Stillen Babys sich von selbst ab?

Brei und Milchflasche

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Die meisten Babys möchten zwischen dem 5. und 7. Lebensmonat feste Nahrung ausprobieren. 

Sie beobachten interessiert und neugierig, was sich die Großen alles in den Mund schieben. Mit der ersten Beikost geht deshalb auf ganz natürliche Weise die Stillzeit langsam zu ende.

Stillen ist Nähe und Geborgenheit

Babys, die vollgestillt wurden, verlangen meistens im Laufe des ersten Lebensjahres noch regelmäßig nach der Brust - besonders abends als Einschlafritual wollen die Kinder nicht auf das Stillen verzichten. Den Kindern geht es beim Stillen nicht nur um Nahrungsaufnahme, sondern auch um Nähe und Geborgenheit und den intensiven Kontakt zur Mutter.

Wann das Baby mit Beikost anfängt, ist sehr individuell. Ideal ist es, wenn die Eltern dem Kind Beikost anbieten, sobald es Interesse an Nahrung zeigt. Der Appetit des Babys auf Brei wird im ersten Jahr immer größer - das Verlangen nach Stillmahlzeiten nimmt hingegen ab. Deshalb saugen Kinder während des natürlichen Abstillprozesses an der Brust immer kürzer und weniger intensiv und trinken so weniger pro Mahlzeit.Dadurch wird die Muttermilch im ersten Lebensjahr zuerst durch Beikost ergänzt und später ganz durch sie ersetzt.

Abstillen ist sehr individuell

Wann sich das Kind vom Stillen ganz verabschiedet, ist völlig individuell. Sehr viele verschiedene Faktoren spielen eine Rolle. Zum Beispiel das Temperament Ihres Kindes, sein Interesse an fester Nahrung, sein Kuschelbedürfnis und vor allem Ihre eigene Bereitschaft, weiterhin zu stillen.

  • Falls es Ihnen egal ist, wann Ihr Kind sich abstillt, kann es sein, dass Sie mehrere Jahre stillen. Warum auch nicht? Es gibt keinen festen Zeitpunkt, zu dem Sie abgestillt haben müssen. Sie können auch Ihr Kleinkind noch stillen, wenn Sie beide das möchten. Wobei das Stillen mit zunehmendem Alter Ihres Babys seine Rolle als Hauptnahrungsquelle verliert. Auch gestillte Babys brauchen im zweiten Lebenshalbjahr Beikost, um ihren Energie- und Nährstoffbedarf zu decken.
  • Wenn sie aber nach sechs Monaten das Kind nicht mehr vollstillen möchten, ist das auch in Ordnung. Auch Ihre Bedürfnisse zählen in der Stillbeziehung. Hier finden Sie Tipps zum Abstillen. 
  • Falls Ihr Kind den Abschied vom Stillen sehr zügig vollzieht, kann es sein, dass Ihre Brüste spannen und schmerzen. Sie können Ihre Milchproduktion drosseln, in dem Sie täglich zwei bis drei Tassen Salbeitee trinken. Auch kalte Auflagen bremsen die Milch. Es tut außerdem gut, behutsam gerade so viel Milch auszustreichen, dass die Brust nicht zu sehr spannt. Auch homöopathische Mittel helfen auf sanfte Weise - fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Hebamme danach.

Zuletzt überarbeitet: Februar 2019

Fragen zum Thema an die Stillberaterinnen Biggi Welter und Kristina Wrede

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Alexandra10

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