So fließt die Milch

Mama mit Baby an der Brust

© fotolia, Svetlana Fedoseeva

Es kann gut sein, dass ab und zu etwas Milch aus der Brust tropft - Stilleinlagen können hier sehr hilfreich sein. Grundsätzlich aber fließt die Milch erst dann richtig, wenn Ihr Baby an der Brust saugt. 

Zuerst bekommt Ihr Baby die etwas fettärmere vordere Milch. Diese wässrige Milch stillt den Durst, macht aber nicht anhaltend satt. Die sattmachende, fette und nährstoffhaltige Hintermilch kommt etwas später direkt aus den Milchbläschen. Hormone sorgen dafür, dass diese Milch fließt: Wenn Ihr Kind saugt, schüttet Ihr Körper Prolaktin und Oxytozin aus. Diese Hormone steuern den Milchfluss und den Milchspendereflex. Die Milchbläschen ziehen sich zusammen und pressen die Milch in die Milchgänge.

Anfangsphasen beim Stillen

Besonders in der Anfangsphase des Stillens kann es sein, dass es bis zu drei Minuten dauert, bis der Milchspendereflex einsetzt. Spürbar wird dies, wenn es prickelt und zeiht in der Brust. Besonders wenn das eigene Baby schreit, spüren viele Mütter dieses Ziehen.  

Mutter und Kind brauchen etwas Geduld, bis das Stillen reibungslos klappt. Das Baby muss lernen, dass es anstrengend ist, die Milch anzusaugen. Hungrige Neugeborenen werden oft etwas ungeduldig und schreien an der Brust, wenn die Milch nicht sofort fließt, um den Hunger zu stillen. Sie müssen erst lernen, dass es etwas Arbeit kostet, sie jedoch zuverlässig für ihre Mühe belohnt werden.

Bis die Brustwarzen an die neue Beanspruchung gewöhnt sind, kann das kräftige Ansaugen unangenehm und auch etwas schmerzhaft sein. Stillende sollten versuchen, das Baby trotzdem an der Brust zu lassen, bis das Kind zu einem ruhigeren Saugrhythmus findet. Je enger Sie und Ihr Baby zu einem Stillteam zusammenwachsen, desto besser spielt sich der Milchspendereflex ein. Später fließt die Milch bei vielen Frauen fast von alleine, wenn Sie nur ans Stillen denken.

An der zweiten Brust anlegen

Während Ihr Baby noch an der ersten Brust trinkt, sorgt der Milchspendereflex dafür, dass sich die Milchbläschen in der zweiten Brust zusammenziehen. Hier mischt sich die durststillende, vordere Milch gleich mit der nährstoffhaltigeren hinteren Milch aus den Bläschen. Ein wunderbarer "Nachschlag", den Ihr Baby mit weniger Anstrengung trinken kann. Auch das ist ein Grund dafür, dass Ihr Kind zumindest anfangs immer an beiden Seiten trinken sollte.

Tipp: Stress, Aufregung oder Schmerzen können den Milchspendereflex blockieren. Daher ist es ideal, wenn Sie und Ihr Baby sich viel Ruhe gönnen und sich so oft wie möglich von allem Trubel zurückziehen. Sollten Sie Schwierigkeiten beim Stillen haben, sprechen Sie mit Ihrer Nachsorgehebamme oder mit einer erfahrenen Stillberaterin. Stillkrisen sind normal und können in den unterschiedlichsten Phasen auftreten.

Zuletzt überarbeitet: Februar 2019

Fragen zum Thema an die Stillberaterinnen Biggi Welter und Kristina Wrede

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