Mehrsprachig aufwachsen

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Geschrieben von Astrid18 am 09.03.2018, 12:56 Uhr

An Mehrfachumziehende-schlechtes Gewissen????

Die Frage der emotionalen Heimt stellt sich bei uns auch immer. Meine emotionale Heimat ist die Stadt in Deutschland, in der ich als Erwachsenen am längsten gelebt habe. Dorthin möchte ich im Alter zurück. Meine Kinder haben dort teilweise ihre ersten Lebensjahre verbracht und kürzlich wieder 2 Jahre. Dort waren sie auch sehr glücklich und sehnen sich zurück, aber ob das in ein paar Jahren noch so ist?

Wir sind seit 2010 mittlerweile vier Mal umgezogen (ins Ausland, im Ausland, in die Heimat zurück und wieder ins Ausland) und es ist absehbar / wahrscheinlich, dass wir in 2 1/2 Jahren wieder umziehen. Wohin steht noch in den Sternen.

Uns treibt daher immer der Gedanke nach einem emotionalem Zuhause, wo man Weihnachten feiert und die Ferien verbringt. Da ich aber auch arbeite, ist die Idee eines Ferienhauses ein unökonomischer Luxus, den wir vermutlich nie verwirklichen werden.

Heimat sind für meine Kinder die Häuser der Großeltern.

Ein schlechtes Gewissen habe ich auch immer wieder. Wir sind jetzt seit kurzer Zeit wieder im Ausland und eines meiner Kinder braucht immer sehr lange, bis es Freunde findet. Jetzt ist der Zeitpunkt erreicht, aber die erste Freundin zieht schon bald selbst wieder weg.

Ich habe für mich festgestellt, dass man jede Station immer so angehen muss, als würde man für immer da bleiben. Die vielen Umzüge waren auch nicht so geplant, eigentlich wollten wir an der 2. Auslandsstation ganz lange bleiben, aber manchmal geht es nicht. Jetzt sind wir in klassischen Expat-Rhythmus drin und durch die neue Schule der Kinder haben sie jetzt Freunde aus der ganzen Welt, die auch schon überall gelebt haben (war an der deutschen Ausslandsschule nicht so, da waren die meisten Kinder zumindest aus Deutschland bzw. haben schon in Deutschland gelebt).

Wenn ich mich mit alten Freunden treffe oder mit ihnen spreche, passiert nie etwas in ihrem Leben. Das sagen die Freunde immer selbst. Wenn ich sehe, was ich und die Kinder alles erleben, wie viele Kulturen sie kennen lernen, wie sie neue Situationen meistern, wie gut sie dann doch mit allem zurecht kommen, dann bin ich wieder froh, dass wir dieses Leben gewählt haben.

 
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