Hilfe bei Mobbing in der Schule

Maedchen mit beiden Haenden am Kopf

© fotolia, WavebreakmediaMicro

Mobbing immer ernst nehmen

Mobbing ist viel mehr als Streit unter Kindern oder ein schlechtes Verhältnis zum Lehrer. Mobbing kann massive psychische, physische und soziale Folgen für die Opfer haben. Mobbing-Opfer reagieren oft Jahre später aggressiv - auch gegen sich selbst.

Alpträume, Ängste, selbstverletzendes Verhalten, ein gestörtes Selbstwertgefühl, Traumata bis hin zum Suizid können die Folgen sein. Bekommen Eltern, Lehrer und Schulleitung das Problem nicht in den Griff, muss das Opfer meist die Schule wechseln.

Wie man Mobbing erkennt

Oft schämen sich die Opfer für ihre Situation und teilen sich deshalb niemandem mit. Merkt man als Eltern, dass das Kind leidet, es nicht mehr in die Schule will, es Angst vor dem Schulweg hat, seine Leistungen abfallen oder es sich zurückzieht, dann könnte Mobbing der Grund sein. Suchen Sie deshalb den Kontakt und das Gespräch zu Ihrem Kind. Lesen Sie hier mehr darüber, wie man Mobbing erkennt.

Wichtig zu wissen: Je länger das Kind dem Mobbing ausgesetzt ist, desto wahrscheinlicher werden körperliche oder seelische Beeinträchtigungen und desto schwieriger ist es, eine Lösung zu finden.

Wo finden Mobbing-Opfer Hilfe?

Ein Merkmal von Mobbing ist, dass sich die Opfer nicht mehr gegen die Übergriffe wehren können. "Kinder, die gemobbt werden, brauchen Hilfe von außen", so Dr. Volk. Deshalb sind die Eltern gefragt. Sie müssen sich für ihr Kind einsetzen, das Gespräch mit dem Lehrer, dem Schulpsychologen oder dem Beratungslehrer suchen. Als unabhängige Instanz gibt es in manchen Bundesländern auch Schulberatungsstellen, an die man sich wenden kann. Hier findet man kompetente Unterstützung von Psychologen und Pädagogen. "Selbst den Mobbing-Täter zur Rede stellen oder seine Eltern anrufen, sollte man auf keinen Fall", rät Dr. Volk, "das verschärft die Situation meistens noch."

Über Mobbing in der Schule sprechen!

Lehrer können versuchen, das Thema im Unterricht zu behandeln und eine Unterstützergruppe für das Mobbing-Opfer organisieren. Dabei versucht man andere Mitschüler zu gewinnen, die sich in kritischen Situationen für das Opfer einsetzen, ihm beispringen und wenn nötig auch schützend vor ihm stehen. Die Täter erkennen dann, dass das Opfer nicht mehr alleine ist und ihnen Grenzen gesetzt werden. Gelingen diese Maßnahmen nicht, so bleibt die Situation verfahren. "Alleine haben Mobbing-Opfer keine Chance. Sie verlassen meist die Schule und gehen dadurch für die Täter als Verlierer aus der Situation", so die Erfahrung von Schulpsychologe Dr. Volk.

Zuletzt überarbeitet: Dezember 2018

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