Wie fühlen sich Wehen an?
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Generationen von Müttern haben versucht, den Wehenschmerz zu beschreiben.
Aber wie beschreibt man etwas, das völlig individuell ist? Manche sagen,
dass die Wehen wie große Wellen sind, die durch den Körper fluten oder als
ob ein großer Gürtel um den Unter- bauch immer fester gezogen wird. |
Andere beschreiben, dass Wehen am Anfang dem Regelschmerz mehr oder weniger
ähneln. Das mag für die eine oder andere Frau ein Anhaltspunkt sein. Was aber,
wenn eine Frau nie Regelbeschwerden hatte?
Eine weitere Beschreibung: ein Ziehen in der Kreuzbeingegend, dem
Leistenkanal oder in den Oberschenkeln. Diese Empfindungen rühren daher,
dass die Gebärmutter von einem Geflecht aus Bändern und Sehnen gehalten und
getragen wird. Kontrahiert sich die Gebärmutter, wird an diesen Bändern und
Sehnen ein Zug ausgeübt. Dieser überträgt sich bis zu den Ansatzpunkten der Bänder und Sehnen am
Knochengerüst und hat darüber hinaus Einfluss auf die Muskulatur.
Am deutlichsten kann die werdende Mutter die Wehen am Ende der Eröffnungsphase
lokalisieren und beschreiben. Zu diesem Zeitpunkt ist das Zusammenziehen der Gebärmutter an Ihrem höchsten Punkt am besten zu ertasten - der
gesamte Bauch verhärtet sich. Aber auch hier gilt: das Schmerzempfinden und
die Schmerztoleranz ist von Frau zu Frau sehr verschieden - eine allgemeine Aussage
über die Heftigkeit ist deshalb nicht möglich.
Manche werdende Mutter hat Bedenken, dass sie nicht mitbekommt, wann es soweit
ist. Auch das beschreiben die Mütter: wenn das Kind kommt, dann wird reflektorisch die Bauchpresse (das Zusammenziehen der Bauchmuskeln) zur Hilfe genommen und dann gibt es kein
Halten mehr. Der Drang das Kind heraus zu schieben wird so mächtig, dass
Frau dem gerne nachgibt!
Hier finden Sie viele weitere Infos zum Thema Wehen.
Jenni Zwick
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