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Geschrieben von Kacenka am 12.03.2018, 14:33 Uhr

Wie sehen denn die im Ausland Verheirateten Benediktes Frage?

dann gehöre ich wohl auch hierher, obwohl ich noch nicht soo lange hier bin - seit der Geburt unseres Grossen, also vor 7,5 Jahren. Allerdings habe ich vorher hier auch schon phasenweise studiert und folglich gewohnt und eben meinen mann kennengelernt.
Niemals werde ich mich als Tschechin fühlen, obwohl man mich oft mit einer verwechselt (wenn man nicht GANZ genau hinhört, fehler mach ich eher im schriflichen...).
Trotzdem fühl ich mich hier mitlerweiler wohler als in meiner Heimatstadt, mit der ich mich nie wirklich verbunden gefühlt habe. Klar, ich kenn mich aus, aber es wird dort dauernd gebaut, viele Freunde sind längst weggezogen und zu anderne habe ich längst keinen Kontakt mehr. Vielleicht liegt es auch daran, dass meine Eltern beide hier zugezogen waren, unsere restlichen Verwandten also wieder woanders wohnen.
Dort habe ich auch eine Weile gewohnt - war schwierig - ich war zu Hause und auch wieder fremd. Also lieber gleich ganz offiziell gut integrierte Ausländerin :-) hier habe ich mittlerweile viele Freundschaften, verstehe mich gut mit Kollegen, und natürlich habe ich hier meine mikrofamilie inkl. Schwiegereltern (wenn auch eine Autostunde entfernt). Über hiesige Gepflogenheiten, Landeskunde, Kultur lerne ich stetig hinzu. Andererseits ist der Unterschied auch nicht SOO riesig - wenn wir zu meinen Eltern fahren, kommt mir die Grenze unwichtig vor.
ABER: das SCHUL- und BILDUNGS-system macht soo viel aus. Mir gefällt bisher, wie und was mein Sohn lernt. Deutsch lesen lernt er auch so. Ob er später mal einen doppelten schulabschluss machen will, wird er selber mitentsccheiden .
Aber was man z. B. an Gedichten auswendig lernt - und kollektiv inden Köpfen steckt und auch vorausgesetzt wird (wenn z. B. Witze gemacht werden usw), da ist soo viel!
Also werden - wie es bisher aussieht - meine Kinder wohl eher Tschechen sein.
Ich bleibe in Dtl. aufgewachsene zweisprachige - heimatlose (aber deswegen kaum unglückliche). Mit dieser Identität habe ich mich als Kind eher rumgeplagt, inzwischen ist das für mich eher ein Vorteil. Ich gehöre nirgendwo richtig hin, kann mich aber hier und da wohlfühlen (und reinfinden).
Manche Dinge sind hier scheinbar konservativer (der Umgang mit Bildung, Kidnern), aber die Leute sccheinen mir auch rücksichtsvoller. Im Bus steht man auf, wenn jemand mit Kleinkind einsteigt - das passiert mir in meiner "Heimatstadt" nicht. Darum bin ich eigentlich froh. Und um manche Bildungsexperimente in deutschen Schulen tut es mir wirklich nicht leid.
Zu dem, was Benedikte unten gepostet hat, juckten mir ja auch die Finger, aber Ursel hatte ja schon geantwortet...: ein grund, warum ich mir so einen Lebensstil mit Kindern niemals vorstellen könnte, ist genau der häufige Schulwechsel, der ständige Verlust und neues Aufbauen von Freundschaften. Ich bin mal einer Frau begegnet, die so ähnlich aufgewachsen ist - die hielt es nie länger als 2 Jahre an einem Ort aus. Man hatte ein bisschen das Gefühl, dass sie vor sich selber wegläuft.
Aber da mag ich mich irren. Undletztlich bin ich bei Ursel: was war, kann man eh nicht mehr ändern. Was bringt dann ein schlechtes Gewissen?...

 
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