Mehrsprachig aufwachsen

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Geschrieben von DK-Ursel am 03.02.2018, 13:21 Uhr

Fremdsprachen uvm.

Hej Leela!

Du schreibst: "Ich habe einfach Angst, dass mein Kind später noch mehr Probleme damit haben wird. Daher möchte ich ihm das Leben erleichtert, wie gesagt, ihm Moment ist es für ihn etwas Natürliches, keine Arbeit, sondern Spaß."

Sowas gilt ja nicht nur für Sprachen. Wir alle möchten Kinder genau vor dem bewahren, was wir erlebt haben = was wir kennen und als unangenehm empfunden haben.
Genauso möchten wir ihnen gönnen,was wir in unserer Kindheit toll fanden.

Nun bin ich eine "alte" Mutter mit erwachsenen Kindern und stelle - zusammen mit Freundinnen - fest, daß das, was wir unseren Kindern mitgegeben wollten ,sicher nicht unbednigt auf verlorenen Bodern gefallen ist, aber daß sich die Kinder an völlig andere Dinge als "beabsichtigt" erinnern.
Und das lehrt mich einmal mehr, daß wir unsere kinder nicht planen können - Du wirst sicher noch sehr, sehr überrascht werden,wie sich Dein Kind entwickelt.
Man glaubt, man kenne niemanden so gut wie das eigene Kind, und doch gibt es da oft Wendungen, Entwicklungen, Talente und Abneigungen, Nicht-Talente und Vorlieben etc. - wo wir sie nie vermutet hätten.
(Manchmal sind ja sogar die KInder selbst überrascht.)

meine Große hätten mit noch mit 16 alle in einem höchst wissenschaftlichen Sztudium an der Universität gesehen: Sprache(n), Literatur - sie woltle Verfasser werden, war sogar 2x auf der Verfasserschule in DK, wo man schon 1x nur schwer reinkommt --- und erklärte,sie suche sich einen Job für Geldverdienen, bis sie als Schriftstellerin genug verdiene - der Beruf aber müsse ihr genug Zeit fürs Schreiben lassen.
Also, mindestens als Lektorin, Bibliothekarin (wies sie allerdings gleich ab), Übersetzerin, ... hätte jeder sie gesehen - wir, ihre Lehrer,a lle, die sie kannten.
heute studiert sie im Fernstudium Jura, hat irgendeinen Job im Management (hochgearbeitet), belegt an der Erwerbsakademie Kurse in Personalführung und Innovation und sowas - also alles zeug, von dem ich im Leben nicht geträumt hatte - und findet es toll.
Das schreibe ich jetzt nicht,um anzugeben, sondern um zu zeigen,wie anders es läuft.

Und es ist nicht nur unnütz, sondern oft auch schädlich, kontraproduktiv, zu glauben, daß die eigenen schlechten Erfahrungen auch fürs Kind gelten werden - und dem vorbeugen zu wollen.
Die Zsind anders, die Menschen u mdein Kind herum sind anders, vor allem ist Dein Kind eben anders als Du.
Und darauf sollten wir viel mehr re-agieren als auf das, was wir vor etlichen Jahren mal in unserer Kindheit erlebt haben.

ich finde den Spruch "du sollst nicht den Weg für Dein, sondern dein Kind für den Weg bereitmachen" sehr nützlich und richtig.
Den Weg kannst Du nicht kennen, Du kannst nicht mal erahnen, was Deinem Kind alles zustoßén kann, wo es enden wird und mit wem - aber Du kannst es dafür wappnen, mit Herausforderungen fertig zu werden.
und das geht eben nur, wenn man die Herausforderungen im Vorfeld nicht eliminiert, sondern zeigt, wie man Strategien zu deren Bewältigung entwickelt.

Lange Rede - aber es gilt eben für alles in der Erziehung, also auch für die Sprachen.
es ist sowas von müßig, jetzt schon Lehrpläne für etwaige Schulprobleme in der Zukunft zu entwerfen - Du weißt ja gar nicht, was mal relevant wird - in jeder Beziehung relevant.
daher genieße lieber, wie es jetzt ist, schau auf die jetzigen Freunden und Herausforderungen und verplane nicht, was Euch später zustößt.
es kommt eh anders!

Gruß Ursel, DK

 
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