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1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von Simone S. am 27.04.2004, 21:43 Uhr

Favorisierte Grundschule liegt außerhalb unseres Einzugsgebietes; Tipps für Argumentation gesucht

Hallo Ihr Lieben,

unser Sohn kommt zwar erst im nächsten Jahr in die Schule, aber man kann sich ja nicht früh genug informieren!!!

Das Problem ist folgendes: Yannick ist ein sehr aufgewecktes Kerlchen (wird gerade auf HB getestet). Die beiden Grundschulen am Ort haben einen sehr schlechten Ruf; die im Nebenort dagegen hat einen sehr guten Ruf. Gerade im Bezug auf HB Kinder habe ich schon viel Gutes gehört. Nun habe ich heute mal mit dem Direktor telefoniert und ihn gefragt, ob die Möglichkeit besteht, unseren Sohn dort einzuschulen. Er sagte mir, dass es eine legale Möglichkeit gibt: eine wichtige Bezugperson des Kindes wohnt im Einzugsgebiet unserer "Wunschschule".
Leider trifft das auf uns nicht zu.

Er sagte aber weiterhin, dass er mir leider nicht mehr dazu sagen darf, auch wenn er es könnte. Daraus habe ich geschlossen, dass es auch noch weniger legale Möglichkeiten gibt.

Habt Ihr also Tipps oder kennt Ihr Tricks, um vom Schulamt eine Genehmigung zu erhalten? Oder kennt jemand eine Stelle, die uns weiterhelfen könnte?

Ihr könnt mich auch gerne privat anmailen.

Vielen Dank und liebe Grüße,
Simone

 
12 Antworten:

Re: Favorisierte Grundschule liegt außerhalb unseres Einzugsgebietes; Tipps für Argumentation gesucht

Antwort von susli am 27.04.2004, 23:21 Uhr

hallo simone,
ich denke mal, ihr müßt halt irgendjemanden finden, der angibt eine wichtige bezugsperson des kindes zu sein und am richtigen ort wohnt. nachgeprüft wird das sicher nicht. kennt ihr denn überaupt jemanden der dort wohnt?

viel erfolg
susanne

Re: Favorisierte Grundschule liegt außerhalb unseres Einzugsgebietes; Tipps für Argumentation gesucht

Antwort von Katja + Fabio (Berlin) am 28.04.2004, 7:45 Uhr

Was mir so einfällt:

besondere Angebote der Schule, die die im Einzugsgebiet nicht hat, wie bestimmte Fremdsprache, besonderes Religionsangebot, besondere Betreuungsangebote (sowas wie Ganztagsschule, etc) oder auch eine Betreuungsperson die eben nahe der Wuschschule liegt ...

Ich weiß ja nicht ob was für Euch dabei ist. Wenn nicht vielleicht einfach was "konstruieren". Geprüft wird da nichts weiter. Es wird auf den Antrag geschaut und entschieden!!!

Bei uns war es das Fremdsprachenangebot das die Wunschschule möglich gemacht hat!!!

LG und viel Erfolg
Katja & Co

Spontan fällt mir da auch eine Tagesmutter ein...

Antwort von Trini am 28.04.2004, 9:19 Uhr

die eben im Ort der Wunschschule wohnt.
Hier in S.H. hat man aber freie Schulwahl, die nur dann eingeschränkt wird, wenn ebend das "Gastkind" dazu führt, daß der Klassenteiler überschritten wird - oder wenn es über Kreisgrenzen hinweg geht (wegen der Zuschüsse).

Trini

Re: Favorisierte Grundschule liegt außerhalb unseres Einzugsgebietes; Tipps für Argumentation gesucht

Antwort von Pede am 28.04.2004, 10:10 Uhr

Ich finde diese Tricksereien ätzend!!!

Diese Schule hat einen guten Ruf - jene nicht... Solche Aussagen sind immer sehr subjektiv. Sie als "gegeben" anzusehen, ist sehr gefährlich...

Und damit mein Kind an die Schule kommt, die ich für ihn haben will, trickse ich etwas rum. So viel zum Thema Ehrlichkeit und man darf nicht lügen...

Pe

Na und? Würde ich sofort auch machen.

Antwort von nini+ am 28.04.2004, 12:02 Uhr

Klar ist es ätzend, aber dann soll man diesen Zwang abschaffen.

Wir wohnen mitten in der Stadt, hier sind Deutsche eine Minderheit, es ist echt multikulti.

Soweit ist das ja auch ok, aber wenn in der Schule in der ersten Klasse erst einmal deutsch gelernt werden muss, sehe ich mein Kind echt benachteiligt.

Und "schlechter" Ruf ist nicht wirklich subjektiv, wenn es auch in der Unterstufe schon Erpressung, Diebstahl usw. gibt.

LG
nine

Favorisierte GS

Antwort von Makri am 28.04.2004, 13:50 Uhr

Hi,

woher leitest du ab, dass die Schulen an deinem Wohnort einen schlechten Ruf haben?
Wichtiger ist, wie die potentielle Klassenlehrerin ist. Erkundige dich, wer wohl ein 1. Schuljahr übernimmt.

Wie kommt dein Kind zur Schule im Nachbarort? Und fährst du ihn dann auch nachmittags zu den Klassenkameraden zum spielen?

Grüße von Marion

Auch Arbeitsstelle der Eltern kann ein triftiger Grund sein.

Antwort von KH am 28.04.2004, 14:58 Uhr

Doch denke daran: auch die personelle Situation einer Schuljahr kann sich von einem zum nächsten Jahr ändern.
Andererseits kann ich Argumente, wie z.B. viele Ausländer nicht nachvollziehen. Dann lernt das Kind andere, soziale Fähigkeiten.
Gewalt an Grundschulen: nach vier Jahren verlassen diese Kinder die Schulen. Und ihr könnt natürlich jederzeit umziehen. Ich sehe so Dinge, wie den Schulsprengel wechseln, weil mir die Schule dort besser gefällt als sehr zweischneidige Sache. Hochbegabtenförderung wäre aber u.U. auch ein Argument, wenn sie a) gutachterlich nachgewiesen ist und b) nachgewiesen ist, dass an der anderen Schule angemessener gefördert wird, z.b. Kurse eingerichtet sind, die Lehrkraft damit Erfahrung hat. Dann würde ich einen solchen Antrag stellen. Lernbehinderte Kinder kommen ja auch nicht auf die reguläre Schule.

Re: Auch Arbeitsstelle der Eltern kann ein triftiger Grund sein.

Antwort von murcksi am 28.04.2004, 15:27 Uhr

@KH
Habe das jetzt nur so am Rande mitverfolgt, allerdings kann ich deine Argumente(Soziale Fähigkeiten...) gegen Argumente von z.B. "zu vielen Ausländern" nicht ganz nachvollziehen- ich finde es gibt immer Grenzen.

nur so ein Beispiel...

Eine Schwester von mir z.b. war in der 1.Klasse in einer Klasse in der
1. insgesamt nur 5 Mädchen waren (was ja soweit kein Problem wäre)
2. insgesamt nur 2(!) Österreicher
3. Sie das einzige(!) österreichische Mädchen in der Kalsse war.
- Und bereits ab dem 2.Schultag nur mehr heulend nach Hasue gekommen ist: dass Sie so dumm ist, weil sie ja ein Mädchen ist, und nur 1 Sprache(Deutsch) kann.
(Anm. nicht einmal die Hälfte der Klasse konnte sich auf Deutsch verständigen, also da war vorerst mal nix mit "normalem Unterricht" ...
;)

...hmmm... ich gebe zu dass ist ein extremes Beispiel- war aber echt so, und in so einem Fall war es sehr wohl ein Grund...

Lg,
murcksi
(wollt' jetzt nicht böse sein, kann nur durchaus dieses Argument "verstehen")

Sicher hast du recht, in so extremen Situationen.

Antwort von KH am 28.04.2004, 19:15 Uhr

Nur wenn dieses Beispiel "Schule" macht, dass Eltern z.B. wegen zu vielen Ausländern eine andere Schule suchen, dann verschärft sich das Problem ja noch mehr. Deswegen finde ich das nicht so toll. Klar, gibt es bestimmte Brennpunktschulen, dann müsste halt gegebenenfalls ich einen Umzug in Erwägung ziehen, wenn es gar zu krass kommt. Ich habe halt an mehrzügigen Grundschulen auch schon erlebt, dass Eltern wünschen, dass alle Ausländer in eine Klasse kommen und ja nicht in die, in der ihr Kind ist, denn sonst schafft es ja den Übertritt aufs Gymnasium nicht (1. Klasse!!!). Deshalb bin ich da ein wenig allergisch auf eine solche Begründung. Als Lehrerin. Als Mutter würde ich wohl auch nicht wollen, dass mein Kind von der Sprache her in der Klasse in der Minderheit ist. Die Gefahr besteht jetzt bei uns ohnedies nicht mehr.

@KH - seh' icg doch genauso...

Antwort von murcksi am 28.04.2004, 19:32 Uhr

;)

Gegen Wechsel der Grundschule

Antwort von Cooky am 28.04.2004, 21:28 Uhr

Hallo, ich habe gerade einige der Diskussionsbeiträge gelesen und möchte Folgendes dazu loswerden.
Ich bin selbst Lehrerin und kenne die "Tricksereien" auch von der anderen Seite aus.

Meine Nichte sollte eingeschult werden, aber die Mutter wollte nicht, dass sie im selben Ort auf die Schule geht (wegen schlechtem Ruf, schlechtem Rektor etc.)
Sie ging also auf eine Montessori-Schule, wohin sie morgend und mittags jeweils ca. 20 Minuten mit dem Auto gefahren werden musste.
Am Anfang: alles toll und gut - nur - die Freundinnen aus dem Kindergarten waren weg, die spielten nun unter sich und damit sie auch mit den Schulfreundinnen spielen konnte, musste man sie wieder hin- und herkutschieren, bis schließlich die liebe Mama nur noch unterwegs war.
Das Ende vom Lied: nach 2 Jahren geht sie wieder auf die "normale" Schule im eigenen Ort.
Dort hat sie ihre Freundinnen, mit denen sie sich mittags zwanglos treffen kann, kann alleine zur Schule laufen etc.

Ob eine Schule "einen guten Ruf" hat oder nicht, lässt sich im Allgemeinen nicht beurteilen. Du kannst Glück haben und an eine engagierte Lehrerin kommen, oder aber nicht so sehr. Deinem Kind wird das aber auch nicht sehr schaden, es wird lesen, schreiben & rechnen lernen, wie alle anderen auch.
Mittags hat es Spaß mit den Freunden, mit denen es auch zur Schule geht.
Lass das Kind in eurem Umkreis und reiß es nicht heraus, wenn es nicht UNBEDINGT (aufgrund von Betreuungsangeboten) sein muss.

Cooky

kommt überwiegend auf die Lehrerin an...

Antwort von KaMeKai am 29.04.2004, 9:59 Uhr

Hallo,
ich denke, Du kannst an der Schule am Ort das Glück haben und eine super engagierte Lehrerin erwischen, die Deinen Sohn auch entsprechend fördert und im Nachbarort das Pech haben und eine schlechte Lehrerin erwischen.

Unsere Grundschule im Ort hat keinen besonders guten Ruf. Meine Tochter kommt dieses Jahr in die Schule. Ich hoffe halt, dass sie einfach Glück hat mit ihrer Lehrerin und dann ist für uns alles in Butter. Lesen und schreiben lernt meine Tochter so oder so - mit guter oder schlechter Lehrerin oder ganz ohne Lehrerin.
Das Kind muss sich doch wohl fühlen, das ist für mich entscheidend.

Ich schätze z.B. die eine Erzieherin meines Sohnes nicht sehr. Er liebt sie aber und alles ist für ihn ok. Ich werde mich hüten, ihm dieses Bild zu zerstören.

Ausserdem würde ich nicht so viel auf den "Ruf" geben.

LG
Kathrin

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