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Geschrieben von antonia am 12.01.2007, 21:15 Uhr

niederlande/mediz. versorgung

hallo,

kann mir vielleicht jemand ein paar fragen zum holl. gesundheitswesen beantworten?

viele grüße
antonia

 
10 Antworten:

Re: niederlande/mediz. versorgung

Antwort von trixi1310 am 13.01.2007, 8:55 Uhr

Jupp kann ich.
Was möchtest du wissen?
Lg trixi

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Re: niederlande/mediz. versorgung

Antwort von antonia am 13.01.2007, 9:11 Uhr

hallo trixi,

das ist ja prima!

wir haben im freundeskreis disutiert und sind uns recht uneinig gewesen. ist es in den niederlanden wirklich so, dass man nicht einfach zum arzt gehen kann? ein bekannter hat einen onkel in holland und er meinte, der hätte mal sehr starke beschwerden gehabt, aber die hausärzte in nl hätten im allgemeinen keine spezialgeräte, wie röntgengerät, ekg, ultraschall oder ähnliches und diese untersuchungen könnten nur durchgeführt werden, wenn man von zu hause aus den krankenwagen anruft und der notarzt diese untersuchungen für unabdingbar hält, ansonsten hat man mehr oder weniger pech gehabt.
stimmt das wirklich?

viele grüße
antonia

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Re: niederlande/mediz. versorgung

Antwort von trixi1310 am 13.01.2007, 11:12 Uhr

Also es ist so das man bei uns immer erst zum Hausarzt muss egal was man hat. Der entscheidet ob man ins Krankenhaus muss oder nicht.
Sollte man abends beschwerden haben geht man zu einer Hausarztvereinigung.
Das sind in jedem Bezirk eine anzahl Hausärzte die Nachtdienst machen in einem Ärztehaus.
Also wenn man schmerzen hat geht man da hin und die entscheiden genau wie der Hausarzt Tagsüber ob man ins Krankenhaus muss oder nicht.
Solltest du aber so grosse Beschwerden haben das du nicht mehr in der Lage bist zur Hausarztvereinigung zu gehen dann ruft man selbstverständlich einen Krankenwagen. Dieser wiederum entscheiden tatsächlich ob es notwenig ist zum Krankenhaus zu fahren oder ob es reicht am nächsten Tag zum Hausarzt zu gehen.
Wenn du selber ins Krankenhaus fahren tust und da stehst uns sagen tust ich habe Beschwerden dann müssen sie dir helfen aber nur wenn es wirklich notwendig ist. Also sprich mit einem Schnitt im Finger kommst du nicht mal ins Wartezimmer.
Das Krankenhaus ist NUR für ernste Fälle da.
Das hört sich sehr hart an hat aber das sind leider die Folgen der Ausländerpolitik der Niederlande.
Es ist so gewessen das eine ausländische Familie sich auf Kosten einer Krankenkassenkarte behandeln lassen hat. Sprich alle Männer hatten den gleichen Namen und gleiche Adresse.
Das hat man nun geändert. Jeder Hausarztposten kann die Krankendaten in ganz Holland von einer Person einsehen und so mit sehen ob die Person es wirklich ist.
Das spart den Staat eine Menge Geld.
Am Anfang hatte ich grosse Probleme damit bis mein Hausarzt mir das mal ausführlich erklärt hat.

Lieber GRuss Trixi

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Re: niederlande/mediz. versorgung

Antwort von antonia am 13.01.2007, 19:03 Uhr

hallo trixi,

danke für deine ausführliche information!

viele grüße
antonia

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Re: wow°!

Antwort von saulute am 14.01.2007, 2:05 Uhr

Ich dachte nur England gibt es dieses miserable gesudnheitssystem, wo du selbst zum Abstrich zum Hausarzt gehen musst und selbst nicht entscheiden kannst, ob du zu einem spezialisten gehst. Das beruhigt mich jetzt doch etwas.

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Re: saulute

Antwort von trixi1310 am 14.01.2007, 8:07 Uhr

Ich muss immer mit dem Kopf schütteln wenn ich höre wie meine Freundinnen sich über das Deutsche Gesundheitssystem aufregen lol.
Lg trixi

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Re: saulute

Antwort von DK-Ursel am 14.01.2007, 23:40 Uhr

Hej allesammen!
Dann senfe ich auch noch schnell zur guten Nacht mit:

Im vielgepriesenen Sozialstaat Dk ist es ähnlich.
Man muß erst zum Hausarzt (der hat keinerlei Geräte und nur ein begrenztes Labor) und der verweist im Schmerzfall und unerklärlichen Symptomen zum Krankenhaus, wo geröntgt etc. wird--- bis man da drankommt, dauert es aber ein paar Wochen (auch bei Schmerzen).
Und dann geht der Befund an den Hausarzt, wieder auf Termin warten, damit dort die weitere Theraie besprochen wird, bei OP kann es dann wieder dauern.
Momentan ist hier eine große Diskussion (nicht die erste), daß Krebspatientien ungebührlich lange warten müssen von Erkennung bis Behandlung. Normal SOLLTE es höchstens 4 Wochen dauern, das ist aber leider nette Theorie, es dauert immer und überall länger.
Zum Speziealisten kommt man nur mit Überweisung des hausarztes, und den kann man auch nicht ohne guten Grund wechseln.
Zum Zahnarzt wird prinzipiell ein großer Anteil zugezahlt - auch, wenn nur nachgeschaut und nicht behandelt wird!
Brillen sind sauteuer und auch Medikamentenbetieligung ist bei jedem Patienten (auch Kindern) hoch.

Auswanderungswillige Deutsche staunen - und mir geht es wie Trixie: Deutsche dann jammern zu hören, tut beinahe weh.
Oder wie eine andere Deutsche es mal ausgedrückt hat:
Ja, kommt nur runter ins Tal - wir sitzen schon lange drin!

Gruß Ursel, DK
P.S.: Akute Fälle wie Blinddarm etc. kommen natürlich sofort dran,a ber ansonsten - wie gesagt auch bei Schmerzen: Bitte warten!

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Re: DK Ursel

Antwort von saulute am 15.01.2007, 11:47 Uhr

Nein, nein, was du über das Gesundheitssystem in Dänemark geschildert hast, kann ich noch froh sein in UK leben zu können. dort sind wenigstens Medikamente für Kinder umsonst und bei Schmerzen muss man nicht warten, den HAusarzt, wenn ich mich nicht irre, kann ich auch wechseln.

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Dafür bricht das Gesundheitssystem...

Antwort von hennesy am 19.01.2007, 14:03 Uhr

..in Deutschland mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit in -zig Jahren auch zusammen, während es in den genannten Ländern noch einigermaßen überleben könnte.

Ich bin niederl. Ausländer in Deutschland und kann nur kopfschütteln über die geldverschwendende Sachen die es hier auf medizinischen Gebiet gibt. Nein, ich werde jetzt keine Liste aufführen, aber sogar die Ärzte die ich im Anfang verwundert angesprochen habe, was es hier nicht alles gibt an Möglichkeiten/Behandlungen usw. gaben ohne Ausnahme zu, dass es so auch überhaupt nicht länger weiter gehen könnte, sie aber "mitmachen" müssten bei den gehobenen Ansprüche der Patienten, weil die ihr ansonsten weglaufen würden.

Aber trotz wellenschlagende Fernsehdreiteiler (Aufstand der Alten?) im ZDF wird weiterhin munter weitergejammert und alles in Anspruch genommen, was nur in Anspruch genommen werden kann. Nix da mit kollektives Verantwortungsgefühl. Zumindest nicht, wenn ICH ICH ICH dabei zurückstecken muß. Man, kommt mir die Galle hoch.

LG Hennesy

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Re: Dafür bricht das Gesundheitssystem...

Antwort von DK-Ursel am 20.01.2007, 19:38 Uhr

Hej!
Ich kann Dich da auch gut verstehen, vieles kommt mir auch sehr überflüssig vor --- wie immer wäre es schön, wenn man sich irgendwo in einer Mitte treffen könnte!

Gruß Ursel, DK

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