Mehrsprachig aufwachsen

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Geschrieben von DK-Ursel am 30.01.2018, 10:45 Uhr

Ich gebe Dir Recht

und hatte den Engländern gegenüber auch ein schlechtes Gewissen, als ich gestern abend mein Posting schrieb, aber ich woltle da nicht auch noch ausholen - ich neige eh zu Überlänge (ach nee? )
Aber das erzähle ich meinen Kursisten ja auch, die als Dänen sicher schneller mite einer englischen Replik zur Hand sind:
Englisch = wenige Regeln, viele Ausnahmen --- und wirklich englisches Englisch lernt man eben erst im Land. das kann Schulenglisch niemals werden, o bman mit 2 oder 5 oder 10 anfängt.
Deutsch = viele Regeln, aber wenige Ausnahmen, aber auch da lernt man natürlich Sprechen wirklich erst im Land.s.o.

Und wenn ich mir das Englisch der Dänen anschaue, so ist es in der Tat flüssiger als das der Deutschen, was aber daran liegt, daß sie ein kleines Ländchen sind und die Filme hier nicht synchroinisiert werden.
Daher sind ihnen viele Dinge mind. passiv geläufig und somit auch schon schneller bei der Hand.
Es liegt jedoch NICHT daran, daß sie mit 2 vor englischen Filmen sitzen - Kinderfilme werden getextet!!! - und auch Englisch im KIGA ist noch nicht so verbreitet wie in Dtld., Gott sei Dank, möchte ich schreiben, obwohl vieles hier dann auch mit Verspätung hierherschwappt.

Jeder,d er andere Sprachen kann, kan nsich in Situationen mit anderssprechenden Menschen leichter helfen.
Jeder,d er zweisprachig mehrsprachig ist, hat aber auchdie Fähigkeit, leichter fremde Sprachen zu lernen, wenn er braucht.
Und jeder mensch,d er es braucht, kan nnoch sehr gut in einer fREMDsprache werden, es besteht also kein Grund zur Eile, schon gar nicht, wenn man nicht weiß, in welchem Umfang das so Gelernte überhaupt je gebraucht wird.

Daß TV für Kinder sowieso sparsam eingesetzt werden sollte, weil es durchaus einiges im kleinen Gehirn veranstaltet,was nicht so wünschenswert ist, ist die eine Sache.
Daß man Energie und Zeit auf etwas ver(sch)wendet, was im täglichen Leben noch keine Rolle spielt, ist die andere.
Ich erinnere mich noch gut an den Rektor, den ich schon öfter zitiert habe, der - gefragt, ob wir bei der Gründung einer privaten Schule hier Englisch schon gleich in die 0. Kl. oder 1. Kl. nehmen sollten (damals noch ungewöhnlich), antwortete:
"Ja, das ist toll, sowas täte ich auch gern.
Aber der Tag hat nur so und soviele (Schul-)Stunden, was also streiche ich für den Englischunterrichtß
Die Muttersprache? Den Sport? Die Musik, Mathematik? Was?
Denn jede Entscheidung FÜR etwas ist auch eine GEGEN (oft viele) Dinge."

Diese Frage hat sich bei mir eingeprägt:
Wenn ich Ja - für meine kinder oder mich - zu etwas sage: Was streiche dafür - und ist es das wirklich wert?

Hier wäre meine Antwort deutlich:
Will ich, daß mein Kind MEINE Sprache lernt, komme ich tunlichst nicht mit einer dritten,die Zeit und Energie von der eigenen Sprache wegnimmt, den wie gesagt:
Diese Zeit ist sehr begrenzt.
Bald wird Dein Kind länger außer Haus sein, nur mit dt. Kindern rumtoben, viele dt. Kameraden mit nach Hause bringen, mit denen Du, vor denen Du Deutsch reden wirst - da gerät Deine Sprache immer mehr ins Hintertreffen.
Ihr jetzt Zeit für eine 3. Sprache abzuziehen, die Dein Kind eh lernen wird, ist in meinen Augen Zeitverschwendung, aber das mußt Du ,wie ich bereits schrieb, selber wissen.

Meine Töchter haben übrigens mit neben ihren beiden Muttersprachen Englisch sehr gut drauf, auch die kleine Schwester, die deutlich sprachuninteressierter WAR als die Große.
Und sie haben Fremdsprachen wie Französisch/Latein etc. für die Schule gut gelernt.
deine Sorgen kann ich also auch aus Erfahrung nicht teilen, auch nicht aus der, die langjähriges Lesen in Foren wie diesen vermittelt.

ich bin gespannt auf deine Fortsetzung - Gruß Ursel, DK

 
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