Vorlesen macht Kinder schlau

Vorlesen macht Kinder schlau

© fotolia, Dmitry Ersler

In der Vorweihnachtszeit wird es draußen schon früh dunkel. Nutzen Sie diese stillen Stunden, machen Sie es sich mit Ihrem Kind auf dem Sofa gemütlich und nehmen Sie ein Buch zur Hand.

Vorlesen ist das Beste, was sie für die sprachliche und geistige Entwicklung Ihres Kindes tun können! Eingekuschelt in Mamas oder Papas Arm wird es der spannenden Abenteuergeschichte oder dem lustigen Weihnachtsmärchen sicher fasziniert lauschen.

Warum Vorlesen so wichtig ist

Lesen ist die Grundlage für unsere Fähigkeit zu Kommunikation. Es ist die Voraussetzung für jedes Lernen und Verstehen und damit der Schlüssel zum Erfolg in der Schule und später im Beruf. Das gemeinsame Anschauen von Bilderbüchern und das Vorlesen weckt auf spielerische Weise die Lust an der Sprache und führt Ihr Kind damit ganz behutsam ans selber Lesen heran.

Vorlesen fördert die individuelle Sprachentwicklung, indem es Ihr Kind mit neuen Worten und Satzstrukturen vertraut macht. Gleichzeitig unterstützt es seine Fähigkeit, eine Zeitlang stillzusitzen und konzentriert zuzuhören. Vor allem kleine Zappelphilipps profitieren davon. Es stärkt die Logik, die Wahrnehmung und das Gedächtnis Ihres Kindes und macht es auf diese Weise tatsächlich "schlau". Es fördert die Fantasie, indem es Bilder in den Kopf zaubert, und nicht zuletzt die Kreativität, wenn es Ihr Kind dazu anregt, das Gehörte zu malen oder sich selber eine Geschichte auszudenken.

Übrigens: auch große Kinder, die selber schon gut lesen können, profitieren noch vom Vorlesen. Beim Zuhören fällt das eigene, mühsame Entschlüsseln der Worte weg. Dadurch kann sich Ihr Kind ganz allein auf den Inhalt des Textes konzentrieren und versteht ihn besser.

Tipps fürs Vorlesen

  • Das Vorlesen zum Ritual machen
    Im Idealfall sollten Sie Ihrem Kind jeden Tag mindestens ein Viertelstündchen vorlesen. Am besten lässt sich das ins Gute-Nacht-Ritual vor dem Einschlafen einbauen. Auf diese Weise kommt man nach dem hektischen Tag schön zur Ruhe und ganz nebenbei wird auch noch das Bedürfnis nach Körperkontakt und Kuscheln befriedigt.
  • Zum Lesen braucht man Ruhe
    Ein Fernseher, der nebenbei läuft, oder quengelige Geschwister stören diese Ruhe. Nehmen Sie sich für Ihr Kind Zeit, die dann auch ausschließlich ihm gehören sollte. Das tut besonders denjenigen gut, die Mamas Aufmerksamkeit tagsüber mit einem jüngeren Brüderchen oder Schwesterchen teilen müssen.
  • Bücher selbst aussuchen lassen
    Kinder wollen und sollen selber bestimmen, welche Geschichte Sie hören möchten. Wundern Sie sich nicht, wenn das wochenlang immer dieselbe ist. Die Wiederholung vermittelt ihnen Vertrautheit und Geborgenheit. Scheuen Sie sich aber auch nicht, Ihrem Kind zu sagen, wenn Sie ein Buch nicht (mehr) vorlesen möchten. Eine Geschichte, die man selbst nicht mag, kann man auch nicht mit Begeisterung vortragen.
  • Zwischenfragen erlauben
    Lesen für Kinder sollte kein einseitiger Monolog sein. Zwischenfragen, in den Seiten vor-und zurückblättern, Bilder erklären - das sollte jederzeit möglich sein. Dabei merken Sie dann auch, ob Ihr Kind wirklich begeistert bei der Sache ist. Unterbrechen Sie ruhig mal an einer spannenden Stelle und lassen Sie Ihr Kind erzählen, wie es weitergehen könnte. 
     

Welches Buch für welches Alter?

Schon ganz kleine Kinder ab etwa 6 Monaten lieben es, Stoff-, Plastik- oder Fühlbücher mit den Händen und dem Mund zu entdecken. Ab etwa einem Jahr kann man gemeinsam Bilder- und Wimmelbücher mit Tieren, Autos oder Alltagsituationen anschauen. Wichtig ist hier: viel fragen und viel erklären. Mit zunehmendem Alter werden Vorlesegeschichten und längere Texte immer wichtiger und die Bilder treten in den Hintergrund. Dass Sie Ihr Kind mit einer Geschichte über- oder unterfordert haben, merken Sie übrigens ganz schnell, wenn es Ihnen nicht mehr aufmerksam zuhört.

Bücher sind tolle Weihnachtsgeschenke

Oma, Opa, Freunde, Bekannte, alle möchten Ihrem Kind zu Weihnachten eine kleine Freude machen. Mit einem schönen Vorlesebuch kann man nichts verkehrt machen, und es ist - mit einer kleinen Widmung versehen - auch viel persönlicher als manch andere Spielsachen.

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