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Geschrieben von Snaffers am 01.01.2014, 21:23 Uhr zurück

Der natürliche Weg

eines Kindes, das von sich aus die Schriftsprache erlernen will funktioniert tatsächlich (einschlägige Literatur gibts genug) nach dem Prinzip "Erst schreiben, dann lesen" (umformuliert nach Reichen 'Lesen durch Schreiben').

Ich habe das hier exemplarisch an einem Frühleser/-schreiber durch (alles eben früher als es in der einschlägigen Literatur zu finden ist, aber vom Ablauf her identisch). Mit 2 kannte das KInd (von sich aus durch Nachfragen!) die Buchstaben mehr oder weniger vollständig. Die ersten Worte schrieb es mit 3 am PC (es waren AI (Ei) und HNE (Henne)). Im Laufe des vierten Lebensjahres wurden diverse Wörter so zusammengestückelt, die ersten Leseversuche erfolgten mit 4. Mit 5 schrieb es seitenweise lautgetreu. Wenn es fragte, wie man etwas schreibt, wurde es ihm gesagt, fragte es nicht versuchten wir rauszufinden was es geschrieben hatte und fragten im Zweifelsfall nach. Wir haben von Anfang an über Rechtschreibung und ihre Notwendigkeit gesprochen und konnten damit Schreibungen wie 'Muta, Vata,...' schnell ausmerzen.
Aber, obwohl das lief, ist bei ihm der Wunsch fehlerfrei zu schreiben bisher nicht wirklich da (Kind ist jetzt fast 9 und in der vierten Klasse), es sieht darin, sofern man erkennen kann, was es meint, keine dringende Notwendigkeit - so viel zu 'die Kinder WOLLEN es gleich richtig machen' - das ist eine nette Theorie, die sicherlich auch einige Kinder zutrifft, aber auf gestandene kleine Persönlichkeiten vermutlich eher weniger - diese benötigen dann einen gewissen Druck von außen (dazu gehören in unsrem Fall Noten in diversen Diktatformen, die immer nahezu fehlerfrei sind, denn die Blöße einer schlechten Note gibt es sich nicht, schreibt es aber für sich, sind die Wörter dann trotzdem so geschrieben, wie es ihm gefällt) - unsre Schule praktiziert im übrigen NICHT Lesen durch Schreiben, sondern arbeitet nach der Silbenmethode und beschäftigt sich somit bereits ab Klasse 1 schon mit der Rechtschreibung...
Dieses KInd hat im übrigen den Bezug zum Lesen auch jetzt erst so richtig bekommen, obwohl es die Technik (inkl. verstehen!) bereits seit fast 5 Jahren praktiziert (laut lesen mag es aber trotz allem nicht gern, kann es auch nicht gut, leise ist es aber extrem schnell - das KInd hat allerdings von Anfang an ausschließlich leise gelesen...)


Bei Kind 2 sind seit September die Buchstaben A E I O U M L T R S W D eingeführt, allerdings lesend immer in Silben (Ausnahme, die Vokale, die auch alleine stehen können). Gebärden werden im Buch zwar offiziell verwendet, die Lehrerin meines Mittelkindes nutzt die aber nicht (was ich ein Stück weit schade finde, denn das ist eine tolle Hilfe - beim Lesen durch Schreiben halte ich sie für sehr empfehlenswert - es geht aber natürlich auch ohne). Beim Kind klappt das Lesen (inkl verstehen) schon ziemlich gut, egal wie lang das Wort ist, wobei Kind sich oft nicht recht traut das Wort laut zusammen zu ziehen, an seinen Lippenbewegungen sehe ich aber, das es das tut. Kenne tut das Kind auch schon wesntlich mehr Buchstaben, kann sie auch verwenden, traut sich aber meist nicht recht - das liegt aber in seiner Wesensart und wird entsprechend akzeptiert, es 'muss' das ja noch nicht können.

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