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  Geburt und die Versorgung danach
Geschrieben von märz222010 am 20.02.2013

Wie hoch ist das Risiko einer erneuten Atonie

Guten Abend und vielen Dank schon einmal für die Möglichkeit sich hier einen fachlichen Rat einholen zu können.
Ich habe vor drei jahren unseren Sohn geboren, nach geplanter Hausgeburt wurde aufgrund eines Geburtsstillstandes nach über 40 Stunden ein KS durchgeführt. Als ich aus dem OP rausgeschoben werden sollte bemerkten die Pfleger das das Blut schon von dem Tisch lief, ich hatte eine Uterusatonie, die sich nur schwer in den Griff kriegen lies. Ich verlor ca 2,5 Liter Blut, meine Nieren versagten vorrübergehend, meine Vene kollabierten und man fand keine Zugänge mehr für Nadeln, und ich erbrach laufend und niemand konnte sich um mich kümmern weil alles um mich herum sehr hektisch wurde. Faktisch habe ich dennoch alles recht gut überstanden, auch wenn das Trauma bis heute anhält.

Jetzt meine Frage: Ich bin nun erneut in der 8.SSW schwanger und ich möchte gerne wissen wie hoch ist das Risiko einer erneuten Uterusatonie und kann man sie definitiv mit entsprechender Vorbereitung wie z.B. Bereitstellung bestimmter Medikamente gut in den Griff bekommen???
Kann ich vielleicht selbst vorbeugend irgendetwas tun?? Worauf sollte ich achten?
Denn ich möchte diese enorme Ansgt zu sterben, nie mehr erleben müssen und merke nun das mich immer wieder die Angst beschleicht!


Vielen Dank für ihre Antwort........
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Re: Wie hoch ist das Risiko einer erneuten Atonie

Antwort von Dr. S. Kniesburges, St. Marienkrankenhaus Ratingen am 20.02.2013
 
Hallo,
Ursache der Atonie war mit großer Wahrscheinlichkeit die sehr lang dauernde Geburt. Das hat dazu geführt, dass die Gebärmuttermuskulatur völlig ausgepowert war, so dass sich die Gebärmutter dann nach der Geburt nicht mehr kontrahieren konnte. Wenn man einen protrahierten, lang dauernden Geburtsverlauf vermeidet, wird sich auch die Atonie nicht wiederholen. Es sollte eine aktive Leitung der Nachgeburtsperiode mit Oxytocingabe nach der Geburt durchgeführt werden und eine Oxytocininfusion für den Fall der Fälle vorbereitet sein. Sie selber können nichts vorbereitendes tun.

Dr. S. Kniesburges, St. Marienkrankenhaus Ratingen

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