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1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von dana2228 am 23.09.2018, 20:40 Uhr

Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Zur Einschulung schon lesen und rechnen kann .
Auch in einem anderen Forum habe ich gelesen das es garnicht so unüblich ist, das die Kinder schon vieles können (angeblich).

Aber was habe ich davon?
Abgesehen davon das der Schuss nach hinten losgehen kann (Kind langweilt sich), was ist der Anreiz? Das das Kind das beste ist? Angst es nicht zu fördern?
Ich meine jedes Regelkind, dessen Eltern nicht total desinteressiert sind wird es doch lernen. Manche lesen Ende der ersten Klasse gut, andere erst später. Ist es euch wirklich so wichtig??? Soll das Kind dann bei Klasse überspringen? Damit es noch eher an die "Schüppe" kommt und in die Kassen einzahlt????

Vielleicht ist meine Einstellung komisch, aber verstehe es wirklich nicht. Selbst wenn das erste Zeugnis dadurch Super ist, wer will das später sehen? Nicht falsch verstehen ich bin auch stolz wenn meine Kinder ein gutes Zeugnis haben, egal welche Klasse. Aber für mich macht das vorgreifen keinen Sinn, sehe da kein Vorteil drin,

 
52 Antworten:

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von Lewanna am 23.09.2018, 20:48 Uhr

Ich glaube nicht, dass die Eltern hingehen und die Kinder lesen und schreiben beibringen.
Es ist wohl eher so, dass es von den Kindern ausgeht.
Was willst du denn machen, wenn du so ein wissbegieriges Kind hast?
Ist aber nur meine Theorie, mein Sohn konnte weder lesen noch rechnen zum Schulstart. Ich war froh, dass er seinen Namen schreiben konnte.

Ich kenne aber auch ein Kind, dass sich lesen selbst beibrachte.
LG

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von dana2228 am 23.09.2018, 20:55 Uhr

Gut klar, aber denke das sind die wenigsten. Auch wenn sie Eltern das sicher anderes sehen.
Und meine Große ist auch sehr "wissbegierig", aber da sie sehr früh eingeschult wurde (noch vor den 6. Geburtstag ein Muss Kind), habe ich gesagt das lernst du schon noch in der Schule. Klar hat sie auch Buchstaben erkannt, aber spannender war ein Glück noch das draußen einrollen und Buden und Staudämme bauen.

Aber letzen Endes muss das ja selber selber wissen.

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von niccolleen am 23.09.2018, 21:50 Uhr

Ich habe hier in diesem Forum immer wieder gehoert, dass manche Schulen das voraussetzen und die erste Klasse schon entsprechend gestalten. Klingt fuer mich schrecklich, aber ich habe bei uns in Oesterreich auch schon oft bei politischen Diskussionen im Fernsehen oder Radio einen Wunsch in die Richtugn gehoert. Also quasi eine Vorverlegung der ersten Klasse in den Kindergarten...

lg
niki

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von dana2228 am 23.09.2018, 21:58 Uhr

Das ist ja eine klasse Idee. Am besten noch eher einschulen und Abi nach Klasse 11, damit die Kids schnell arbeiten können und Geld in die Rentenkassen einzahlen und Steuern bezahlen.
Die Kinder werden eh schon zu früh eingeschult.
Aber hier in NRW ist das ein Glück noch nicht so. Oder zumindest auf den Schulen wo meine Kinder sind (private Schulen)

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von niccolleen am 24.09.2018, 8:27 Uhr

Es gibt ja auch heftige Gegenbewegungen, also ich habe die Hoffnung auch noch nicht verloren.
lg
niki

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von nils am 24.09.2018, 8:41 Uhr

Ich habe 4 Kinder - alle total unterschiedlich.

Als Kind Nr. 1 in die Schule kam, konnte es gar nicht. Dachte das lernt er schon noch in der Schule. Aber in seiner Klasse waren viele, die konnten schon alles mögliche. Somit verlor er das Selbstbewusstsein und entwickelte sogar eine Schulangst. Hab ihn dann rückstellen lassen.

Kind Nr. 2 konnte schon ein bisschen rechnen (weil es das Rechnen interessant fand beim Großen und mitmachen wollte). Sie tat sich in der Schule schon viel leichter.

Kind Nr. 3 ist ein extrem wissbegieriges Kind und brachte sich alle Buchstaben + lesen selbst bei. Er konnte sogar schneller in Englisch bis 12 zählen als seine Schwester, die das gerade im Gym lernen musste. Er tat sich extrem leicht, langweilte sich aber total in der 1. Klasse und störte nur den Unterricht.

Kind Nr. 4 wollte auch von sich aus lesen und schreiben lernen und konnte fließend lesen als es eingeschult wurde. Allerdings ist die Wissbegierigkeit bei ihm seit er in die Schule geht vorbei. Lesen ist langweilig und Hausaufgaben werden nur gemacht, weil es eben sein muss. Aber er geht sehr gerne in die Schule und stört auch nicht den Unterricht.

Mein Conclusio: Wenn das Kind von sich aus möchte, würde ich es nicht stoppen schon vorzeitig etwas zu können. Ist auch total vom Kind abhängig ob es sich dann langweilt und stört oder nicht. Was ich bei meinen beobachten konnte war auf jeden Fall, dass sie mehr Selbstbewusstsein haben, wenn sie nicht zu jenen gehören, die noch gar nichts können.
Und klar, auch alle anderen lernen z.B. lesen. Mittlerweile können fast alle aus der Klasse genauso gut lesen wie mein Kleiner, der schon vor der 1. Klasse flüssig gelesen hat. Einfach, weil für ihn dann irgendwann der Reiz des neuen und dass er es schon kann verflogen ist und er nur noch gelesen hat, weil er musste.

...noch was

Antwort von nils am 24.09.2018, 8:48 Uhr

Und einen Zusammenhang zwischen schon rechnen und lesen können und dafür kein Baumhaus bauen können, nicht klettern können,... kann ich definitiv NICHT erkennen.
Mein sehr wissbegieriger Sohn, der schon lesen und schreiben vor der 1. Klasse konnte ist genau jener, der am allerliebsten draußen spielt.
Er hat mit 7 Jahren sein eigenes Baumhaus gebaut, hat bei zwei Kletterbewerben schon den ersten Platz belegt und liebt es draußen in der Natur zu spielen. Er ist jetzt 11 Jahre alt und hat immer noch kein Smart-Phone. Klar will er eins, aber er kann sich auch ohne beschäftigen und ist nach wie vor im Wald unterwegs.

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von Foxi23 am 24.09.2018, 8:57 Uhr

So ein bisschen wird ja hier schon im Kindergarten in der Vorschulgruppe gemacht. Unabhängig davon hat mein Sohn sich schon mit 4 sehr für Zahlen interessiert (es fing mit einem Kinder-Mau-Mau-Spiel an), hat sie überall erkannt und angefangen, sie zu addieren. Ich glaube, die erste Klasse Mathematik wird schon sehr langweilig für ihn, was die Materie angeht, aber hier gibts immer Zusatzaufgaben für Kinder, die mehr "Futter" brauchen.
Außerdem, was willst machen, wenn es ihn interessiert? Soll man abblocken und evtl. damit das Interesse im Keim ersticken?

Ebenso ist es mit Allgemeinwissen. Man merkt doch als Eltern, was ein Kind interessiert und was nicht und wenn das Kind interessiert ist, wird es von alleine Fragen stellen. Soll man da abblocken?


Ich halte allerdings auch nichts davon, wenn ein Kind irgendwo reingeprügelt wird, nur damit es für die Schule vorbereitet ist.

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von mausebär2011 am 24.09.2018, 9:01 Uhr

Warum soll ICH denn was davon haben?

Ich denke mal nicht das es hier so viele Eltern gibt die sich ihr Kind schnappen und aktiv das Lesen, schreiben oder rechnen beibringen.
Das ist wohl eher eine Ausnahme.
Meist sind es doch die Interessen der Kinder.

Mein Sohn kam irgendwann an und wollte das ich ihm Matheaufgaben aufschreibe. Hab ich gemacht.
Er hat gerechnet und wollte mehr. Hab ich wieder gemacht. Usw usf.

Das einzige was ich von mir aus wollte, war das er seinen Namen schreiben kann.
Das hat mir persönlich gelangt.

Das er bei Schuleintritt also schon rechnen konnte lag mit Garantie nicht an uns Eltern. Sondern an seinem Interesse daran. Das reisst bisher auch noch nicht ab, er liebt Mathe nach wie vor und rechnet immernoch zum Spaß über seine Hausaufgaben hinweg weiter. Mittlerweile will er immer mal und geteilt Aufgaben von uns haben. Das macht ihm halt einfach Spaß.

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von mausebär2011 am 24.09.2018, 9:04 Uhr

Das eine schliesst doch aber das andere nicht aus.

Kinder die gerne lesen, schreiben, rechnen lernen gehen doch auch trotzdem noch draussen buddeln, rennen, Schaukel etc pp!

Re: sehr unterschiedlich

Antwort von cube am 24.09.2018, 9:05 Uhr

Bei uns (NRW) haben alle kleineren Grundschulen bei den Info-Abenden ausdrücklich darauf hingewiesen, bitte nicht vorher zu üben. Also in dem Sinne, dass die Eltern ihr Kind "motiveren". Es wurde auch explizit darauf hingewiesen, dass Kinder Phasen! haben, in denen sie sich für Zahlen und/oder Buchstaben interessieren - diese kann aber auch wieder schnell vorbei sein und dann solle man bitte nicht insistieren, das man doch noch mal etwas schreiben/rechnen könnte etc.
Grund: es ist Sache der Schule, dies zu vermitteln und zwar am Besten in einer Klasse, in der nicht die eine Hälfte schon nach 2 Wochen gelangweilt ist und die andere sich wie die Deppen fühlen, weil sie gefühlt nichts können.
Eine Leiterin ging sogar so weit zu sagen, dass die Eltern, die meinen, ihr Kind müsse das schon alles vorher können, bitte dann nicht auf der Matte stehen sollen, um sich zu beklagen, ihr Kind sei unterfordert von der ach so langsamen Klasse.

Viel wichtiger wären soziale Kompetenzen. Sie hätte nichts davon, dass xy schon angeblich lesen könne, sich aber kaum selbst die Jacke anziehen kann oder mal akzeptiert, dass sie nicht immer die erst Geige spielt.

Andererseits wurde in den Schulen Nähe Innenstadt vermittelt, wenn Kind nicht schon ein bisschen schreiben und rechnen könne, würde es nicht mitkommen.Bei der Größe der Klasse hätte man keine Zeit, so etwas noch jedem einzeln zu vermitteln.

Und prompt gibt es nach 3 Wochen Schule bei uns die ersten schweren Verunsicherungen: das kann Kind x gerade mal die richtigen Anlaute raushören, während Kind y drei Straßen weiter bereits erste Wörter schreibt. Und schon stehen auch die Eltern von Kind x verunsichert zu Hause und motivieren ihr Kind, doch auch mal "Oma" für sie hinzuschreiben.

Ich würde sagen: die Schulpolitik in Dtl ist ein einziges Chaos. Sowohl die Unterschiedlichen Anforderungen in den einzelnen BL´s sind ein Unding und das geht dann fröhlich weiter, in dem praktisch jede Schule für sich entscheiden darf, wie gut "vorbereitet" die Kinder zum Schuleintritt sein sollten, ob man nach der Fibel lernt oder "lesen durch schreiben" oder oder oder ...

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von cube am 24.09.2018, 9:10 Uhr

Natürlich gibt es Kinder, die sich zB für Zahlen über das "normale" Maß hinaus interessieren. Die Nachbarstochter wollte schon vor der Schule schreiben können.
Natürlich soll man die Kinder dann nicht ausbremsen.
Hier geht es doch aber mehr um die Eltern, die entweder von der Schule verunsichert werden, was Kind bitte schon alles können soll oder selbst meinen, Kind müsse doch jetzt, wo es Interesse an Zahlen zeigt, auch möglichst viel lernen.
Da wird dann eben auch mal unbewusst gepusht. Nach dem Motto "letzte Woche hast du doch noch so schön gerechnet. Wollen wir noch mal ein paar Aufgaben machen? Du bist doch bald ein Schulkind". Oder auch "letztes mal konntest du das doch schon schreiben. Also überleg doch noch mal ganz genau" - dabei hat Kind eben jetzt einfach wieder eine Phase, in dem es lieber einfach nur Lego spielen möchte.

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von mausebär2011 am 24.09.2018, 10:06 Uhr

So verstehe ich das Ausgangspost nicht.

Sie fragt danach was wir als Eltern davon haben. Warum wir das tun. Was der Sinn ist.
Sie spricht nicht von merkwürdigen/fragwürdigen Anforderungen irgendwelcher Schulen.
Es geht also um Kinder die von sich aus gerne etwas lernen wollen und Eltern die ihren Kindern einfach den Wunsch erfüllen wollen. Nicht um Kinder die gezwungen werden damit sie den Anforderungen diverser Schulen gerecht werden.

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von IngeA am 24.09.2018, 10:08 Uhr

Ich verstehe jetzt den Zusammenhang nicht ganz.

Unten ging es doch darum, dass die Vorschule des Kiga schon viel Schulstoff vorweggenommen hat.

Was die Vorschule anlangt: Der Kiga meines Sohnes hatte eine sehr spartanische Vorschule. Zumindest was das anlangt, was anscheinend gemeinhin als "Vorschulwissen" verstanden wird. Also nur ganz wenig zählen oder Anfangslaute erkennen, nicht mal sonderlich viel ausmalen oder Linien nachfahren, Formen malen etc.
Was sie in der Vorschule sehr viel gemacht haben war Sport und Spiel in der Gruppe.
Zusammen eine "Brücke" bauen um über den "Fluss" mit den "Krokodilen" zu kommen. Gemeinsam im Garten eine Runde für einen "Parcourlauf" festlegen und sich überlegen welche Routen leichter sind und welche schwerer. Gegenseitig helfen, wenn es einem Kind zu schwer war, sei es durch eine einfachere Route oder durch mentale Unterstützung oder Hilfestellung etc. Also Dinge, die im Turnverein auch oft im allgemeinen Kinderturnen gemacht werden (nur halt ohne die ganzen Geräte).

In der Schule war das "Defizit" anfangs natürlich offensichtlich. Allerdings sind die Kinder aus diesem Kiga stets durch Disziplin und hervorragendes Sozialverhalten aufgefallen. Und dadurch, dass sie sehr schnell auf- und oft überholt haben.

Ich habe meine Jüngste auch in diesen Kiga gegeben, wirklich auch wegen des, meiner Meinung nach sehr kindgerechten Konzeptes, das eben die Grundfertigkeiten, Sozialverhalten und auch Disziplin fördert (letzteres witzigerweise ohne Strafen) und nicht der Schule vorgreift.

Hätte mein Kind da keinen Platz bekommen, hätte es in einen der anderen Kindergärten mit Super-Duper-1.-Klass-Vorschule gehen müssen. Oder hätte ich das Kind dann besser zu Hause lassen sollen? Ich denke nicht.

Mein Sohn hat sich übrigens ab dem 2. HJ der ersten Klasse trotzdem tödlich gelangweilt. Er konnte vor den Herbstferien flüssig lesen, vor Weihnachten im Hunderterraum + und - rechnen. Im Sachunterricht gab es auch keine wirklichen Neuigkeiten zu hören. Die Lieblingsfächer waren demnach Sport und die kreativen Fächer.

LG Inge

Ach, jetzt erst gesehen

Antwort von mausebär2011 am 24.09.2018, 10:15 Uhr

Hab überlesen das es mit dem unteren Thema zusammen gehört
Gut, dann nehme ich alles zurück!

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von Brummelmama am 24.09.2018, 10:26 Uhr

ist nun mal so. Mein Bruder konnte bei seiner Einschulung auch schon lesen. Das lag daran, dass ich 2 Jahre älter war und er so neugierig war, dass er es auch können wollte. Mein Sohn konnte bis zur Einschulund das ABC und Mama, Papa, Oma und Opa schreiben. Nicht weil ich ihn nicht fördern wollte, sondern weil ich mir gar keine Gedanken darüber gemacht habe und mir sicher war, dass er das in der Grundschule lernen würde. Das ich mit ihm üben würde, das war allerdings für mich von Anfang an klar. Ich war dann auch sehr überrascht, wieviele Mütter ergeizig sind. Es sind ja nicht immer die Kinder. Diese Mütter begleiten einen die gesamte Grundschulzeit. Wenn es dann zur weiterführenden Schule geht, wird es ruhiger und das schon allein deshalb, weil viele dieser Kinder gar nicht auf der vorgesehenen Schule gelandet sind und das natürlich dann deshalb, weil bestimmte Lehrer nicht die bestimmte Note erteilt haben....jeder Jeck ist halt anders

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von memory am 24.09.2018, 12:44 Uhr

Verstehe nicht, was Du sagen willst. Wer hat in dem Post unten behauptet , sein Kind vorher selbst Schulstoff beigebracht zu haben ? Und wie kommst du darauf , das Kinder die lesen und schreiben können , nicht spielen oder raus gehen ? Des weiteren Frage ich mich was man als Mutter tun soll , wenn die Vorschule im Kiga etwas umfangreicher ist, an dem Tag das Kind zu Hause lassen und Urlaub nehmen ? Das Zeugnis in der 1. Klasse ist auch so eine Sache wo ich mich nach dem Zusammenhang frage ...hier gibt es in Klasse 1. nicht einmal Noten. Irgendwie kennst du komische Leute , wenn deine Vorstellung von Kiga- Kindern, die Spaß am lesen, Büchern, Wissen und Mathematik haben oder den großen Geschwistern nacheifern , nur als Ergebnis überehrgeiziger Eltern siehst.

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von niccolleen am 25.09.2018, 8:58 Uhr

Gar nicht spartanisch, sondern sehr reich, wie ich finde! Genau so soll es sein, denn das sind die Voraussetzungen, die man fuer die SChule und Freude am Lernen braucht!

lg
niki

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von niccolleen am 25.09.2018, 9:03 Uhr

Ich glaube aber trotzdem, dass es den meisten Eltern nicht um uebertriebenen Ehrgeiz geht, sondern sie (vielleicht sogar aus eigener Erfahrung) ihren Kindern einen besseren Start ermoeglichen wollen. Dass sie nicht moechten, dass das Kind immer hinterherhetzen muss, sondern es mal leichter hat. Und sie hoffen, dass ein gewisser Vorsprung zu Schulbeginn einen Lernvorteil fuer die gesamte Schullaufbahn darstellen koennte. Das ist glaube ich das Hauptmotiv fuer Eltern.
Trotzdem glaube ich, dass das sehr geschuert wird durch Wettbewerb und auch durch die Vorgaben vieler/mancher/einiger Schulen.

Die Diskussion finde ich interessant. Im grossen und ganzen bis auf ein paar Kleinigkeiten, sind sich alle Diskutanten aber eh einig, wie es scheint :-)

lg
niki

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von memory am 25.09.2018, 9:34 Uhr

Naja , ich kenne nicht ein Kind , was sein Wissen und Vorsprung , egal ob rechnen oder lesen , schreiben etc. , durch das stupide Vorgreifen von Schulstoff , durch die Eltern hatte. Meiner hat z.b. mit 3 Jahren angefangen Darth zu spielen....mit knapp 4 konnte er dann halt ein 501er Spiel runter und drauf rechnen. Meine Erfahrung mit meinen Kindern ist nämlich, dass wenn kein Interesse da ist, kann man auch nix ins Kind reinbekommen. Andersrum allerdings ist es fast unmöglich Kinder , die sich , an etwas mit Freude und Begeisterung " fest gebissen" haben , davon komplett fernzuhalten. Und das ist halt nicht bei jedem Knirps Fußball und Basteln.

weil jedes Kind anders ist...

Antwort von imwesten am 25.09.2018, 11:35 Uhr

Ich habe Kind, dass in die Schule kam und lesen und rechnen konnte. Die Buchstaben schreiben auch.... Seine Schwester ist 4 und beherrscht auch schon das ABC, den Zahlenraum bis 20, und fängt an erste Wörte zu lesen.

Habe ich mit ihm dafür geübt oder die Kinder gedrillt?

Nein. Der Große hat es sich einfach selber beigebracht und uns damit überrascht. Die Kleine schaut es sich vom Großen ab und hat seine Hefte aus der 1. Klasse "beschlagnahmt" nach dem Schuljahr ... jetzt schaut sie sich sie von sich aus an und lernt.

Langweilt sich das Kind in der Schule?

Manchmal. Aber die Lehrer wissen, was er kann und er bekommt einfach schwierigere Aufgaben extra. Und auch langweilen muss man lernen da müssen wir alle durch. Wir würden ihn nie eine Klasse springen lassen, da er allen seinen Freunden zusammen in der Klasse ist und er auch psychisch trotz aller Intelligenz einfach ein normales Kind ist.

Sind meine Kinder sozial isoliert und hocken nur im Haus?

Auch nein. Sie haben viele Freunde, machen Sport und sind viel draußen unterwegs... ich wünschte, ich müsste nicht soviele zerissene Hosen ersetzen und meine Waschmaschine hätte mal einen Tag Pause

Gibt es mir etwas, dass meine Kinder sowas schon können?

Nein, wie kommt man auf so einen Gedanken? Sie sind einfach so, wie sie sind. Bei einem tollen Fußballer, einer super Sängerin oder einem Maltalent würde doch auch niemand fragen, was es den Eltern gibt.

Jedes Kind ist anders und hat sein Talent auf einem anderem Gebiet. Einfach "leben und leben lassen" und relaxen mit dem VERGLEICHEN UND ERGEIZ durch die ELTERN! Kinder machen das nämlich kaum :-)

Re: weil jedes Kind anders ist...

Antwort von Maxikid am 25.09.2018, 11:40 Uhr

Bei uns war es so:

Die Lütte hat sich das Lesen selber beigebracht, wovon die Große nur träumen konnte. Was hätte ich da machen sollen. Ihr das Lesen verbieten? Jetzt in der 4. Klasse kann sie nur noch im Mitttelfeld lesen und hat eine grottige Rechtschreibung. Die Große, ließ perfekt mit perfekter Rechtschreibung. Alles kommt bei uns immer anders.

Genauso, beide Kinder konnten sehr, sehr spät laufen....beide sind sportlich, die Lütte bekommt vom Hamburger Sportbund in der Schule extra eine Sport-Talent-Förderung. Andere Kinder, die mit 9 Monaten schon liefen, sind jetzt genau das Gegenteil von Sportlich.....Will damit sagen, es wächst sich oft so zusammen, dass sich die Mehrheit nachher doch irgendwo in der Mitte trifft. Wenn ein Kind etwas sehr früh kann, heißt es noch lange nicht, dass es später ein Überflieger wird. Oder eben anders herum.....

LG maxikid

Re: weil jedes Kind anders ist...

Antwort von memory am 25.09.2018, 12:02 Uhr

Eben...mich ärgern nur diese blöden Unterstellungen, dass ein Kind , was in bestimmten Bereichen anderen voraus ist , ja definitiv nur von den Eltern dahin gestriezt wurde und ja auch so nie das Tageslicht sieht , geschweige denn sich anderweitig austoben kann . . Ich z.b. bin in Mathematik und Physik eine absolute Null....und bekam jedesmal Schweißausbrüche , wenn wir spazieren waren und ich dem Kind dabei ständig Aufgaben zum Kopfrechnen sagen sollte, geschweige denn , das mich irgendein Technik Museum etc. auch nur die Bohne interessiert hat. Also was ich davon hatte? Jedem Menge Fragezeichen im Kopf , jede Menge Geld weg und das Gefühl, dass ich Kopfrechnen üben muss .

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von niccolleen am 25.09.2018, 12:33 Uhr

Ich auch nicht!
Du hast nach dem Motiv gefragt, und ich habe versucht, dir eine moegliche Erklaerung zu geben.

lg
niki

Re: weil jedes Kind anders ist...

Antwort von cube am 25.09.2018, 12:34 Uhr

Aber das hat hier doch keiner generell unterstellt? Es wurde nur darauf hingewiesen, dass es eben solche Eltern leider gibt und manchmal wird es sogar von der Schule so gewünscht.
Ich finde es aber ganz erstaunlich, wie viele offensichtlich Frühbegabte Kinder es hier gibt, die sich so früh schon alles mögliche komplett selbst beigebracht haben.

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von Brummelmama am 25.09.2018, 12:35 Uhr

Wenn ich Monopoly und viele andere Spiele mit unserem Kind gespielt habe, war immer die Freude im Vordergrund. Letztlich sind Gesellschaftsspiele auch fördernd....zählen konnte unser auf den Fall ruck zuck.

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von kati1976 am 25.09.2018, 12:40 Uhr

Wo ist dein Problem? Das deine das nicht können?

Meine Große konnte vor der Einschulung lesen,ich habe es ihr nicht beigebracht. Der Kleine kann es jetzt auch schon er kommt nächstes Jahr zur Schule,er hat es weder von mir noch von den Geschwistern . Die 3 mittleren haben angefangen lesen zu lernen bevor die Schule losging. Alle sind hervorragend IN Mathe.

Wir haben immer alle Fragen beantwortet,das macht man ja wohl so.

Jede gute Schule kann mit solchen Kindern sehr gut umgehen.

Warum verurteilte du so,und behauptest Eltern würden vorgreifen? Dann könnte man ja auch sagen du machst gar nichts,obwohl dem sicher nicht so ist.

Es gibt nun mal Kinder die solche Überflieger sind und ich kann dir sagen das so was ohne Einfluss der Eltern passiert.

Schaue einfach mal über deinen Tellerrand.

Re: weil jedes Kind anders ist...

Antwort von kati1976 am 25.09.2018, 13:27 Uhr

Danke, genauso ist es.

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von Maxikid am 25.09.2018, 13:43 Uhr

Doof ist nur, wenn die Eltern von so weiten Kinder, die so viel Können, auf andere Kinder herab gucken und diese dann noch beleidigen....Passiert nämlich auch nicht gerade selten. Warum kann Dein Karlchen denn das noch nicht....mein Paul geht zur Vorlesung in die Uni, jeden Samstag, du musst doch dein Kind endlich mal fördern...dann wird es unangenehm.....das geht nicht.

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von dana2228 am 25.09.2018, 14:05 Uhr

Okey, ich lese hier das sich die Kinder alle selber bei gebracht haben.

Für mich wirkt das halt etwas fremd. Vielleicht kenne ich auch nur die falschen Kinder.
Ansich ist es ja auch total egal, hinter können es ja alle. Aber sehe das halt auch oft das das Vorschule Programm in die Richtung geht. Vielleicht liegt es auch daran daß ich keine schöne Erfahrungen an Schule/lernen habe und dankbar bin für jedes Jahr, was meine Kinder noch im Kindergarten einfach Kind sein können. Den ich sehe es bei meinen Großen, etwas Freiheit geht halt verloren.
Und vielleicht überraschen mich meine andere Kinder ja noch und lesen vor der Einschulung ;-), aber das kommt dann devintiv nicht von mir aus.
Danke für eure antworten.

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von Oktaevlein am 25.09.2018, 16:20 Uhr

Hallo,

"was habt ihr davon wenn euer Kind..." Ich finde, die Fragestellung ist so formuliert,als ob du denkst, dass alle Eltern, deren Kind vor der Einschulung schon "Schulstoff" beherrscht, es dahin gehend gepuscht haben.

Bei uns war es schon so, dass meine Tochter vor der Einschulung bereits etwas rechnen konnte (mündlich, die Zahlen schrieb sie zum Teil falsch herum) und dies auch gefordert hat, z. B. dass ich ihr eine Rechenaufgabe gestellt habe.

Sie konnte ebenfalls in Ansätzen lesen, konnte alle Großbuchstaben. Und ja, ALLES aus eigenem Antrieb. Ich habe ihr gezeigt, was sie wissen wollte. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie doof ich das fand, dass meine Eltern mir z. B. gesagt haben, dass ich irgendetwas noch nicht können oder wissen müsse, da das ja dann in der Schule gemacht wird. Von daher habe ich mein Kind nicht auf die Schule "vertröstet", sondern ihr das erklärt, wonach sie gefragt hat. Im übrigen bin ich auch der Meinung, dass im Vorschulalter das "Hochpuschen" überhaupt nicht funktioniert. Die Kinder lernen vorzugsweise das, wofür sie sich interessieren, nicht mehr und nicht weniger.

Jetzt zu deiner Ausgangsfrage: was ICH davon hatte? Wir hatten einen extrem entspannten Schulanfang, die Hausaufgaben waren super schnell fertig. Meine Tochter konnte sich auf das konzentrieren, was noch nicht so gut lief, sei es Zahlen richtig herum schreiben, aber auch Dinge wie sich schneller die Jacke anziehen, sich im Unterricht melden, sich organisieren, ...(auch solche Dinge, genauso wie das "Sozialverhalten" kann man nicht "antrainieren"). Dadurch, dass ihr der eigentlich Lernstoff leicht fiel, konnte sie sich ganz auf die neue Situation Schule einlassen. Ich gebe zu, dass ich das sehr entspannt fand und finde (sie ist jetzt in der 2. Klasse)

"Manche lesen Ende der ersten Klasse gut, andere erst später. Ist es euch wirklich so wichtig???" Die Frage ist wohl eher, wie wichtig ist dir das bzw. sind dir andere Kinder. Und eigentlich, wenn ich so darüber nachdenke, ist es mir schon wichtig, dass meine Tochter beispielsweise gut lesen kann. Das ist doch die Voraussetzung für alles andere. Jetzt in der 2. Klasse müssen sie z. B. Arbeitsanweisungen selbständig lesen, auch für Mathe.

Ach ja und ich finde, Lernen an sich ist etwas sehr schönes, was ursprünglich alle Kinder von sich aus wollen. Sonst würde wohl kein Kind laufen oder sprechen lernen. Die Schule kann da ganz viel kaputtmachen, weshalb ich selber "die Schule" mit ihrem Pflichtbesuch auch eher kritisch sehe. Das habe ich auch vor meiner Tochter nicht verschwiegen, aber gleichzeitig habe ich ihr und mache ich ihr immer noch deutlich, wie wichtig Lernen ist und das dass nicht unbedingt was mit der Schule zu tun haben muss. Das ist natürlich eher traurig, aber ich möchte und würde micht für die Ausbildung meines Kindes nicht allein auf die Institution Schule verlassen.

Es ist doch traurig genug, dass 25 bis 30 Kinder quasi im Gleichschritt lernen sollen, und dass sich Kinder, denen der Lernstoff leichter fällt, langweilen "müssen" und dass man aus diesem Grund ja nicht "vorarbeiten" soll.

Um mal meinen langen Text zusammenzufassen (sorry dafür): Lernen ist toll, unser Schulsystem ist leider veraltet und nimmt den Kindern unterm Strich die Lust am Lernen.

Ich finde das super!

Antwort von icki am 25.09.2018, 17:38 Uhr

Hallo!
Ich habe nun nicht alle Antworten gelesen, gebe trotzdem meinen Senf dazu...
Es ist bei uns nun schon so weit das ich es keinem mehr erzähle das unser 5 Jähriger Lesen kann (kommt nächstes Jahr in die Schule), es kommen dann immer seltsame Reaktionen und ich muss mich verteidigen, bzw. mir im Gegenzug anhören muss was das Kind der ungläubig schauenden Mutter denn schon alles kann.... ich habe dann das Gefühl alles wieder gut machen zu müssen indem ich erzähle das der etwas jüngere Bruder lesetechnisch gar keine Ambitionen hat.
Entweder ein Kind hat Interesse an Buchstaben oder nicht. Was hätte ich ihm denn sagen sollen? Warte bis die Lehrerin dir die Bedeutung des Fragezeichens erklärt? So Fragen stellt er mir halt, Lesen hat er sich komplett alleine beigebracht, er fing mit 3,5-4 Jahren damit an einzelne Wörter zusammen zu ziehen, das einzige was ich nun mache ist ihm Bücher zu kaufen...
Ich denke es gibt schlechtere Hobbies!

Ja, und ehrlich gesagt habe ich jede Menge davon das er Lesen kann, er kann seinem Bruder alles vorlesen und Abends im Bett nach der Gute-Nacht-Geschichte, selbst noch weiterlesen wenn er möchte und nicht schlafen kann. Ich finde das super, weil ich ja weiss das ich mal so gar nichts damit zu tun hatte ihm das irgendwie beizubringen!
Und ab der zweiten-dritten Klasse können alle Lesen und der ganze Entschuldigung-das-mein Kind-Lesen-kann-und-deins-nicht Quatsch findet ein Ende...

Das er sich nun auch das Rechnen selbst beibringt erzähle ich übrigens auch niemandem....

VG

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von Schniesenase am 25.09.2018, 20:29 Uhr

Wir sind uns hier bestimmt alle einig, dass Kinder zum Schulbeginn nicht lesen und schreiben und rechnen können MÜSSEN. Aber ich erzähle hier sicher auch niemandem etwas Neues, wenn ich daran erinnere, dass jedes Kind seinen eigenen "Zeitplan" hat, schon verschieden früh laufen, sprechen etc. lernt und Kinder am besten lernen, wenn sie das dann können, wenn ihr innerer Schalter sich umlegt und sie intrinsisch motiviert sind, also aus eigenem Antrieb da hinterher sind.

Darum wundere ich mich jetzt, wenn hier teilweise fast abfällig davon geschrieben wird, dass jemand "selbst Schuld" ist, wenn das Kind bestimmte Dinge, die eigentlich in Klasse 1 gelernt werden sollen, schon kann. Ich verstehe auch nicht, warum man ein Kind davon zurückhalten oder es vertrösten soll, wenn es sich fürs Schreiben interessiert, egal in welchem Alter.

Das Problem liegt hier, so glaube ich, im System Schule und der Tatsache, dass wir Eltern noch solche Blockaden im Kopf haben, von Schule eben wirklich die schon längst erwiesenen und in den Lehrplänen geforderten Veränderungen zu fordern. Ich kann das schreiben, ich bin selbst Grundschullehrerin, und ich weiß auch, was es heißt, eine 28 Kinder starke Grundschulklasse differenzierend zu "unterrichten" bzw. beim Lernen zu begleiten. Das ist Hardcore, und es ist nur bedingt möglich. Man kann nicht alle im Blick behalten, man muss viel Augenmerk auf Disziplin und Funktionieren des zu vollgestopften Systems legen, und das geht auf Kosten des Lernens und der korrekten Lernatmosphäre. Kein größeres Problem ist es aber in einer Klasse bis ca. knapp 20 Kinder, sofern diese nicht gehäuft besondere Probleme mitbringen. Aber auch dann - wir müssen am System anfangen, nicht unsere Kinder ändern wollen. Durchhalteparolen für ein unterfordertes Kind finde ich fatal. Dann lieber mit der Lehrerin, die sicher sehr gefordert ist, zusammenarbeiten und andere Lösungen finden, wie es ja auch oft praktiziert wird; überspringen einer Klasse, ein Jahr in der dreijährigen Eingangsstufe verbringen, Lernspiele, Bücher, anderes Material nutzen, Helfersystem usw.

Ein Beispiel von der anderen Seite aus unserem Bekanntenkreis: Der Junge ist, uneingeschränkt schulreif, nun eingeschult worden. Klasse mit weniger als 20 Kindern. Er ist ein Pedant, hat Freude daran, Dinge schön zu machen und kann es in seiner Penibilität nicht ertragen, wenn es nicht nach seinem Urteil gut genug aussieht. Dazu kommt, dass er viel träumt. Also arbeitet er sehr langsam und schafft ganz viel Arbeit nicht, obwohl er kognitiv zurechtkommt und durchaus alles versteht. Sozial ist er unauffällig, spielt mit anderen Kindern, kann in Kontakt gehen. Die Lehrerin reduziert seine mengenmäßigen Anforderungen nicht, da er das "Pensum" schaffen muss, sonst sei er nicht so weit und müsse in den Schulkindergarten. Die Folge ist, dass der arme Junge jetzt stundenlang nachmittags nacharbeiten muss, um alles nachzuholen, was er in der Schule nicht schafft und seine schöne Arbeit nicht gewürdigt, stattdessen er gehetzt wird, schneller zu arbeiten. Die Freude am schönen Schreiben geht ihm verloren, die Schule, auf die er sich gefreut hat, mag er schon nicht mehr so. Das ist ein klassisches Beispiel, wie es nicht gehen sollte. Die Mutter aber fühlt sich natürlich nicht in der Position, Alternativen vorzuschlagen, will es sich mit der Lehrerin nicht verderben, und sitzt nun Hilfslehrerin zu Hause mit dem Kind, das eigentlich den Kopf frei bekommen und spielen müsste. Würde hier der Junge "gesehen" werden und dort abgeholt, wo er ist, hätte er eine Chance, erst einmal Freude an der Schule und Stolz auf seine Arbeit zu entwickeln. Von dem Punkt an könnte man ihm Arbeitsgeschwindigkeit und mehr Menge viel leichter beibringen. Dass er träumt, ist klar. Er kann ja kaum spielen, sein Hirn macht nicht mit, die Freude, die hormonelle Belohnung im Hirn ist nicht da. Da lernt es sich einfach nicht richtig.

Und bevor jetzt jemand mit der alten Leier kommt, dass Lernen eben auch "Arbeit" ist, sei gesagt, dass diese Arbeit, gern gemacht, ganz leicht von der Hand geht und irre Früchte trägt. Das weiß jeder, der mal ein Kind beobachtet hat, das laufen lernt. Ich habe als Kind über Tage und Wochen, ja Monate und Jahre stundenlang am Klavier im Keller gesessen und Noten entziffert, die ich nie irgendwo gelernt hatte, weil ich das Weihnachtsoratorium von Bach in der Klavierpartitur spielen wollte - und ich habe es gelernt. Niemand hat mich unter Druck gesetzt, niemand hat mich dabei in irgendeiner Weise beeinflusst, mir wurden lediglich die Möglichkeiten dazu gegeben: ein altes Kneipenklavier, Noten, eine Klavier spielende Mutter (ich hatte alle Stücke im Ohr und wusste also, wenn ich es richtig spielte), ein altes Klavierlernbuch, in dem alle notwendigen Infos zu finden waren. Solche Leistungen erbringen Kinder, wenn man sie lässt, ihnen Zeit gibt, sie nicht stört mit anderem Kram und ihnen die Möglichkeiten dazu gibt. Mit Druck, Unlust und möglicherweise auch Versagensangst funktioniert das Lernen einfach nicht bzw. maximal nicht gut. Meine Cousine musste Klavier lernen. Sie wundert sich heute immer noch, dass ich mich an ein Klavier setze und einfach losspiele, ohne Noten, ohne alles. Es ist eine sehr gut belegte Tatsache, dass Lernen so funktioniert, mit Druck, Angst und Langeweile aber nicht. Und wenn dann noch das "sich gesehen", sich anerkannt, gewürdigt und verstanden Fühlen dazu kommt, vollbringen Menschen, übrigens auch im Erwachsenenalter, Großartiges. Das nämlich macht Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, und diese sind die notwendige Basis, selbstbestimmt die Lern- und Leistungswege zu verfolgen, die für diesen Menschen gerade dran sind bzw. sich aus der Situation heraus logisch ergeben.

Ich weiß, so, wie unser Schulsystem funktioniert, ist das eine Utopie, zu glauben, das würde flächendeckend in den Schulen so gehen können. Aber das System ist auf dem Weg, es wandelt sich, und ich stelle fest, dass unter den Eltern nun eine sehr konservative Gegenbewegung zu entstehen scheint, die das Gegenteil von den und für die Kinder verlangt. Was bei uns ging, kann für unser Kind auch nicht schlecht sein. Ich musste da auch durch, das muss er/sie lernen. So funktionieren wohl gesellschaftliche Veränderungen. Es gibt immer Widerstände. Aber eines ist unwiderlegbar. Die Hirnforscher haben in den letzten 10-20 Jahren so viel über die Funktionsweise unseres Gehirns gelernt, dass wir WISSEN, so, wie wir es bisher gemacht haben, können wir nur Bruchteile unserer Potentiale ausnutzen und nagen am Selbstwertgefühl der Lernenden, mit dem Erfolg, dass wir 7,5 Millionen funktionelle Analphabeten haben, die fast alle mindestens 9 Jahre Schule durchlaufen haben, davon können 300.000 überhaupt nicht lesen und schreiben, 2 Millionen schaffen es nicht, Sätze zu lesen bzw. zu schreiben und der Rest kommt über ganz kurze Sätze nicht hinaus, kann also quasi keine Texte lesen, geschweigedenn schreiben. Der Anteil der Ausländer, die tatsächlich gar nicht in der Schule waren, ist dabei sehr gering. Sie sind fast alle in der Schule gewesen. Sie waren auch in der Grundschule, haben Erstleseunterricht gehabt.

Ich finde es wichtig, nicht auf den Lehrerinnen herumzuhacken, wenn es nicht klappt. Doch auf jeden Fall muss vom Kind ausgegangen werden. Wir kennen unsere Kinder. Wir sind die Experten. Und wir müssen in Kommunikation gehen (ohne die Lehrenden totzuquatschen mit belanglosem Kram), damit unsere Kinder gut lernen können, Freude haben, selbstbewusste, aufrichtige und kompetente Menschen werden können. Das haben wir doch vorher auch gemacht. Warum es hier so hinnehmen?

Das musste ich jetzt mal schreiben.

@Schniesenase - Danke!

Antwort von Oktaevlein am 25.09.2018, 21:10 Uhr

Vielen herzlichen Dank für deinen Beitrag. Ich wünschte, es gäbe mehr LehrerInnen mit so einer Einstellung wie deiner.

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von niccolleen am 25.09.2018, 22:06 Uhr

Ich hab dieselben skeptischen Gedanken gehabt, wieviele Kinder hier sich das Lesen offenbar selber beigebracht haben. Vielleicht geht das wirklich, aber ich kenne auch keines.

Bei meinen Kindern war es uebrigens genau umgekehrt:
Meine Tochter ist ein Jahr spaeter eingeschult worden und war das erste schulplichtige Jahr in der Vorschulklasse. Das ist eine vereinfachte 1. Klasse unter anderen Bedingungen. Sie hat da nicht lesen oder rechnen gelernt, aber Schreibuebungen wie Schwunguebungen gemacht, Buchstaben und Zahlen gelernt, vieles andere, aber auch Spiele, Turnen, Religion, Musik, etc. Es war Schule, nicht Kindergarten. Meine Tochter ist inzwischen in der 3. Klasse, hasst lesen wie die Pest und kann es immer noch nicht richtig. Rechnen liebt sie uebrigens und ist ganz gut dabei.
Mein Sohn hat bis Schuleintritt nicht mehr koennen, als seinen Namen krakelig hinzumalen. Er hat bis dato praktisch nicht gezeichnet oder gemalt, konnte und kannte keine Buchstaben, kannte einige Zahlen, hat gerade erst alle Konsonanten zu sprechen gelernt, und konnte kein R sagen, hatte aber immer riesiges Interesse an Buechern, die er richtiggehend studiert hat. Etliche seiner Klasse sind schon mit allen moeglichen Vorbildungen gekommen.Nach zwei Wochen wurde aus der duennen drucklosen krakeligen Schrift eine fast kalligraphische, das Silbenlesen hat er gleich verstanden, und nach den ersten 7 Buchstaben hat er seine Buecher hergenommen, und zu lesen versucht. Die restlichen Buchstaben von mir erfragt, und zu Weihnachten seine ersten Buecher gelesen. In der Klasse liest er mit Abstand am besten.

lg
niki

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von 3wildehühner am 26.09.2018, 0:36 Uhr

???
Ich habe als Elternteil sicher nichts davon gehabt (außer einiger Lehrergespräche), dass meine Mittlere mit 3 Jahre zu re begann und mit 4 zu schreiben und zu lesen.
Aber da hatte ich dennoch keinen Einfluss darauf. Ok, ich hätte ihre Fragen nicht beantworten müssen und mit ihre Briefe nicht durchlesen müssen, aber DAS hätte ihr höchstwahrscheinlich dir Freude am Lernen genommen.
Ich habe jedes meiner Kinder individuell behandelt und sie nicht künstlich ausgebremst.
Manche Kinder sind so und das hat meistens auch nichts mit “Drill” zu tun, wie du ja s heinbar meinst!
Es gibt einfach Kinder, die ohne Beeinflussung durch die Eltern gerne lesen, schreiben und rechnen möchten und dazu auch mit 4 Jahren in der Lage sind.

Re: weil jedes Kind anders ist...

Antwort von IngeA am 26.09.2018, 6:27 Uhr

Viele? Als ich selbst in die Schule gekommen sind konnten drei Kinder in unserer Klasse schon lesen. Mein Mann und mein Schwager konnten bei ihrer Einschulung übrigens auch schon lesen.

Und wenn ich mir ansehe, was viele Kigä hier in der Vorschule für ein Programm abziehen, wundert mich nicht, wenn heute mehr Kinder schon vor der Einschulung lesen und rechnen können. Wie willst du denn ein interessiertens Kind in unserer Welt voller Buchstaben und Zahlen davon abhalten lesen und rechnen zu lernen, V. a., wenn das in den Vorschulen so intensiv gemacht wird?

Was die Elternseite anlangt, da braucht es keinen Förderwahn, da reicht es dem interessierten Kind das zu geben was es möchte. In allen anderen Bereichen macht man es schließlich auch.

Es geht nämlich auch andersrum: dem Kind die Freude am Lesen und Rechnen ausreden. Blöd nur, wenn das Kind dann in der Schule auch noch total desinteressiert ist. Das ist nämlich Eltern in der Nachbarschaft passiert, die dem "guten" Rat gefolgt sind ihrem Kind dazu keine Fragen zu beantworten und das nicht zu Fördern, damit sie der Schule nichts vorweg nehmen. Das Kind kam in die Schule und hatten NULL Interesse daran, da lesen, schreiben oder rechnen zu lernen.

Wie jemand schon sagte: Das Interesse kommt immer wieder und in Wellen. Meine konnten bei der Einschulung alle drei nicht lesen, das Interesse für Buchstaben war vor der Schule schon da, ist aber auch immer schnell wieder verebbt. Aber alle drei konnten sehr gut rechnen. Das Interesse an Zahlen hat sich bei ihnen irgendwie länger gehalten, obwohl ich ihnen keine Rechenaufgaben gestellt habe. Rechnen kann man auch ohne Probleme mit Bauklötzchen.

LG Inge

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von cube am 26.09.2018, 7:51 Uhr

Ich finde es dennoch erstaunlich, wie viele Kinder offenbar bereits vor der Schule lesen und schreiben und rechnen konnten. Nein, ich sage damit nicht, die Eltern hätten sie gedrängt! Ich bin nur verwundert.
Es mag aber auch daran liegen, dass sich eben nur die Eltern melden, deren Kind bereits ganz viel vorher konnte. Ich nehme an, bei der Fülle an früh strebsamen Kindern traut sich kaum ein Elternteil zu schreiben, dessen Kind dies nicht konnte.
Unser Kind hat zB Interesse gehabt, jedoch nicht den Wunsch, wirklich vorher lesen zu lernen (oder schreiben oder rechnen).
Ich frage mich daher auch, was ist denn mit Kindern wie unserem? Kommen die jetzt überhaupt in der Schule mit, wenn die Hälfte offenbar schon vorher alles kann? Und warum wurden diese Kinder dann nicht früher eingeschult?
Das wäre doch die logische Konsequenz - gerade wenn diese Kinder offenbar aus sich selbst heraus schon so viel lernen wollten wären sie doch schulreif gewesen.

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von IngeA am 26.09.2018, 8:07 Uhr

Schulreife ist mehr als nur lernen wollen.
Mein Sohn konnte bei Schuleintritt noch nicht lesen, aber super rechnen. Er hat im September Geburtstag, ich hätte ihn gerne zurück gestellt, aber weder Kiga noch Schulärztin noch KiA haben das befürwortet.
Die ersten 2 Jahre waren locker, abgesehen von ziemlich großer Langeweile. In der 3./4. Klasse gab es dann aber Probleme, weil er mit dem ganzen "Drumherum" nicht mehr zurecht kam. Das richtige Übungsheft für die HA einstecken, schnell genug von der Tafel abschreiben, das richtige Buch zur richtigen Zeit rausholen, die ganze Organisation eben. Kognitiv war er schulreif, an der Alltagstauglichkeit hat es noch arg gehapert. In der 1./2. Klasse haben die Kinder da noch sehr viel Hilfestellung bekommen. Als die Hilfestellung weg war gings nicht mehr (und ich konnte sie ihm nicht geben, weil die Kinder die Arbeitsmaterialien in der Schule lassen mussten, außer die, für die HA)

LG Inge

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von memory am 26.09.2018, 8:52 Uhr

Naja es ging ja in diesem AP genau darum, um Kinder die vor der Schule schon weiter waren .......nat. antworten dann vorwiegend (wieviel 5? von insgesamt 100? im Forum) User weil es bei Ihnen so war.

Kind 1. war von Anfang an ein schwieriges Baby und auch ein sehr anstrengendes Kleinkind. Er kam mit 2 Jahren schon in den Kindergarten und konnte bis 10 Zählen ( hab es sogar im Portfolio , wo die Erzieherin festhält , wie er die Fließen im Bad zählt) . Spiele ..tja Kniffel , Mensch ärgere Dich nicht , dann Darts, Lego .... auch alles mit 3-4 Jahren .
Und das hatte eben nichts damit zu tun , das wir Eltern das so wollten, oder gar forderten , im Gegenteil, das Kind war immer am "lernen" :-(

Wir haben lange mit Gesundheitsamt und Schule hin und her überlegt, am Ende war aber die Schule und der Kindergarten dagegen , der eine weil es schon zu viele Kinder waren , der andere weil es sonst zu wenig gewesen wären in Ihren Einrichtungen. Außerdem kam bei uns ja dann noch eine andere Diagnose dazu.

Später sah man das nat. alles anders und hätte man doch mal eher blablabla....was aber auch wieder unser Glück war , weil ich somit in der " Hab ich ja gleich gesagt- Position "war .

Ich habe 2 Kinder und ja ich kann auch ohne Probleme schreiben , dass Kind 2 (gerade in Klasse 1. gekommen) weder lesen konnte und bis 10 manchmal noch seine kleinen Speckfinger benutzt. Und auch sonst ein völlig normales , ausgeglichenes Kind ist.

Von "ausgeglichen" , war beim Großen selten die Rede und auch jetzt Klasse 9. Gym. ist er ein "Nerd" dem alles im Bezug auf Wissen zu langsam geht ;-)

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von dana2228 am 26.09.2018, 9:04 Uhr

Schulreif nur weil man lesen und rechnen kann?? Ne ne, das denken viele.

Also meine Tochter konnte weder Lesen noch schreiben oder rechnen. Nach dem die erste Euphorie verfolgen war, tat sie sich etwas schwer. In ihrer Klasse könnte es aber auch kein wirklich. Jetzt in der dritten Klasse liest die fließend (wie die meisten) und rechnet im 100 erter Bereich (hier tat sie sich aber Recht schwer bis Mitte zweite Klasse) und kann schreibt sehr ordentlich Schreibschrift.
Ihr Zeugnis war super.

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von cube am 26.09.2018, 10:07 Uhr

Klar gehört zu schulreif mehr als das zu können. Aber dann sind wir doch genau bei dem Problem, dass die Hälfte der Klasse schon lesen, schreiben, rechnen kann, die andere Hälfte, der Lehrer das idR eben nicht so ausgleiche kann. Die "Guten" sind gelangweilt, die "normalen" enttäuscht, weil sie ihrer Meinung nach nicht so gut sind wie alle anderen.

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von IngeA am 26.09.2018, 10:12 Uhr

In der Klasse meiner Ältesten konnten 2 Kinder lesen, in der Klasse meines Sohnes kein Kind, in der Klasse meiner Jüngsten 1 Kind.

Ich weiß nicht wie groß eure Klassen sind, unsere sind anscheinend größer.

LG Inge

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von dana2228 am 26.09.2018, 10:18 Uhr

Da hast du Recht.
Eine gute Lehrerin sollte sie Kinder da abholen wo sie stehen.
Was natürlich nur theoretisch geht, bei 28 Kindern, davon 8 die kaum deutsch sprechen, zwei Autisten, eins mit LRS, drei mit ADHS, ........

Mal ehrlich, das Schulsystem kann das nicht Auffangen! Und von daher müssen Eltern was machen, die Frage ist halt warum VOR der Einschulung.

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von Jomol am 26.09.2018, 10:25 Uhr

Ich habe jetzt nicht alles gelesen. Meine Tochter ist in die Schule gekommen und konnte ein paar Buchstaben, aber nicht lesen und schreiben. Vollkommen in Ordnung. Ich selbst konnte das und habe mich schon ziemlich gelangweilt. Schreiben gelernt habe ich, indem ich Bilderbücher abgeschrieben habe. Lesen, weil ich meine Eltern gefragt habe, was das und das heißt. Besonders meinen Vater beim Zeitunglesen. Das einzige, was er hätte tun können, wäre mir die Auskunft zu verweigern gewesen. Und wie gemein ist das denn? Ich kenne hier niemand, der seinem Kind aktiv das Lesen und Schreiben beigebracht hätte. Manche können es aber trotzdem. Ich würde das auch nicht als Ausdruck großer Intelligenz ansehen, sondern mehr daß sich ein Kind zeitiger und ein anderes später dafür interessiert. Unterbinden würde ich ein Lerninteresse nicht. Das wär lieber gleich frustrieren statt später langweilen und das widerstrebt mir.
Grüße,
Jomol

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von Oktaevlein am 26.09.2018, 11:55 Uhr

"warum VOR der Einschulung."

Um das Kind nicht mit dem Satz "Das lernst du noch früh genug, warte mal, bis du in die Schule kommst" zu frustrieren. Ganz einfach.

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von SunnyGirl!75 am 26.09.2018, 12:54 Uhr

da kenn ich ein gutes Beispiel, mein Neffe wollte mit 4 "unbedingt" schreiben lernen.
Das waren vor allem Namen und Opa/Oma, Mama/Papa.
Aber... als er in die Schule kam tat er sich trotzdem extrem schwer schreiben und lesen zu lernen. Muss also gar nichts bedeuten!

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von kati1976 am 26.09.2018, 13:22 Uhr

Danke,diese Antwort ist super.

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von niccolleen am 27.09.2018, 8:58 Uhr

Das ist aber ein bisschen zu einfach als Antwort.
Warum sie dann nachher frustrieren? Koennte man darauf sagen.Ist es nicht egal, zu welchem Zeitpunkt man sie frustriert?

Vor der Einschulung gibt es hundert andere Moeglichkeiten, sie zu fordern und zu foerdern. Deshalb verkuemmern sie ja nicht. Und ausbremsen braucht man sie natuerlich auch nicht. Aber wie ein paar andere hier auch, bin ich halt noch immer nicht ueberzeugt davon, dass das tatsaechlich so ein substanzieller Teil aller Kinder ist, die mit 4 schon lesen koennen und sich das natuelrich auch selber beigebracht haben.

lg
niki

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von Jomol am 27.09.2018, 10:39 Uhr

Nein, viele sind das nicht, aber es gibt sie. Ich hätte mir gewünscht, daß ich einfach was anderes zu lesen bekommen hätte. Sie sollte ja nicht gleich ihren Unterricht umstellen. Aber damals war es seeehhr unerwünscht, daß ein Kind schon lesen kann, ich bin mir nicht sicher, ob meine Eltern was gesagt haben. Ich war immer angepasst und habe nicht gestört. Ich bin im Rückblick nicht mal sicher, daß die Lehrerin mitbekommen hat, daß ich lesen kann.
Grüße,
Jomol

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von niccolleen am 29.09.2018, 22:17 Uhr

Gut, wir waren ein belesener Haushalt, da war es immer ein leichtes, sich irgendwo Lesematerial zu suchen, und in der Schule hab ich unter der Bank fast immer vorgelesen (also vor-gelesen, was wir noch nicht hatten aus dem Schul-Lesebuch). Auf der Strasse und im Alltag gab es ja auch immer total viel zu lesen, wenn auch keine Geschichten.

Ich bin natuerlich nicht dafuer, Moeglichkeiten zu nehmen und Talente zu behindern. Manche Schulen sind ja auch heute noch extrem dogmatisch, z.B. die Rudolf-Steiner-Schulen bzw. Waldorfschulen.

lg
niki

Re: Angelehnt an die unter Frage, was habt ihr davon wenn euer Kind

Antwort von Ninal0301 am 12.10.2018, 10:44 Uhr

Auf dem Gymnasium erst gelernt bis 12 in Englisch zu zählen???
Sorry aber ganz ehrlich;das können hier schon alle 1.oder 2.-Klässler.
Und nicht weil die Eltern das beibringen sondern durch Geschwister,Videos auf Youtube,Peppa Pig usw.
Also mein Sohn konnte das mit 5 Jahren und auch alle seine Freunde-und NEIN,die sind nicht alle Überflieger oder so,teilweise sogar aus eher "bildungsfernen"Familien.

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