Mehrsprachig aufwachsen

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Geschrieben von DK-Ursel am 04.04.2018, 20:26 Uhr

Zweisprachiges Baby - wie macht man's am besten?

Hej Nina!

willkommen hier, wo lauter Praktiker und erfahrene mehrsprachige Familien mit kindern allen Alters sitzen!
;Man merkt, daß Du auch beruflich mit Sprache zu tun hast - soviel Gedanken habe ich mir nie gemacht, sondern einfach losgeredet!
Es stand für uns fest, daß unsere Kinder zweisprachig würden.
Vater ist Däne, wir leben in DK mit damals dän. Verwandtschaft in der Nähe, ich war also auch auch die einzige, die für Deutsch zuständig war.
Das ist ja nun mal auch keine untypische Situation und mit Nähe zu Dtld. (oder Du in einem dreisprachigen land) ist es doch ungleich leichter, sein Kind Kind auch Deutsch zu erziehen - stell Dir mal vor, wie sich mensch in den USA und Australien, China oder .. fühlen --- und umgekehrt.
Und auch das geht.
Unsere Töchter sind inzwischen erwachsen, fließend zweisprachig auf in beiden Sprachen sehr hohem Niveau und dies alles ohne Theorie.
Ganz im Gegenteil habe ich, als wir bei einer Studie mitgewirkt haben ,die in einem Ratgeber für mehrsprachige Eltern resultierte, festgestellt, daß ich die paar Prinzpien, die ich mir im Laufe von frühen Internetdiskussionen angeeignet hatte, eigentlich nie brauchte:
Wichtig sind die zeit und die Selbstverständlichkeit.
Zeit ist klar - je mehr man eine Fremd- oder auch Muttersprache hört und übt, umso besser läuft´s damit.
Selbstverständlichkeit heißt, daß Ihr es so machen müßt, wie es EUCH am besten paßt .- - da kann, wie ich in Eurem Fall mit Blick auf die Zeit für die Nichtumgebungssprache ja durchaus raten würde - Familiensprache Deutsch noch so nützlich sein... wenn es nicht geht, wenn es nicht paßt, wenn einer von Euch sich dabei gehandicapped, nicht wohlfühlt, wird es"Zwang" und unecht.
DAS merken Kinder (bei allem, nicht nur bei Sprache) und DA kommen dann wirklich die Fragezeichen.
Je selbstverständlicher es ist, daß alle ihre eigene Sprache reden, daß bei Euch 2 Sprachen vorkommen, umso weniger wird das hinterfragt - wie Zähneputzen, frische Wäsche anziehen oder schlafengehen.
Ihr lebt in der franz.Schweiz?
Dann hört Euer Kind "richtiges" Französisch - mach Dir also nicht zuviele Sorgen um das des Vaters.
Mein Mann hat Deutsch mit mir geredet, mit Fehlern, die Kinder haben sie nicht übernommen.
Dein Mann kann auch durch Vorlesen "richtiges" Französisch ans Kind bringen und es gibt später dann ja auch TV und Filchen, Lieder etc., die helfen.
(Wobei TV bei uns meistens in der dt. Sprache ablief, der Rest war auch aufgeteilt auf beide Sprachen.)

Also, gar nicht zuviel theoretisieren, sondern laßt es auf Euch zukommen.
Meine Erfahrung ist,d aß sich dann einspielt, wie es am natürlichsten für alle abläuft.
Und es ist absolut möglich, als einzige Person weit und breit seinen Kindern die eigene Sprache in gutem Ausmaß zu vermitteln - man muß nur jede Chance nutzen, vor allem wenn sie kleine sind, denn mit zunehmendem Alter dringt die Umgebungssprache in Gestalt von Freunden und außerhaus-Betreuung ja ins das Leben ein.

Alles Gute für Zukunft und lies doch einfach weiter hier mit, da kommen oft Fragen, die Dir vielleicht auch helfen können.
Wir hören auch gern, wie es dann so bei Euch läuft!
Gruß Ursel, DK

 
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