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von alemana_mex  am 06.01.2018, 13:28 Uhr

Mal wieder ein Erfolgserlebnis

Meine Töchter werden 2sprachig deutsch/spanisch erzogen.

Diesen Sommer waren wir 3,5 Wochen in Mexiko bei den Verwandeten.
Dort haben sie sich mit Händen,Füßen und Wörtern verständigt.
Ich dachte aber es würde noch besser klappen.

In Deutshcland haben gehen sie jeden Samstag in den Spanischunterricht.
Auf der Weihnachtsfeier dort hatte die Lehrerin meiner Großen Tochter dann meinem Mann erzählt wie Super der Urlaub doch für die große war. Sie hatt über den Urlaub in spanische berichtet und es ist eine neue Schüler in der Klasse für die meine Tochter am Anfang fast alles simultan übersetzt bis diese besser in den Unterricht reinfindet.
Die Lehrerin meinte dieses Übersetzen finde sie fast schwieriger als das normale sprechen.

Fazit irgendwie machen wir doch etwas richtig. Der Wortschatz ist also da.
Nur nicht aufgeben auch wenn es manchmal schwer fällt.

LG alemana_mex


Achja meine Große ist 11 und hat letztens gemeint das sie ja nach der Schule ein soziales Jahr machen möchte (hat sie schon mit 9 gewußt) und sie möchte das in ihrem 2. Heimatland machen. Weil sie doch als Mexikanerin die Sprache und Die Leute besser versteht als andere.

 
4 Antworten:

Re: Mal wieder ein Erfolgserlebnis

Antwort von DK-Ursel am 06.01.2018, 16:12 Uhr

Hej!

Das sind ja schöne Nachrichten!!!
Ich finde es immer schön, wenn positive Mutmacherfahrungen geteilt werden - denn anscheinend haben viele bilinguale Elternpaare doch Zweifel.

Ein Satz fiel mir besonders auf, wei lich gerade erst selbst damit konfrontiert war und drüber nachdachte, wieder einmal.
."Die Lehrerin meinte dieses Übersetzen finde sie fast schwieriger als das normale sprechen. "
Das ist es auch!!!!

Sicher auch EIN Grund, waru man Fremdsprachenunterricht heute nur noch sehr wenig übers Übersetzen laufen läßt - meine erw. Schüler/innen vermissen das manchmal, incl. der Texte, die wir damals ja auch in unseren Schulbüchern hatten.
Aber so lernt man heute nicht mehr, weil eben Übersetzung an der einen Sprache klebt und die andere in den meistens Fällen zu einem künstlichen Produkt oder einem Abklatsch der anderen wird.
(Genau darum ist die Arbeit von Übersetzern ja auch viel mehr als eine reine Textübertragung und verdient unsere volle Wertschätzung!)

Ich erwische manche dänische Erwachsene dabei,w ie sie einen dt. Text für jemanden ins Dänische übersetzen, der ihn nicht verstanden hat - und dann hake ich ein:
Sagt man das wirklich so auf dänisch?
dann "wachen" sie förmlich "auf", stutzen und sagen selber: Nee, das kam jetzt, weil ich so übersetzt habe.

Aber ich schweife ab, Dein Beitrag gilt Deiner Tochter, und deren Erfolge sollen nicht geschmälert werden .

Gruß Ursel, DK

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Re: Mal wieder ein Erfolgserlebnis

Antwort von alemana_mex am 06.01.2018, 19:17 Uhr

Ja Ursel mir machen solche Erfahrungen auch Mut.
Die Lehrerin meinte auch das sie das Simultan, also wären sie Lehrerin sprach, übersetzt hat. Ich könnte das nicht, mein Hirn bildet erst die Sätze bevor ich sie aussprechen.
Aber anscheinend kann meine Tochter beides, zuhören und übersetzen.

LG

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Re: Mal wieder ein Erfolgserlebnis

Antwort von DK-Ursel am 06.01.2018, 21:58 Uhr

Hej nochmal!

Das ist sicher eine besondere Begabung -- ich bewundere Simultandolmetscher sehr!
Klar können wir alle einfache Sachverhalte "übersetzen", letztendlich wird es dann aber eben doch mehr ein Wiedergeben.
Genau wie manche kleinen Kinder, die eben am Tisch erstmal Makler zwischen Mutter und Vater sind - diese "Übersetzungsfähigkeit", die eigentlich selten eine ist, verliert sich ja auch schnell wieder, schon allein darum, weil die kinder merken, daß
es ja nicht nötig ist.
Im KIGA sollten wir mal f+ür ene Pädagogin eine Art Gebrauchsanleitung für Sommerhaus ins Deutsche übersetzt, da konnte meine an sich sprachbegabte Große damals erstmals merken,daß einen Text verstehen, ihn in der anderen Sprache wiedergeben und übersetzen ganz versch. Paar Schuhe sind.
Es war deutlich zu sehen, wie sie - gerade weil sie eben doch sehr sprachinteressiert war - dies plötzlich bemerkte:
Holla, Wort für Wort geht nicht.

Ich finde,durch solche Erlebnisse merken wir auch, wie komplex eben Sprache letztendlich doch ist - eben weil sie sich das selten bewußt machen (können), haben manche Einsprachigen den Mut, ihr Kind in einer Fremdsprache großzuziehen.

Gruß Ursel, DK

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Re: Mal wieder ein Erfolgserlebnis

Antwort von Korya am 10.01.2018, 14:39 Uhr

Hach, super

Und toll dass deine Große jetzt schon durch spielt wie es weitergehen soll, alle Achtung!

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