal wieder von der Klasse getrennt und separat in kleinen Gruppen unterrichtet werden können. Dass Sachkunde, Kunst, Religion, Sport und evtl. Fremdsprachenunterricht zusammen unterrichtet wird, finde ich da auch nicht schlimm.

Welche Nachteile können auftreten, welche Erfahrungen hab ihr gemacht?

 
2 Antworten:

Hier, allerdings in Österreich

Antwort von fischerl am 13.05.2009, 9:46 Uhr

hallo,
wir haben das. unsere tochter wurde im september eingeschult. sie waren bzw. sind nur 10 kinder in der ersten klasse. die zweite klasse waren bzw. sind 14 kinder. bei uns wird erst geteilt, wenn 1. und 2. klasse zusammen 26 kinder haben. da wir nur 24 kinder sind, werden sie gemeinsam unterrichtet.

die hauptfächer werden getrennt mit zwei fachkräften unterrichtet. in den nebenfächern werden sie von der lehrkraft der 1. klasse gemeinsam unterrichtet, da die fachkraft (gleichzeitig direktor) der 2. klasse nur mehr eine halbe lehrverpflichtung hat. handarbeiten/werken und religion ausgenommen. da haben sie eigene lehrkräfte.

am anfang war es für uns unverständlich und auch schwierig. gerade unsere tochter ist schüchtern und ruhig. allerdings hier am land kennen sich alle bereits aus dem kindergarten. sie hat das erste fast dreiviertel jahr auch sehr gekämpft. sie hat in der früh geweint, etc.
jetzt hat sie sich da anscheinend sehr gut durchgekämpft. wir hatten letzten donnerstag elternsprechtag und plötzlich geht alles gut. sie ist zwar nach wie vor in der großgruppe (wenn 1. und 2. im sachunterricht zusammen sind), ruhig und meldet sich nicht zu wort, auch wenn die lehrerin überzeugt ist, daß sie es weiß. nur nach aufforderung gibt sie dann eine antwort.
sie ist eine sehr gute schülerin und auch die anfängliche schwäche in mathematik scheint überwunden zu sein. sie ist zwar nicht die schnellste, aber dafür stimmt es (meistens ;-).

die frage bei uns war, wie geht es nächstes jahr weiter. wir verlieren einen schüler, der zurückgestellt wurde, und die 1. klasse jetzt als vorschulklasse fertig macht. die neue 1. klasse ab september 2009 hat auch wieder nur 14 oder 15 kinder. normalerweise werden nur 1. und 2. klasse sowie 3. und 4. klasse zusammengenommen. wäre bei uns aber nicht möglich, weil ja die derzeitige 2. klasse ihren klassenlehrer nur mit halber lehrverpflichtung hat. d.h. es wird so bleiben, wie es ist. sie sind dann nächstes jahr 2. und 3. klasse gemeinsam, auch wenn es schwierig ist. die nächstjährige 1. klasse wird trotz der geringen schüleranzahl eine eigene klasse werden.
erst wenn wir in der 4. klasse sind, kommt das wieder zum tragen. dann werden wir wohl mit der dann 3. klasse zusammengelegt werden...

ui, ganz schön kompliziert. die schüler müssen zwar jeden tag mehrmals den klassenraum wechseln. aber ganz so tragisch sehe ich das nicht mehr. es scheint ganz gut zu klappen. die großen helfen auch den kleinen, etc. beim turnen sind die großen burschen meiner tochter zwar manchmal zu wild, aber auch da kann sie sich schon ganz gut helfen.

leider ist das halt bei kleinen schulen so. wir haben hier noch dörfer, wo alle 4 klassen gemeinsam unterrichtet werden...

lg
fischerl

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Re: Gemeinsame Eingangsstufe: Ich fand's weder gut noch schlecht...

Antwort von Bonnie am 13.05.2009, 11:12 Uhr

Hallo,

meine Tochter (jetzt 4. Schuljahr) war im 1. und 2. Schuljahr auch in der gemeinsamen Eingangsstufe, die bei uns an der Schule direkt von Anfang an umgesetzt wurde. Ich war erst skeptisch, ob die Kleinen die Großen nicht eher am Lernen hindern, und ob eine Lehrerin sich wirklich auf beide Alters- und Leistungsstufen einstellen kann. Die Sorge hat sich aber als völlig unnötig herausgestellt. Die Klassenlehrerin hatte uns Eltern klugerweise die Lernziele der 1. und 2. Klasse kopiert und verteilt. So konnten wir mit kontrollieren, ob unsere Kinder die Lernziele am Ende des Schuljahres erreicht hatten, und ob sie Kindern anderer Schulen ohne gemeinsame Eingangsstufe nicht hinterher hinkten. Diese Lernziele schriftlich zu erhalten, dazu kann ich generell nur raten, vielleicht veranlasst Ihr das einfach auch?

Trotzdem muss ich sagen, dass ich keine allzu großen Vorteile als Fazit aus dieser Eingangsstufe ziehen konnte. Ich fand's weder schädlich, noch besonders nützlich. Ich fand nicht, dass die Kleinen so ungeheuer profitiert hätten von den Großen, und umgekehrt ebenfalls nicht.

Langer Rede kurzer Sinn: Es spricht nix dagegen, und man kann der Sache gelassen zusehen als Eltern.

Grüßle,

Bonnie

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