1. Schuljahr - Elternforum

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Geschrieben von like am 18.03.2004, 16:30 Uhr

An die Lehrerinnen und andere: Was tun bei langsamem Kind?

Unser Problem: Mein Sohn kann alles recht gut, ist aber fuuuurchtbar langsam - er macht beim Arbeiten ganz oft Pause und denkt und träumt vor sich hin mit der Folge, dass nichts in angemessener Zeit fertig wird. Wer weiß Rat? "Hetzen" hat ja wohl kaum Sinn. Aber was tun? Er wird spätestens in der 3. Klasse wegen seiner Langsamkeit massive Probleme kriegen - die jetzige Lehrerin akzeptiert ihn so wie er ist, sieht aber auch das Problem.

 
12 Antworten:

Belohnung für schnelles Arbeiten? = positive Verstärkung

Antwort von KH am 18.03.2004, 19:25 Uhr

Ich mache es in der Klasse häufig so, dass schöne Sachen (Freiarbeit, Lieder, spiele) danach kommen und langsame Schüler halt nicht in den Genuss kommen, weil sie erst ihre Arbeit fertig machen müssen. Meistens wirkt es recht bald.
Könnte mir vorstellen, dass das auch z.B. mit Hausaufgaben funktioniert. Nach einer angemessenen Frist, wird wenn die Hausaufgabe erledigt ist, etwas Schönes unternommen. Ist doch ein Ansporn sich zu beeilen, oder?

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Meinst du? ich finde eher, dass

Antwort von Biene am 18.03.2004, 20:06 Uhr

da ein Kind auch ganz schnell resignieren kann und dann ist der Ofen aus!

Meine Tochter hatte massive Probleme (von der Lehrerin geimpft bekommen), zwar andere, hat aber in der 1. Klasse schon nach einigen Wochen resigniert.....und gefangen hat sie sich erst in einem Schulsystem (Montessori) wo sie so angenommen wird wie sie ist und sie nicht immer gedrängelt wird. Aufeinmal bringt sie die Leistung die erwartet wird!

Frag dein Kind warum es langsam ist und ob er nicht ne Lösung weiss.

Ich halte nichts mehr davon, immer nur das Gute zu belohnen. Denn es gibt Kinder, die nicht kämpfen sondern aufgeben...


LG

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Re: An die Lehrerinnen und andere: Was tun bei langsamem Kind?

Antwort von like am 18.03.2004, 20:39 Uhr

Na ja, das Belohnungssystem und positiver Verstärkung versuche ich schon - es gibt Kreuzchen für zügig gemachte Hausis und ab einer gewissen Zahl ein Spielzeug. Haut aber bis jetzt nicht so toll hin. Das mit Montessori fände ich schon gut (auch ein Vorschlag der Lehrerin, da er sehr musische Begabungen hat), wenn es bei uns sowas gäbe, aber die nächste Schule wäre nur mit Internatsaufenthalt zu machen. Die jetzige Lehrerin arbeitet nach Montessori und ist eben für mein Kind sehr gut, aber was ist ab der 3. Klassen (da findet bei uns normalerweise der Lehrerwechsel statt)? Wie krieg ich ihn bis dahin soweit, zügig zu arbeiten? Bin weiter für Tipps furchtbar dankbar. Selber weiß er nicht, woran es liegt, es sagt eben, er kann es nicht schneller. Ich will ihm ja auch nicht einreden, dass er langsam ist und spreche das Thema deshalb nur sehr wenig und behutsam an.
Muss vielleicht dazu noch sagen, dass er langjährige Probleme mit Paukenergüssen hatte, die im Moment allerdings (dank 6ter Paukenröhrchen) ganz gut im Griff sind. Aber das hat ihn meines Erachtens schon geprägt in seiner "Träuerei" und seinem Arbeitsverhalten.

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Paukenröhrchen?! Im Ernst? Davon raten die Ärzte doch nur ncoh ab! Weil

Antwort von Biene am 18.03.2004, 21:41 Uhr

das Trommelfell künstlich offen gehalten wird und damit Keime freie Bahn haben.

Hat er Probleme mit Polypen?

Warum keine Op? Oder mal ein anderer Arzt?
LG

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Re: Paukenröhrchen?! Im Ernst? Davon raten die Ärzte doch nur ncoh ab! Weil

Antwort von like am 18.03.2004, 22:32 Uhr

Die Polypen sind schon lange raus und auch nicht nachgewachsen. Hat aber das Problem nicht gelöst. Solange er Paukenröhrchen hat, ist er absolut beschwerdefrei, keinerlei Ergüsse oder Mittelohrentzündungen. Das Problem bei ihm ist nur, dass die bei ihm immer zu bald wieder rausfallen. Nun hat er sogenannte Dauerröhrchen, die man eigentlich wieder herausoperieren muss - aber siehe da, bei ihm fällt selbst das nach einem 3/4 Jahr aus dem einem Ohr wieder von alleine raus - im anderen liegt´s noch. Dass die Ärzte hiervon abraten, ist mir allerdings absolut neu - auch im Internet und bei HNO-Kliniken wird das nach meinem Informationsstand weiterhin als erfolgversprechendste Methode bei andauernden Paukenergüssen nach Polypenentfernung gehandelt.

Aber das ist eigentlich nun ein anderes Thema, trägt nur vielleicht zum Gesamtproblem noch seinen Anteil bei.

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Auf einmal bringt sie die Leistung, die erwartet wird.

Antwort von KH am 19.03.2004, 16:00 Uhr

Der Satz macht mich schon nachdenklich. Wer erwartet welche Leistung. Unlängst habe ich mit meinem Schulrat genau über dieses Thema gesprochen. Ich kann so sehr auf das einzelnen Kind eingehen wie ich will, es muss eine bestimmte Norm erfüllen, die mir z.B. durch den Lehrplan, durch den Übertritt aufs Gymnasium vorgegeben wird.
Auf der Montessorischule ist das angeblich einfacher, da steht das Kind im Mittelpunkt. Doch spätestens wenn es aus der Schule kommt gelten andere Leistungsstandards. bitte schiebt das Leistungsversagen der Kinder nicht immer auf die Schule und uns Lehrer.
Im übrigen merkt es ein Träumer gar nicht wie langsam er/sie ist. wie soll es denn dann eine Lösung wissen. es gibt ja auch Tage, da geht uns die Arbeit zäh von der Hand und andere da flutscht es.
Außerdem glaube ich, wenn ein Kind aufgegeben hat, kann es auch keine Antwort geben, außer "ich kann das nicht." Und dann liegt es an mir, der Lehrkraft, den Eltern, ihm zu zeigen, welche Fortschritte es gemacht hat. Das ist doch das Gute belohnen, die positive Verstärkung.
Im übrigen möchte ich mich noch einmal dagegen wehren, dass nur das andere Schulsystem die Kinder so annimmt, wie sie sind. So etwas ist immer personenabhängig und ich kenne viele, viele Kollegen, die sich darum immer wieder bemühen. Ich habe auch schon den umgekehrten Fall erlebt. Ein Kind kam von der Montessorischule in meine Klasse. Dort hatte sie große Probleme mit Mathematik. Durch mein "dauerndes Drängeln" hatte sie nach einem halben Jahr keine Probleme mehr, weil sie sich eben damit auseinandersetzen musste. Die Mutter erzählte mir, dass es ihr sogar inzwischen Spaß machte.

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Re: Paukenröhrchen?! Im Ernst? Davon raten die Ärzte doch nur ncoh ab! Weil

Antwort von Biene am 19.03.2004, 17:34 Uhr

Mhhh....ich hab zwar schon anderes gehört, aber bei den Fällen war noch keine Polypen OP gemacht worden. Vielleciht ist das ein Unterschied.

LG Biene

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Re: Auf einmal bringt sie die Leistung, die erwartet wird.

Antwort von like am 19.03.2004, 20:58 Uhr

Ich muss dir Recht geben und auch wieder nicht. Gerade die Lehrerin meines Sohnes im "konventionellen" Schulsystem ist echt klasse und sieht in allen Kindern erst mal ihre Stärken. Aber sogar ihre Erfahrung (und auch meine - ich habe auch noch einen 4-Klässler) zeigen eben, dass auch sehr viele Lehrer unreflektiert die Leistungsprinzipien unserer Gesellschaft (schneller - fitter - besser...) übernehmen - nicht gerade zum Wohle der einzelnen Kinder - und den Kindern oft gnadenlos ins Gesicht sagen, dass sie den Anforderungen nicht genügen. (Mir fällt jetzt irgendwie spontan Erfurt ein - aber das hatte sicher ganz viele Ursachen). Und uns Erwachsenen tut diese ganze Systematik ja auch nicht gut - wenn ich mir anschaue, wie´s draußen in der Industrie zugeht - v.a. bei unserer Wirtschaftlage - und wieviele Menschen daran kaputt gehen. Wenn ein Kind dieser an es gestellten Norm entspricht, ist das ja soweit ok (wie beim meinem Ersten). Aber muss man denn ein Kind seelisch kaputtmachen, nur weil es nach einer anderen "inneren Uhr" tickt (und das passiert teilweise in unseren Schulen - natürlich gibt es auch viele gute Lehrer - aber wo bleibt für die bei einer Klasse mit 30 Kindern die Zeit, sich des einzelnen anzunehmen ??). Na ja, ich suche eben einfach nach Tipps, wie ich meinem Kind ohne großen Druck ermöglichen kann, sich dem System anzupassen, so dass es in seiner gewohnten Umgebung glücklich zur Schule gehen kann.

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war blöd ausgedrückt......hatte vor dem Abschicken schon

Antwort von Biene am 20.03.2004, 20:11 Uhr

überlegt es umzuformulieren, aber das war mir dann wurscht.

Von Regelschulen halte ich nix mehr, allein schon, weil ich gesehen habe wie machtlos ich gegenüber der Lehrerin bin. Sie ist einfach nur unfähig zu unterrichten. Hat meine Tochter systematisch fertig gemacht.
Nach wenigen Wochen hatte meine Tochter in der Schule 'dicht' gemacht, die Lehrerin hatte gesagt, sie sei dumm und solle zurück in den Kiga, sie hat sie schikaniert wos nur ging.

Nun auf der Montessori ist sie wieder aufgeblüht und macht prima mit. Aufeinmal klappt es mit dem Lesen und Schreiben und Rechnen wieder einwandfrei!!! Das meinte ich eigentlich mit 'Leistung, die erwartet wird'. Also Schulleistung, die in der Schule gelehrt werden, kommen bei ihr an und sie wendet sie auch an.
Vorher konnte sie zwar auch alles, aber eben nur daheim oder im Hort....aber das alles ist eine laaaange Geschichte.....

Alle Unklarheiten geklärt?



LG Biene

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Re: An die Lehrerinnen und andere: Was tun bei langsamem Kind?

Antwort von bine* am 21.03.2004, 10:59 Uhr

Hallo,

ich habe hier auch so ein Kind ;0) das alles langsam angeht und verspielt und verträumt. sie ist allerdings erst 4 und ich lasse ihr das noch.
Meine Große hat eine Freundin die seeehr verträumt ist, ihre Mutter könnte immer mal ausflippen, aber im Laufe der Zeit hat sich das etwas gegeben. Im KiGa war sie sehr verträumt und die Erz hatten schon bedenken wegen der Einschulung, aber jetzt in der Schule gibt es kaum Probleme, sie hat sich angepasst, die Lehrerin hat ihr anfangs Hilfestellung gegeben, dann immer weniger und jetzt klappt es. Gut *gr* dafür träumt sie jetzt zu Hause um so mehr, aber das ist für ihre Mutter ok.
Die Freundin meiner Kleinen ist auch sehr verträumt und ihre mutter kennt das noch von sich und sagt eben auch, das sie das in der Schule von alleine gemerkt hat das das soooooo nicht weitergeht. Sie hat mittlere Reife und einen Job, also.

Ich würde mir da mal keine sooo großen Gedanken machen, immerhin hat er ja auch noch 2 Jahre Zeit und Kinder können sich auf einen Lehrkörperwechsel oft besser einstellen als wir Eltern.

Vor allem hat mich das "Blokieren" an meine Kleine erinnert. Wir haben dieses Tehma beim Durchschlafen im eigenen Bett, wo ich jetzt gesagt habe für jede Nacht die sie im eigenen Bett schläft bekommmt sie einen Glitzergelstift. War absolut uninteressant, wobei sie für die Stifte ihre linke Hand hergeben würde. Also habe ich dieses Thema fallen gelassen und siehe da, die ganze letze Woche kam sie nicht!
Laß ihn in Ruhe, stärke sein Selbsbewußtsein, das kann er dann vielleicht nochmal gebrauchen in der Dritten, laß ihn die Schule geniessen, der Rest kommt von alleine.



lG bine

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Re: An die Lehrerinnen und andere: Was tun bei langsamem Kind?

Antwort von like am 21.03.2004, 17:18 Uhr

Danke, das waren jetzt mal interessante und fruchtbare Gedanken. Aber genau darüber bin ich mir ganz im Unklaren, ob ich ihn in Ruhe lassen soll oder versuchen soll, irgendwie fördernd einzugreifen. Das mit dem Selbstbewusstsein gibt eben auch zu denken - und ich denke eben, egal ob das gut oder schlecht ist, ist es für Kinder in der 3. / 4. Klasse eben noch ziemlich unmöglich, "ihr Ding" gegen die Meinung des Lehrers durchzudrücken - später geht das vielleicht leichter...

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Re: An die Lehrerinnen und andere: Was tun bei langsamem Kind?

Antwort von nicolay am 26.03.2004, 15:08 Uhr

Vielleicht hilft ein bischen Kaffee, natürlich stark verdünnt mit Milch?

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